#57 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Jörg Krämer

Shownotes

Deutschland steckt laut Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einer tiefgreifenden Krise. Im FONDS professionell Podcast spricht er über politische Versäumnisse, schwache Industrie und warum echte Reformen bislang ausbleiben. Jetzt reinhören!

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00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Gast.

00:00:16: Er ist der Volkswirt und sogar Chef-Volkswirt einer der größten Banken Deutschlands – und beobachtet Wirtschaft, Politik und Kapitalmärkte seit vielen, vielen Jahren aus nächster Nähe mit einem Blick der geprägtes von Praxis, Analyse und Erfahrung.

00:00:30: Wir sprechen über die wirtschaftliche Lage in Deutschland, über Europas Rolle, über Banken und Kapitalmärkte.

00:00:36: Und darüber wie sehr ökonomische Expertise in der Politik tatsächlich gehört wird – ein Gespräch über Einordnung statt Schlagzeilen oder über die Frage wo wir wirklich stehen.

00:00:46: Mein Name ist Joachim Narraike und ich suprheute das Gespräch mit Jörg Kremer.

00:00:51: Herzlich willkommen lieber Jörr Kremer!

00:00:52: Ja danke Jörn Narrake.

00:00:54: Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen.

00:00:55: Ich gehe davon aus, dass sie es extrem viel zu tun haben in diesen Zeiten wo viel Unsicherheit auch in den Kapitalmärkten ist.

00:01:03: Sie als Volkswirt

00:01:04: und Chefvolkswirt einer der größten Banken Deutschlands Und übrigens wir haben genau wie ich auch mal bei Merrill Lynch gearbeitet Da haben wir gerade schon übergesprochen worden in den Neunzigern.

00:01:12: Können Sie um seinen Hörern bitte nochmal ganz kurz mitteilen?

00:01:16: Wie hat sie ihr beruflicher Werdegang zur Kommerzbank und dann auch zum Chefvolksel Posten gebracht?

00:01:23: Ja, ich fing ja an Anfang der neunzehnte Jahre am Institut zur Weltwirtschaft damals in der Konjunkturabteilung und dann arbeitete man sich fachlich immer tiefer rein.

00:01:34: Dann bin ich damals gewechselt Mitte der Neunziger nach Frankfurt also aus dem akademischen Volkstedasein sozusagen ins Angewandte oder merkte natürlich schnell irgendwie den Wunsch so die Meinung Die Kapitalmarktmeine und die Volkswirtschaft, die hier Meinung eben auch selber zu machen.

00:01:54: Das können sie natürlich am besten in so einem Job wie im Cheffox wird.

00:01:58: Wobei es nicht nur darum geht das zu machen?

00:02:01: Die Views, die Meinungen, dass würde ich auch mit den Kollegen zusammen... ...das geht ja auch darum sie zu kommunizieren!

00:02:08: Und das können Sie natürlich in so einer Position der Cheffox würden wunderbar machen.

00:02:13: Und wenn sie auf die letzten Jahre ihrer Tätigkeit als Chef-Volkswirt zurückbüren, ich glaube Sie machen das schon sehr lange auch.

00:02:19: Hat sich da irgendwas signifikant verändert an der Rolle?

00:02:22: Ist es jetzt noch mehr Markt oder ist es noch mehr Politik?

00:02:25: und wie kann ich mir das vorstellen?

00:02:28: Also was in den letzten fünfzehn Jahren, muss man sagen, dazugekommen ist seit der Staatsschuldengrise, ist dass wir als Volkswirte ein sehr gutes Gespür für die Politik haben müssen.

00:02:41: Also Sie müssen halt zum Beispiel bei der Staatsschuldenkrise, das ist nicht nur ein ökonomisches Phänomen von fünfzehn Jahren gewesen.

00:02:47: Sie müssen gucken wie werden sich Finanzminister verhalten?

00:02:52: Werden sie vielleicht abwarten bis dann die EZB gezwungen ist einzuspringen was sie am Ende getan hat?

00:02:59: also man braucht ein klares Gespür dafür wie sich Politik verhält.

00:03:02: oder jetzt eben in den Diskussionen um die deutsche Konjunktur.

00:03:06: Man kann nicht eine deutsche Konzenturbugnose machen ja ohne eine Einschätzung zu haben, wie diese Bundesregierung wirtschaftspolitisch vorgeht.

00:03:16: Und von Anfang an war mir klar die Koalition aus Union und SPD tickt halt unterschiedlich weshalb ich schon vor der Wahl gesagt habe beispielsweise erwarte jetzt keinen wirtschaftspolitischen Durchbruch den sie aber brauchen um richtig wirtschaftlich voranzukommen damit das viele Geld was der Staat jetzt ausgibt auch auf fruchtbaren Boden fällt.

00:03:36: Das ganze weiß man natürlich größter Kreditgeber des deutschen Mittelstandes eben wissen wie die Mittelstände ticken und wie hoch die Erwartungen waren, dass jetzt endlich ein breitbasierter Neustart in der Wirtschaftspolitik kommt.

00:03:52: Also Politik ist extrem wichtig und da eben die richtige realistische Einschätzung zu haben und nicht in einem Wunschdenken

00:04:00: hinterherzulaufen.".

00:04:02: Das bedeutet aber auch, sondern es bedeutet sie haben auch enge Verbindung in den politischen Bereich hinein.

00:04:09: Nein, das bedeutet also nach meiner Meinung jetzt nicht dass man Engelbeziehung in die Politik hinein haben muss.

00:04:14: Ganz im Gegenteil am Ende entstehen dann noch irgendwelche Abhängigkeiten oder dass wir nicht frei reden, gar nein.

00:04:22: Ganz dem Gegenteils.

00:04:23: sie müssen das sozusagen als Ökonom von außen beobachten.

00:04:26: das Ganze und es wird alles gesagt ist es alles offen da und da muss man halt die richtigen realistischen Schlussfolgerungen ziehen prognostiziert.

00:04:40: Nicht unbedingt das sein muss, was man sich

00:04:41: wünscht.".

00:04:43: Und wie ich den erkennen, ist eigentlich dann auch... Wie würden Sie die aktuelle wirtschaftliche Situation Deutschlands umschreiben?

00:04:52: Weil ich glaube, wer?

00:04:54: alle sind ja damit konfrontiert dass die Stimmung eher sehr schlecht ist.

00:04:59: Das drückt sich in ein oder anderen Zahlen aus wenn wir uns auf Insolvenzen anschauen Auch der Mittelstand, von dem Sie gesprochen haben.

00:05:09: In welcher Stimmungslage der sich befindet?

00:05:12: Wenn Sie die deutsche Wirtschaft und die wirtschaftliche Situation Deutschlands beschreiben müssten wie würden sie das tun?

00:05:18: Also ich beobachte ja die deutsche Volkswirtschaft jetzt als professioneller Volkster seit im Jahr zweiundneinzig.

00:05:24: Und ich muss sagen dass sie so eine Situation so noch nicht erlebt habe.

00:05:28: es ist ja nicht irgendwie eine Wirtschaftskrise oder eine Konjunktur Krise oder sowas Wohldüß zu tun haben.

00:05:36: wenn sich die Industrieproduktion anschauen, die fällt seit sieben Jahren.

00:05:40: Kommuliert schon um fünfzehn Prozent und das ist schon eine sehr tiefgehende Krise hat natürlich was zu tun damit dass China aber weit nicht mehr so viel abfragt nachfragt.

00:05:53: unser Produkte unsere Exporte nach China sind sogar bereinigt um den Preisverankung ungefähr ein dritter zurückgegangen in den letzten vier fünf Jahren.

00:06:00: Aber der Hauptpunkt ist eben Haus gemacht muss man ganz klar sagen.

00:06:04: Also die Stichforde sind ja allen bekannt, die hohen Steuern.

00:06:08: Die teure Energie, die Bürokratie und die brückende Infrastruktur.

00:06:12: das sind die Themen und sie haben bei vielen Mittelständlern halt den Glauben an eine Zukunft einen Standort erschüttert so dass sie sich zurückhalten.

00:06:23: und es ist halt deshalb wäre es notwendig gewesen wirklich ein breitbasiertes Neustart in der Wirtschaftskrise zu machen um eben wieder für Zuversicht zu sorgen.

00:06:34: in Zuversich ist die Voraussetzung dafür, um dann auch Geld.

00:06:38: In ein Standort zu stecken.

00:06:41: wenn sie gerade von Industrieproduktion sprechen und die um sagt wie kumuliert fünfzehn Prozent zurückgegangen ist in den letzten fünf Jahren oder sechs sieben Jahre sieben Jahren nur dass wir das auch noch mal klar machen unseren Hörern Industrie Produktiones Automobil ist Stahl Maschinenbau Das sind glaube ich die größten Bereiche.

00:07:03: Ja also das sind die großen Branchen in Deutschland, Chemie Stahl Maschinenbau Auto natürlich vor allem aber auch die Bauproduktion ist ein umfassendes Maß dessen was in Deutschland materiell produziert wird.

00:07:20: Das andere sind dann die Dienstleistungen

00:07:22: und da waren wir ja glaube ich auch nicht nur weil wir Exportweltmeister viele Jahre gewesen sind aber da hatten wir natürlich auch unsere unsere Stärke Und die natürlich und das glaube ich kommt sehr, sehr häufig nicht wirklich zur Sprache lag auch im Mittelstand.

00:07:38: Sehr viele Marktteilnehmer sehen natürlich die großen Dachskonzerne, die ja nur noch überschaubar großdeutsche Konzerne sind wenn man sich die Umsätze anschaut aber dass der das wirklich Rückgrat unserer Industrieproduktion lag ja und liegt ja im Mittel stand.

00:07:58: Haben Sie dazufällig mal eine Zahlgriff bereit?

00:08:01: Weil ich weiß, dass es irgendwie weit über siebzig Prozent gewesen ist was der Mittelstand an der Wirtschaftsleistung Deutschlands ausgemacht hat.

00:08:09: Ja

00:08:09: das ist sehr schwer zu quantifizieren weil in der Amtlichen Statistik gibt es nicht die Kategorie Mittelstand aber der Mittel stande sicherlich der dominierende Bereich der deutschen Wirtschaft vorbei sich die Großunternehmen und der Mittelstand ergänzen, also sie können nicht das eine oder das andere denken.

00:08:26: Der Mittelstand hat auch den Vorteil dass er sowas darstellt wie die Schnellbote der deutschen Wirtschaft.

00:08:32: Der Mittelstand ist wesentlich flexibler weil er kleiner ist und schneller reagieren kann als die großen DAX Konzerne, die da eher Dickschiffe sind.

00:08:45: Wenn wir mal die Automobilindustrie uns anschauen ich glaube die Problematiken sind hoch- und unterbesprochen.

00:08:52: Wie viele Arbeitsplätze in Deutschland hängen wirklich mittelbar oder unmittelbar von der Automobilindustrie ab?

00:08:59: Gibt da immer so Zahlen, wie jeder siebte Arbeitsplatz oder jeder sechste.

00:09:03: Ja, da

00:09:04: gibt es die verschiedensten Schätzungen.

00:09:05: aber Sie können sicherlich sagen... das merkt man ja auch wenn man zu Veranstaltungen geht wo Mittelstellen wir sind.

00:09:13: also da hört man ja von den meisten irgendeinen Automobilbezug.

00:09:19: Deutschland ist Autoland, wie ein ehemaliger Kanzler mal gesagt hat.

00:09:23: Das hängen da sehr viele Jobs so nach.

00:09:26: Die Schätzung war hier natürlich breit.

00:09:28: Wir können uns aber darauf einigen dass es wirklich sehr sehr sehr viele Job sind und dann muss man ja auch noch die Zweit-Ableitung dieser Jobs sehen.

00:09:35: also muss man ganz plakativ zu sagen wenn ein Fabrikarbeiter in keine Fabrik mehr geht dann wird er auch nicht in der Lage sein in dem ortsansässigen Bäcker seine Brötchen zu holen oder was auch immer, also da hängt noch unheimlich viel mit hinten heran.

00:09:48: Was glaube ich sehr viele Leuten oftmals gar nicht so wirklich bewusst ist und was ja auch nochmal zum Ausdruck bringt wie dramatisch die Situation tatsächlich ist?

00:09:57: Die Industrieproduktion ist deutlich zurückgegangen insbesondere im Bereich der energieintensiven Produktion.

00:10:05: seit wir die Gaskrise hatten, seit Beginn des Corona Krieges ist die Produktion der energieintensiven Unternehmen, zum Beispiel in der Chemieindustrie im Schnitt um zwanzig Prozent zurückgegangen.

00:10:19: Wo ist der Gaspreis ja wieder zurückgekommen?

00:10:21: Aber die Produktsion ist nicht zurückgekehrt und da gehen viele Tops verloren.

00:10:26: Das ist nicht das Thema unbedingt einer Maschenarbeitslosigkeit wie in den siebzig oder achtziger Jahren.

00:10:31: Wir haben immer noch die demografische Situation dass die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter jetzt schon frumpft In Deutschland und wir haben in vielen Bereichen deshalb ja ein einfach Kräftemangel, weshalb diese Krise die gerade durch Leben nicht primär eine Krise am Arbeitsmarkt ist.

00:10:51: Aber sie ist eben eine Kriese der Einkommen.

00:10:53: Die Menschen mögen also einen neuen Job finden aber bei Weitem nicht so gut bezahlt wie zum Beispiel in der Chemie oder in Autoindustrie.

00:11:02: Und das ist das Thema.

00:11:04: Dann ist es natürlich auch gar nicht mehr schwer sich vorzustellen auf welche Bereiche das dann wiederum Auswirkungen hat nämlich natürlich auch auf den Konsum.

00:11:11: Das hat Ausdrücken auf dem Konsum, weil die Menschen lesen jetzt in der Zeitung das Unternehmen zunehmend im großen Stil entlassen und ist richtig, die Bundesregierung entlastet ein wenig finanziell die Bürger.

00:11:26: aber wenn man verunsichert ist durch die vielleicht nachtlichen Vorarbeitsmarkt hält man sich dann eben zurück mit dem Ausgeben.

00:11:34: was gilt ja auch für die Unternehmen beim investieren.

00:11:39: wenn wir diese Analyse jetzt getroffen haben und sie auch wahrscheinlich relativ leicht nachvollziehbar ist.

00:11:46: Und dieser Ist-Zustand analysiert bzw festgelegt oder festgestellt wurde, was glauben Sie?

00:11:53: Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist das für aus dieser Situation herauskommen?

00:12:00: Wenn ja oder wenn die Wahrscheinigkeit hoch ist in welchem Zeitraum könnte das passieren?

00:12:06: Ja, also wenn sich mal anschauen das sogenannte Potenzialwachstum.

00:12:11: Also was ist im Schnitt von zehn Jahren zu erwarten ein Wirtschaftswachstum in einer Volkswirtschaft wie Deutschland?

00:12:16: Dann hängt es natürlich sehr stark davon ab, wie die Standortqualität ist aber auch vom weltwirtschaftlichen Umfeld, des weltwirtschaftlich umfällig schwieriger geworden weil China Benio unser Waren abnimmt und die Amerikaner haben Zölle wo den zukommt.

00:12:31: eben Dann die Erosion der Standortqualität.

00:12:34: Ich hatte davor schon die Stichworte genannt und es sind paar Reformen gemacht worden, die EU hat ein bisschen Bürokratie abgebaut beim Bamifakettengesetz Es gibt einen Industriestrompreis, es gibt Sonderabschreibung ja aber das ist nicht ein Reformdurchbruch in der Breite so dass die meisten Volkswirte davon ausgehen, dass die deutsche Wirtschaft deshalb so in den kommenden zehn Jahren weiter eine schwarze Null haben beim Wachstum, also ähnlich wird das auch in den letzten Jahren im Durchschnitt gesehen.

00:13:10: Das ist kein Naturgesetz, das muss nicht so sein aber basieren darauf dass wir eben politische Merken brauchen und die Parteien halt unterschiedliche Vorstellung haben über das was getan werden muss.

00:13:25: Das macht es eben unwahrscheinlich.

00:13:27: der große Durchbruch, der große Wurf der Neuanfang in der Wirtschaftspolitik gelingt

00:13:31: Klingt jetzt nicht so sonderlich positiv.

00:13:34: Jetzt ist natürlich die Frage angenommen, Sie als Jörg Klämer könnten durchregieren und hätten die Möglichkeit Deutschland ein paar Arzneimittel zur Verfügung zu stellen?

00:13:46: Welches wären die drei Arznei-Mittel, die sofort verabreicht werden müssten um vielleicht diesen Fahrt des Nullwachstums in den nächsten zehn Jahren pro Jahr übrigens ja zu verlassen?

00:13:58: Also wichtig ist das Thema Bürokratie.

00:14:00: Das Thema Bürokratie ist ein auch ein emotionales Thema.

00:14:04: Sehen Sie, große Konzerne haben Staatsabteilung die erledigen das alles diese Meldepflichten Berichtspflichten

00:14:13: etc.,

00:14:13: etc.,

00:14:14: kostet auch Geld aber da sind Ressourcen da.

00:14:16: Aber denken Sie mal an einen kleinen Mittelständler der vielleicht ein Geschäftsführer wie die Produktion sich anschaut Absatzchef so und jegliche bürokratische Anforderungen die Rauben diesen Unternehmern etwas von der Zeit, die ohnehin schon sehr kapist.

00:14:35: und das ist ein emotionales Thema.

00:14:38: Das nervt sie einfach!

00:14:39: Und ich glaube ganz wichtig wäre wenn im großen Stil Bürokratie abgebaut wurde.

00:14:47: Das kostet nichts setzt beim Staat sogar Ressourcen frei und wirkt sofort positiv auf die Stimmung.

00:14:56: Bürokratieabbau ist ein sofort rückender Stimmungsaufwälder.

00:15:01: Ja, bin ich total bei Ihnen gibt es glaube ich auch keine zwei Meinungen.

00:15:04: die Frage ist natürlich wirklich wie realistisch ist das?

00:15:08: Ich habe neulich mit jemandem gesprochen der sagte am besten wäre wenn die Bundesregierung des erst jüngst verabschiedete Büro entbürokratisierungsgesetz wieder abschaffen würde weil das führt zu Bürokratei.

00:15:21: Das ist jetzt natürlich aus einer Stimmung heraus wir haben eben gesagt eine Emotion die total wichtig ist, heraus geschildert worden.

00:15:30: Aber manchmal hat man schon den Eindruck dass das Bürokratieabbau mit Bürokrateaufbau bekämpft werden soll.

00:15:36: Na ja gut und erledigt

00:15:37: werden soll!

00:15:38: Ja

00:15:38: Sie meinen die Bürokrätie-Abbaubürokratie?

00:15:41: Wir haben seit vielen Jahren da auch im Normkontrollrad Bemühungen und Bürokrationen gesetzt, sie aber nicht nicht bewirkt haben.

00:15:48: Beim Bürokrantieabbau ist eins Wichtig.

00:15:50: Man muss sich klar machen, das darf eben keine bürokratische Übung sein.

00:15:54: So muss ich klarmachen... dass Bürokratie letztendlich aus einer Geisteshaltung kommt.

00:15:59: Und die Geistshaltung, wie ich meine ist das weitverbreitete Misstrauen von Politikern gegenüber Unternehmen und auch gegenüber Bürgern.

00:16:09: Sehen Sie einen Staat der vertraut?

00:16:11: Der drangseliert seine Bürger und Unternehmer nicht mit Bürokrateen.

00:16:15: Ein Staat der Vertraut weiß, dass die meisten Bürger für sich selber sorgen können Und der konzentriert sich auf die mit einer Sozialpolitik, auf die wirklich bedürftig und hat dann auch genug Geld noch für Investitionen.

00:16:30: Für Straßenbrücken etc.

00:16:33: Ein vertrauender Staat schreibt auch den Unternehmen und Menschen nicht vor wie genau sie jetzt CO² einzusparen haben das dann zum Beispiel in ländlichen Gegenden wo Häuser wenig wert sind ja auch dem Wert eines Hauses ereignen kann.

00:16:49: faktisch Sondern ein Vertrauen.

00:16:53: der Staat setzt einfach nur einen CO²-Pass und dann kommen die Anpassungen.

00:16:56: Also entscheidend ist nicht jetzt ein Gesetz, was Bürokratie abbaut.

00:17:01: Am Anfang muss eine ganz andere Geisthaltung den Vertrauen, ein grundsätzliches Vertrauen in Unternehmen und Menschen gegenüber eine Rückkehr zum Geist des sozialen Marktwirtschaft.

00:17:11: Wenn man das macht, wird der Staat auch viel weniger Gesetze machen oder viel weniger Regeln müssen.

00:17:16: Da haben wir auch viel mehr Bürokratee.

00:17:18: von daher beginnt eigentlich die wirtschaftliche Gesundheit in diesem Sinne im Kopf.

00:17:24: Ich glaube, das ist ein unfassbar wichtiger Punkt!

00:17:27: Die einzige Frage, die sich bei mir natürlich direkt darauf anschließt ist... Ja wie soll denn das passieren?

00:17:34: Also wie kriegt man das denn hin?

00:17:37: Das ist nichts was morgen übermorgen passiert.

00:17:40: aber wenn man mal in die Wirtschaftsgeschichte reinschaut, ich weige mich zu akzeptieren dass Gesellschaften nicht lernfähig sind.

00:17:47: Schauen Sie doch einmal an vor vor über zwanzig Jahren Kanzler Schröder, der jetzt wegen seiner Hauslandpolitik zwei Unwärter gerade gefallen ist.

00:17:57: Aber seine Agenda-Zwanzigzehn war im Nachhinein ein großer Wurf den viel auch ich am Anfang so nicht ganz begriffen haben.

00:18:06: und dann zusammen eben mit den Beschäftigungssicherungsverträgen zwischen pragmatischen Betriebsräten und Arbeitgeberverbänden hat das einfach einen Klima geschossen wo die deutsche Sitzschaft sich in dieser Phase Zehn, fünfzehn Jahre gut entwickelt hat.

00:18:21: und vor Merkel konnte lange noch davon profitieren.

00:18:23: Obwohl sie nichts gemacht hat was die Steuermann Qualität verbessert hat.

00:18:27: also da ist ein Eintrombengelung.

00:18:29: oder denken Sie mal an die siebzehrjahre in Großbritannien?

00:18:33: Ein Land das im Würgegriff von Gewerkschaften war wo Heize auf Eloks mitgefahren sind.

00:18:39: Auf einmal setzt sich zehn Menschen es geht so nicht mehr weiter Und es kommt ein ein neuer Prätiker der das versteht und aufgreift.

00:18:50: damals war es Marco Zetscher.

00:18:51: Oder denken Sie an Argentinien, ein Land was wirklich fast hundert Jahre lang runtergewirtschaftet worden ist durch sehr viel Sozialismus vor allem und nun mag man über Milay streiten was seinen Stil anbelangt aber er hat es immerhin geschafft die Bevölkerung dahinter zu versammeln einen Neuanfang zu machen.

00:19:15: also eine gute Idee wird früher oder später auch den Weg in die Realität finden.

00:19:21: Also diesen Glauben lasse ich mir nicht nehmen, aber ich weiß natürlich dass wenn ich weiß wann das geschieht das kann länger dauern.

00:19:29: Hoffentlich nicht so lange, hoffentlich schneller damit es uns eben dann umlenken können wenn's noch besser geht.

00:19:39: und während so Worte wie Neu anfangen Wäre das nicht auch nun tatsächlich, wenn mir sowas mal hören würde.

00:19:47: Tatsächlich auch das Wort Neu-Anfang warum nicht?

00:19:50: Neustart neuer Anfang würde das vielleicht auch bei den Menschen ein Aufbruch auslösen haben weil ich weige mich wiederum zu anzunehmen dass die Menschen nicht bereit sind.

00:20:04: Das stimmt nicht.

00:20:05: Das stimmt auch nicht mit der Erfahrung die ich fast jeden Tag mache wenn ich mich mit Menschen unterhalte.

00:20:10: Viele wissen, dass es einiges im Agen liegt.

00:20:12: Viele wissen aber auch zu schätzen in Deutschland leben zu dürfen oder zu leben.

00:20:18: Ich glaube nur das die Politik und ich bin fest davon, dass die Politik auch Trastische Worte finden müsste um die Reihen noch mehr zu schließen

00:20:28: Ja sie können.

00:20:29: also was sich sicherlich nicht weiter hilft ist wenn man das einfach so laufe ließe ja eventuell sogar.

00:20:39: Daher läuft irgendwelche Stimmung in der Bevölkerung.

00:20:42: Jetzt ist eine Zeit, wo es darauf ankommt, Führungen zu zeigen und klarzumachen, wo wir stehen, was gemacht worden ist, was notwendig ist für entsprechende Mehrheiten- und Deuernfänge eben zu werben.

00:20:55: Aber man hat schon auch den Eindruck manchmal dass die Politik sich dann schon in den kleinen Schamützeln aufreibt?

00:21:03: Ich leh jetzt nicht wieder mich misuren in den Problemen, die wir jetzt haben.

00:21:07: Ja das ist momentan so!

00:21:09: Aber wenn Sie fragen, wie kommen wir da raus?

00:21:11: Dann muss das im Kopf anfangen.

00:21:12: Da brauchen wir einen wirklichen Neu-Anfang und es gibt genug Beispiele in der Wirtschaftsgeschichte, dass das genügend ist.

00:21:23: Und wir haben ja Juli Jahrhundertlände.

00:21:25: Wir hatten damals fünf Millionen Arbeitsdosen in der Spitze.

00:21:28: Ist aus, aber auch ausgekommen!

00:21:30: Und wir wissen nur nicht wann es kommt... ...aber eine gute Idee, die richtigen Ideen Werden Sie früher oder später durchsetzen?

00:21:39: Das ist durchaus sehr optimistisch und ich glaube, das ist auch so ein optimistischer Grund.

00:21:44: Tenor, den wir durchaus weiter transportieren sollten, denen wir auch weitertragen müssen um den Leuten aufzulegen.

00:21:52: sind wir immer ehrlich, neun, neundig Prozent der Weltbefolgung würde gerne so leben wie wir.

00:21:56: Ich glaube es ist Fakt Das ist nicht alles schlecht in Deutschland.

00:22:01: Es gibt unheimlich viele Talente, es gibt sehr viele junge Menschen mit denen haben sie wahrscheinlich auch regelmäßig zu tun die wirklich Ideen haben wie Einsatzbereitschaft haben und die auch den Willen haben Deutschland voranzubringen auch wirtschaftlich voranzubringen.

00:22:14: ich glaube dass das im Moment so ein bisschen beiseite geschoben wird und das finde ich schade.

00:22:19: Wir haben sehr viel Substanz.

00:22:21: Wir haben tolle Mittelstände fleißige legaler Mitarbeiter Auch in ländlichen Gebieten, wo man teilweise drei oder vier Generationen für den ortsansässigen Mittelstädter arbeitet.

00:22:32: Und all diese verdienen jetzt endlich bessere Rahmenbedingungen und wir wollen auch hier in Deutschland.

00:22:37: Grundsätzlich ist der Mittelstadt treu dem Standort.

00:22:39: Er möchte gerne hier.

00:22:41: Sie brauchen halt jetzt wirklich besser Rahmenbedienung.

00:22:45: Die haben sie sich verdient und wie alle auch!

00:22:48: Sehe ich ganz genau so, müssen wir dran arbeiten.

00:22:50: Ich glaube Sie in der Commerzbank betreuen wahrscheinlich die Großzahl der Mittelständler in Deutschland fast schon traditionell.

00:22:57: Ich glaub es gab sogar mal den Slogan Mittelstandsbank und deswegen haben sie natürlich auch eine Verantwortung diesen Mittelständlern gegenüber.

00:23:07: Lassen Sie uns mal zu dem eigentlichen Bankgeschäft kommen, wie es früher gewesen ist.

00:23:11: Also sprich Kredite und Einladung, die in so einer gewissen Gleichmäßigkeit zueinander existieren sollten?

00:23:20: Und da ist mir aufgefallen dass auch da der Bürokratie sehr häufig verhindert das eine sinnvolle Finanzierung des Mittelstandes an der ein oder einen Stelle passiert.

00:23:32: Ist das etwas was sie teilen?

00:23:34: oder Stichwort ist, manchmal hat mir jemand gesagt da kriegt eigentlich nur einen Kredit wenn er gar keinen bräuchte um das mal so

00:23:42: zu kommen.

00:23:42: Gut weil ich bin Chef-Works für dich, ich kann jetzt nicht in der Breite hier fürs Business sprechen.

00:23:47: Ich kann Ihnen nur sagen es gibt ja Umfragen vom IFO-Institut die sogenannte Kredithürde wo gefragt wird wie ist die Verfügbarkeit von Krediten für profitable Investitionsvorhaben?

00:23:58: und da sehen Sie keine Probleme.

00:24:01: Der Kredit ist in Deutschland Da, wo eine profitable Investment da ist, ist er ausreichend verfügbar.

00:24:09: Das zeigen auch die Umfragen ganz klar.

00:24:13: Was das Thema Bürokratie anbelangt?

00:24:15: Sie müssen natürlich sehen wir hatten eine Finanzkrise gehabt, im Jahr twoihtausachzweihtausenneuen.

00:24:20: Die Politik hat deutlich mehr reguliert in den Bankenbereich und vieles was die Banken heute zum Beispiel bei Krediten verlangen müssen an Formalien Das wird Ihnen dann auch so vorgeschrieben vom Regulator und hat eine Bank, keine andere Wahl.

00:24:36: Also das kann ich Ihnen zumindest jetzt als Volkswett sagen wobei ich nicht in der Breite für dieses Geschäft sprechen kann.

00:24:43: zur Weltwirtschaft noch mal kommend.

00:24:45: Wenn wir uns jetzt anschauen, dass das deutsche Geschäftsmodell ja eigentlich USA für die Sicherheit, Russland für die Energie und China für den Absatz.

00:24:55: Wir haben es mir so als sicherlich relativ einfach dargestellt.

00:24:58: aber wenn wir jetzt diese drei Punkte anschauen dann sehen wir... Hoppla!

00:25:03: Die sind irgendwie alle nicht mehr da wo sie mal gewesen sind.

00:25:07: Wie gehen wir mit dieser Information um?

00:25:10: Wo holen wir uns einen neuen Markt zum Absatz?

00:25:13: Wo holten wir uns die Energie?

00:25:14: Klar, Bämühungen sind offensichtlich.

00:25:17: Wir müssen an diesen drei Punkten wahnsinnig arbeiten!

00:25:20: Also was ist die Verteidigung anbelangt?

00:25:23: Die Zeiten wo wir Sicherheitspolitischen Trittbrettfahrer der Amerikaner sind endgültig vorbei.

00:25:29: und das hat auch nicht nur eine politische Funktion sondern sie haben ja gemerkt bei den Verhandlungen die Zölle.

00:25:35: Die Europäer haben die Zolle für Industrieglüte auf Null gesenkt gegenüber den Amerikanern.

00:25:40: Und die Amerikaner haben es mit fünfzehn Prozent durchgesetzt.

00:25:43: Warum?

00:25:44: Sie mussten nur kurz darauf hinweisen, dass wir uns nicht verteidigen können.

00:25:48: Staaten, die sich nicht selber militärisch verteidigend können sind erpressbar – auch wirtschaftlich!

00:25:53: Von daher ist die Verteidigungsfähigkeit Resturopas aus eigener Kraft essentiell

00:26:01: Übrigens auch essenziell für die Wirtschaftspolitik.

00:26:04: Ja klar, das hängt

00:26:04: total zusammen.

00:26:07: Sie können nicht auf Augenhöhe über Zölle verhandeln wenn sie sich militärisch nicht selber verteidigen können.

00:26:13: So was die Absatzmärkte anbelangt?

00:26:15: Unsere Absätze unsere Exporte nach China sind in den letzten vier Jahren um ein Drittel zurückgegangen weil die Chinesen weniger unserer Güter brauchen als die technologisch weiterentwickelt haben.

00:26:26: Die Zölle, die die Amerikaner erhoben haben, sprechen dafür.

00:26:30: das unsere Exporte in den kommenden zwei Jahren.

00:26:37: Der Prozess hat schon begonnen, d. h., die zwei wichtigsten Absatzmärkte schrumpfen.

00:26:42: In dieser Situation kommt es entscheidend darauf an neue Freihandelsabkommen zu schließen und hier muss ich sagen da hat sich die Europäische Union echt bewegt!

00:26:51: In der Vergangenheit haben sich die ganzen Verhandlungen.

00:26:54: Teilweise hat sich Jahrzehnte hingezogen mit Indien, weil die Europäische Union diese Verhandlungen über Handelsakkom überfrachtet hat.

00:27:02: Mit Nachhaltigkeitsvorstellungen und einem Entwicklungsland eigentlich entwickelnden Land unsere Vorstellung von Nachhaltigkeit aufzwingen zu wollen funktioniert nicht.

00:27:13: das haben auch manche als Kolonianismus Neo-Kolonianismus empfunden.

00:27:19: dass funktioniert nicht Und das kann man viel negativ über Trump sagen.

00:27:23: Aber Trump bewirkt eben auch, dass wir Erwachsener werden nicht nur bei der Verteidigung sondern auch in der Handelskritik.

00:27:32: die Europäische Union jetzt in der Not ist sehr pragmatisch geworden.

00:27:37: Der hat den Deal abgeschlossen ein Handelsvereinbarung und einen Freihandelsabkommen mit dem Mercosur-Staaten.

00:27:45: Südamerika was lange nicht funktioniert hat sogar Indien.

00:27:48: jetzt hat geklappt auch Indonesien.

00:27:52: Und die bisherigen Kraftgetretenen Freien des Abkommen und die geplanten, damit würde die Europäische Union ungefähr die Hälfte der Weltwirtschaft abdecken.

00:28:04: Das ersetzt nicht komplett das was weniger fließt in den USA oder nach China aber ist das einzige was wir machen können.

00:28:13: Da zumindest sehe ich einen großen Pragmatismus.

00:28:16: Ja es ist bedauerlich gewesen dass das Europaparlament den Beschluss zur Annahme des Mercosur Freihandelsabkommens verzögert hat, weil sie halt das zu einer rechtlichen Prüfung an dem europäischen Gerichtshof weitergegeben.

00:28:30: Aber Sie sehen ja auch dass die Staats- und Regierungschefs die EU Kommission ermuntert haben, die wesentlichen Teile trotzdem in Kraft zu setzen was die EU kommission kann.

00:28:41: also hier ist Pragmatismus momentan da oder es wird aber ich auch bleiben und das ist positiv.

00:28:47: Und genau das brauchen wir, brauchen mehr Handelsabkommen um so viele Möglichkeiten

00:28:51: zu retten.

00:28:51: Ich glaube es ist ein extrem wichtiger Punkt.

00:28:53: ich glaube auch tatsächlich dass wir Signale erfahren und erleben die uns auch primistisch sein lassen können dass wir diese Umstände erkannt haben weil erstmal muss man einen Umstand erkennen um dann auf ihn auch reagieren zu können.

00:29:08: Ich glaub da sind wir einer Meinung dass das schon auch

00:29:11: un...

00:29:12: Also, früher hatten wir nicht nachgedacht dass das so schnell gehen kann und jetzt gehen halt Sachen plötzlich dann auch relativ schnell.

00:29:17: Und das ist positiv.

00:29:20: Optimistisch stimmt uns beide glaube ich auch, dass wir ein Land mit Substanz haben an vielen Stellen und sehr viele junge und jüngere Menschen in diesem Land das bewirken wollen.

00:29:31: Der Mittelstand ist nach wie vor etwas was das Backbone unserer wirtschaftlichen Gesellschaft darstellt.

00:29:38: Ich glaube es gibt schon paar Dinge die uns optimistisch stimmen können Und ich finde, das ist auch ein ganz gutes Schlusswort.

00:29:45: Wir bleiben optimistisch und wir haben auch den Anlass, dass wir optimistischer sein können.

00:29:49: Ja, vielen

00:29:52: Dank!

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