#56 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Christian Badia

Shownotes

Ein Gespräch aus dem Inneren des Systems: Joachim Nareike spricht mit dem ehemaligen NATO-Vier-Sterne-General Christian Badia über Abschreckung, europäische Verteidigung, gesamtstaatliche Resilienz – und darüber, warum es für ihn keinen wirklichen Ruhestand gibt. Jetzt reinhören!

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00:00:02:

00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Gast.

00:00:16: Er hat viele Jahre im sicherheitspolitischen Maschinenraum gearbeitet, dort wo Entscheidungen vorbereitet werden über die wir oft sprechen wenn sie längst gefallen sind.

00:00:25: Seit September zwanzig fünfundzwanzig ist er offiziell im Ruhestand.

00:00:29: Doch die Frage ist,

00:00:30: gibt es in Zeiten gegießen überhaupt so etwas wie Ruhe oder Ruhestand?

00:00:34: Oder verändert sich nur die Perspektive ein wenig.

00:00:37: Wir sprechen über Verteidigung, über DINATO, über Betrohung und Abhängigkeiten – auch über solche, die man nicht sofort erwartet!

00:00:45: Ein Gespräch aus dem Inneren des Systems.

00:00:48: Mein Name ist Joachim Nareike Und ich suche heute das Gespräch mit Christian Badia.

00:00:53: Herzliche Kommen über Christian BadIA.

00:00:54: Vielen Dank für die Zeit.

00:00:56: Ganz herzlich Dank, dass ich hier sein darf und ich freue mich aufs Gespräch.

00:01:00: Dann steigen wir doch gleich mal ein!

00:01:02: Wie darf ich Sie ansprechen?

00:01:03: General AD oder... Nein, nein,

00:01:05: nein.

00:01:05: Das ist alles.

00:01:06: Ich bin völlig unprätinziös in meinem ganzen Leben gewesen, werde ich auch weiterhin so behalten.

00:01:10: Nein, Herr Badia ist völlig ausreichend.

00:01:12: Wunderbar das macht es sicherlich leichter.

00:01:15: Seit September fünfundzwanzig sind Sie im Ruhestand offiziell?

00:01:18: Habe ich das richtig mitgeschnitten bei der Recherche oder ist es... Ja,

00:01:22: aber dann wüsste ich gar nicht.

00:01:23: Ich muss hier das gelesen haben denn ich vermeide das Wort Ruhbestand.

00:01:26: Ich habe auch extra bei meiner Verabschiedung durch den Verteidigungsminister darauf gedrungen dass das ja nicht erwähnt wird weil ich nämlich nie in den Ruh Bestand gehen wollte.

00:01:34: Weil ich glaube nach forty-one Jahren militärischem hochaktiven militärischen Leben und wirklich an einer Gesellschaft teilhabend und all dem Themen teilhaben da gibt's keinen Ruhelstand in dem Sinne.

00:01:44: Also will ich mich auch verstehen, ich will einfach einen Beitrag weiterhin zu dieser Diskussion liefern.

00:01:49: Das ist ja durchaus auch das Argument, warum wir zusammensitzen.

00:01:51: Genau!

00:01:52: Ein toller Gesprächspartner für mich und auch für unsere Hörer natürlich weil es tatsächlich auch ein Themenbereich umfasst der uns mehrere Dekaten eigentlich gar nicht so wirklich präsent gewesen ist.

00:02:02: Und wir kommen auch im Laufe des Gesprächs mal darauf wie wenig das Präsent war und was sich geändert hat glaube ich brauchen wir nicht mehr ausführlich zu besprechen.

00:02:11: aber wie sich das dann auch auswirken kann und auswirkt halt ich für einen ganz wichtigen ganz wichtigem Code Gibt es sowas wie eine wie eine Entschleunigung.

00:02:20: Wenn man jetzt sagen wir mal, Sie wollen nicht im Ruhestand sich befindlich sehen weil sie natürlich noch viel mit diesem ganzen Fotänenbereich zu tun haben aber verändert sich die Perspektive ein bisschen wenn man nicht mehr direkt in den Maschinenraum ist.

00:02:32: Die Perspektiven an sich würde ich sagen nicht der Abstand der verändert sich, was durchaus auch noch mal dahingehend hilfreich sein kann.

00:02:42: Weil man nochmal auch noch ein bisschen Zeit hat so etwas Diverser auf die Themen zu blicken als wenn man jeden Tag ganz schnell Entscheidungen herbeiführen muss beraten muss.

00:02:53: und so hat man doch nochmal über die eine oder andere Angelegenheit die Möglichkeit nochmal darüber nachzudenken die nochmal anders einzuordnen.

00:03:00: Und das ist schon etwas wo ich sage Das hat sich leicht verändert meine Themen haben sich nicht verändert.

00:03:05: Aber die Draufsicht auf die Themen, auch das Erklärmuster und vielleicht auch noch mehr von der anderen Seite zu beleuchten.

00:03:11: Auch gar nicht mehr in diesem Sachzwang zu stehen dass nur aus sozusagen aus einem Blickwinkel heraus oftmals sehen zu müssen wenn es dann verkauft wird Auf dem Weg dahin Sie müssen immer eine dreihundertzechig Kratkbetrachtung machen aber man hat andere Freiheiten würde ich sagen auf die man blickt.

00:03:26: Und was ich natürlich schon auch habe ist das eine oder andere Thema dass ich vorher unter Umständen als Priorität hatte, muss sich jetzt nicht unbedingt das Priorität haben.

00:03:34: Ich kann mir das auch selber priorisieren.

00:03:36: Wenn Sie sagen, einundvierzig Jahre im Militärdienst vielleicht ist es auch für unsere Zuhörer ganz interessant?

00:03:42: sagen wir jetzt mal so die letzten zehn, fünfzehn Jahre vielleicht zu hören was sie da gemacht haben und vielleicht am besten auch in den Worten dass das ein nicht-militär auch gut versteht.

00:03:52: Das ist glaube ich ganz wichtig.

00:03:54: Es ist interessant, dass Sie das sagen weil mein Leben, mein militärisches würde ich nämlich genauso einteilen.

00:03:58: Fünfundzwanzigjahre und fünfzehne Jahre.

00:04:01: Der eine oder andere mag das ja wissen.

00:04:02: Ich bin ja Jagdflugzeugführer.

00:04:04: also ich habe die ersten fünfundzwanzige jahre viel mit Fliegen verbracht, Führung verbracht verschiedene Einsätzen gewesen.

00:04:10: Das ist aber eher so das Tattisch-Operative, also der unterste Maschinenraum wenn man so will.

00:04:15: Und danach die letzten fünfzehn Jahre habe ich mich ganz stark mit Strategie Konzepten weiterentwickeln.

00:04:20: welche Fähigkeiten braucht man für die Zukunft?

00:04:23: wie darf man sich das vorstellen?

00:04:25: Wenn Sie immer nur alles hier und jetzt denken oder sich jetzt eine Entscheidung treffen dann ist es in der Regel so dass sie sich immer auf ein Konflikt oder eine Krise von gestern vorbereiten.

00:04:36: Also ist es elementar wichtig, gerade in militärischen Strategien und im Denken.

00:04:40: Aber das ist eigentlich auch... Jeder Großbetrieb muss ja auch nach vorne denken.

00:04:45: Deswegen habe ich mich frühzeitig damit beschäftigt wie sieht denn die Welt in zehn, in fünfzehn, zwanzig Jahren aus?

00:04:52: Und jetzt sind wir uns am speziellen Fall welche militärische Fähigkeiten mussten starten?

00:04:57: müssen die Allianz den grundsätzlich zur Verfügung haben um da darauf reagieren zu können?

00:05:01: Das heißt, das singen bei der Bundeswehr an und dann wurde das aber eine größere Rolle.

00:05:07: Also eine größer Rolle in Bezug auf die Allianz.

00:05:10: Ja was Sie immer sehen müssen... Die Bundeswehr insgesamt, die Luftwaffe im Spezifischen sind ja ganz stark in die NATO schon von je her eingebunden.

00:05:18: So dass es uns wenn sie so wollen ist schon in der DNA die wir nur in uns tragen, dass wir multinational in Allianzen denken.

00:05:25: Schon von Frühstern Die erste Ausbildung, die habe ich in Amerika durchlaufen ist schon im NATO-Ramen passiert.

00:05:32: Also da werden wir schon sozusagen hinsozialisiert auch im Denken dahin gebracht.

00:05:37: aber sie haben völlig recht.

00:05:38: Sie fangen eben an über die nationalen Strukturen und denken erst mal wer im National schauen wie das Umfeld dazu passt.

00:05:45: Und dann geht mir eben diesen Schritt weiter.

00:05:47: Wenn man immer bei der aufgebaut wird, dann ist es mehr im europäischen Rahmen.

00:05:50: Ich war der Kommandeur des Europäischen Lufttransportkommandos und habe sieben Nationen ihre Lufttransportfähigkeiten zusammengebracht die setzt bei den Einigen, gesucht bei den Synergien.

00:05:59: also das ist so ein Schritt für Schritt.

00:06:00: Und dann eben ganz am Schluss meine Verwendung bei der NATO.

00:06:04: und dann eben für zweiunddreißig Nationen zu arbeiten.

00:06:06: Für Zweiunddreißig Nationenfähigkeiten zu entwickeln, das zusammenzubringern.

00:06:09: Und ich zeichne das auch immer gerne so das Bild da Sie ja immer einen einstimmigen Beschluss bei der Nato brauchen Kann man noch mal ganz klar sagen, ein Nein kann es gar nicht geben.

00:06:18: Ein Nein bei der NATO ist ein alternatives Ja!

00:06:20: Also sie müssen immer irgendwie eine Lösung finden und das macht es ja hoch interessant wie man nämlich hingeht und sagt um alle zweiunddreißig Meinungen so abzubilden dass jeder sagen kann ja das ist die richtige Richtung das gehen wir mit diese Entscheidung tragen wir mit und das ist sehr sehr spannend auf dem Weg dahin wenn man sich da entwickelt und wie man mit den Nationen da arbeitet.

00:06:38: Ich glaube, das ist auch deswegen sehr spannend.

00:06:40: Weil ich bin also wirklich ein kompletter Leid zu diesem Thema.

00:06:43: Ich finde es auch deswegen spannend, weil die Außenwahrnehmung oder sagen wir die Wahrnehmungen, die ich ganz persönlich habe, wird immer darüber gesprochen Wir brauchen europäische Armee, wir brauchen irgendwie einen Zusammenhalt und dann kriege ich immer mit okay sind zwei entreiche Nationen Und das sind auf der europäischen Ebene ein paar weniger Nationen Man kriegt es irgendwie gar nicht so richtig zusammen hin und scheitert ja oftmals wahrscheinlich schon an technischen Dingen aus.

00:07:07: Oder ist das nur so eine Meinung?

00:07:09: Das ist in der Wirklichkeit gar nicht so.

00:07:11: Die Technische Operative, das ist das Eine.

00:07:14: Das kann man überkommen weil man ja eben über Standards arbeitet.

00:07:18: Da kann ich gleich noch etwas dazu sagen wie wir das auch hinter NATO, weil es seine Hauptaufgabe der NATO ist Harmonisierung, Standardisierung und Interoperabilität sicherzustellen also dieses Skandatz zu beschreiben.

00:07:26: Wie komme ich da hin?

00:07:27: Also das würde ich gar nicht aus diesen Größen Hemmschuh sehen.

00:07:30: sie müssen immer einziehen Wenn ich es jetzt nur auf Europa beziehe, siebenundzwanzig Staaten in der EU, fünfundzwansicht davon haben wir eine Armee.

00:07:36: Also wir haben fünfund zwanzig Armeen und jetzt müssen wir mal auf den Parlament schauen.

00:07:40: Ein gewährlicher Volksvertreter hat natürlich Interesse im Rahmen der Souveränität des Landes Entscheidungen zu treffen.

00:07:46: also ja man hört viel Man müsste sich hinbewegen seiner europäischen Armee Ja aber man Müsste dann Jetzt wenn wir nur die fünfundzwanziger Mehen oder nehmen Sie mal zehn da müssen sie ja die Souveränität in eine supranationale Organisation überverantworten.

00:08:04: Das Parlament würde das tun und das kann man auch menschlich nachvollziehen, wo jemand sagt ich bin gewählt der Volksvertreter!

00:08:11: Ich soll für mein Land, ich soll für die Bundeswehr gerade bei den Geschichten, die wir haben jetzt Bundesrepublik Deutschland im Besonderen.

00:08:18: Ich sage nicht, dass es nicht möglich ist.

00:08:20: Aber da brauchen wir einen wesentlich stärkeren Diskurs.

00:08:23: Das braucht eine ganz ernsthafte Diskussion und nicht nur immer dieses Anklingen lassen.

00:08:28: Wir bräuchten eine europäische Armee.

00:08:30: Wir müssen uns dahin entwickeln.

00:08:31: Ich sage Ihnen ja das wäre der richtige Weg aber dann muss man diese Diskussion auch ganz ernsthaft beginnen und muss mal auch die ganzen Hürden, die es zu überwinden gibt.

00:08:40: Die muss man alle benennen und dann muss dieser Diskussion geführt werden.

00:08:44: Das militärische Zusammenarbeiten machen wir heute schon!

00:08:48: Also an der Zusammenarbeit oder so eine europäische Armee nach dem Standard auszurichten.

00:08:52: Das ist relativ schnell gemacht, weil das machen wir heute in größten Teilen schon.

00:08:57: Da höre ich aber auch raus, dass wahrscheinlich diese Voraussetzungen von denen Sie gerade gesprochen haben die auf Länderebene sozusagen vorbereitet sind auf dann dieser gemeinsamen Armee.

00:09:09: da höre jetzt aber heraus, dass das augenscheinlich noch nicht passiert.

00:09:12: Ist das richtig oder?

00:09:13: Also meine Wahrnehmung ist, also ich kann Ihnen sagen aus all den Gremien.

00:09:16: Ich bin weder als Berater noch Sachverständiger weil irgendwo Zorate gezogen wurden um zu sagen wir wollen jetzt ein Gremium bilden Wir wollen es mal ernsthaft beginnen.

00:09:27: Meine Wahrnehnung ist Es gibt lose Diskussionen Überlegungen Es gibt Symptanks die darüber Papiere schreiben.

00:09:33: Das ist alles da.

00:09:34: Aber einem ernsthaftes Bemühen als eine Initiative Auch im Rahmen der EU nach vorne zu gehen und zu sagen, jetzt gerade was wir sehen, Sicherheitspolitischen Herausforderungen.

00:09:44: Wir müssen das jetzt mit Priorität eins angehen.

00:09:47: Nehme ich nicht wahr.

00:09:49: Gibt mir kein gutes Gefühl sage ich Ihnen ganz ehrlich?

00:09:51: Naja!

00:09:52: Ich will Ihnen dann ein gutes Gefühl machen.

00:09:53: am Ende ist es ja so... Das ist das was wir heute auch haben.

00:09:57: Wir armen Arbeit zusammen Es finden sich Mehrheiten und wenn es Probleme gibt Dann werden die auch sozusagen oder können Im europäischen Rahmen gelöst werden.

00:10:08: Ich erinnere an die EU-Verfassung Artikel twohundvierzig, Absatz drei wenn ich es richtig weiß.

00:10:14: Gibt Ihnen ja heute schon die Möglichkeit sozusagen im Rahmen einer Coalition of the willing also wo fünf acht zehn Staaten sagen wir wollen militärisch etwas erreichen und das ist dadurch schon abgedeckt und dann kann man sich so verabreden und kann es machen.

00:10:28: Also deswegen heißt jetzt nicht weil es noch nicht diese großen Bewegungen gibt oder Überlegungen gibt und Initiativen gibt um jetzt so schnell wie möglich zu einer europäischen Armier zu kommen, wobei ich auch denke dieser Prozess wäre sowieso eine längere Zeit da.

00:10:42: Es gibt jetzt schon andere Mechanismen dass Europa wenn das so gewollt ist durch die Staaten und die staaten Lenker sich da schon entsprechend aufstehen kann.

00:10:50: Okay, das gibt schon auch ein ganz gutes Gefühl.

00:10:52: Wir haben gesagt, pragmatisch wird miteinander gearbeitet.

00:10:55: Das wird sehr intensiv getan und Beweise liegen auf dem Tisch.

00:10:59: Sie sagen in ihrer Karriere vor allem in der NATO wurde extrem eng zusammengearbeitet.

00:11:04: Und es ist ja dann schon etwas, was auch umgemein wichtig ist, um eben diese Kraft zu demonstrieren.

00:11:11: Weil sie das gerade sagen?

00:11:12: Dass da kein Missverständnis aufkommt!

00:11:14: EU und NATO arbeiten eng zusammen Aber EU und NATO arbeiten nicht so eng zusammen, dass NATO das militärische... NATO hat ein Instrument.

00:11:25: Das ist Instrument of Power Militär.

00:11:27: Die EU hat ja viele andere Instrumente vom finanziellen über diplomatischen Entwicklungshilfe.

00:11:32: die können ja ganz anders agieren.

00:11:34: Die EU hat auch sozusagen einen militärischen Arm, der aber eher in dem Bereich Krisenreaktion Befriedung all diese Dinge abdeckt.

00:11:42: Aber Kampfhandlungen selbst?

00:11:44: In den Regeln nicht durch die EU sondern wenn dann im NATO-Raum und durch die NATO beschlossen wird.

00:11:49: Und das ist zum Beispiel auch etwas, wenn wir auf Europa schauen.

00:11:53: Das ist etwas was ich auch jedem dringend empfehle, dass es dort eine Weiterentwicklung gibt, dass man noch näher zwischen NATO und EU zueinander kommt und die Möglichkeit nutzt um nicht wieder extra Strukturen aufbauen zu müssen oder zu duplizieren, weil das kostet alles Geld und Ressourcen.

00:12:10: Die werden weiten Teilen so auch gar nicht haben.

00:12:12: Und da es ja schon da ist kann man nur die Empfehlung aussehen.

00:12:15: Ich glaube ich auch sehr logisch und nachvollziehbar dass dort näher engerer Zusammenhalt, Zusammenarbeit vereinbart werden muss was im übrigen gerade wenn Sie schauen der Generalsekretär der NATO-Route und Frau von der Leyen.

00:12:25: Da ist ja schon ein ganz anderes Verhältnis als früher.

00:12:28: Man hat da schon das ganz starke Bestreben enger zusammenzuarbeiten muss.

00:12:32: aber noch besser

00:12:33: Weil sie gerade NATO-Generalsekretär sagen, ich habe einen Zitat gefunden von dem ersten NATO-Generalsekretär.

00:12:39: Der gesagt hat der Zweck der Nato sei... Gut das war Anfang der fünftiger Jahre aber hat schon auch eine gewisse Bedeutung für die jetzt Zeit

00:12:55: oder?

00:12:55: Ja, aber damals.

00:12:56: also wenn man das in den Kontext stellt als es damals gesagt wurde muss man das ja mal ganz klar sehen Ende zweiter Weltkrieg.

00:13:02: Auch von der Geschichte her wie Deutschland damals eben aufgetreten ist da kann man das schon sehr gut nachvollziehen denn am ende ist es ja so amerikaner waren damals schon eine beherrschende weltmacht die letztendlich dann auch sozusagen für eine struktur und Sicherheit gesorgt haben deswegen dieses keep it in absolut nachvollziehbar.

00:13:21: dann ist es ja vom damaligen Gesicht, also wenn sich draufschauen Russland ein ganz anderes System.

00:13:28: Also man möchte schon einen gewissen Abstand dazu haben und wie gesagt aus der Geschichte heraus ist das damals schon sehr verständlich gewesen was man über Deutschland gedacht hat.

00:13:35: jetzt kommt das große.

00:13:36: aber deswegen rate ich auch immer dazu müssen wir die neuere Geschichte anschauen wie sich Deutschland engagiert hat wie sich deutschland entwickelt hat wo Deutschland überall mit in den einsetzen war.

00:13:46: und ich muss da noch mal ganz klar sagen Ich kann nicht erkennen bei allen Zwischenfällen und allem, was da immer auch durchaus natürlich kritisch betrachtet werden muss.

00:13:54: Diese Bundeswehr ist eine demokratische Armee, die ist demokratisch legitimiert und dient diesem Staat und diesem Volk.

00:14:01: Und das ist ja.

00:14:02: nach forty-einen Jahren bin ich in tiefster Überzeugung, dass Leben die Soldatinnen und Soldaten auch so... Auch wenn es oftmals so geschürt wird wo würde man stehen?

00:14:09: oder ist das zu weit rechts?

00:14:11: Das kann nicht alles so bestätigen sondern diese Armee steht für den Staat!

00:14:15: Nach der Abschaffung der Wehrpflicht hat sich im Grunde tatsächlich ernsthaft niemand mehr von den jungen Leuten damit beschäftigt.

00:14:22: Ich kenne die Diskussion aus meiner Schulzeit, ich hatte sogar einen Kandidaten bei mir in der Klasse.

00:14:27: da hat sich extra ein Berliner Wohnsitz zugelegt, damit er nicht in die Bundeswehr musste.

00:14:32: Sehr sehr viele haben tatsächlich den Ersatzdienst geleistet.

00:14:35: das heißt es war eine ganze Zeit lang wirklich einfach nicht auf dem Schirm.

00:14:38: Ich persönlich muss Ihnen sagen, ich finde das aus mehreren Aspekten heraus schon ganz wichtig dass es wieder auf den Schirm kommt.

00:14:44: Werde aber auch oft als alterweiser Mann wahrgenommen der natürlich über Probleme faturniert die ich einfach nicht mehr habe und insofern ist es schon eine komplizierte Diskussion finde ich.

00:14:53: Die

00:14:53: ist kompliziert und deswegen muss ich auch sagen mal so sie muss sehr breit diskutiert werden.

00:14:58: Das is kein schwarz weiß Ding Denn was Sie heute sehen haben wir früher immer diese starke Trennung strikt Außen, innen.

00:15:07: Also Sicherheit im Äußeren, Sicherheit im Inneren.

00:15:10: Das eine ist eine Bundeswehr da das andere sind die Polizeikräfte und alles was halt an Organisationen für eine Sicherheit im inneren zur Verfügung steht.

00:15:18: Das kann man ja heute so gar nicht mehr denken!

00:15:20: Und ich glaube dass muss man auch auf eine wesentlich breitere Basis stellen in der Diskussion.

00:15:25: worauf will ich hinaus?

00:15:26: Sie können heute weder Sicherheit noch regional denken, sie müssen sich global denken.

00:15:33: Sie müssen äußere und innere Sicherheit damit

00:15:35: verbinden.".

00:15:35: Und das führt dazu, dass sie heute über eine gesamtstaatliche Resilienz sprechen müssen.

00:15:41: Also in der Resilience, wie wir es im Englischen sagen, Hall of State, Hall Of Government – und das bezieht alle ein!

00:15:48: Deswegen bin ich kein Befürworter der Werbpflicht.

00:15:52: Ich bin Befürwalter der Dienstpflicht.

00:15:54: Für mich geht es nämlich noch einen wesentlichen Schritt weiter.

00:15:57: Nämlich dieser Dienst am Start, jeder muss sozusagen im Allgemeinwohl dann auch mal seine Leistung erbringen.

00:16:05: Warum sage ich das?

00:16:06: Weil nur der Staat abwehrfähig ist insgesamt!

00:16:10: Gute Beispiele in Finnland und Schweden wo man diese Gesellschaftsmodelle ja schon seit Jahren genauso praktiziert Denn, und das ist auch eine Diskussion.

00:16:19: Das ist weit entrückt aber es kommt eben wieder der Staat muss in sich gefestigt und abschreckungsfähig sein.

00:16:24: Und Abschreckung Fähigkeit heißt eben nicht nur militärisch gut aufgestellt zu sein oder Polizeikräfte gut aufgestellt zu sein.

00:16:32: Sie brauchen genauso ein gutes Krankenhauswesen.

00:16:38: sie müssen die richtige Infrastruktur haben.

00:16:40: Sie müssen also resilient im allen gesellschaftlichen Aspekten sein weil dann Sie werden natürlich von anderen sehr eng beäugt, wie den der Staat aufgestellt ist.

00:16:53: Und wenn der Staat insgesamt in all den Bereichen abwehrfähig ist, dann überlegt man sich schon mal im Grundsatz, ist es dort?

00:17:00: sozusagen habe ich eine Chance, wenn das so in Kalkül ist, dort einzugreifen und Anzugreifen Einflussnahme auszuüben.

00:17:09: und gucken sie sich heute die Hybriden bedrohen an?

00:17:12: Es geht ja heute gar nicht darum, dass ich unbedingt Staatsgebiet übernehme.

00:17:15: Es geht da drum, dass sich die Einflusssphäre erweitere so dass ich die Meinung in einem Staat beeinflussen.

00:17:21: Dass ich die Gesellschaft verunsichere all das sind Dinge.

00:17:23: Das gibt alles zurück zur gesellschaftlichen Reserienz.

00:17:26: und dann komme ich zurück.

00:17:27: Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe damit der muss ich hier erstellen.

00:17:31: Das finde ich aber einen sehr sehr spannenden Punkt her bei dir weil sie sagen Ja ich gebe das immer mit meinen eigenen Worten wieder als Militär, der die gesamte berufliche Karriere im Militäre verbracht hat sagen.

00:17:43: Ich bin nicht für einem Wehrpflicht aber ich bin sehr wohl dafür dass die Gesamtgesellschaft gesehen wird.

00:17:50: und ich mache es jetzt mal ganz konkret das THW keine Ahnung DLRG.

00:17:55: wer alles da eine Rolle spielt um diese gesellschaftliche Resilienz Widerstandsfähigkeit auch zu repräsentieren ist wichtig für die Verteidigungsfähigkeit

00:18:07: Und die Abschreckung, also Sie müssen immer so sehen.

00:18:09: Der Hauptauftrag NATO ist Abschreckung!

00:18:14: Das vergessen immer ganz viele.

00:18:16: Aus dem Gipfel in Madrid, im Jahr zwei tausend zwanzig ist ja damals beschlossen worden wir nehmen einen neuen Schwerpunkt und der Schwerpunkte und ich sage es jetzt in Englisch mal heißt Deterrence and Defense Also Abschweckung und Verteidigung und Abschrecke steht ganz vorne.

00:18:31: das Vergessen in dieser Diskussion auch in unserer gesamtschaftlichen Diskussion wird das ganz oft vergessen.

00:18:36: Es reicht nicht, dass ich erst was Hochrüste oder mich irgendwo hinstelle wenn es kurz verknabbt ist.

00:18:42: Ich muss jeden Tag diese gesamtstaatliche Stärke und das ist nicht nur das Militär wir haben da diesen anderen Ausdruck Blaulichtorganisationen also alles was man sich so vorstellen kann wann blaulicht auf dem Dach hat Das muss alles gestärkt werden.

00:18:54: Das muss miteinander verzahnt sein, das muss miteinander wirken und die allen Organisationen die drum herum sind.

00:19:00: Da muss dieser Staat hin kommen!

00:19:05: Es kann sein, dass ich es in der öffentlichen Diskussion so nicht wahrnehme.

00:19:09: Aber ich höre das quasi zum allerersten Mal.

00:19:12: Dass man sagt passt auf!

00:19:14: Es geht nicht nur um die Leute, die ein Uniform tragen also eine militärische Uniform sondern es gibt auch das gesamte, dass wir jemandem zeigen hey... Wir sind resilient und widerstandsfähig.

00:19:29: Und abgeschreckt,

00:19:30: rein militärische Abschreckung findet glaube ich auch in der Diskussion sehr häufig statt mit dem unter dem atomaren Schutzschirm.

00:19:36: Das höre ich sehr, sehr häufig diesen Ausdruck.

00:19:39: Da müssen Sie mir mal erklären... Ich habe neulich eine Aufstellung gesehen wie viele Atomwaffen... kürze es ab, Atom-Waffen nenne ich's.

00:19:46: wahrscheinlich ist das jetzt anders bezeichnet.

00:19:49: Russland besitzt Amerika besitzen UK also Großbritannien Besitz und Frankreich besitze.

00:19:54: Ich bin furchtbar naiv und denke eine würde doch schon ausreichen.

00:19:58: Da wurde so ein Bieterwettbewerb da draus, die haben zehnmal mehr davon.

00:20:04: hätte das überhaupt noch relevant, ob ich zehn mal mehr von etwas habe was sowieso bei einem Mal schon tödlich ist.

00:20:09: Ja,

00:20:10: ich komme sofort beantwortet die Frage.

00:20:13: Ich bin nur nochmal einen Punkt zu dieser gesamtstaatlichen Resilienz.

00:20:17: wenn Sie in der Ukraine ganz viele Dinge lernen?

00:20:20: Wenn sie sich den Konflikt anschauen.

00:20:21: Aber gesamtstaatliche Resilienz ist eins.

00:20:23: Denn die Ukraine, so leidgeprüft die Ukraine ist... ...aber sie haben genau auch deshalb so lange überlebt und ich hoffe dass sie nicht nur überleben sondern dass ihr auch... dass sie zu einem Zustand kommen, den das ukrainische Volk mit ihrem ukrainischen Präsident erreichen will.

00:20:38: Und sonst müssen sich alle erstmal zurückhalten denn es ist ein souveräner Staat im souveränen Volk und die entscheiden was wir machen wollen.

00:20:44: aber dieses souverähne Volk können Sie sehen was Resilienz bringt wie diese Überlebensfähigkeit sicherstellen.

00:20:49: Das sind nur nochmals Hinweis wenn man Richtung Ukraine guckt was man daraus lernen kann.

00:20:54: Gute Frage die Sie gerade stellen NATO is ja auch ein atomares Bündnis haben Sie völlig recht Komme ich wieder dahin von der ganzen Strategie, da wollen wir gar nicht hin.

00:21:04: Also was tun wir?

00:21:05: Auch das ist etwas wo Sie müssen im konventionellen Bereich... Der hat stark aufgestellt werden dass sie wenn sie in eine Konfliktsituation geraten, dass sie immer unterhalb des Schweres des Nuklearren bleiben.

00:21:20: also Sie müssen... Was will ich damit sagen?

00:21:22: wenn sie nur nuklearkräfte hätten Dann wäre die Wahrscheinlichkeit, dass sie konventionell angegriffen werden hoch.

00:21:29: Weil nämlich genau dann die Frage entsteht Nutzen ihr der Atomwaffen oder nutzen Sie nicht?

00:21:33: Vor allem was haben Sie denn für welche?

00:21:34: Das muss man schon mal sehen.

00:21:35: also ich muss es schon mal konventionll stark sein.

00:21:37: Ich gebe Ihnen auch lenkt früher in der Diskussion war's eher so gewesen wenn wir über Abschreckung gesprochen haben haben wir sofort nuclear gedacht.

00:21:44: Wir haben auch diese Planenspiele immer so gemacht.

00:21:46: das hat sich diametral verändert!

00:21:49: Ich nutze das immer gerne im Vergleich und sage Wenn wir heute auf den NATO gucken Gut, siebzig Prozent von dem was die NATO macht ist konventionell.

00:21:56: Aus gutem Grund!

00:21:57: Nämlich auch für den Schutz Europas und der Welt zu sagen wir müssen aufgestellt sein, wir müssen verteidigungsfähig sein aber wir wollen es unter dieser Schwelle halten dass es ja nicht zu einem automaren Konflikt kommt oder dann eben... Wir wissen alle was da hinten dran hängt selbst wenn man sagt wir würden nur Waffen und Klärwaffen taktisch einsetzen.

00:22:16: Es ist immer desaströser und katastrophal was da passiert.

00:22:18: das geht es zu Verhindern Dieser Faktor, der oft gerechnet wird.

00:22:22: Das hat schon aber was... wie sollen wir so mit der Absteckung und Überlebensfähigkeit zu tun?

00:22:27: Weil sie müsste ihrem Gegner dann schon auch immer bedeuten ich habe da geht es um diese sogenannte Zweitschlagsfähigkeit.

00:22:33: also selbst wenn Sie in dem Fall das was wir nie hoffen wollen dass es einen Atomaren Angriff gibt hat in der Regel die USA Aber auch andere Nationen diese Zweitschlagfähigkeit um den Gegner zu bedeuten solltest du jemals auf diese dumme dumme Dumme Idee kommen.

00:22:49: Wir sind so aufgestellt im Zweitschlag und wir sind so gut aufgestellt, wie es auch du vernichtet.

00:22:54: Aber man muss das mal durchdenken was ist die Vernichtung der Menschheit?

00:22:58: Das kann doch niemand wollen!

00:23:01: Ich glaube da drüber gibt's überhaupt gar keine zwei Meinungen.

00:23:02: Das ist ja das Zählens gesamten Wahnsinn wenn man sich über solche Dinge Gedanken macht.

00:23:07: Sie haben gerade Stichwort USA genannt.

00:23:10: ich glaube es ist seit Jahrzehnten bekannt dass die USA nicht ganz so zufrieden damit gewesen sind was andere NATO-Staaten.

00:23:17: Es wird dann immer in Bezug aufs BIP genannt, wie viel da investiert wurde.

00:23:23: Auch hier meine Einschätzung oder Wahrnehmung war, Friedensdividende läuft ja alles, brauchen wir nicht.

00:23:30: und damit haben wir natürlich schon auch Barack Obama hat das immer wieder genannt.

00:23:35: Übrigens, Barack Obama ist zweifelsohne der In außerhalb der USA beliebteste Präsident, den es wahrscheinlich gegeben hat.

00:23:42: Wir alle schwärmen mir noch davon wie cool alles gewesen ist als Barack Obama US-Präsident war.

00:23:47: aber er hat auch schon relativ deutlich zu diesen Themen gelagert passt auf und auch übrigens dann aus nationaler Sicht durchaus nachvollziehbar.

00:23:57: Und warum haben wir darauf nie reagiert?

00:24:02: Am Ende sind alles Menschen, alle handelnde Personen.

00:24:06: Wir wissen das ja immer besser.

00:24:08: Aber da spielen vielfältigste Strömungen eine Rolle.

00:24:12: Und sie haben völlig recht.

00:24:14: Wenn Sie zurückschauen, Obama war der erste amerikanische Präsident, die er in wohl gesetzten diplomatischen Worten den Alliierten in Europa schon ganz klar zu verstehen gegeben hat ihr müsst mehr für eure eigene Sicherheit tun!

00:24:25: Ihr müsst mehr hochrüsten, ihr müsst investieren.

00:24:27: wir können das so nicht mehr durchhalten.

00:24:29: Nun ist es ja immer vergleichtes einmal ein bisschen wie Zuhause.

00:24:32: wenn die Eltern das in wohlgesetzten Worten sagen dann funktioniert das ja oftmals auch nicht so und deswegen sage ich sind ja alles nur Menschen da draußen.

00:24:39: also Ich kann's ja aus meiner Erfahrung sagen Wenn wir als Militärs dann nach vorne getreten sind und gesagt haben, wir müssen Verteidigungsdetail erhöhen.

00:24:47: Wir müssen mehr für die Verteiligung

00:24:49: tun.".

00:24:50: Ja, dann war das immer so.

00:24:51: ja ihr müsst es ja sagen.

00:24:53: Also man wollte das so nicht... Man hatte eben auch andere Prioritäten.

00:24:59: Aber aus heutiger Sicht die falsche... also nicht die falschen Brille aber doch falsch gesetzt irgendwo und hat Verteidingung mich somit gedacht wie man's hätte mitdenken müssen.

00:25:10: Jetzt kommen wir über den Präsident Trump.

00:25:12: Ja, da hat jeder seine Meinung zu.

00:25:15: Das ist völlig klar!

00:25:16: Aber der President Trump, der hat das dann unter Trump ein Jahr schon nur in ganz anderen Worten gesagt und hat sozusagen einen ganzen anderen Druck ausgeübt und plötzlich ist Europa insgesamt ja wach geworden und sagt, oh die meint es ja ernst.

00:25:28: Jetzt gibt's aber auch wieder nochmal zwei Lesarten dazu.

00:25:31: aus der Erfahrung heraus... Die USA In dem Verständnis, das ich habe für die USA und ich will Ihnen sagen auch warum.

00:25:38: Warum macht das die USA wein militärpolitisch gesehen?

00:25:42: In der Vergangenheit war es so gewesen dass die amerikanischen Streikräfte so ausgerüstet und aufgestellt waren vor allem auch auf den möglichen Gegner denen man weltweit gesehen hat war Amerika in der Lage zwei Krisenhäre gleichzeitig sozusagen zu bedienen will jetzt um ganz einfachen Worten sagen mit der klaren Absicht und Aussicht auch dann zu gewinnen.

00:26:02: Das ist das Militärische.

00:26:04: Also wenn sie Militäre engagiert, dann steht da immer auch sozusagen Siegen dahinter.

00:26:09: Nun ist aber die Welt tatsächlich weiterentwickelt, wenn sie zum Beispiel nochmal nach China schauen.

00:26:13: So dass man dann den militärischen Doktrin hat sich verändert und er ist dann hingegangen und gesagt, hm, zwar noch so vor zehn, fünfzehn Jahren wahrscheinlich können wir... ein Krisengebiet bedienen und gewinnen.

00:26:23: Und eins kann man nur noch sozusagen ins Status quo halten, und heute sind wir da dass das amerikanische Militär also wenn es um so eine große Krise geht eigentlich sagt Wir können das nur noch in einem Gebiet machen.

00:26:35: Das ist mit der Hauptgrund auch gewesen warum Obama schon angefangen hat gesagt wir sehen den Indo-Pacific.

00:26:39: er hatte damals schon von diesem pivot zu der Indo Pacific gesprochen.

00:26:44: und genau das ist ja der Grund warum man gesagt hat europäischer zu ihr seid Bevölkerung ist stark als Europa, ihr seid wirtschaftsstark.

00:26:52: Ihr könnt es alles!

00:26:53: Ihr müsst einfach mehr tun damit wir sozusagen auf Augenhöhe in einer Allianz das umsetzen können.

00:26:59: Das war ja der Gedanke.

00:27:01: und dann kam Trump und allen was mir jetzt sehen noch mal da kann man jetzt wie wenigster Meinung sein aber im diesem Aspekt aus amerikanischer Sicht... Da geht's mir gar nicht um jeden Präsidenten.

00:27:12: Aus amerikanischersicht ist das absolut nachvollziehbar.

00:27:16: Dazu kommt, dass sich der amerikanische Verteidigungsmarkt darauf ausgerichtet hat.

00:27:20: Der europäische Vteidigungsmarkt ist heute noch sehr diversifiziert.

00:27:23: deswegen es gibt eben was weiß ich zwölf verschiedene Kampfpanzertypen und zehn verschiedene Friktattentypen.

00:27:29: das kann man ja alles nachlesen.

00:27:30: Das ist aber nicht sinnhaft wenn sie um Synergien reden.

00:27:34: Was noch dazu kommt ist, dass wird oft gerne auch unterschlagen Amerika hat natürlich schon ein Interesse die Hochwertfähigkeiten zur Verfügung zu stellen, weil dann hat man natürlich immer diese Kontrolle aus.

00:27:45: Also wenn sie über ein Weltraum, wenn sie ganze Informationen zur Verfügung stellen, also die ganzen Aufklärungsergebnisse, wenn Sie alles haben so dass Amerika da auch ein Stück weit schon nach hinten Interesse hatte und auch immer suggeriert hat gewisse Teile das sind wir schon noch für euch da inklusive im Nukleaschier.

00:28:01: So jetzt sind wir natürlich an einem Punkt wo ganz große Unsicherheit da ist und wo man auch ich Europa nur zuraten kann.

00:28:08: Wir müssen so schnell wie möglich, so viel Eigenständigkeit wie es in irgendeinem Weg geht erreichen beim Nuklearen.

00:28:13: Das hat mir schon mal gerade darüber gesprochen.

00:28:16: wenn wir eigentlich unser Bestreben sein sollte Abrüstung und sozusagen das Nuklearpotenzial der Welt gerade was an Waffen geht nach unten zu bringen dann muss man natürlich dann schon eine sehr differenzierte Diskussion darüber führen ob jetzt Europa zum Beispiel auch noch als ein europäische Nuklearmacht, natürlich geführt von Frankreich und von Großbritannien wo das hinführt.

00:28:39: Ich sage es mal so mit Blick auf unsere Nachnachfahren und einer Welt die er eigentlich in Frieden leben soll muss man da schon ernsthaft darüber nachdenken wie man das gestalten

00:28:49: will.

00:28:50: wäre natürlich auch der ganz klassische Paradigmenwechsel dann?

00:28:53: tatsächlich bin ich auch ehrlich gesagt gar nicht so sicher ob uns das gut tun wird.

00:28:57: Aber da soll sich zum Glück andere Leute tun?

00:28:59: Ja,

00:29:00: ich habe schon viele Überlegungen dazu.

00:29:03: Man könnte immer meinen, so ein Militär ist stramm militärisch orientiert und fordert das Maximum.

00:29:11: Wenn Sie diese Büchse der Pandora aufmachen, dann muss man sich gut überlegen ob sie die beherrschen.

00:29:18: Ich hab noch eine ganz praktische Frage.

00:29:20: Wir sind fast am Ende des Gesprächs aber eine Sache treibt mich wirklich schon seitdem ich denken kann den Haushalt der Bundesrepublik Deutschland anschauen.

00:29:29: Da war, glaube ich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe immer die Ausgaben für Bundeswehr und Militär an drittgrößter Position vielleicht auch sogar mal ein zweiter größter Positionspreis ist jetzt nicht also immer mehrfache dreißig vierzig fünfzig Milliarden Beträge die jedes Jahr dort richtig allokiert waren.

00:29:49: Das

00:29:50: heißt selbst in Friedenszeiten und in tiefsten Friedenzeiten, die wir zum Glück erlebt haben war das immer ein sehr großer Post im Haushalt.

00:29:58: Ganz ehrliche Frage wie viel Prozent dieses Geldes wurde ihrer Meinung nach falsch allokierte?

00:30:05: Sie müssen immer sehen ist es falsch allochiert oder ist es in der Prioritätensetzung verrutscht?

00:30:13: also ich würde nicht von falsch sprechen denn Manchmal habe ich den Eindruck, das ist wie siebzigtausend im Fußballstadion sind.

00:30:24: Da sind auch siebzehntausend Trainer und alle wissen sich die Mannschaft aufgestellt hat und warum sie verloren haben oder so.

00:30:31: Bei dieser Diskussion, die ich mir immer wieder über Bundeswehr anschaue, habe ich auch manchmal den Eindruck, jeder ist eine Verteidigungsexperte.

00:30:36: Ist aber nicht so kann ich Ihnen sagen.

00:30:38: Sondern Sie müssen erst mal schauen, Sie brüllen eine Grundbefähigung haben und Sie haben näher ein Luftwaffe und Marine.

00:30:44: Und darüber haben Sie Siderkräfte.

00:30:46: dann haben Sie Weltraumkräfte weil sie das alles brauchen, wie moderne Kriegsführung funktioniert.

00:30:50: Und Sie müssen erst meinen Grundbetrieb sicherstellen.

00:30:52: und Streikräfte funktionieren ja nicht nur in der Airline, dass ich ab der neunzig Prozent Auslastung und achtzig Prozent Gewinnmaximierung unnünund habe, sondern Streikkräfte funktioniere so, dass sie in einem guten Trainingszustand gehalten werden, dass das Material zum gewissen Prozentsatz – das würde jetzt aber zu weit gehen, aber glauben Sie mir wenn ich Ihnen sage zwischen sechzig- und siebzig Prozent, wenn Sie das halten können?

00:31:13: Weil der Rest ist in der Kreisau für sehr Reparaturen Upgrade-Maßnahmen, alles was da drinnen ist.

00:31:19: Wenn Sie diese Grundauslastung hinbringen um dann diese Fähigkeit zu haben wenn sie gefordert werden innerhalb kürzester Zeit das Hochzufahren, dann haben sie Militär dass im Grundsatz funktioniert und über lange Jahre hinweg auch heute des Groh des Militäres funktioniert so.

00:31:36: Das wird mir immer alle schlecht geredet von Leuten, die gar keine Ahnung haben.

00:31:39: Ich gebe Ihnen ein Beispiel und U-Boot kann man auch mal nicht schwimmen weil der Koch krank ist und dann kann das U-Boot nicht auslaufen.

00:31:44: aber dann gibt es gleich immer diese ganz großen Schlagzeilen, U-boote schwimmen nicht oder sonst was.

00:31:49: Man muss also schon wirklich dahinter schauen warum gewisse Dinge so sind wie sie sind.

00:31:55: Deswegen würde ich nie davon reden dass das Geld falsch ausgegeben wurde.

00:31:59: Was wir aber gemacht haben Wir haben vielleicht zu wenig Wir haben nach vorne gedacht Aber wir haben zu wenig in den Konflikt von morgen investiert.

00:32:09: Und was Sie heute sehen, wir hätten besser daran getan – ich gebe Ihnen ein Beispiel – mehr in den Weltraum!

00:32:14: Mehr Satelliten?

00:32:16: Mehr

00:32:16: Überwachung?!

00:32:17: Mehr Aufklärung?

00:32:17: Mehr Hochwertfähigkeiten?

00:32:19: Weil die Bundesrepublik Deutschland in Europa als die Mittel macht.

00:32:24: Das sind die ja sozusagen auch in großen Teilen auch jemanden, der einen Federführer ist und sagen ... Da sollte es hingehen, das muss ich aber mit Fähigkeiten unterlegen.

00:32:34: Haben wir das gemacht?

00:32:36: Nein in diese Fähigkeiten haben wir so nicht investiert sondern wir haben wesentlich stärker in die klassischen Land-Luftseestreikkräfte.

00:32:43: und was mein...was kann ich immer sagen Moor auf the same also mehr vom selben.

00:32:47: Das kannst heute gar nichts sein.

00:32:49: Also es reicht heute nicht mehr Lkw ist mehr Panzer oder noch ein paar Flugzeuge zu kaufen.

00:32:53: Ich muss in neue Technologien, gerade was im Weltraum betrifft.

00:32:57: Was für personisch betriffe?

00:32:59: Was künstliche Intelligenz betriffte?

00:33:00: Wie sie mit diesen Datenmassen umgehen?

00:33:03: Robotik!

00:33:04: All das sind Themen.

00:33:05: da müssen sich investieren und da glaube ich... Da haben wir schon... Ich glaube nicht.. Das weiß ich.

00:33:10: Da haben mir ein Fehler gemacht dass wir nicht so innovativ nach vorne gegangen sind wie wir es hätten sein können.

00:33:16: Dann würde diese Armee heute noch ganz anders dastehen als anders.

00:33:19: Okay verstehe ich.

00:33:20: Das bedeutet ich fasse mal ganz kurz zusammen Und kommen auch noch auf den Punkt optimistisch zu sein.

00:33:27: Ich verlinke gleich noch die Frage, was sie besonders optimistich stimmt vielleicht auch in Bezug auf ihr Fachgebiet aber wir habe gelernt DINATO ist schon fähig auch Dinge zu tun.

00:33:40: Ist

00:33:41: die erfolgreichste Allianz in der neuen

00:33:42: Geschichte?

00:33:43: Die erfolgreichste allianz der Geschichte, auch in der jetzt Zeit handlungsfähig.

00:33:47: Die Bundeswehr ist deutlich besser als ihr Ruf.

00:33:50: Wir haben extrem viele Qualifizierte hochqualifiziert durch heute in der Bundeswehr, die extrem viel für ihr Land tun können.

00:33:57: und last but not least Wir müssen an der gesamtgesellschaftlichen Resilienz arbeiten und wir nehmen die ganzen, ich nehme den Begriff jetzt mal mit Blaulichtskräfte.

00:34:05: Mitdenken bei unserer Verteidigungsfähigkeit.

00:34:08: Richtig!

00:34:08: Also gesamtstaatlich.

00:34:09: Das hat wirklich viel Bundeswehr zu tun.

00:34:10: das ist ja das Bundeskanzleramt in dem Ministerium.

00:34:13: all die müssen sich da drum kümmern.

00:34:15: Finde ich aber eine wichtige Erkenntnis.

00:34:18: Jetzt die Frage was stimmt sie wirklich optimistisch auch?

00:34:23: Sie sind jetzt nicht mehr im richtig aktiven Dienst.

00:34:26: Man könnte ja sagen, okay ausgerechnet jetzt mit Deutschland Fußball-Weltmeister und ich spiele aber gar nicht mehr mit.

00:34:32: Also die Frage ist gibt es etwas was sich wirklich optimistisch stimmt wo sie sagen hey wir sind eigentlich gar nicht so schlecht wie unser Rufen Wir sind ganz gut unterwegs an der einen oder anderen Stelle

00:34:40: Was mich in vielfältigster Hinsicht stimmt das mich optimistische.

00:34:44: Aber lasst mir mal vorweg weil ich sie ganz oft sage wir sehen gut aber wir könnten noch viel besser sein.

00:34:49: Aber das stimmt mich schon mal grundoptimistisch, weil es ganz viele Dinge gibt.

00:34:54: Ob es unsere Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist, ob es unsere Hochschullandschaft ist oder die Gesellschaft ist.

00:35:00: Wir sind da wieder immer gesagt ja... Die Jugend von heute!

00:35:02: Ich habe so viel mit jungen Leuten zu tun.

00:35:04: Ich habe aber so viele junge Leute bei der Bundeswehr gesehen.

00:35:06: Das sind alles Topleute hoch motiviert, die für ihr Land einstehen.

00:35:10: Also solche Dinge stimmen mich unendlich optimistisch.

00:35:13: Weil am Ende stehen sie alle zu ihrer Sache also Wirtschaft auch in Teilen wie politisch-europaisch gehandelt wird.

00:35:22: Ja, das ist alles etwas Träge aber die haben wir jetzt schon alle verstanden.

00:35:26: ich komme aber zurück auf den in die Aussage nicht getätigt habe.

00:35:30: Das muss auch sozusagen die politische Führung alle müssen das nochmal verstehen und sagen Wir sind gut Aber wir könnten noch viel besser sein und müssen diesen Willen Und diese Gemeinsamkeiten gemeinsam will nach vorne gehen und Ich glaube dass da sieht man ganz viel wie das Dass es da ist.

00:35:44: das Muss aber sozusagen das Potenzial muss noch stärker gehoben werden Und das stimmt mich unendlich optimistisch.

00:35:49: und lasse mir jetzt auch sagen, was wir alle uns immer vor Augen führen wollen.

00:35:54: Ich nenn sie mit dem Pearl Harbor Effekt!

00:35:56: Alle haben's kommen sehen... ...und dann sind alle überrascht dass es passiert ist.

00:35:59: Das sollte nicht passieren sondern wir müssen das jetzt mal angehen.

00:36:03: Ich glaube, das ist tatsächlich ein gutes Schlusswort.

00:36:05: Jetzt nicht der Pearl Harbor effekt, aber den Optimismus, den Sie verbreiten, den ich übrigens an der einen oder anderen Stelle auch durchaus spüre und dann danke ich Ihnen dass sie sich die Zeit genommen haben etwas näher ranzubringen an Thema was uns eigentlich ganz fremd erscheint.

00:36:21: Das hat wirklich extrem geholfen!

00:36:23: Ich habe viel gelernt und ich danke Ihnen, dass Sie sich die zeit genommen

00:36:31: haben.

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