#55 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Robert Habeck
Shownotes
Der frühere Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck spricht im FONDS professionell Podcast über sein Leben nach der Politik, Entscheidungen unter Druck, die Krise der Demokratie – und darüber, warum er sich derzeit "jeden Tag jünger" fühlt. Jetzt reinhören!
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00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Gast.
00:00:16: Er hat über Jahre hinweg politische Verantwortung auf höchster Ebene getragen, in einer Zeit die für Deutschland alles andere als einfach war.
00:00:24: Heute sprechen wir mit etwas Abstand über diese Phase, über Alltag und Normalität der Politik, über Verantwortung über Entscheidungen unter Dauerbeobachtung und darüber wie sich der Blick auf die Dinge verändert, wenn man nicht mehr jeden Tag im politischen Maschinenraum steht.
00:00:40: Wir sprechen auch überall tägliches über Fußball, den er selbst lange gespielt hat und darüber, wie wichtig solche normalen Anke in einem Leben unter dieser Dauer-Beobachtungs sind.
00:00:51: Mein Name ist Joachim Lareike und ich suche heute das Gespräch mit Robert Habeck.
00:00:56: Herzlich willkommen lieber Robert Habeck.
00:00:57: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nähen!
00:00:59: Vielen
00:00:59: Dank für die Einheit, um schön hier zu sein.
00:01:01: Herr Habecks erste Frage – wo leben sie aktuell?
00:01:05: Ich komme jetzt gerade aus Israel, wo ich einen Monat unterrichtet habe an der Hebrew University.
00:01:10: Super spannend Kurse mit palästinensischen und israelischen Studierenden also da könnte ich alleine jetzt ein ganzes Podcast drüber reden weil das so intensiver und Israel ist natürlich ein Land... tief traumatisiert und völlig zerrissen, also sehr viel auch zu beobachten.
00:01:24: Aber ich würde sagen mein Arbeitgeber ist mal mit einer Kuppenhagen und wenn ich nicht in Israel unterrichte oder mit einem Trottkasten mache dann arbeite ich am dienischen Institut für internationale Studien.
00:01:34: das ist so eine Art ThinkChank für Auslands- und Sicherheitspolitik in Kuppenhagen.
00:01:38: Du weißt sie haben Israel und Dänemark sozusagen im Moment Symbiose und...
00:01:45: Ja, es ist halt so dass diese Arbeit an dem dänischen Institut stießt mit ein das man viel reist.
00:01:51: Also man muss sich halt in der Außen- und Sicherheitspolitik auf den Kontrorenzen und mit den ganzen Experten immer wieder austauschen Und dazu kommen dann wegen meines alten Jobs nämlich an Immer wieder Einladungen von Universitäten wo ich dann Gastvorlesung oder Vorträge halte Oder mit gierenden eben Arbeiten, in diesem Fall politische Arbeiter.
00:02:11: Und wenn das irgendwie reinpasst und das war dann sozusagen noch an den dämischen Winterferien aus dem Jahr rauskommt, da passt es ganz gut.
00:02:18: Da nehme ich das auch gerne an.
00:02:20: Zu Israel und Jerusalem habe ich eine besondere auch persönliche Verbindung.
00:02:23: also das war eine sehr besonderer Zeit für mich.
00:02:26: aber die... Also Homebase würde man wahrscheinlich sagen ist im Moment für das Jahr Kopenhagen.
00:02:33: Okay!
00:02:34: Und fühlt sich's an wie ein Übergang oder schon wie neues Kapitel?
00:02:39: Es fühlt sich an wie ein neues Kapitel, das irgendwo hinführt.
00:02:43: Ich weiß noch nicht wohin Übergang würde.
00:02:45: ihr wissen dass man genau weiss was man danach macht.
00:02:48: Das weiß ich aber nicht und ich bin glücklich jetzt nichts zu wissen.
00:02:52: Das ist im Moment der große persönliche Unterschied, dass ich zwanzig Jahre behauptlich jetzt mal immer wusste was dann nachkommen sollte.
00:02:59: jedes abend hat den nächsten Wahlkampf voraus geschützt Voraus nach sich gezogen und jeder Wahlkamp das nächste amt.
00:03:05: so konnte ich eigentlich immer sagen wie es weitergehen sollte.
00:03:08: und im moment werde ich täglich jünger und kann mir die Welt wieder ein bisschen so legen, wie es mein Freiheitsbedürfnis gerne möchte.
00:03:17: Jeden Tag junger zu werden ist sicherlich den Traum von vielen Menschen.
00:03:20: Ich freue mich sehr dass sie das augenscheinlich in ihrem neuen Kapitän gut hinbekommen.
00:03:25: verraten Sie mir doch aber auch mal... Wie fühlt sich das im Moment an?
00:03:30: Also wir erleichtert sind sie möglicherweise auch, dass sie nicht mehr in diesen Funktion oder in dieser Funktion sind.
00:03:37: Wir sind uns einig, dass es im Moment glaube ich schwierig ist.
00:03:41: Das ist so und das wird auch nicht wieder weggehen.
00:03:44: Und erleichtert bin ich nicht.
00:03:45: Ich hätte das auch weiter gemacht.
00:03:49: Schon an eines zu sagen gerne weitergemacht ist die falsche Rokabel weil niemand das glaube ich im Moment gerne machen sollte sondern es ist eine verdammte Pflicht.
00:03:57: aber man lebt ja auf dieser Welt nicht nur um das gute Leben zu führen sondern auch das Richtige und wenn man in einer Position ist wo man dann einen Unterschied machen kann für seine Überzeugung oder die Dinge, die man zu sehen meint eintreten kann.
00:04:12: Dann ist das ein hohes Privileg.
00:04:15: Also insofern gibt es keine Erleichterungen.
00:04:16: Es sind aber eben zwei verschiedene Welten einfach und die eine hat ja nicht ich entschieden sondern der Souverän hat sich jetzt erstmal abgeschlossen.
00:04:26: Und das ist auch gut so für mich.
00:04:28: Jetzt mache ich halt andere Dinge.
00:04:29: Die sind privat.
00:04:31: und was das persönliche Umfeld dann geht hoch befriedigend Intellektuell und politisch mehr als reizvoll, der kann schon einfach so mal ein Monat in Israel leben.
00:04:43: Und in die palästinensischen Gebiete fahren mit den Schäfern da übernachten und das alles erleben.
00:04:48: Das andere war trotzdem wichtig und es bedeutete man ich wünsche allen die im Moment im Amt sind viele Fortunen und alles Gute für Deutschland und für Europa.
00:04:55: Und wenn wir jetzt in die Alltag-Ballien einschauen, wie kann ich mir so was vorstellen?
00:05:00: Also angenommen Sie sind in...wenn sie in Deutschland sind wo sie leben.
00:05:05: Wir sagen mal in Flensburg weil das Berlin ist immer diese Babel, dann wollen wir aus der Bibel raus.
00:05:12: Das
00:05:12: sehen will ich seit dem Moment erstmal nicht, denn man läuft damals in alle bekannten Journalisten rein und Jetzt im Podcast ist es schön mit ihnen darüber zu reden, aber wenn man gar nicht mehr zum Bier kaufen und Joggen kommt, weil man immer sagen muss ach was machst du denn das gerade?
00:05:30: Dann nervt es auch ein bisschen.
00:05:31: Also es gibt schon ein bisschen...
00:05:32: Und meine Frage geht tatsächlich genau in diese Richtung wie sieht so'n Alltag aus?
00:05:36: Weil ich mein auch an Herr Habeck geht ja mal zur Bäcker und geht joggen.
00:05:40: oder willst du in den Fußballspiel gehen?
00:05:42: oder?
00:05:43: das muss ja?
00:05:44: also Entschuldigung wenn ich das so sage, dann muss ja furchtbar anstrengend sein.
00:05:48: Wird Ein bisschen weniger, aber zu meiner Überraschung nur ein bisschen weniger.
00:05:51: ist es genauso wie Sie sagen.
00:05:54: Ihre Amtsjahre und ich nehme an im Moment auch noch in Berlin da bin ich halt aus diesen Gründen jetzt nicht so ganz häufig.
00:06:03: Es ist genauso wie sie sagen immer dreht sich einer oben immer truschelt einer wenn man Glück hat, fragen Leute einen nach Selfies.
00:06:10: Aber nach dem zwanzigsten nervt es auch.
00:06:12: und wenn man Pech hat, was hast du denn hier gemacht?
00:06:15: Und spektriert ein Toilette auf irgendwelche Gesetze an... Also man fühlt sich immer beobachtet!
00:06:21: Im Amt kam ja noch dazu dass ich in der höchsten Sicherheitsstufe war.
00:06:25: Das heißt ich hatte in der Regel immer noch vier fünf BKA-Beamte um mich herum.
00:06:31: super coole Leute, wenn die das hören Ich vermisse euch schon als Menschen aber ich vermisse jetzt nicht Die ewige Absprache.
00:06:38: Also eigentlich wäre die Vorgabe damals gewesen, wenn ich abends noch mal in Spiti gehen zum Kiosk gehe und nochmal Jentoni kaufe muss sich anrufen und sagen in zwanzig Minuten geh ich Jentonik kaufe da kann es nicht einfach hingehen.
00:06:49: Das ist jetzt vorbei.
00:06:51: Da kann ich Jendonik kaufen oder Brötchen oder Rassafarmasi was ich dann hole.
00:06:55: Und trotzdem fühle ich mich in Deutschland noch sehr stark beobachtet und bin es auch im Ausland natürlich ein bisschen weniger.
00:07:03: Das bedeutet also, Sie haben kein Sicherheitspersonal mehr um sich rum.
00:07:06: Genau.
00:07:07: Was ist mit dem Ausscheiden aus dem Bundestag?
00:07:09: Ist ein Mal sehen.
00:07:10: Auch formal passiert gewesen.
00:07:13: Ich weiß nicht ob es da noch Gründe für gegeben hätte, das lief eigentlich nochmal alles weiter.
00:07:17: aber im Ausland gibt es auch keinen Bedarf dafür.
00:07:21: Und jetzt habe ich gelesen, ich weiß nicht, ob es stimmt, dass Sie bis zum Alter von sechzehn Jahren noch Fußball gespielt haben.
00:07:27: Stimmt das?
00:07:27: Das stimmt bestimmt und darüber hinaus auch.
00:07:30: aber mit dem Verein hab' ich dann damals aufgehört weil ich Schülerspektor geworden bin.
00:07:33: also wenn sie so wollen hätten meine früh vorpolitische Karriere den Sport ein bisschen kaputt gemacht.
00:07:39: Aber bis sechszehn Jahre habe ich im Heikonfer Sportverein rechter Verteidiger gespielt und danach hätte immer weiter mit Freunden rumgebolzt an Hamburg an der Alster oder in Freiburg.
00:07:49: Und
00:07:49: gibt es ein Fußballverein, für den ihr Herz schlägt?
00:07:52: Ganz früher war es Mönchengladbach.
00:07:55: Als das noch die Fohlenelf war, also anderen Siemensen gekriegt hat – ich weiß aber auch gar nicht genau warum es Mürchenladbach war wahrscheinlich weil es nicht bei einem München sein sollte –.
00:08:04: dann als ich in Freiburg studiert habe sind wir gerade aufgestiegen mit Volker Finke und die ganze Stadt war verliebt im SC Freiburg und ich dann auch ein bisschen.
00:08:12: kann aber jetzt nicht sagen dass ich in freiburg... Bettwäsche, Schlafe oder einen Schal umhabe.
00:08:17: Ich verfolge das aus den Augenwinkeln und sonst weiß ich nicht genau... Verfolge mich manchmal aus der HSV und das St.
00:08:25: Pauli machen wegen der Norddeutschen Prägung glaube ich.
00:08:27: Aber es ist jetzt nicht mehr so dass ich voll für ein Verein bin.
00:08:32: Handball hat das ein bisschen abgelöst?
00:08:34: Handball ist ja eine wahnsinnig faszinierende Sportart wie ich finde.
00:08:38: Ich finde auch Freiburg als Fußballverein gehabt sind, besonders übrigens der Verein wo die meisten weiblichen Besucher sind.
00:08:46: Die sind knapp unter fünfzig Prozent im Bundesliga.
00:08:50: vergleichen, das nur so als Handnotiz.
00:08:53: Also der Zusammenhang ist sich unbedingt daher geleitet.
00:08:56: Ich
00:08:57: bin nicht wegen den Besuchern freier Woche.
00:08:58: Komm wir
00:09:01: ein bisschen auf die politische Zeit zurück und die zeitliche Distanz, es ist jetzt schon ewig lange aber schon ein bisschen distanz.
00:09:10: auch zeitlich vergangen verändert sich der Blick auf die eigenen Entscheidungen, die damals getroffen wurden.
00:09:18: Oder er verändert sich den Blick auf eine Reaktion der anderen?
00:09:23: Gibt es so Sachen zu sagen?
00:09:26: Habe ich eigentlich wahrscheinlich so entschieden, weil's damals sinnvoll war?
00:09:30: Hätte ich vielleicht so nicht machen sollen!
00:09:32: Ich will jetzt gar keine einzelne Entscheidung, sondern das geht halbgemacht.
00:09:34: Ja ganz genau.
00:09:35: Ich glaube weiß nicht wie es anderen gibt, die jetzt ein Dreivierteljahr nicht mehr im Amt sind... Denke es nicht viel über die einzelne Entscheidung nach.
00:09:43: Es ist also nicht so, dass man nachts aufschreckt und sagt ach am thirzehnten März zwanzig dreiundzwanzig hättest du doch auch B-Stand A sagen können.
00:09:51: So ist das nichts sondern die Dinge werden halt dann entschieden wenn sie entschieden werden müssen.
00:09:54: und manchmal werden Sie auch entschieden wenn Sie noch gar nicht entscheidungsreif sind einfach weil Zögern auch eine Entscheidung ist.
00:10:00: Also was soll ich sagen?
00:10:02: Die Entscheidung die Ukraine mit Waffen zu unterstützen?
00:10:05: da gab es bestimmt viele Menschen die noch viel gesprächsbedarf hatten, weil das ja eine Umkehrabkehr muss man sagen.
00:10:12: Der Grund ging in meiner Partei aber auch der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik war also davor haben wir immer gesagt die liefern nicht Waffen in Krisengebiete und auf einmal liefern wir Vollwaffen in Kriesengebieten.
00:10:22: richtigerweise will ich sagen dafür habe ich immer geworden weil man sich ja in der Krise auch nicht neutral verhalten kann.
00:10:27: Irgendeiner ist der Aggressor irgendeiner isst als Opfer.
00:10:29: wenn man sagt Ja ich weiß auch nicht ich helfe halt keinen Dann macht man sich, wird man nicht weniger unschuldig.
00:10:36: Das kann man jedenfalls sagen.
00:10:37: aber wenn Leute gesagt haben wir müssen jetzt noch ein halbes Jahr darüber diskutieren dann wäre es zu spät gewesen.
00:10:41: also insofern müssen die Dinge entschieden werden Wenn sie zu entscheiden sind.
00:10:46: worüber ich viel nachdenke und das liegt auch an der Tätigkeit im Ausland Ich bin sehr viel in den USA viel in Israel habe ich schon mal gesprochen ist die Bedingung der politischen Entscheidungen getroffen werden.
00:10:59: Und mein Eindruck ist schon noch immer stärker mit der Distanz, wenn man jetzt nicht selber jeden Morgen auf der Wildzeitung das Titelseite steht dass die inneren Logiken der jeweiligen Untersysteme, wenn ich so akademisch reden darf also die Fraktionen, die Parteien aber auch die Medien, die sozialen Medien, Die Vereine und Verbände Die werden immer stärker auf sich selbst konzentriert.
00:11:20: Also die Gruppend Definition wird immer, immer dominanter und das verhindert am Ende erstens Kompromisse und kluge gemeinsame Entscheidungen auch eine ruhige und das gemeinsam besuchende Kommunikation und ganz am Ende wird es doch landkillen.
00:11:40: also so kommen wir nicht weiter und da muss das irgendwie gelingen wieder auf eine Basis zu kommen, wo man sich nicht darüber zerflusst, dass der eine fünfte andere sieben sagt und man sich einigen kann auf elf oder sowas.
00:11:55: Was jeder sieht, wo die Lösung ist, das darüber deckt ich viel nach.
00:12:00: wie eigentlich diese Demokratiekrise von der jetzt in aller Reden entstanden ist?
00:12:05: Und wenn ich ganz gleich völlig sagen darf, sie entsteht von oben.
00:12:08: also das ist mein Menschen haben ein volles Leben und wenn sie nicht Großpolitiker sind dann Haben Sie genug damit zu tun, Ihre Kinder zur Schule zu bringen oder von der Kita abzuholen?
00:12:20: Oder fürs Essen zu sorgen.
00:12:22: Das sind die politischen Entscheidungsträger, die wirklich in der Spitze die Verantwortung tragen und eine Verantwortung dafür haben dass diese Kultur des Misskunst nicht immer weitergeht.
00:12:34: Jetzt haben sie in der Ausführung der Antwort gesagt das zögern auch eine Entscheidung ist.
00:12:41: Wenn man jetzt mal die Bevölkerung fragt und ich tue das natürlich nicht repräsentativ, sondern in den globalen Gesprächen wie sie jeder führt.
00:12:48: Man hat immer den Eindruck dass gezögert wird und wenn dann jemand eine Entscheidung trifft, hat man immer den eintrug... Ist das
00:12:54: falsch?
00:12:54: Exakt!
00:12:56: Und ich bin auch in einem Verein tätig und trotzdem muss irgendwann der Vorstand sagen okay wir machen das so und eigentlich trifft man die Entscheidungen unter der Berücksichtigung alle zur Verfügung stehenden Informationen und sagt dann okay das ist jetzt die Entscheidung, die wir treffen müssen.
00:13:11: Weil wenn wir zögern kommen wir halt nicht weiter.
00:13:14: Ich glaube dass die Bevölkerung auch da deswegen ein bisschen Politik vertrossen ist weil sie den Eindruck haben, dass nicht entschieden wird und wenn entschieden wird wird es kaputt geredet.
00:13:24: Ist es nun Eindruck der aus ihrer Sicht?
00:13:28: Die Frage in der Eindruck ist ohne Frage richtig.
00:13:31: Es gibt diesen Vertruss von vielen Leuten und es macht auch keinen Spaß wenn man selber Die Entscheidungsträger ist in diesem System dauernd Entscheidungen zu treffen.
00:13:40: Also deswegen sage ich, wenn man macht es gerne weiß ich gar nicht ob das so stimmt.
00:13:47: Natürlich ist es eine irre oder eine große Herausforderung aber es ist schon auch ne harte Zeit.
00:13:52: immer dann und das wird jetzt März und ich weiß nicht was Drobot und Reiche und sowas nicht anders gehen die werden auch nicht jeden Morgen glücklich aufwachen und sagen heute freue ich mich mal wieder auf die Arbeit sondern sagen woher wann passiert denn das nächste wieder?
00:14:03: Wann kriege ich den Nächste Zeitung, Schlagzeile um die Ohren beschlagen.
00:14:07: Und dann die nächste Umfrage?
00:14:08: Die Frage ist woran nicht definiert.
00:14:10: Ich mache mal zwei, drei lebenswärtliche Beispiele weil wir hier bei Anlagefonds reden.
00:14:15: wenn irgendein Vertreter der Branche zum Finanzminister geht und irgendeinen Gesetz kommentieren will, dann wird er die Sichtweise der Brange vertreten.
00:14:25: keine Ahnung.
00:14:25: Er würde sagen ich brauche einen Richard Neumdest von fünfzehn Prozent.
00:14:28: Wenn der Finanzminister sagt wir haben dazu das sind aber irgendwie öffentliche Gelder Wohnungen bauen, die ein bisschen bezahlbar sein.
00:14:36: Wir können die Autobahn nicht immer teurer machen und die Altersvorsorge muss für alle reichen.
00:14:41: Ich kann dir höchstens sieben
00:14:42: geben."
00:14:43: Dann würde er sagen es reicht nicht und wenn du mir das nicht gibst dann schicke ich dir die Branche auf den Hals.
00:14:49: Wenn er aber selber Finanzminister wäre, dann würde er genau das gleiche sagen wie der Finanzminister.
00:14:53: Und der Finanzminister würde das gleiches sagen wie.
00:14:58: Aber in den Rollen, in denen sie soweit sind können die sich nicht sagen ok, fünfzehn ist zu viel.
00:15:02: Sieben vielleicht machen wir neun oder neun halb und dann sagt er ist ein bisschen unter Restes für Deutschland.
00:15:07: Ich war lange Landwirtschaftsminister.
00:15:09: Es gibt so viele Debatten zwischen Umwelt- und Tierschutz an den Bauern Und ich würde sagen wenn die Tierschützer Bauern wären einfach vom Beruf her Dann würden sehr viele sagen hör mal zu wie wir stehen dass du sagst Aber dass die Zwinge in dem System, in dem wir arbeiten müssen.
00:15:25: All die Lidl
00:15:25: usw.,
00:15:26: die geben uns eben nicht mehr Geld für den Liter Milch.
00:15:29: Wir müssen mehr produzieren und deswegen müssen die Kühe enger stehen und die müssen dreimal am Tag gemolken werden.
00:15:34: Und umgekehrt wenn die Bauern Umweltschützer wären dann würden sie sagen ja klar wir sind zwar jetzt irgendwie Baumann aber wir haben auch kein Interesse daran.
00:15:42: ist das Grund was mit Nitratisch belastet ist?
00:15:44: und wir wollen natürlich auch nicht dass die Küche die wir dann melken nur zwei Milchperioden leben können, danach sind die ausgenudelt und dann werden sie halt geschlachtet.
00:15:53: Und wir benutzen die halt quasi als Kalorien, die voran noch nicht mehr als E-Bewesen.
00:15:58: Aber es gelingt nicht jeweilige Sichtweise der anderen zu nehmen.
00:16:01: So müssen sich das auch zwischen Grünen und FDP inzwischen SPD und Lohn vorstellen dass jeder eigentlich weiß, dass in den Zwängen der anderen Gruppe der andere das sein zu sagen muss.
00:16:12: aber es gelingt nicht daraus zu kommen.
00:16:16: Das ist die eigene Warum?
00:16:17: Gelingt Das, was am Gespräch so hoffentlich nachvollziehbar ist einzuführen.
00:16:24: Und ich glaube es hat viel mit der permanenten Beobachtung zu tun und den öffentlichen Machen von Halbgedanken sich nicht vortrauen mal unfertige Gedanken dem Kollegen rüberzureichen weil man immer gleich vermuten muss daraus wird der nächste Skandal.
00:16:41: Aber so wird es auch ein Skandal.
00:16:43: Das kann ich ihm sagen, wenn die Regierung so weitermacht und das – ich wünsche Ihnen das gar nicht!
00:16:47: Dann würde sich ja nicht gut enden.
00:16:49: Und in der nächsten Regierung kann man sich ja auch schon an drei Zingern abzielen, dass diese dann wahrscheinlich, wenn es nicht ihr AfD sein soll alle anderen Parteien sind.
00:16:57: aber das ist ja auch keine gemeinsame Idee.
00:16:58: Das ist ja nur so.
00:17:00: alles wird irgendwie zusammengeklammert.
00:17:03: Das ist glaube ich nicht die richtige Perspektive für Deutschland und für Europa.
00:17:07: Noch mal ganz kurz zurück zu Ihrer Zeit, wo Sie Entscheidungen getroffen haben.
00:17:11: Mein Eindruck und der Eindruck von vielen Menschen in Deutschland ist das wahnsinnig oder das nicht Wahnsinnig sondern recht viele Entscheidungen, die sie damals getroffen habe oder Vorschläge, die Sie gemacht haben auch mit Ihren Kollegen zusammen damals furchtbar bestraft wurden Sowohl medial als auch im Parlament und wo auch immer man darüber diskutiert, aber die dann jetzt doch durch die kalte Küche an der einen oder anderen Stelle wieder hoch poppen.
00:17:36: Erste Frage?
00:17:37: Stimmt der Eindruck?
00:17:39: Das ist auch meine Ahnung.
00:17:44: Und
00:17:44: jetzt die darauf folgende Frage.
00:17:47: Danke, dass Sie das aufsehen.
00:17:48: Die darauf folgenden Frage ist natürlich... Wie fühlt man sich damit?
00:17:51: Befühlen sich gar nicht.
00:17:52: Es ist einfach der Zwang der Wirklichkeit, also viele Dinge die dann ja entschieden wurden und die dann da kritisiert wurden sind ja noch nicht mal grüne programmatische Punkte gewesen und ich habe mich eher mit meinen eigenen Leuten gestritten.
00:18:02: Also als ich im Wahlkampf gesagt hatte wir müssen dreieinhalb Prozent des Bibs für die Verteidigung ausgeben das ist ja nichts wofür man Lorbeeren bekommt.
00:18:10: aber jeder konnte sehen was Trump macht.
00:18:12: Das war ja in Januar schon, da war er ja schon gewählt.
00:18:17: Jeder weiß zweites, dass dreieinhalb Prozenten wenn man ein bisschen rechnen kann nicht aus dem Haushalt erspart werden können.
00:18:22: Also müssen wir was mit der Schuldenbremse machen?
00:18:26: Ist es mein Traum gewesen politiker zu werden um die Schulden Bremse für einen höheren Wert hat zu öffnen?
00:18:30: nein steht das im grünen Wahlprogramm?
00:18:32: Nein aber es ist einfach der Druck der Wirklichkeit.
00:18:35: Industriestrompreis Es ist ja im Kern für die energieintensive Industrie.
00:18:39: ist also die Kohle Intensiven verbrennenden Stahlwerke Gut für das Klima, nein.
00:18:47: Können wir die Industrie retten ohne den irgendwie zu helfen?
00:18:50: Nein!
00:18:50: Also muss es gemacht werden und ich glaube so muss man daran gehen.
00:18:54: Wahlkampf und das weiß ich ja und deswegen ist das vielleicht ein kühner Versuch aber hat halt auch nicht entsprechend Kühne geklappt oder nicht gut genug geklappte Wahlkampf ist, hat nicht der beste Raum für ehrliche politische Antworten.
00:19:11: Wie ich das an der anderen Antwort auch sagte, wenn man die davor nicht gibt danach wird man auch gestraft.
00:19:14: Also ich glaube jetzt nicht dass die Union eine gute Zeit hat, dass sie lauter Sachen machen muss wie sie davor verdammt hat.
00:19:21: Das hat sie ja auch enorm an Glaubterlichkeit gekostet.
00:19:24: also... ...das sehe ich nur analytisch und sage wenn man sich... Wenn man die Frage ist können wir einer politischen Kultur etablieren wo wir uns die Wahrheit zumuten?
00:19:36: oder wo wir uns nur wählen lassen, über die Vertreter sich wählen zu lassen indem sie die angenehmen Wahrheiten sagen um danach die Leute zu enttäuschen.
00:19:43: Und dazwischen glaube ich gibt es nun einen ganz engen Pfad vor man die richtige Antwort geben kann.
00:19:48: Also ich als Bürger in der Bundesgeburt Deutschland wunde mich schon auch manchmal wenn das dann heißt in irgendwelchen Zeiten ja dass haben wir während des Wahlkampfes gesagt?
00:19:56: Oder wäre das politische Aschebittwochs da kann man denn irgendwas anders machen als sonst.
00:20:01: also das ist für jemanden der nicht drinnen ist in dieser Thematik schon auch irgendwie befremdlich, aber das nur so als Randlotiz von mir.
00:20:11: Herr Aberg eine Sache kann ich Ihnen nicht ersparen.
00:20:13: Sie haben es eben so ein bisschen angedeutet, dass so halbfertige und halb gare Dinge schon durchgesteckt werden und dann darüber gesprochen wird.
00:20:20: Ich habe nur eine einzige Frage zum Heizungsgesetz, die mich wirklich interessiert weil weil es eigentlich vielleicht sogar auch etwas gewesen wäre, was man hätte tun können.
00:20:30: Ich glaube das ist grundsätzlich schon mal klar.
00:20:31: wir müssen gebäudemäßig was unternehmen wenn wir da irgendwie unsere Ziele erreichen wollen.
00:20:37: Das völlig genommen haben sie allen Punkt ganz konkret!
00:20:42: Wenn man das weiß dass er was tun muss.
00:20:43: warum hat die Politik nicht gesagt okay wir fangen mal mit allen Gebäuden an die öffentlich sind.
00:20:50: ich sage jetzt mal Schwimmbad Gerichte Turnhallen Du nimmst also alles was.
00:20:57: sagen wir mal
00:20:58: die tätischer wird es leicht zu geben weil der riesige Beutel thornhallen schwimmen heilen schulen nicht dem bunt gehören sondern kommunal sind.
00:21:05: das heißt, sie wollen dann Geld haben.
00:21:06: Das Geld hatten wir nicht.
00:21:07: Das wird jetzt geschaffen durch die Sondervermögen.
00:21:09: Also hätte ich das Problem hätte ich gerne gelöst mit den Geldern, die die Bundesregierung hat.
00:21:14: Also Schuldenbremse öffnen für Infrastruktur inklusive Schwimmbäder Thornhalle Schulen und desanieren und klimaneutral machen wunderbar mit ihnen wissen ja dass wir Also die Ampelregion ist am Ende an, ich glaube es war nachher sieben Milliarden gescheitert.
00:21:30: Und jetzt haben wir siebenhundert Milliarden oder eine Billon fast gekriegt.
00:21:35: also das wäre leicht zu lösen gewesen.
00:21:38: lieber Frage aber war nicht im Angebot damals da weil wir das Geld schlicht nicht hatten.
00:21:45: Mir geht's jetzt nicht ausschließlich ums Gantie?
00:21:48: Antwort ist natürlich logisch weil es einfach das faktische ist was dann eben dem entgegenstand hat.
00:21:54: Ich hatte nur den Eindruck, wenn man das so machen würde oder einen Weg gefunden hätte es so zu machen.
00:21:59: Dann hätte man doch auch die Bevölkerung irgendwo mit abbeholt weil jeder geht in Schwimmbad und jeder irgendwie der Verein
00:22:06: war immer mein Reden also ist einfach nur Schicht an den Finanzen gescheitert.
00:22:11: Es gibt noch ein zweiten Punkt.
00:22:12: bei dem Heizungsgesetz Begegnet mir jedenfalls damals in der Situation gar nicht alle erste Linie um den Klimaschutz sondern um um die Reduktion von Gas.
00:22:23: Also wir wissen, dass in Deutschland pro Jahr ungefähr fünfhunderttausend Heizungen ausgetauscht werden.
00:22:27: das ist so der Durchschnitt über die Jahre und das Gesetz kam ja im Februar.
00:22:33: zwei dreiundzwanzig also wurde es öffentlich... Das war der Winter wo wir die Innenstädte dunkel gemacht haben, wo die Schaufenster nach ich glaube einundzwartig Uhr nicht mehr beleuchtet werden durften, wo den öffentlichen Gebäude nicht über achtzehn Grad geheizt werden durfte, wo wir darüber diskutiert haben wie lange man duschen sollte.
00:22:49: Da war sozusagen die Gasmangelage ein nicht nur Greifspaß und ein bedrohliches Szenario.
00:22:55: Wir hatten aber im September, bis September zwanzig noch Gas von Putin bekommen.
00:23:00: also war mir klar das war der Hintergrund von diesem Gesetz und deswegen ist es auch vorgezogen worden dass der eigentliche Winter der Krisenwinter dreiundzwanzig vierundzwundzig werden würde denn die Speicher waren jetzt leer gehabt keinen Gas mehr von Russland Und es war unglaublich gelingen würde, diese LNG Terminals so schnell hochzuziehen wie's dann ja geklappt hat.
00:23:21: Also war das Heizungsgesetz aus meiner Sicht notwendig um diese fünfhunderttausend Heizung die jedes Jahr rausgehen nicht mit fünfhundertausendneuen Gasheizungen zu besetzen vor dem Hintergrund dass wir über Dußling gesprochen haben.
00:23:35: So das ist aber nach... Das will ich sagen auch ein politischer Fehler von mir gewesen dass sich die Stimmungslage in Deutschland da falsch eingeschätzt haben.
00:23:46: Deutschland war nach dem Winter durch und doch dachte, das war jetzt nicht so eine schöne Zeit mit den kalten Gebäuden aber die ist sicher nichts passiert.
00:23:54: Jetzt können wir irgendwie wieder andere Sachen machen.
00:23:57: Ich war im Mainz sagt man jetzt ja immer komplett auf Krisenmodus und wusste dass der Winter-Dreienzwanzig vierundzwanziger schwierige werden würde und habe nicht gespürt, dass die Stimmungslage im Lande einer anderen geworden ist.
00:24:12: Ja und so ist es dann passiert.
00:24:14: Aber das ist ein... Das will ich nennen, dass mich hier nicht viel wieder einen um die Uhrenkriege redet sich raus.
00:24:21: Das ist die Kernpolitische Aufgabe eines Ministers zu verstehen was notwendig ist und es zu übersetzen um eine Mehrheit im Land zu schaffen und auch zu verstehen wie die Mehrheiten oder die Stimmung im Land sich entwickelt um das zu übersetzten in die Verwaltungspakts ist.
00:24:35: Das sind sozusagen das Kerngeschäft von Politik Sagen ja auch, das hat sozusagen kommunikativ nicht geklagt.
00:24:44: Das hörte ich nicht mehr halten können.
00:24:45: Da war Deutschland schon weg und ich stand noch da mit dem Rhetorisches
00:24:48: Gesetz.".
00:24:49: Ja, und ich weiß nicht mal ganz ehrlich jetzt im Nachgang, wenn wir die Verkaufszahlen auch von Wärmepumpen anschauen.
00:24:54: Ich glaube es ist Kommunikation und diese Geschichte mit denen... Wir fangen mal bei uns an und dann gucken wir mal, da holen wir die Leute ab?
00:25:03: Wir kletten die Preisprünge, nehmen sie auf unser Buch.
00:25:06: Die Technik, die sich weiterentwickelt wird, die Installeitöre, die noch einmal nachgebildet werden müssen.
00:25:12: Das wäre dann halt alles auf dem Nacken der, ich sag jetzt mal Bundesregierung gewesen Und fünf Jahre später hätten dann halt die Privathaushalte damit beginnen können.
00:25:21: Aber ich verstehe natürlich den Punkt, übrigens auch wieder so ein Föderalismus-Ding.
00:25:27: Schon manchmal schwierig noch zu verstehen dass das die sinnvollste aller Arten ist wie man das zusammen...
00:25:33: In jedem Fall sind die Finanzstrukturen und die Aufgaben auseinandergewachsen.
00:25:37: Die Kommunen haben sehr viele Kommunen sind jetzt wirklich verschuldet.
00:25:42: Wir haben kaum eigene Steuernwirklichkeiten, im Grunde nur die Grundsteuer, die sie erhöhen können.
00:25:47: Das ärgert dann gleich wieder auf ganz viele Leute und ganz viele Lasten gerade in der Flüchtlingsunterkunft und Flüchtlingshilfe sind auf die gekommen.
00:25:55: Also dass die Kommunen sagen auch wie so wir einfach hier sind.
00:25:58: funktionierende Storenhalle, die leckt nicht ja, die ist aus den Siebzigerjahren, die es jetzt nicht besonders energieintensiv.
00:26:03: aber wir haben gerade so viel andere Sorgen.
00:26:05: wenn du dir saniert haben willst da musst du die bezahlen.
00:26:08: das verstehe ich So.
00:26:09: und gleichzeitig, wenn der Bund sagt ja, wir haben auch kein Geld.
00:26:15: Dann ist die Lösung nicht mehr da so einfach.
00:26:17: aber das haben jetzt die ja schnell gelernt oder getriffen.
00:26:20: Und wenn sie klug sind machen Sie genau ihren Vorschlag jetzt von Sanieren ein großes Sanierungsprogramm für die Schulen und für die Schwimmhallen.
00:26:27: Im Zauberzeit steht es im Grunde als Programm oder ich hab's gesagt
00:26:30: Ja, ich glaube das wird dabei auf unserem Gespräch eins wahnsinnig deutlich.
00:26:34: Dass Politiker in Verantwortung von einem Dilemma ins Nächste sich eigentlich bewegen.
00:26:40: In Anführungsstrichen müssen ein Kompromiss Sie haben es eben so schön gesagt der fünfzehn sieben Mitte wäre eigentlich elf.
00:26:47: ein gesunder Kompromissa.
00:26:48: möglicherweise ist Wahnsinnig schwierig zu bekommen und zu erreichen.
00:26:54: Die Gemengelage ist einfach auch wahnsinnig komplex.
00:26:57: Nein, würde ich sagen denn eigentlich nicht.
00:26:59: und in vielerlei Hinsicht ist es ja auch gut gelaufen.
00:27:01: wir haben jetzt sagen indirekt immer über das Scheitern der Ampel geredet Und ich war da vor sechs Jahren Minister in Schleswig-Holstein.
00:27:09: Ich würde sagen die ersten anderthalb Jahre vielleicht zwei Jahre der Ampel liefen leidlich gut.
00:27:13: Also man kann es ja hinbekommen Es ist jetzt... Das ist jetzt nicht so dass das immer so bescheiden sein muss.
00:27:22: Erstens können sich Menschen einigen, zweitens unterstelle ich mir in allermeisten nichts Falsches oder Böses also auch Einliegungen.
00:27:28: Und drittens sind die Dinge dann ja unter dem äußeren Druck nicht so schwer zu verstehen.
00:27:33: Niemand meint das gut mit Europa und Deutschland im Moment.
00:27:35: alle zählen an uns rum, die Bündnispartner gehen uns von der Stange die Amerikaner.
00:27:39: wir müssen die Volkswirtschaft zum Laufen bringen Wir müssen uns unabhängig machen in allen Bereichen der Verteidigung Industrie den meditärischen Bereich der Energie, der Energieversorgung den Zuflüssen von Rohstoffen und der digitalen Kompetenz.
00:27:53: Das geht ja nicht, dass Elon Musk darüber entscheidet ob wir eine Kommunikationsinfrastruktur in Deutschland aufrechterhalten können oder nicht.
00:28:00: Nicht perspektivisch und nicht mit dem Agieren von Elon Musk und amerikanischen Regierung.
00:28:04: also das kann denn niemandem im Gang sein.
00:28:07: Das was ich sage ist ja nicht ein Erkenntnis sondern die Ausgangslage und vor dem Hintergrund müsste doch eigentlich der Druck im Kessel groß genutzt werden, dass jetzt alle sagen Sieben, fünfzehn, elf.
00:28:16: Das ist alles bei egal.
00:28:17: Hauptsache wir haben ein Ergebnis das in einem halben Jahr einen Unterschied macht und alles was dafür gebraucht wird muss bereitgestellt werden.
00:28:26: Geld ist jetzt da gut dass es.
00:28:28: deswegen ist es ja auch sehr unnüblich gewesen dass mein Laden damals zugestimmt hat für die Strukturrefort oder für diese Sondervermögen.
00:28:36: aber richtigerweise haben die das getan weil sie um so etwas Großes geht sondern jetzt müssen die Gesetze eben auch so schnell kommen dann müssen alle mal leise sein.
00:28:45: Und die Frage ist, gelingt es?
00:28:47: Und wahrscheinlich gelingt das nur wenn alle im Kopf sagen wir geht's nicht mehr um meine persönliche Beliebtheit und meine persönlichen Prozente sondern darum dass die Sache gefixt wird.
00:28:56: Ein bisschen gehts um die Geschichtsbücher.
00:28:58: ja also vielleicht werde ich abgewählt wie Churchill nach dem zweiten Weltfig aber dann haben wenigstens das Richtige getan.
00:29:05: Man kann jetzt glaube ich nicht verhindern dass wir quasi täglich Umfragen bekommen wo die Parteien stehen auf der Treppe nach oben, noch unten klettern.
00:29:14: Das ist einfach die mediale Welt und die wird sich...die ist so.
00:29:19: Aber die Politikerinnen und Politiker müssen das aus dem Kopf kriegen.
00:29:21: Dann sage ich jetzt, egal.
00:29:23: Ich bin nicht eben der unbeliebteste Wirtschaftsminister, Finanzminister or whatever.
00:29:27: Ich tue es, dass was richtig ist.
00:29:29: Und dann sage ich, jetzt hat ich zur nächsten Wahl nicht mehr an, hab trotzdem vier Jahre das Richtige
00:29:33: getan.".
00:29:34: Erinnert mich an eine Umfrage, die in den USA gewesen ist.
00:29:37: Ich weiß nicht wer sie gemacht hat aber da kamen dann beraus das Barack Obama.
00:29:41: Ich glaube, wir alle sind ja der meines Traumpräsidenten der USA gewesen.
00:29:48: Auch wenn ich Rückblicken sehe, dass er viele Sachen nicht entschlossen genug durchgezogen hat und auch er hatte schon die Tendenz gehabt, dass sich die Amerikaner von Europa entfernen.
00:29:58: also deswegen nehmt das mir uns das nicht falsch einreden Trump mag irgendwann hoffentlich vorbei sein aber diese Tendenze aus Amerika sich stärker auf dich selbst konzentriert und wenn ich auf mich selbst nach Ostasien schaute, die wird nicht vorbei sein.
00:30:10: Also Europa ist dazu verdammt besser und stärker zu werden dass... Die alte Zeit kommt nicht wieder!
00:30:16: Nicht in den nächsten zwanzig Jahren.
00:30:19: Ich sehe es ganz genauso und Barack Obama war zu einem gewissen Zeitpunkt der unbeliebteste Präsidentin in den USA also Unfraldi in den US-Astrakten gefunden haben.
00:30:27: Da war mein erster Reflex sagt okay dann muss er was richtig machen.
00:30:31: aus meiner Sicht weil Sie haben es gerade gesagt, man muss eben auch bereit sein.
00:30:36: Sein eigenes Ansehen für politische Entscheidungen – ich will letztlich sagen zu Opfern das ist Quatsch aber doch hinten anzustellen!
00:30:44: Das war glaube ich auch Ihre Formulierung.
00:30:47: Genau und das ist glaube ich eines der binlogischen Probleme von Politik.
00:30:51: in der Regel wollen Parteiforsitzende werden, wollen Kanzler eine zweite Amtsvoriode haben.
00:31:01: Niemand will sowieso die erste Frage bei den Tagesthemen bekommen.
00:31:05: Warum sind sie eigentlich so unbediebt?
00:31:08: Das ist nicht lustig, aber es auch nicht wichtig.
00:31:11: Am Ende ist das nicht wichtig!
00:31:12: Ich
00:31:13: finde glaube ich für dieses Land wichtige und sinnvolle Einstellung.
00:31:16: Wir sind am Ende uns des Gesprächs.
00:31:17: eine allerletzte Frage.
00:31:19: Erlauben Sie mir Herr Habeck wie legen Sie ihr Geld an?
00:31:22: Haben Sie einen klassischen Bankberater, der sich so ein bisschen kümmert?
00:31:26: Und gehen Sie sehr langfristig in Ihre Investitionen um und haben die Rente im Blick oder...
00:31:34: Die Rente habe ich drei Viertel im Blick.
00:31:37: Aber nun ist es ja durch meine berufliche Verwendung so, dass ich da durch die öffentliche Hand eine überdurchschnittlich hohe Rente bekommen werde.
00:31:44: Oder Fusion quasi.
00:31:45: Nein!
00:31:46: Ansonsten hab' ich das was über war mein Haus gesteckt.
00:31:54: Also da, es gibt auch ein paar Aktien aber nicht tolle sondern ich habe vor allem auf die Immobilie gesetzt.
00:32:00: Wunderbar.
00:32:00: das ist sicherlich eine gute Möglichkeit das zu tun.
00:32:03: Herr Erweck vielen Dank für Ihre Zeit.
00:32:04: viel Dank auch für die Offenheit.
00:32:06: waren viele Dinge dabei die ich so tatsächlich gesehen habe oder auch nicht wusste.
00:32:10: Vielen Dank dass Sie das mit uns geteilt haben.
00:32:11: Gerne und erne Freude.
00:32:13: Danke schön.
00:32:13: Bis dann
00:32:14: alles Gute!
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