#45 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Philipp Vorndran
Shownotes
Alle wissen, dass sich bei der Rente etwas ändern muss. Im aktuellen FONDS professionell Podcast erklärt Philipp Vorndran, warum trotzdem nichts passiert – und was das für Anleger bedeutet. Jetzt reinhören!
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00:00:03: Willkommen zum Vorprofessionell-Podcast.
00:00:05: Joachim Naray gesucht das Gespräch.
00:00:09: Offen, direkt
00:00:10: und immer nah dran.
00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Gast.
00:00:16: Wir haben schon einmal vor einiger Zeit miteinander gestochen, in Folge siebenundzwanzig um genau zu sein, aus dem August zwanzig fünfundzwanzig.
00:00:23: Damals haben wir über Kapitalmärkte, Inflationen, Zinsen und vor allen Dingen auch langfristig investieren gestochen.
00:00:30: Heute knüpfen wir ein bisschen daran an, aber mit einem Thema, das uns alle betrifft und zugleich gerne verdrängt wird, die Zukunft unserer Rente und die private Altersvorsorge.
00:00:42: Kein anderes Thema verbindet demografische Entwicklung, Politik und persönliche Verantwortung so unmittelbar und kaum.
00:00:50: Jemand kann diese Zusammenhänge so klar erklären, wie mein heutiger Gast.
00:00:54: Ich begrüße den Philipp Vornpraden.
00:00:56: Herzlich willkommen, Philipp.
00:00:57: Vielen Dank, dass du wieder bei mir bist.
00:00:59: Und ich freue mich tatsächlich auf die Folge ganz besonders.
00:01:02: Joe, hallo.
00:01:03: Macht immer Spaß, mit dir zu reden, ob mit Biko oder ohne.
00:01:09: Allerdings hast du die Erwartungslatte ziemlich hoch gelegt.
00:01:12: Ich hoffe, ich kann da halbwegs drüber springen.
00:01:16: Also wenn ich von nichts überzeugt bin, aber davon bin ich überzeugt, dass wir das hinbekommen.
00:01:21: Dafür habe ich schon sehr viele Statements von dir auch in diese Richtung gehört und ich freue mich darauf, auch keine Meinung zu hören.
00:01:28: Ich glaube über kaum ein anderes Thema wird in Deutschland so heiß diskutiert und so viel gesprochen und gleichzeitig auch so wenig Verstanden übrigens, wie wir über das Thema Rente.
00:01:41: Jeder weiß, dass sich etwas ändern muss.
00:01:43: übrigens auch schon seit vielen Jahrzehnten weiß jeder, dass sich etwas ändern muss, aber kaum jemand weiß tatsächlich, wie groß unser Problem ist.
00:01:52: und vielleicht lass uns doch mal damit beginnen, wie groß die Not wirklich ist und zwar auch jetzt und zwar meine ich jetzt nicht jetzt zum Zeitpunkt der Aufnahme, sondern in räumlicher und zeitlicher Nähe der Aufnahme etwas zu unternehmen.
00:02:10: Wie ist da dein Blick auf die Situation?
00:02:13: Ganz makromäßig jetzt erstmal.
00:02:15: Ja, ganz makromäßig würde ich das beschreiben.
00:02:18: Wir fahren mit dreihundert auf eine Wand zu und keiner ist bereit das Lenkrad nach links oder rechts rumzureißen.
00:02:27: Das wäre meiner Meinung nach nötig und das ist ja überhaupt kein neues Thema.
00:02:31: Also ich glaube ich ziehe mit dem Thema schon mindestens mal fünfzehn Jahre durch die Länder, weil das Thema Demografie ist ja ein ziemlich einfach prognostizierbares, also wenn man an der Demografie, die für die Altersvorsorge relevant ist, heute etwas ändern müsste.
00:02:51: und wollte, also heute Nacht am besten, dann hätte das ja erst die zwanzig Jahren wirklich Impact auf die Daten, insofern kann man zwanzig Jahre immer sehr schön nach vorne schauen und es war klar, dass unser deutsches Umlagen finanziertes Rentensystem einfach nicht mehr durchhalten kann.
00:03:11: Meine Vorschläge in der Vergangenheit waren Manikfach, die ging von der ganz einfachen Lösung zu sagen, Ab dem Jahr XX, also heute wäre das ab dem Jahr, im Jahr im Jahr im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, Bis hin, und das war in der Nullzinsphase, ein Thema, das ich immer wieder versucht habe, bei Medien und der Politik prominent zu machen, zu sagen, lass uns doch eine Billion Euro aufnehmen, für die damals doch sehr überschaubaren etwas mehr als Nullzinsen.
00:04:08: Die legen wir dann dreißig Jahre lang am Kapitalmarkt an.
00:04:13: Und die Differenz, und ich bin absolut überzeugt, das wird eine sehr hohe positive Differenz, werden dann einfach pro Kopf der Bürger Deutschlands aufgeteilt.
00:04:24: Auf die Art und Weise würden auch Menschen etwas vom Kapitalmarkt haben können, die sonst aus verschiedenen Gründen sei es Angst oder falls sei es fehlendes Kleingeld.
00:04:37: davon nicht wirklich etwas haben.
00:04:39: Die Not ist groß, um das noch in Zahlen zu fassen.
00:04:44: Wir geben heute als Bundesrepublik Deutschland drei Viertel unseres Sozialhaushaltes, das sind ungefähr hundertfünfzehn Milliarden Euro für die Subventionierung der gesetzlichen Rente aus, Tendenz deutlich steigend und das bewegt sich wohl nach vorne, schaut irgendwo hin in Richtung ein Drittel unseres Bundeshaushalts.
00:05:13: Also wenn man nicht anhand, pro Jahr, pro Jahr wohlgemerkt.
00:05:17: Muss das ganz klar machen.
00:05:18: Ja, ja, vielen Dank natürlich, pro Jahr wohlgemerkt.
00:05:23: Und das geht noch sehr, sehr lange so weiter, weil im Gegensatz zu den USA, wo man ab im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im schwieriger Kinder in der Familie zu bekommen, wenn vom verfügbaren Einkommen so gigantische Beträge für Steuern und Abgaben abgeschöpft werden.
00:06:05: Das muss auch nochmal unterstrichen werden.
00:06:07: Wir sind für nicht selbstständige weltweit der Weltmeister in der Abgaben- und Steuerquote.
00:06:16: Den Titel muss man sich auch erst mal erarbeiten.
00:06:19: Den haben wir uns erarbeitet, tatsächlich.
00:06:22: Lass es uns noch mal ein bisschen auseinander nehmen, Philipp, weil ich glaube, dass es wirklich wichtig ist.
00:06:27: Du hast eben das Schweizer System angesprochen.
00:06:30: Ich bin mir sehr sicher, dass viele unsere Zuhörer das Schweizer System nicht kennen.
00:06:34: Ja, würdest du es noch mal skizzieren, als sozusagen könnt ihr ein Leuchtturm sein, an dem man sich mal orientieren kann.
00:06:41: Ja, die Schweizer sind ja immer sehr konsensgetrieben und deswegen hat man sich auf ein System geeinigt, das sowohl die soziale Komponente abdeckt als auch Anreizsysteme für wohlhabendere Menschen schafft, Geld für das Alter zurückzulegen.
00:07:03: Wir gliedern das mal schnell in die drei Säulen auf.
00:07:06: Die erste Säule, das ist die sogenannte AHV, die funktioniert ähnlich wie unsere gesetzliche Rente, ist also zunächst ein reines Umlagen finanziertes System gewesen.
00:07:19: Inzwischen sind da aber auch ein paar ETF Investments drin.
00:07:24: Von jedem Lohn aus Arbeit.
00:07:29: ohne Beitragsbemessungsgrenze, werden fünf Komma fünf Prozent per Annum von Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingezahlt.
00:07:40: Das bedeutet, wenn der Chef von einem großen Pharmaunternehmen im Jahr zwanzig Millionen an Einkommen erzielt hat, führt er eine Million ab.
00:07:55: Das ist natürlich schon eine ganze Menge, weil er dann nicht proportional zukünftige Rentenanwaltschaften wird, sondern hier gibt es eine Obergrenze und die liegt, die lag zu meiner Zeit, das ist inzwischen jetzt schon ein paar Jährchen her knapp unter zweitausend Franken.
00:08:17: Also das ist im Prinzip das Existenzminimum.
00:08:22: Und das wird breit gefandet.
00:08:26: Das hört man auch immer in deutschen Talkrunden, wenn irgendwelche Linken das Schweizer Dreisäulensystem loben, die beziehen sich regelmäßig auf die erste Säule und die unlimited Einzahlung ohne Beitragsbemessungsgrenze.
00:08:44: Das ist die soziale Komponente.
00:08:46: Dann gibt es eine zweite Säule.
00:08:48: Ich
00:08:49: frage Philipp, kurze Zwischenfrage.
00:08:50: Nur für die Klarheit.
00:08:51: Du hast gesagt, fünf Komma fünf Prozent.
00:08:53: Okay.
00:08:54: Wird das ähnlich wie bei uns auch Gehälfte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer?
00:08:58: Jeder.
00:08:58: Jeder.
00:08:59: Jeder.
00:08:59: Jeder.
00:09:01: Und das im Grunde.
00:09:02: Elf Prozent reinkommen.
00:09:04: Da kommen elf Prozent rein.
00:09:06: Da kommen elf Prozent rein.
00:09:07: In
00:09:07: Vergleich dazu bei uns sind wir bei achtzehn Komma vier, glaube ich.
00:09:10: Genau.
00:09:11: Genau, tendenziell steigend.
00:09:14: Eigentlich müssten wir ja schon jenseits der zwanzig Prozent sein, aber das machen wir aus nachvollziehbaren Gründen nicht, weil die Standortqualität Deutschlands würde darunter massiv leiden, weil die Arbeitskosten massiv nach oben gehen, deswegen der Umweg über dem Bundeshaus halt.
00:09:35: Das zweite ist die betriebliche Altersvorsorge.
00:09:39: Auch hier wird halbe halbe gemacht.
00:09:43: Und auch hier, da ist es etwas anders, das ist abhängig ein bisschen vom Alter, wird zwischen sechs und siebeneinhalb Prozent von jeder Seite wiederum eingezahlt.
00:09:58: Das geht in die betriebliche Pensionskasse.
00:10:03: Größere Unternehmen haben ihre eigene Pensionskasse, kleinere Unternehmen schließen sich eine Sammelstiftung an, so heißt das in der Schweiz.
00:10:15: Da sind im Prinzip nichts anderes wie Fonds für die dritte Säule.
00:10:20: Und in der Regel wird das ungefähr helftig in Eigenkapitalinvestments, also in Aktienbeteiligungen.
00:10:31: und Immobilien angelegt und zur anderen Hälfte wird das angelegt in Obligationen, ein Viertel Schweizer Franken, ein Viertel Ausland.
00:10:42: Das ist so dicker Daumen, hängt natürlich von der Asset Liability Struktur der einzelnen Pensionskasse ab, aber dicker Daumen ist das so.
00:10:52: Und dann gibt es die dritte Säule.
00:10:54: Und die dritte Säule ist deine private altersvorsorge.
00:11:02: dort kannst du jedes jahr einen betrag und da muss ich gestehen weiß ich nicht den aktuellen betrag weil der ändert sich jedes jahr von dicker daumen zehn tausend euro auf ein sperrkonto einzahlen.
00:11:18: dieses konto ist gesperrt bis zum renten eintritt den Du kommst an das Geld allerdings ran, wenn du dir eine Immobilie kaufst, eine eigen genutzte Immobilie, dann kannst du auch vorzeitig an diese Sperrkonto ran.
00:11:35: Und dort kannst du das Geld in Prinzip anlegen, wie du willst, vom Festgeld bis quasi zum reinen Aktienfonds.
00:11:43: Diese Zehntausend dicker Daumen, Euro kannst du dann steuerlich geltend machen und von deinem zu versteuernden Jahreseinkommen abziehen.
00:11:56: Also durchaus einen relativ hohen Anreiz.
00:11:59: Und dann gibt es, um es noch ein bisschen komplizierter zu machen, noch die Möglichkeit, über obligatorisch in die betriebliche altersvorsorge einzuzahlen.
00:12:12: du kannst ein bonus einzahlen und ähnliches.
00:12:15: das ist dann aber meistens eine einseitige sache und wird vom arbeitgeber wenn überhaupt dann nur zum bestimmten teil mit übernommen.
00:12:26: das hat das hat.
00:12:28: die frage ist natürlich was kommt hinten raus?
00:12:30: es wird ja ziemlich viel eingezahlt.
00:12:32: Das hat aktuell zur Folge, dass die meisten Schweizer und Schweizerinnen mit der gleichen Rente weiterarbeiten können, wie ihr letztes Fixgehalt gewesen ist.
00:12:47: Okay, dann können wir dem Kunden jetzt hier abbrechen, aufhören.
00:12:50: Wir schicken die Politiker, also ganz Berlin, mal in die Schweiz.
00:12:54: Sie sollen sich das bitte mal anschauen.
00:12:56: Das gibt eine Evidenz, das heißt, es funktioniert.
00:12:58: Also das Armut ist sozusagen dort nicht existent.
00:13:02: Und noch dazu können wir aufhören, die Leute anzulügen.
00:13:04: zum Thema Achtundvierzigprozent Halterlinie, weil die Halterlinie sich nicht bezieht auf das, was du zuletzt verdient hast, sondern auf den Durchschnitt, den alle Erwerbstätigen verdient haben.
00:13:16: Und davon Achtundvierzigprozent, ich glaube, darüber sind wir uns einig, dass das nicht
00:13:20: viel ist.
00:13:20: Nein, das ist nicht viel.
00:13:21: Es gibt in der Schweiz trotzdem Altersarmut.
00:13:25: Und zwar kann man bei der betrieblichen Altersvorsorge, so wie auch bei der dritten Säule, den gesamten Betrag mit Renteneintritt abrufen.
00:13:36: Da gibt es die Schlaumeier, die sagen, ich kann das besser als die Pensionskasse.
00:13:40: Und die holen dann, das sind ja der meisten Millionen Beträge, die da aufgelorfen sind, die holen die dann raus.
00:13:48: Und dann gibt es natürlich Experten, die kriegen das relativ schnell kurz und klein.
00:13:53: Und die liegen dann dem Staat doch wieder auf der Tasche.
00:13:56: Also insofern gibt es auch da Altersarmut, aber die ist nicht in der Leistungsfähigkeit des Rentensystems begründet.
00:14:06: Okay, das Schweizer System, da bin ich ganz aufrichtig mit dir, war mir in der Form tatsächlich gar nicht so wirklich bekannt, weil ich hatte mich intensiv mal mit dem schwedischen System beschäftigt.
00:14:15: Ja.
00:14:16: Das ist sozusagen eine Einstiegsdroge, weil da Teile vom Umlageverfahren einfach von den Beiträgen genommen werden.
00:14:27: Also insofern danke für die für den Erkenntnis gewinnen, weil das ist ja wirklich sehr spannend.
00:14:32: Und hat das was damit zu tun, dass es relativ gesehen weniger Schweizer als Deutsche gibt, dass das funktioniert?
00:14:37: Oder wo ist der Hafe?
00:14:39: Oder gibt es überhaupt?
00:14:40: Nein, danke.
00:14:41: Erst mal haben die in der Schweiz relativ früh kapiert, das ist der Vorteil von einem kleinen Land, dass es sehr unsmart ist, den Großteil seiner Vermögenswerte in der eigenen Heimat anzulegen.
00:14:55: Also die Schweizer Pensionskasten haben natürlich die Entwicklung der globalen Kapitalmärkte, speziell in den USA, überproportional mitgenommen zu dem, was wahrscheinlich der einzelne Privatbürger gemacht hätte.
00:15:09: Der hätte eher seine Rosch, seine UBS, seine ABB gekauft.
00:15:14: Die Pensionskasten haben das natürlich viel globaler und in dem Fall auch indexnäher aufgestellt.
00:15:21: Und sie profitieren damit eben nicht nur von der Entwicklung in der eigenen Volkswirtschaft, sondern von der, die global positiv nach vorne geht, das Wachstum.
00:15:35: Und da ist es im Prinzip eine ähnliche Funktionsweise wie beim Norwegischen Staatsfonds.
00:15:41: Und wenn du dir den anschaust, der hat ja seit Gründung vor ungefähr siebenundzwanzig Jahren per annum sieben Prozent Durchschnittsrentite.
00:15:50: Das ist dann schon etwas, was locker ausreicht, erstens mal um die Inflation zu schlagen.
00:15:57: Und natürlich durch den fehlenden Steuerimpakt habe ich natürlich einen größeren Effekt über den Zinseszins, selbst wenn ich hinten am Schluss dann eine Steuer wieder entrichten muss, die im Übrigen sehr niedrig ist.
00:16:15: Also Pensionen werden in der Schweiz sehr niedrig besteuert.
00:16:21: Davon habe ich auch profitiert, als ich... aus der Schweiz wieder zurück nach Deutschland gekommen bin.
00:16:28: Da habe ich meine zweite Säule rausgeholt und dann selbst gemanagt.
00:16:33: Okay, aber wenn ich das richtig verstehe, Philipp, wie das Geld dann angelegt wird, ist die eine Geschichte.
00:16:40: Aber erst mal die Erkenntnis zu gewinnen, dass man sich am Kapitalmarkt engagieren muss, um eben tatsächlich langfristig gesehen auf derartige Zielrennen oder Renditen zu kommen.
00:16:52: Ich glaube, das ist ja nach wie vor in Deutschland nicht ganz angekommen.
00:16:57: Und ich glaube, dass das natürlich ein großer Knackpunkt ist und auch zukünftigen großer Knackpunkt sein wird.
00:17:04: Weil der Kompromisse, haben da nun mal den Kompromiss, ist ja nie das Optimale, weil es eben ein Kompromiss ist.
00:17:09: Und das ist ja auch gut so, dass wir Kompromisse suchen, alles klar, haben wir verstanden.
00:17:14: Aber hier ist jetzt wirklich gefallen verzogen.
00:17:16: Also hier sprechen wir wirklich von einer existenziellen Bedrohung auf beiden Seiten.
00:17:22: Auf der Seite des Staates, weil irgendwann geht uns einfach das Geld aus, um dieses System, wie es aktuell existiert, zu unterstützen.
00:17:30: Und auf der Seite des Ich sag jetzt mal Rentner, der natürlich dann irgendwann der Leidtragende sein.
00:17:37: Leidtragende ist die komplette Gesellschaft.
00:17:41: Die Rentnerin, die ja ohnehin in Deutschland wirklich eine Hungerrente bekommt.
00:17:49: Also wenn man sich die Durchschnittswerte von Männern und Frauen in Deutschland anschaut, das sind ja Rentenniveaus, die zum Sterben... zu viel und zum Leben zu wenig sind.
00:18:03: Das ist das Zahlenbruch.
00:18:04: Also die Zahl, die ich kenne, ist, dass wir knapp die vierstellige Zahl erreichen im Schnitt.
00:18:11: Also knapp über tausend Euro als Rente im Schnitt pro Rentner haben.
00:18:16: Ja, also meine Erkenntnisse sind ein Tick höher, also, thirteenhundert für den durchschnittlichen Mann und elfhundert für die durchschnittliche Frau.
00:18:26: Aber jetzt müssen wir uns um hundert Euro drauf und runter nicht streiten.
00:18:31: Es ist wenig.
00:18:32: Vor allen Dingen, wenn ich keine eigene Immobilie habe, was die meisten Deutschen ja nicht haben, da muss ich dann auch Miete davon zahlen.
00:18:39: Und das zählt ja schon in Großzeit davon auf und leider müssen ... gemäß der Gesetzlage müssen viele inzwischen auch davon noch Steuern zahlen.
00:18:51: Das ist das eine.
00:18:51: Also die Rente ist tief.
00:18:55: Es geht also hier nicht um das Bashing der existierenden Rentner, dass die sich hier auf Kosten der jungen Generation den Bauch vollschlagen.
00:19:06: Das ist mitnichten so.
00:19:08: Aber die Die Rette wird wahrscheinlich unterproportional ansteigen, das ist das eine für die älteren Bürger, aber selbst dieses unterproportional ansteigende wird dazu führen, dass die Belastung über die Steuer- oder Abgaben das ja völlig wurscht, was bei mir dann vom Gehalt abgezogen wird für die jungen Menschen massiv erhöhen.
00:19:35: weil entweder finanzieren wir das über den Bundeshaushalt, dann bedeutet das langfristig höhere Steuern, dann muss ich mehr Steuern zahlen als junger Mensch, oder die Beiträge steigen an, dann muss ich mehr Beiträge zahlen.
00:19:49: Es ist beides nicht auf meinem Konto, was die Netto-Position angeht.
00:19:56: Und das ist das große Problem.
00:19:57: Die jungen Menschen checken das jetzt langsam.
00:20:00: und die realisieren, dass hier ein Belastungseisberg auf sie zukommt, der sie wirklich ständig vor die Frage stellt, habe ich eine Ausbildung, mit der ich in anderen Regionen der Welt, die diese Probleme nicht haben, mein Humankapital deutlich besser nutzen kann.
00:20:26: Und ich muss ja da nicht nach Neuseeland auswandern.
00:20:30: Die Schweiz ist als Alternative für viele Deutsche eine veritable Lösung.
00:20:36: Hier bei uns oben gehen viele nach Dänemark.
00:20:40: Das ist eben schon ein Thema.
00:20:44: Es sind netto, zweihundertzehntausend gut ausgebildete deutsche Netto.
00:20:50: Also nicht die Bruttozahlen, sondern Netto, die jedes Jahr das Land verlassen.
00:20:57: Und wir haben auf die Art und Weise natürlich einen humanen Potenzial train.
00:21:03: Der ist absolut nicht zu unterschätzen, weil die sind ja diejenigen, die die Volkswirtschaft am Laufen halten sollen, die das Steuersubstrat erhalten sollen, die die im umlagen finanz im umlagen system möglichst viel beisteuern sollen.
00:21:22: und wenn die sagen also liebe leute ich bin ja gern hier in deutschland aber das ist einfach sowas von unverhältnismäßig was ihr hier von mir einfordert da gehe ich lieber woanders hin.
00:21:35: das ist ja im Prinzip eine Zwickmühle.
00:21:40: und da habe ich mich vor zwei Wochen mit meinem Bonuspapper ziemlich gestritten und mit dem man kann man sich eigentlich nicht streiten, weil er A. sehr genügend Menschen verstand hat und B. auch vom Typus kein Streithan ist.
00:22:00: Aber als ich gesagt habe, wir müssen da bei der Rente anfangen wirklich eine sinnvolle Reform anzudenken.
00:22:10: Da ist er wirklich wie eine Rakete abgegangen und hat gesagt, die sollen doch erst mal fünfzehn Stunden arbeiten, wie wir das getan haben.
00:22:18: Die sollen doch erst mal am Samstag arbeiten, so wie wir das getan haben.
00:22:24: Der ist also wirklich doch sehr erregt gewesen.
00:22:30: Und das zeigt eben, dass selbst Menschen die klaren Verstand haben, die emotional normalerweise sich mehr als im Griff haben, dass die bei dem Thema einen klaren Standpunkt haben.
00:22:47: Und diese beiden klaren Standpunkte von Alt und Jung, die sind einfach nicht auf... eine Linie zu bringen.
00:22:58: Deswegen war ja auch die Diskussion mit den jungen CDU-Abgeordneten, die völlig zu Recht gesagt haben, Mensch, was ihr da macht, das ist doch wirklich Augenwischerei.
00:23:12: Ja, du hast gerade normalen Menschen gesagt.
00:23:17: Also was ich besonders spannend finde ist, dass ja auch jeder, der sich mit Wirtschaft in Deutschland beschäftigt, jeder Ökonom, den du befragst, jeder Philipp Forntran, jeder Joachim Nareike, alle noch honorigeren Menschen, die in Deutschland irgendwie einen wirtschaftlichen Einfluss gelten wollen und kein politisches Parteibuch bei sich tragen.
00:23:43: Die sagen, stopp, Vorsicht an der Bahnsteinkante.
00:23:47: Dreihundert kmh, du hast es gerade in dein Bild gesetzt.
00:23:51: Wir rasen auf den Abgrund zu oder auf die Mauer.
00:23:55: Wir müssen was ändern.
00:23:56: Weißt du, warum das wahrscheinlich in Deutschland so schwierig ist?
00:24:02: Kennst du das Bild vom Boilt Frog?
00:24:08: Für die, die es nicht kennen.
00:24:10: Es gibt eine.
00:24:12: Ein amerikanisches Gleichnis ist das, glaube ich.
00:24:17: Ich habe mich da in der Literatur gerade um nicht maßlos vergaloptiert.
00:24:23: Das beschreibt, wie ein Topf voll Wasser, der auf der Herdplatte steht und indem sich ein Frosch es sich gemütlich gemacht hat, langsam hochgetreten wird, was das Feuer unter der Herdplatte ist.
00:24:43: Der Frosch ist ins kalte Wasser gesprochen.
00:24:44: Genau, es war mal kalt, es war mal kalt und dann wird es kuschelig warm.
00:24:50: und der Frosch denkt sich, Menschenskinner, was habe ich?
00:24:53: Ein Glück.
00:24:55: Das geht so lange gut bis die Temperatur dem Punkt erreicht, wo er seine Muskeln nicht mehr unter Kontrolle hat und elendlich in diesem Topf verreckt.
00:25:07: Aber ich behaupte viele Deutsche.
00:25:12: befinden sich genau in diesem Topf.
00:25:15: Und zwar nicht nur was die Rente angeht, sondern auch was die Leistungsfähigkeit, unsere Standorte, das Bildungssystem, das Gesundheitssystem und ähnliches angeht.
00:25:27: Das wird gerne beschrieben, mit uns geht es ja noch zu gut.
00:25:32: Und wir finden dann nicht mehr die Kraft.
00:25:38: aus diesem Topf heraus zu springen.
00:25:42: Und ich befürchte, wir sind sehr nahe der Temperatur, wo unsere Muskeln dann überhaupt nicht mehr können.
00:25:51: Also, wenn wir jetzt nicht den Absprung finden bei vielen Themen, natürlich auch der Rente, dann wird es in unserer Gesellschaft relativ schnell, relativ drastisch bergab gehen.
00:26:08: Und ich befürchte sehr viele werden dann brutal überrascht, wie schnell es dann doch in die falsche Richtung gehen wird.
00:26:19: Das ist sicherlich ein gutes Bild, ein ein prägsames Bild.
00:26:24: Wie schnell es geht, sehen wir an der einen oder anderen Stelle tatsächlich jetzt auch schon Stichwort Arbeitsplatzabbau.
00:26:31: Jetzt Philipp weiß ich, dass du wahnsinnig viele Leute triffst.
00:26:35: Auch sehr viele Kunden trifft, mit denen du über die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Geldanlage sprichst.
00:26:43: Auch viele große Kunden, Family Offices, wohlhabende Familien.
00:26:49: Wie ist das aus der Praxis zu beurteilen?
00:26:53: Wissen diese Menschen fast alle?
00:26:57: dass wir ein Problem haben?
00:26:59: oder glaubst du, dass das eher noch in dieser Komfortzone und uns geht es eigentlich ja doch ganz gut und ist doch alles in Ordnung ist?
00:27:07: Sag mal so, so eins, zwei Beispiele aus deiner Praxis.
00:27:11: Ja,
00:27:11: die wissen das alle.
00:27:12: Also die mit denen wir sprechen wissen das alle, was ja auch... relativ leicht zu beweisen ist.
00:27:22: Nach drei Minuten ist das Thema Auswandern aus Deutschland regelmäßig auf der Agenda.
00:27:28: Ist das
00:27:28: tatsächlich so?
00:27:29: Das ist tatsächlich so.
00:27:31: Wenn du jetzt ein Industriekunden hast, dann ist das gleich zweimal Auswandern der Produktion.
00:27:38: oder und auswandern als Privatperson.
00:27:42: Das hat schon ein Grund, warum die Wegzugsbesteuerung vor zwei Jahren noch einmal verschärft worden ist.
00:27:50: Also da gibt es echt viele Menschen.
00:27:54: die aus unterschiedlichsten Gründen, aber vor allen Dingen, weil sie eben nicht mehr daran glauben, dass wir das Schiff rumreißen, übers Auswander nachdenken.
00:28:05: Teilweise muss ich sagen, ein bisschen naiv, teilweise aber schon auch voll durchstrukturiert.
00:28:14: Aber du merkst eben auch, wie die wenigsten den Mumm Ich nenne es jetzt den Mumm, sie behaupten auf die Zeit haben, um ihren Standpunkt wirklich einzubringen.
00:28:31: Und ich meine das jetzt nicht in irgendeinem Gespräch mit dem Portfoliomanager oder mit dem guten Freund, sondern in der Öffentlichkeit für die Politik und die Medien und die Außenwelt wahrnehmbar, weil sie sehr oft Sorge haben, wenn sie sich hier klar und pointiert äußern, dann könnte das sie als Privatperson oder das Unternehmen, das sie vertreten, in der Öffentlichkeit schlecht darstellen lassen.
00:29:09: Weil sich natürlich das wissen wir Beide nur zu gut, viele Medien auf solche Aussagen stürzen und dann durchaus die Tendenz haben, Menschen
00:29:23: auch
00:29:23: kaputt zu machen.
00:29:26: Jetzt fällt mir da gerade etwas ein, was in den letzten Tagen passiert ist.
00:29:31: Denkt doch nur an die Überlegung des Familienunternehmerverbandes.
00:29:37: über die Beteiligung bestimmter politischen Parteien an ihrem Diskurs.
00:29:44: Das hat natürlich zu Reaktionen geführt, die sich da wahrscheinlich am Anfang keiner hat träumen lassen.
00:29:53: Und das schreckt ab.
00:29:57: Und wenn ich die Menschen dann auffordere ihren Standpunkt, doch klar zu kommunizieren, vielleicht sogar auch politisch aktiv zu werden, dann merkt man die innere Emigration, die ist bei vielen schon verflucht weit fortgeschritten.
00:30:18: Okay, und das ist jetzt natürlich keinesfalls repräsentativ,
00:30:22: aber nein,
00:30:23: jeden Fall ein, wenn du sagst nach drei Minuten bereits in sehr, sehr vielen Gesprächen, dass ein Thema ist, dann sollte das alle uns in eine gewisse Schreckhaftigkeit versetzen, weil wir sprechen hier über den sogenannten Backbone, nämlich den Mittelstand in sehr vielen Fällen.
00:30:45: Und der Mittelstand leidet ja ohnehin im Moment wie ein Hund, weil das was beispielsweise rund um unsere Kernindustrie Automobilbau passiert.
00:30:58: Der massive Volumenrückgang, das muss ja nicht unbedingt ein Marschenrückgang oder ein Gewinnrückgang sein, aber Volumenrückgang bedeutet natürlich für viele dieser Zulieferer und das ist nicht ein unerheblicher Teil des deutschen Mittelstandes, dass sie hinten und vorne nicht mehr präg even arbeiten können.
00:31:22: und wenn du mit investmentbank ansprichst die sagen die alle wir wissen gar nicht was wir machen müssen können mit den refinanzierungs anfragen aus dem aus dem deutschen mittelstand weil ein kapitalmarkt ein private equity kapitalmarkt wie in anderen ländern gibt es natürlich so in deutschland nicht.
00:31:43: auch da haben wir wieder ein riesen problem Das klassische Risikokapital, dass du speziell auch in den angelsächsischen Ländern für solche Probleme hast zur Refinanzierung, das gibt es hier nicht, zumindest nicht in dem Volumen.
00:32:01: Und deswegen bedeutet das für viele Unternehmen entweder das Aus- oder das Verkaufen von deutscher Kerntechnologie ins Ausland.
00:32:11: Nun, ich habe auch den ein oder anderen Kontakt in das Investment Banking, vor allem in den M&A-Bereich hinein.
00:32:18: Und die Damen und Herren können sich vor Anfragen aktuell in keinster Weise retten.
00:32:24: Die wissen gar nicht, wie sie ihren Arbeitstag gestalten sollen, weil wirklich zu viel aus übrigens allen Branchen an der Erragung kommen.
00:32:32: Wie kann ich jetzt vielleicht mein Unternehmen verkaufen?
00:32:37: Wo könnte eine Lösung sein, etc.
00:32:41: Ja, jetzt muss ich ganz ehrlich sagen, wir sind jetzt über dreißig Minuten.
00:32:44: Ich bin auch quasi schon bedient.
00:32:48: Aber wir haben uns ja schon vor vielen Jahren und auch immer, wenn wir uns sehen, die Hand versprochen, dass wir nicht aufhören zu kämpfen, dafür auch eine Stimme zu sein, wo es denn auch hingehen könnte, weil meckern können alle.
00:33:01: Aber wir haben auch wirklich konkrete Vorschläge.
00:33:04: Die werden wahrscheinlich nicht so gerne gehört, aber ich glaube, es ist wirklich, wirklich kurz vor kurz nach zwölf und wir müssen ran.
00:33:13: Ja, das ist das Fakt.
00:33:15: Ja, und Oliver Kahn würde sagen, Eier, die brauchen Eier.
00:33:20: Das würde ich so natürlich nie formulieren, aber das ist genau das, was unsere Gesellschaft und ich nehme jetzt auch mal unsere Branche.
00:33:32: Explizit braucht, sie müssen den Boot haben, sich zu äußern, wenn offensichtlich in der Politik etwas in die falsche Richtung und jetzt nicht taktisch, sondern strukturell in die falsche Richtung läuft.
00:33:50: Und da sind einfach Baustellen.
00:33:53: Wir haben über die Rente diskutiert.
00:33:55: Wir haben nicht über die Pflege diskutiert.
00:33:57: Wir haben nicht über die Situation unseres Kranken- und Gesundheitssystems geredet.
00:34:04: Wenn ich mir anschaue, was aktuell los ist bei den Krankenhäusern und deren dann wird es einem wirklich sehr oft schwimmig vor Augen, wie viel Kommunen da nachschießen müssen.
00:34:21: Also da sind so viele Baustellen und wir müssen das einfach auch der Gesellschaft klar machen.
00:34:28: Solange die Gesellschaft meint, drittes reinisches Gesetz, das ist schon immer alles gut gegangen, das wird auch diesmal so sein.
00:34:40: So lange wird sich da keiner aus dem Topf herausbewegen.
00:34:46: Am Ende werden das zwei oder drei wirklich relevante Deutsche sein müssen, die da eine Brandrede... Den Mut zu einer Brandrede finden und dann auch ihren Namen in den Shitstorm stellen, weil es ist klar, das wird Shitstorm auslösen.
00:35:16: Ohne, ohne Mum und ohne die Bereitschaft, das zu sagen, was man wirklich denkt.
00:35:21: Das muss ja nicht immer richtig sein.
00:35:23: Also, ich habe auch schon viel Mist erzählt in meinen, in meinen, in meinen dreiundsechzig Jahren.
00:35:30: Aber wer mit mir spricht, egal auf welchem Kanal, egal ob im Kreistag in Oitin oder hier wir zusammen, der kriegt immer umgefiltert meine Meinung.
00:35:45: Und die ist für manche nicht wirklich bequem.
00:35:51: Wenn ich mir nur anschaue, was im Moment mit diesem Infrastruktur-Schuldenprogramm, was da alles für wilde Sachen finanziert werden, dann weiß ich eines.
00:36:05: Durchaus erheblicher Teil hat mit der Verbesserung unserer Infrastruktur nun wirklich gar nichts zu tun.
00:36:12: Und das mein lieber Philipp ist die Brücke zu unserem nächsten Gespräch.
00:36:18: Ich habe den Plan und den Wunsch, habe mit dir darüber nicht gesprochen, aber ich konfrontiere dich mal quasi hier unter uns, damit wir das tatsächlich versuchen, alle drei Monate zu machen, um auch immer wieder noch ein anderes Thema nochmal auch ins Schaufenster zu stellen.
00:36:34: Ich hoffe, dass das deine Zustimmung findet.
00:36:38: Ich schätze das wirklich sehr, dass du dich auch so offen und ehrlich äußerst und auch ungeschminkt.
00:36:43: Ich glaube, dass das total notwendig ist.
00:36:45: ist und bis sicherlich eine Stimme in Deutschland, der man häufiger zuhören sollte.
00:36:51: Dafür danke ich dir.
00:36:52: und wie gesagt, ich glaube, wir werden noch öfter das Vergnügen miteinander haben.
00:36:57: Ja, aber das ist doch bei jedem deiner Gäste so.
00:37:00: Insofern ist das kein Alleinstellungsmerkmal.
00:37:04: Ich habe auch nicht nachher mal Alleinstellungsmerkmal gesagt.
00:37:06: Ich habe gesagt, dass du einer der bist, mit der ich das wahnsinnig gerne bespreche.
00:37:10: Und Fakt ist auch, ich habe noch nicht.
00:37:14: Nicht jeder hat diese Aufrichtigkeit, nicht weil er unauffrichtig ist, sondern weil er vielleicht auch ein bisschen taktisch unterwegs ist an der einen oder anderen Stelle.
00:37:21: Ja,
00:37:22: das hat natürlich auch am Ende des Tages mit dem Punkt in deinem Leben und deiner Karriere zu tun und ob du dir es finanziell leisten kannst oder nicht.
00:37:32: Ich habe nun mal das Glück, dass ich jetzt am Ende meines Karriereweges bin, dass mich so richtig keiner mehr runter schubst von einem aufstrebenen Karrierepfad und dass ich glücklicherweise die Kapitalmärkte genutzt habe, um ein haltwegs ordentliches Brot für meine Rentenzeit zu erarbeiten.
00:37:55: Das ist schon klar und genau deswegen erwarte ich exakt von denen.
00:38:00: dass sie sich pointiert äußern.
00:38:03: Das erwarte ich nicht vom Dreidreißigjährigen, der bei irgendeinem Unternehmen arbeitet, dass sie groß im Stil von Staatsaufträgen abhängig ist, dass der da seine Meinung überall kundt tut.
00:38:19: Wohl wissen, dass das vielleicht dem Auftraggeber seiner Kernaufträge nicht gefällt und die Firma dann in Konkurs geht.
00:38:28: So realistisch muss man sein, aber es gibt durchaus eine ganze Zahl von Damen und Herren, die mit ihrer Vermögensbildung abgeschlossen haben, die mit ihrer Karriereplanung abgeschlossen haben und die eigentlich nur noch eines zu verlieren haben, den Respekt ihrer Kinder.
00:38:49: Und das ist etwas, an dem man sich immer messen lassen sollte.
00:38:54: Das ist schwer genug, weil Kinder sind erfahrungsgemäß die größten Kritiker.
00:39:00: Habe ich
00:39:02: für
00:39:03: die Zukunft der Kinder und wenn sie irgendwann mal kommen, eigentlich Kinder auch wirklich genug getan.
00:39:13: nicht nur was die Sicherstellung einer vermeintlich ordentlichen Erbschaft angeht, sondern auch was die gesellschaftliche Struktur anbetrifft.
00:39:25: Und das ist eine Maßgröße, die sollte sich jeder vor Augen führen, auch wenn er keine Kinder hat, kann dann ja von Toms Kinder sich einmal vorstellen für eine Sekunde.
00:39:39: Ich glaube, das ist ein ganz guter Ansatz und auch ein sehr, sehr gutes Schlusswort.
00:39:43: Wie sollten wir zukünftig durchs Leben laufen?
00:39:46: Habe ich Verantwortung übernommen für folgende Generationen mit meinem Handeln und mit meinen Argumenten ja oder nein?
00:39:52: Und wenn es nein ist, gibt es doch was zu tun.
00:39:54: Und wenn es ja ist, kann man darauf aufbauen und versuchen andere dafür zu begeistern.
00:39:59: Ich glaube, das ist eine sehr, sehr gute Vorgehensweise.
00:40:03: Danke für diese Erkenntnis auch.
00:40:06: Nämlich nehme ich auf jeden Fall schon mal mit.
00:40:09: Dann hat doch der Tag was gebracht, Joe.
00:40:11: Zu mich auf jeden Fall, Philipp, ich danke dir sehr.
00:40:15: Ich weiß, dass wir uns sehr bald schon sehen.
00:40:16: Freu ich mich drauf.
00:40:18: Alles Gute für dich bis dahin und toll für alles.
00:40:21: Okay.
00:40:21: Tschüss und viele Grüße an deine Hörer und Hörerinnen.
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