#42 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Christian Subbe

Shownotes

Wie strukturiert man große Vermögen, welche Denkfehler machen selbst Wohlhabende – und warum schwört ein CIO auf Diversifikation, Zinseszins und Aktien? Das will Joachim Nareike im aktuellen FONDS professionell Podcast von HQ-Trust-Investmentchef Christian Subbe wissen. Jetzt reinhören!

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00:00:03: Willkommen zum Vorprofessionell-Podcast.

00:00:05: Joachim Naray gesucht das Gespräch.

00:00:09: Offen, direkt und immer nah dran.

00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Gast.

00:00:16: Er ist Chief Investor und Officer bei Haku Trust, dem Multifamily Office der Familie Harald Quandt.

00:00:22: Und einer der profitiertesten Kapitalmarktstrategien des Landes.

00:00:26: Wir kennen uns seit vielen Jahren und ich schätze ihn für seine ruhige, analytische Art.

00:00:31: seinen klaren Blick auf die Märkte und seine Fähigkeit komplexe Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen.

00:00:38: Gerne erinnere ich mich an zahlreiche spannende Diskussionen.

00:00:41: Vielleicht können wir uns eine oder andere Diskussion auch nochmal hier weiterführen oder ein Beispiel lernen, worüber wir uns unterhalten haben.

00:00:47: Mit ihm möchte ich heute darüber sprechen, wie sich die Investorwelt verändert, wie man Vermögen in einem anspruchsvollen Umfeld steuert und natürlich auch darüber, wofür sein Herz schlägt für Aktien oder Renten.

00:01:00: Mein Name ist Joachim Nareike und ich suche heute das Gespräch mit Christian Subbe.

00:01:05: Herzlich willkommen wieder bei Christian.

00:01:06: Danke für deine Zeit.

00:01:08: Vielen Dank für die Einladung lieber Jo.

00:01:09: Freue mich auch heute.

00:01:11: Nun, ich habe gerade gesagt, wir kennen uns seit seit vielen Jahren aus verschiedenen Positionen, die du begleitet hast, die ich begleitet habe.

00:01:20: Lass uns doch mal teilhaben daran, wie du jetzt hier in Bad Homburg gelandet bist, wie du bei Haku Trust gelandet bist.

00:01:26: Es ist aber schon eine ganze Wegstrecke sozusagen.

00:01:29: Lustigerweise habe ich vor kurzem mal einen der ersten Presseleute getroffen, der mal mit mir ein Interview geführt hat.

00:01:39: Das war zu Uni-Zeiten.

00:01:41: Das war ein Redakteur vom Handelsblatt über den damaligen Investmentclub, den ich mit ein paar Freunden gegründet habe.

00:01:46: Und das war auch so ein bisschen der Nukleus und der Anfang.

00:01:50: Ich hatte da immer... Ich habe Interesse dran, Spaß dran, Kapitalmärkte zu beobachten, mich damit zu beschäftigen und man muss ja auch immer das umsetzen, worüber man redet.

00:02:00: Also haben wir damals den Investmentclub gegründet, haben da echtes Geld investiert und uns auch die eine oder andere blutige Nase geholt.

00:02:07: und das hatte mich dann aber auch zu Uni-Zeiten schon bestärkt, dass ich das mal später wieder machen will, weitermachen möchte und habe mich dann eben auch entsprechend beworben.

00:02:19: Damals konnte ich dann bei ADIC Investment mal anfangen.

00:02:23: Großspurig habe ich damals gesagt, Aktien mache ich privat mit dem Investmentclub.

00:02:30: Renten sind langweilig.

00:02:31: Währungen ist ein tolles Thema.

00:02:33: Habe ich mich noch nicht mit beschäftigt außer an der Uni.

00:02:36: So ging es dann los.

00:02:37: Darüber bin ich dann zu Beable Finance, also Verhaltensökonomie gekommen.

00:02:42: Ich relativ schnell erkennen musste, dass Kaufkraftparitäten nicht unbedingt dazu nützlich sind, um Wechselkurse kurzfristig zu prognostizieren.

00:02:52: Dann ging es weiter über die DECA Investment und verschiedenen Rollen, auch direkt im Portfoliomanagement.

00:02:59: Für Anleihen dann doch wieder, also von der Währung ging es dann zurück zu den Anleihen.

00:03:04: Von da aus dann zu Allianz Global Investors.

00:03:07: Dort im Multi-Asset-Bereich unterwegs mit der Auswahl von Fonds und Managern für institutionelle Kunden.

00:03:19: Und dann kam die nächste Stufe.

00:03:23: Das war eine Versicherungsgesellschaft in der Junge, fast ein Start-up.

00:03:28: wo ich die Kapitalanlage organisieren durfte und neu strukturieren durfte, das habe ich sechs Jahre gemacht und dann festgestellt, dass Versicherung, Gruppversicherung ist, also es war eine Lebensversicherung.

00:03:39: und für jemand, der so für Kapitalanlage Themen brennt und das Ganze ein bisschen näher am Markt erleben möchte.

00:03:50: war ich dann ganz glücklich, dass ich für mich die Chance eröffnet hat, hier zu Haku Trast zu kommen.

00:03:57: Ein wachsendes Unternehmen, was es allerdings auch schon lange gibt am Markt, vielleicht nicht jedem bekannt.

00:04:03: Und hier bin ich jetzt seit rund eineinhalb Jahren.

00:04:07: für die etwas jüngeren Hörer unter uns, die es ja auch gibt.

00:04:11: Du hattest deine erste Station, genannt Addig.

00:04:15: Und für die wirklich jüngeren unter uns, das ist der ehemalige Asset Manager, die ehemalige Vermögensfall in der Kommerzbank.

00:04:22: So ist es.

00:04:22: Mit dem übrigens seinerzeit, glaube ich, ältesten Investment vor Deutschlands.

00:04:26: So

00:04:26: ist es.

00:04:27: Du weißt den Namen bestimmt doch.

00:04:29: Ich weiß es nämlich tatsächlich.

00:04:30: Ich weiß nicht, ob

00:04:30: der Addi Fonds oder der Addi Renter war, den gab es beide.

00:04:34: Also alle hatten hier mal irgendwie Addi.

00:04:37: Ich war damals neben dem Thema Währungsoverlay, was so ziemlich die Anfänge des Währungsoverlays in Deutschland auch war, war ich für den Adig-Geldmarkt I dann irgendwann mal zuständig gewesen.

00:04:51: So, das war das kurze Ende der Zinsstruktur und dann ging es auch in die anderen Themen bei den Anleihen.

00:04:56: Ja, und die ADIC war eine ganz, ganz, ganz wehalt eingesessene Vorgesellschaft.

00:05:01: Wie gesagt, der älteste deutsche Investmentfonds.

00:05:03: Danach ist aus ADIC die COM Invest geworden und

00:05:08: COM Invest Asset Managers.

00:05:09: Im Übrigen von der DECA bin ich tatsächlich zur dann COM Invest gewechselt, die wiederum dann die Allianz Global Investors fusionieren.

00:05:19: Im Rahmen der Fusion zwischen der Dresdner Bank und der Kommerzbahn

00:05:22: ist es ja.

00:05:23: Für alle, die mal die Geschichtsbücher schauen wollen, das ist ich glaube, das ist im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:05:40: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:05:42: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.

00:05:49: das verspreche ich.

00:05:51: Sag mal Christian, sag uns dann, unseren Hörer laufen wir bis hier was überall gut trust tatsächlich.

00:05:56: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:05:57: Wie viel Mitarbeiter gibt es hier und was ist euer Kerngeschäft?

00:06:02: Als Kerngeschäft beschäftigen wir uns mit der Verwaltung und der Strukturierung und allen Fragen, die sich rund um das Vermögen von Personen beschäftigt.

00:06:17: Ab einer gewissen Vermögenshöhe, sage ich jetzt mal, sind eher die größeren Vermögen nicht die typischen Kunden, die zu einer Bank gehen.

00:06:27: Wir machen das auch produktunabhängig.

00:06:31: Ein Beratungsdienstleister für unsere Kunden.

00:06:35: Völlig produktagnostisch.

00:06:37: Wir werden für die Beratungsleistung am Ende des Tages bezahlt.

00:06:42: Und wir machen das mittlerweile mit Hund.

00:06:45: Er hat mal groß gerechnet, hundertzwanzig Mitarbeiter.

00:06:50: Okay, hundertzwanzig Mitarbeiter.

00:06:51: Es ist groß, aber jetzt auch nicht.

00:06:54: Riesen groß.

00:06:55: Ihr habt den Standort hier in Bad Homburg.

00:06:57: Gibt es noch einen weiteren Standort in Deutschland?

00:06:59: Wir haben auch noch einen Standort in Düsseldorf und nicht ganz unselbstbewusst, würde ich mal sagen, sind wir aber glaube ich schon mit das größte unabhängige Multifamily Office in Deutschland.

00:07:12: Also unabhängig heißt es nicht nur Produkt unabhängig, sondern wir gehören auch keiner Bank, sondern wir gehören tatsächlich der Familie.

00:07:21: Okay, die Familie Quant kennt natürlich sehr viele Leute zusammen mit BMW beispielsweise.

00:07:27: Das sind die anderen?

00:07:28: Die andere Straßenseite.

00:07:29: Die andere Straßenseite.

00:07:30: Aber irgendwo lief das in Namen zusammen.

00:07:33: Und der Unterschied zwischen einem Multifamily-Office und einem Single-Family-Office.

00:07:37: Kannst du den auch nochmal ganz kurz für die Hörer erörtern?

00:07:41: Ein Single-Family-Office ist im Grunde... Eine Person, die sich entschließt, diese Vermögensstrukturierung, Verwaltung seines ihres Vermögens dann komplett alleine zu machen, sich die Mitarbeiter, die man dafür braucht, entsprechend einzustellen, also sagen wir es mal, was Buchhalter betrifft, was Steuerberatung betrifft, also die Dienstleistungen auch einzukaufen,

00:08:08: etc.,

00:08:08: etc.,

00:08:10: das machen die alle selbst.

00:08:11: Und im Multifamily Office heißt es, dass wir im Prinzip für verschiedene Vermögensträger, das können aber auch neben privaten Institutionelle sein oder Stiftungen, sowas in der Richtung, dass wir das eben für verschiedene Kunden machen.

00:08:31: Okay, das heißt, ihr bietet einfach den gesamten... Kasten an Dienstleistungen, den jemand braucht, der, sagen wir zu vermögenden Privatkunden oder auch Stiftungen oder auch Firmen gehört, institutionelle Anleger.

00:08:48: Diesen ganzen Kasten stellt ihr zur Verfügung, können viele dieser Kunden einfach nutzen und ihr berät die, beratet die, was beratet die?

00:08:58: Sagt nur

00:08:58: beratet.

00:09:00: Ihr beratet die an allen möglichen Stellschrauben und Stellen.

00:09:04: Und das bei einem Single-Family-Office ist nur für einen tatsächlich und bei einem Multi-Family-Office eben für möglicherweise sehr viele Kunden, die den hier diese Dienstleistung zur Verfügung stellt.

00:09:13: Genau.

00:09:14: Okay, verstehe.

00:09:15: Und der CIO, was macht der?

00:09:17: Der ist zuständig für die Kapitalanlage-Strategie.

00:09:23: Also wir typischerweise, wenn du heute zu uns gehst und sagst, Ich habe entsprechend großes Vermögen.

00:09:31: Hilf mir mal, wie soll ich das bestmöglich anlegen?

00:09:35: Dann kommst du zu uns und wir führen erst mal ein Gespräch darüber, was deine Ziele sind.

00:09:42: Also typischerweise ist das so was wie Kapitalerhalt nach Inflation, nach Kosten der Kapitalanlage und der Strukturierung und den weiteren Dienstleistungen möglicherweise, die du dafür noch brauchst.

00:09:57: Dann möchtest du vielleicht gewisse Ennamen tätigen an irgendeiner Stelle.

00:10:02: Du hast vielleicht Kinder.

00:10:04: Nächste Generationen, denen du irgendwas weitergeben möchtest.

00:10:07: Also es geht auch um den Halt des Vermögens.

00:10:09: dann oder schon enge Kinder, dass man so eine Nachfolgeplanung macht in dem Zusammenhang.

00:10:17: Und dann geht es natürlich auch um die Fragestellung.

00:10:20: Wie passt das zu deinem Risikoappetit und welche Vorstellungen der Entnahmen hast du und mit welcher Kapitalanlage kann man das darstellen?

00:10:32: Wir arbeiten typischerweise nach dem sogenannten Endaumen-Prinzip, d.h.

00:10:36: wir strukturieren Vermögen über möglichst viele unterschiedliche Assetklassen, also dera neun Stück aktuell bei uns in Köche.

00:10:46: die wir dann möglichst so zusammensetzen, damit wir über die Jahre dein Zielen gerecht werden.

00:10:54: Dafür muss man zum Beispiel eine strategische Asset Allocation erstellen.

00:10:59: Das findet bei mir im Bereich statt, wo man auch Risikoszenarien mitrechnet.

00:11:05: Wir überlegen uns sehr genau, was sind so die maximal schlechten entwickeln?

00:11:13: also was passiert wenn corona zwei auftritt?

00:11:16: was passiert wenn der nächste liberation day kommt?

00:11:19: und da geht es eigentlich weniger um das thema volatilität was man so allgemein immer zu hören bekommt als risikomas?

00:11:28: ich bin kein so großer freund davon sondern da geht es eher darum dass du im schlimmsten fall dann irgendwelche anlagen verkaufen müsstest um eine Entnahme zu tätigen oder um irgendeine andere, um eine Immobilie zu kaufen beispielsweise oder oder oder.

00:11:44: Da gibt es ja ganz verschiedene Gründe und das wollen wir möglichst vermeiden beziehungsweise es vermögen sollte so strukturiert sein, dass das eben so ablaufen kann, dass es für dich kein Nachteiligen-Effekt hat oder der möglichst klein ist.

00:11:56: Weil wir wissen alle Märkte, Finanzmärkte, Kapitalmärkte bewegen sich nie in eine Richtung.

00:12:02: Es gibt immer Schwankungen, es wird immer Gegenbewegungen geben.

00:12:06: Und die möchten wir möglichst mit einem robusten Portfolio möglichst gut besegeln können.

00:12:14: Okay, das heißt, heute in deinem Verantwortungsgebiet liegt dann im Endeffekt die strategische Esser der Location des Kunden aus den einzelnen Bausteinen, aus denen ihr auswählen könnt und auch wollt.

00:12:25: Lass uns mal zu so einem simulierten Kundentreffen kommen.

00:12:29: Du bist wahrscheinlich bei sehr, sehr vielen Kundentreffen mit dabei.

00:12:33: Sag uns doch mal, sag mir doch auch mal, was ist denn so der häufigste Denkfehler, der da so auftaucht?

00:12:42: Ist es eine überhöhte Performance-Erwartung?

00:12:44: Ist es eine überhöhte Entnahme, die jeder haben will und trotzdem noch keinen Grundkapital verbrauchen möchte?

00:12:55: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:12:57: Wie häufig kommt es vor, dass du denkst, das ist aber interessant, so ein wohlhabender Familie oder einzelner Mensch und trotzdem irgendwie so schwierige Vorstellungen davon, wie Performance, mit Risiko und Sicherheit in Einklang zu bringen ist?

00:13:14: Gibt es sowas?

00:13:15: Ja, ich weiß gar nicht, ob das so typisch ist, weil alles das, was wir machen, ist sehr kundenindividuell.

00:13:22: Und von daher gibt es auch immer eine ganze Bandbreite von Persönlichkeiten, die zu uns kommen.

00:13:29: Und da gibt es welche, die sind Kapitalmarkt-Affine, die dann schon sehr große Vorstellungen haben.

00:13:35: Es gibt andere, die wollen da eigentlich auch mit Kapitalmärkten gar nichts zu tun zu haben, sondern es geht tatsächlich darum, von Anfang an wirklich rauszuarbeiten, was sind so die Abrisskanten bei den einzelnen Kunden?

00:13:49: und was möglicherweise so ein gemeinsamer Aspekt sein kann, ist, dass es tatsächlich eher mal Überraschungen gibt an der Front, wenn es heißt, ich möchte so und so viel entnahmen pro Jahr tätigen und das möglichst dann nur mit Anleihen machen, dass das nicht funktioniert.

00:14:08: Also das ist eher so, die kriege ich das in Einklang.

00:14:12: Das ist die Fragestellung, mit der man sich dann da beschäftigen muss.

00:14:15: und also jetzt mal als Einfaches Beispiel, wenn jemand jetzt in Prozent gesprochen, sechs Prozent seines Vermögens aus laufenden Erträgen generieren möchte und das aber nur mit Staatsanleihen, das wird nicht funktionieren.

00:14:31: Staatsanleihen, im Moment trendieren sie mit zwei Prozent europäisch gesprochen.

00:14:36: Da sind jetzt gar keine Unternehmensanleihen oder sonst irgendwas drin.

00:14:39: Wenn ich dann noch die Inflationen und die Kosten mit zurechnet, dann kann sich jeder sehr schnell ausrechnen, dass ich dann nicht auf sechs Prozent komme.

00:14:46: kann man noch so ein Talentiertes CIO sein, das wird nicht gelingen in der Tat.

00:14:51: Aber sowas erlebst du schon auch, dass es einfach auch so ein bisschen falsche Vorstellungen von dem gibt, was ist realistisch erreichbar und erzielbar?

00:14:59: und Was stellt sich derjenige dann vor, das gibt es, oder?

00:15:03: Das gibt es schon auch.

00:15:04: Ja, aber wie gesagt, wir haben auch die anderen, die Kundengruppe, die dann, sagen wir mal, entweder aus dem institutionellen Bereich kommt, da sind es andere Vorstellungen, die beschäftigen sich dann eher damit, was sind meine Verbindlichkeiten und wie kriege ich meine Verbindlichkeiten erreicht und muss dann noch einen gewissen regulatorischen Rahmen mit berücksichtigen?

00:15:22: oder sind diejenigen, die gerade ihr Unternehmen verkauft haben und sehr Eigenkapitalaffin sind an der Stelle.

00:15:29: Die haben natürlich dann auch komplett andere Vorstellungen.

00:15:32: Aber

00:15:33: es ist tatsächlich so, meine Vorstellung, meine Wahrnehmung war auch immer, dass besonders wohlhabende, sagen wir mal Familien, eigentlich schon sehr bedacht darauf sind, kein Kapital zu verlieren in the long run.

00:15:47: Ist das mit Beobachtung, die du teilen würdest?

00:15:50: Oder ist das was, wo das unterschiedlich auch wieder?

00:15:53: Ja, aber ich glaube, dass nicht nur die wohlhabenden Familien, ich glaube am Ende des Tages sind das alle.

00:15:59: Menschen, die sich mit der Kapitalanlage beschäftigen, wenn man keiner geht an der Kapitalanlage oder eine Vermögensverwaltung oder Vermögensstrukturierung ran mit dem Ziel Geld zu verlieren.

00:16:10: Im vollkommen Recht.

00:16:11: Du hast vollkommen recht, das war eine ziemlich dämliche, lebig gestellte Frage in der Art und Weise, wie ich sie gestellt habe.

00:16:18: Ich korrigiere mich dahingehend, ich glaube, Kostolani hat mal gesagt, wer kein Geld hat, muss spekulieren.

00:16:24: Und wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.

00:16:27: Also das war die Richtung der Frage eigentlich.

00:16:30: Ihr trefft natürlich nicht auf die Leute, die unbedingt aus einem Euro, tausend Euro machen wollen, sondern ihr trefft eher auf Leute, die aus tausend Euro, tausend ein Euro machen.

00:16:42: Wir spekulieren in der Tat nicht.

00:16:44: Also das ist eben auch Teil meiner Aufgabe, sozusagen mal Investmenthypothesen zu erarbeiten.

00:16:51: Ich bin ja auch noch zusätzlich verantwortlich für unsere Vermögensverwaltung, also im liquiden Bereich.

00:16:57: Die Kunden können auch tatsächlich uns das Geld andienen, in dem Sinne, dass ich mit meinem Team dann diese Gelder auch aktiv verwalde.

00:17:07: Wir suchen dann die Manager auch direkt aus und setzen das über unsere, zusammen mit den Kundenberatern diskretionär um.

00:17:16: Aber wir spekulieren nicht, sondern wir erstellen Investment-Reportesen.

00:17:21: Die strategische Allokation ist auch immer auf eine lange Frist geplant, unter Berücksichtigung eben auch von Liquiditätsmanagement, Entnahmeaspekten etc.

00:17:37: und ist darauf ausgerichtet, die langfristig Solide erzielbaren Erträge aus diesen vor genannten bis zu neuen asset Klassen zu extrahieren.

00:17:50: so jetzt wissen wir natürlich innerhalb von wenn man so eine zehn Jahres Betrachtung kann sehr viel passieren.

00:17:57: Man muss das ganze natürlich schon ein bisschen dynamisch steuern.

00:18:00: da geht es aber eher darum.

00:18:02: zu sagen, neben der effizienten Implementierung, also wir können auch Kostenvorteile nutzen, etc.

00:18:08: war, die wir erzielen mit unseren Partnern, die wir an die Kunden vollumfänglich weitergeben.

00:18:14: Da ist schon die Frage, jetzt mal beispielsweise USA, wenn wir mal so ein Standardbeispiel MSCI-Aqui, also klassischer Index, mit dem man so eine weltweite Aktienanlage vergleichen kann.

00:18:28: Das sind aktuell siebzig Prozent Anteil USA.

00:18:32: muss ich unbedingt siebzig Prozent USA haben.

00:18:35: Ja, natürlich wissen wir die meisten Tech-Unternehmen sitzen in den USA.

00:18:44: Da will ich natürlich ein gewisses Exposure haben.

00:18:46: Wenn ich der Meinung bin, so eine technologische Transformation zieht sich auch noch über die nächsten Jahre hinweg, dann muss ich natürlich da investiert sein und da hilft es nicht.

00:18:56: wenn ich da nur in Europa investiert bin.

00:18:58: So, aber muss ich unbedingt siebzig Prozent USA haben oder tun es nicht vielleicht auch fünfundsechzig oder sechzig oder fünfundfünfzig Prozent?

00:19:06: Das sind so die Fragestellungen, mit denen, mit denen ich und mein Team wir uns gemeinsam beschäftigen, die wir auch mit den Kundenberatern diskutieren und die auch von den Kunden an uns ranketragen werden.

00:19:17: Und hast du schon mal mit dem Kunden zusammengesessen, der gesagt hat, sagen wir so, ich möchte überhaupt keine USA haben?

00:19:23: Und ich möchte überhaupt kein Europa haben oder ich möchte... Also ich spreche jetzt mal von der Aktienseite, okay?

00:19:28: Und dann ist es einfach nachvollziehbar.

00:19:31: Aber dass jemand sagt, manche will mein Portfolio ex US oder ex Europa.

00:19:36: Gibt es sowas oder ist das

00:19:39: ihr nicht?

00:19:41: Also es gibt schon Vorlieben.

00:19:44: Das einer sagt, ich möchte... dann doch mehr Europa haben oder USA habe ich über andere Assets abgedeckt.

00:19:51: Aber jetzt, dass jemand so typischerweise von ganz frisch kommt und sagt ausschließlich Europa ist eher die Ausnahme.

00:20:00: Wir haben eine gute Gelegenheit zu fragen.

00:20:02: Was ist denn jetzt deine Herzensanlageklasse?

00:20:05: Sind es noch die Währung von ganz früher?

00:20:08: Oder ist es jetzt Renten, so wie wir uns kennengelernt haben?

00:20:12: Weil du auch auf der Rentenseite gekavert hast.

00:20:15: Oder ist es Aktien?

00:20:17: Oder was macht die am meisten Freude?

00:20:20: Gehen wir nur von Freude aus.

00:20:23: Ich persönlich habe eine sehr hohe Affinität zu einen Kapitänanlagen.

00:20:29: Ich bin aber tatsächlich auch, das sage ich jetzt nicht nur über Hypahakutrast-Arbeide, sondern weil ich mein privates Vermögen auch so strukturiere, großer Freund von Diversifikation, das heißt über alle Assetklassen hinweg, so ich die Möglichkeit habe das abzubilden als Anleger.

00:20:49: Da ich noch ein bisschen hoffentlich noch ein paar Jahre vor mir habe, habe ich tendenziell eher eine sehr hohe Aktien- oder Eigenkapitalquote.

00:20:57: Also ich bin auch ein großer Fan von Private Equity.

00:21:01: Und Anleihen, da sage ich immer, naja, ich zahle ins deutsche Rentensystem ein, brauche jetzt nicht so viele Anleihen an Bord zu haben, weil die sind entsprechend schon da ausgelegt.

00:21:10: Oder ich habe noch die ein oder andere Lebensversicherung an Bord.

00:21:13: Ich glaube, ich bin ganz guter Art und Weise es auch zu erläutern, weil ich habe auch immer mal gesagt, ich leide doch niemandem Geld, der auch anscheinend damit nicht umgehen kann.

00:21:23: Und wenn jemand mit Geld anscheinend nicht umgehen kann, dann scheint es der Staat zu sein.

00:21:27: Der Beweis wird permanent und dauerhaft erbracht.

00:21:31: Und trotzdem ist es natürlich eine der größten Anlageklassen, überhaupt den Staatsanlagenvent, weil das muss man einfach auch mal sagen, es gibt.

00:21:40: auch dieses Sondervermögen, was jetzt aufgelegt wurde, dass hier nicht anderes als Staatsanleihen, die ausgegeben werden, und die sind mehrfach überzeichnet gewählt, oder werden mehrfach überzeichnet sein.

00:21:50: Das ist in Deutschland halt um uns auch.

00:21:53: Na ja, gut, da hast du natürlich auch einen gewissen regulatorischen Druck von institutionellen Anlegern, also nicht zuletzt eben von Lebensversicherung und dergleichen, die entsprechend über die Eigenkapital Vorschriften, das sogenannte Solvency-Zwei natürlich auch mehr oder weniger gezwungen werden, diese Essertklasse in einem hohen Umfang an Bord zu haben.

00:22:15: Also es

00:22:17: wäre fast ein eigener Podcast, weil wir nochmal darüber sprechen, inwiefern sich das System dann selbst füttern.

00:22:24: Darüber gibt es die unterschiedlichsten.

00:22:26: Zum Teil geht auch Richtung Verschwörungstheorien an der einen oder anderen Stelle.

00:22:32: Aber es ist etwas, was ganz spannend ist, mal zu beobachten.

00:22:35: Soll aber tatsächlich heute nicht unser Thema sein, weil da kommen wir anstelle dreißig Minuten, kommen wir mit dreißig Stunden raus.

00:22:41: Und das will ich dir nicht zumuten.

00:22:44: Aber nochmal um auf deine Frage von vorhin zurückzukommen, weil du auch Währungen angesprochen hast.

00:22:50: Wenn wir Währungen sagen, sprechen wir in der Regel ja eigentlich über den US-Dollar.

00:22:55: Und es hat schon seinen Grund, warum ich heute kein Währungsmanager mehr bin.

00:23:00: Das mit den US-Dollar ist ja so eine Sache, jetzt mache ich doch mal eine Fußballanalogie.

00:23:05: Das ist wie ein Bundesligaspiel, wo du dann auf einmal achtzig Millionen Schiedsrichter hast, die es alle besser wissen.

00:23:12: So hat jeder eine Meinung zum US-Dollar und jeder weiß es immer, und zwar immer hinterher besser, wo der Dollar eigentlich hätte inlaufen können.

00:23:21: bin ich froh, wenn ich, muss mich natürlich auch mit der Fragestellung beschäftigen, aber zum Glück nicht mehr ausschließlich.

00:23:30: Naja, ich habe mal irgendwann gelernt, als Währung sei brutal schwer, also auch die Prognostizierung der Währung, ich glaube, das willst du damit im Grunde gerade zum Ausdruck bringen.

00:23:38: Ich habe irgendwann mal gelernt, dass es mehrere Jahrzehnte hat, wie jemand gesagt, pass auf, der Wert einer Währung folgt über kurz oder lang immer der tatsächlichen Stärke der Wirtschaft.

00:23:48: des unterliegenden, sagen wir jetzt mal, Wirtschaftsraum ist.

00:23:52: Und ich habe dann gelernt, dass das über kurz oder lang die entscheidende Aussage gewesen ist, weil das ist im Grunde das, was es dann total beliebig gemacht hat.

00:24:02: Über kurz oder lang läuft alles dahin, wo man es hin haben will.

00:24:06: Und das ist das Spannende.

00:24:08: Ich glaube, der US-Dollar als Leitwährung Ist bei vielen anderen Anlageklassen natürlich schon auch maßgeblich, denkt da vor allen Dingen an Gold.

00:24:16: Nicht wahr, wenn du als Euroanleger Gold kaufen willst, was im Moment ja super gefragt ist und angesagt ist, dann musst du zunächst einmal deine Euros erst mal in US Dollar tauschen, um dann eben am Weltmarkt dafür Gold zu kaufen und dann übrigens... den gleichen Weg wieder zurück.

00:24:33: Das heißt, du hast eine doppelte Konvertierung und es gibt einen engen Zusammenhang, glaube ich, zwischen der Goldpreisentwicklung und der Entwicklung des US-Dollars.

00:24:43: Was zuerst war, ist immer ein bisschen, was ich eigentlich damit sagen will, ist, man muss bei solchen Anlageklassen wie Gold auch beispielsweise den Umrechtruckskurs im Blick behalten.

00:24:54: Also du

00:24:54: musst immer gucken, das ist schon richtig, deswegen hatte ich das auch gerade gesagt, US-Dollar Anlagen, also Aktien in einem Weltaktien-Portfolio, dann hast du natürlich auch siebzig Prozent US-Dollar Risiken.

00:25:10: Und wenn wir mal so zwanzig, dreißig Jahre zurückgucken, hast du natürlich alle möglichen und unmöglichen Auf- und Abbewegungen von dem US-Dollar auch gesehen.

00:25:20: Die meiste Zeit hast du aber so, ich sage jetzt mal, sechs bis acht Cent hoch runter.

00:25:26: über die Jahre und dann macht es mal einen Rutsch in die eine oder andere Richtung.

00:25:31: Von daher und das Gemessen an der Gesamtentwicklung von Aktien oder auch von von Goldpreis an der Stelle ist verhältnismäßig.

00:25:39: Da ist die Wechselkursentwicklung verhältnismäßig vernachlässigbar über lange Züge.

00:25:47: Aber es ist etwas, was man einfach wissen muss.

00:25:49: Und wo du daran denken musst, weil es ist natürlich ein Unterschied.

00:25:53: Wenn ich weiß, ich habe jetzt mal angenommen, ich hätte nur US-Aktien im Portfolio und ich müsste nächstes Jahr einen bestimmten Betrag realisieren.

00:26:04: Dann habe ich natürlich nicht nur das Risiko, dass die US-Aktien im Keller sind, sondern ich habe auch das Risiko, dass der US-Dollar im Keller ist.

00:26:11: Das muss ich anders adressieren, als wenn ich weiß, ich brauche diesen Anteil an Anlage in meinem Portfolio auf die nächsten fünf, sechs, sieben, acht Jahre nicht.

00:26:21: Dann ist es tatsächlich nur so eine Schwankung über die Zeit.

00:26:25: Unten ganz anderes Thema ist es ja in der Tat, wenn ich in Anleihen investiere.

00:26:29: Weil bei Anleihen habe ich unterm Strich, kann ich unterm Strich nicht mit Kussgewinn rechnen, sondern ich habe eigentlich im Wesentlichen meine Einstandsrendite, ich sage jetzt mal ganz vereinfacht, meinen Coupon, den ich vereinnahmen kann.

00:26:44: Und da ist die Dollar-Schwankung natürlich schon extrem, deswegen investieren wir beispielsweise auch nur in währungsgehetschte Anleihestrategien.

00:26:53: Ich glaube, es ist einfach ganz wichtig, dass man auch an dieser Stelle noch einmal sagt, es spielt keine Rolle, ob jemand sehr, sehr vermögend ist oder mittleres Vermögen hat oder anfängt zu sparen oder wie herum.

00:27:05: es entscheidend ist, dass man versucht möglichst viele Anlageklassen in seinem Portfolio zu haben, um so eine breite Streuung hinzubekommen.

00:27:14: Genau.

00:27:15: Das gilt

00:27:15: und das ist ganz, ganz wichtig, dass wir das nochmal sagen.

00:27:17: Das gilt für extrem wohlhabende Menschen in gleiche Maße wie für nicht ganz so wohlhabende Menschen.

00:27:24: Das ist einfach ein wichtiger Aspekt bei der erfolgreichen langfristig orientierten Geldanlage.

00:27:33: So ist es.

00:27:34: Absolut.

00:27:35: Diversifikation.

00:27:37: ist die einzige Absicherungsmaßnahme, die dich kein Geld kostet.

00:27:43: Also vielleicht an der Heine oder an der Stelle ein bisschen Opportunitätskosten, aber

00:27:48: du hast also Diversifikation, diese vielen Sachen.

00:27:50: Unlangfristige Ausrichtungen.

00:27:51: Und

00:27:51: langfristig sind beide Dinge, die du einigermaßen kostenfrei bekommst.

00:27:56: Insbesondere die Zeit auf den ersten Blick, die ist kostenfrei, ich muss mich einfach nur hinlegen und abwarten.

00:28:01: Und die Diversifikation muss ich am Anfang betreiben.

00:28:03: und der Berücksichtigung von Profis wie dem Christian so mit der mir sagt, okay, so und so musst du das auch optimal machen.

00:28:10: Und die Berücksichtigung des achten Welpen und das.

00:28:13: Der Zinn ist das.

00:28:14: Exakt

00:28:14: so ist es.

00:28:15: Das ist nicht abgesprochen gewesen.

00:28:18: Ich bin ganz stolz, dass ich jetzt sofort wusste, was du meinst.

00:28:21: Jetzt sind sie ins Effekt nicht zu unterschätzen.

00:28:24: Ganz brutal ist ein richtiger Hebel, der man erreichen kann, der total spannend ist und der tatsächlich noch wahnsinnig unterschätzt wird.

00:28:33: Und der im Übrigen auch, vielleicht ist das nochmal ein Aspekt zu deiner Frage von vorhin, der Kostenaspekt von Kapitalanlagen, der wird... auch am ehesten mal noch mit unterschätzt, weil das ist ja am Ende des Tages auch ein Zinses-Zins-Effekt, der dir über die Jahre im Prinzip an deinem Ertrag nagt.

00:28:54: Das heißt also, wenn ich in der Lage bin, so kosteneffizient wie möglich zu investieren, verschafft mir das auch einen riesen Vorteil.

00:29:03: definitiv und ist auch etwas, was, wie du schon gerade vollkommen wichtig sagst, selbst auf der niedrigen Basis hat ein Zinsins-Effekt einen unfassbaren Impact auf längere Zeit und das sich einfach mal vor Augen zu führen ist sowohl auf der Haben Seite als auch auf der Kostenseite ein ganz wichtiger Punkt.

00:29:28: Christian, wir sind im letzten Zehntel unseres Podcasts angekommen.

00:29:35: Du hast gerade schon ein bisschen durch die Blume verraten, wie du dein Gelsens anlegst.

00:29:40: Ich habe mitgeschnitten, auch möglichst breit gestreut.

00:29:44: Aktien eher tendenziell ein bisschen... Bisschen LONG in Anführungsstrichen.

00:29:48: du schiebst es auf deine zu erwartende deine deine noch verbleibende Lebenserwartung zurück.

00:29:54: das kann ich bestätigen.

00:29:55: du bist noch sehr jung und jung geblieben und hast doch viele viele Jahre vor dir.

00:30:01: das heißt auch daran orientierst du deine Aktienquote.

00:30:04: Das ist sicherlich sehr sinnvoll, wenn man das so macht.

00:30:08: Je länger man Zeit hat, desto höher kann ruhig die Aktienquote sein, weil es eben an die Zeit bringt, die die Wahrscheinlichkeit erhöht, erfolgreich in Aktien investiert zu

00:30:17: haben.

00:30:18: Da gibt es irgendwas ganz Exotisches, was du mit unseren Hörern aufteilen möchtest, wo du auch mit am Start bist in Van.

00:30:25: Gogh.

00:30:27: Ich weiß, dass du gerne Wein trinkst und Rotwein gerne trinkst, aber es ist keine Investition für dich.

00:30:32: Den trink ich ja tatsächlich lieber, als dass ich ihn dann zu lange aufhebe und verkaufen würde ich ihn dann schon gar nicht.

00:30:39: Also, man sagt ja immer so ein Schnaps oder so ein Whiskey ist eigentlich die beste Kapitalanlage, die es gibt, weil du findest nix liquider wirst, was dir so ein Prozentsatz bietet.

00:30:48: Ja,

00:30:48: genau.

00:30:49: Aber will ich jetzt beiseite.

00:30:52: Nee, gar nicht.

00:30:53: Also, ich mag Kunst auch gerne, aber das auch eher um selber an die Wand zu hängen und jetzt nicht als... als Mittel, um damit langfristig Wert zu generieren.

00:31:05: Vielleicht freut sich meine Kinder irgendwann mal, wenn sie die Bilder, die wir haben, verkaufen können.

00:31:10: Ich glaube, da ist doch auch was Teilweise selbst gemaltes dabei, oder?

00:31:14: War das nicht so?

00:31:15: Nein, mein Papa hat gemalt.

00:31:16: Ah, okay.

00:31:17: Was hat da noch

00:31:18: ein oder andere spannende Bild gefunden?

00:31:22: Ganz ein ganz unseres Gesprächs habe ich gesagt, dass wir wahnsinnig viele haben sich vieles quatschen, aber einige Diskussionen in unserem Zusammentreffen in den vergangenen zwanzig Jahren geführt haben.

00:31:35: meine mich gut daran zu Ende, dass du mir mal eine Studie zur Verfügung gestellt hast.

00:31:40: Welche Reaktion eines Torwarts beim Elfmeter schießen, die ist die am erfolgsversprechendsten ist.

00:31:47: Kannst du dich daran erinnern?

00:31:48: Kann

00:31:48: ich mich daran erinnern in der Tat.

00:31:50: Es

00:31:50: war so eine langfrist Untersuchung.

00:31:53: Ich weiß nicht von Viva oder Eva, von wem auch immer.

00:31:56: Ich glaube, da wurden Zehntausend, Elfmeter.

00:31:59: Und ich werde das nie vergessen, weil es so ganz spannend ist, was dabei, was dabei, ich weiß gar nicht, ob du dich an die Studie überhaupt noch erinnern kannst.

00:32:06: Ich weiß, was es da geht.

00:32:09: Tatsächlich ist es nämlich so, nach dieser Statistik ist die effizienteste Maßnahme des Torwarts stehen zu bleiben.

00:32:17: Das große Problem daran ist allerdings, und das ist übrigens auch ein Thema, mit dem ich glaube, wir in der Industrie vielfach zu kämpfen haben, dass die Ergebnisse oder dass die Entscheidungen am Ergebnis bemessen werden.

00:32:41: Selbst wenn der Torwart den Ball nicht fangen würde, dann würde er im Zweifelsfall daran kritisiert werden, dass er sich nicht bewegt hat.

00:32:51: Wir sprechen jetzt nicht über Armorff, Raufraunder oder sowas, sondern dass er sich nicht nach links oder rechts bewegt hat.

00:32:57: Obwohl die Statistik ja für ihn spricht.

00:32:59: Also es geht weniger um die Sinnhaftigkeit von Entscheidungsprozessen, sondern nur um ob ein singuläres Ergebnis jetzt richtig oder falsch war.

00:33:09: Und ich glaube die Studie wurde damals, die hast du mir damals im Zusammenhang auch vorgeschickt, nicht vorgeschickt oder mich darauf aufmerksam gemacht, als wir über aktiv versus passiv gesprochen haben.

00:33:21: Weil das Interessante ist, also aktive Investments versus passive ist, das Interessante ist ja, dass ein Torwart, der beim Elfmeter stehen bleibt.

00:33:29: Also offensichtlich nichts macht.

00:33:33: Aber die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass er dadurch erfolgreich ist, weil eben der Schütze sehr häufig in die Mitte schießt.

00:33:39: Das ist die, im Grunde die Quintessenz daraus, interessanterweise trotzdem unter zwanzig Prozent der Volksbote hat.

00:33:46: Ich glaube, ich glaube, dass es in den letzten acht Jahren noch etwas war.

00:33:50: Aber wie kam auf dieses Gespräch, weil du gesagt hast, okay, pass mal auf, da gibt es so eine interessante Studie.

00:33:54: Wer erfolgreichste Torwart bei der F-Meter-Schießen wäre, der, der bei Zehntausend F-Metern immer in der Mitte stehen bleibt, in zwanzig Prozent der Fällen hält er den Ball und das ist deutlich mehr als bei jeder anderen Aktion, die er machen würde.

00:34:08: Das hat mal ein Teutel übrigens in einem Champions League Finale gemacht, der ist alle fünf F-Bader stehen geblieben, der hat nie wieder ein Spiel gemacht, weil die gesagt haben, ihr passen auf, du hast dich ja nicht mal bemüht.

00:34:19: Und der hat wahrscheinlich die Studie gelesen, das ist die Wahrscheinlichkeit, da mach ich das mal so.

00:34:23: Und das ist ja dieses Paradoxum, von dem wir gerade sprechen, was eigentlich dazu führt, dass auch Manager aktiv sind.

00:34:36: Portfoliomanager aktiv sind, obwohl sie es vielleicht gar nicht sein müssten, um ebenfalls erfolgreich zu sein.

00:34:47: Das ist ja ein bisschen das Geheimnis oder eines der richtigen Rezeptzutaten bei der Auswahl von Fonds oder von Portfoliomanagern oder von Vermögensverwaltern.

00:34:59: oder von Managern, die sich mit Private Equity, Private Debt, Infrastruktur, Immobilienportfolios beschäftigen.

00:35:06: Du musst dir eigentlich den Prozess angucken, wie die Ergebnisse dort produziert werden, egal was für Ergebnisse das sind.

00:35:16: Und dann musst du bewerten, hat er die technischen personellen Ressourcen alle Voraussetzungen, das wiederholbar zu machen und ist dieser Prozess sinnvoll.

00:35:27: oder hatte der schlicht und einfach nur Glück.

00:35:30: Also ich kann auch mit Glück einfach irgendwo eine hervorragende Performance einmal, zweimal erzielen, aber das replizierbar zu machen.

00:35:39: Dafür brauche ich gewisse andere Voraussetzungen, dafür brauche ich einen soliden, vernünftigen Investmentprozess und den gilt es zu beurteilen.

00:35:48: Das ist ja immer das Wichtigste, das kann ich auch an unsere, du hast auch viel To-Diligence bei uns damals gemacht und da war die immer besonders wichtig auch raus.

00:35:56: Wie wiederholbar ist denn dieser Prozess?

00:35:59: Da spreche ich nicht von langweilig, sondern ich spreche doch, wie wiederholbar im Sinne vorne geplant, im Sinne von... Mit Ressourcen und der Mauer geplanter Prozess, der wiederholbar sein muss, damit da keine Überraschungen für dich als Anleger vorsicht.

00:36:20: Zumindest keine Ungeplanten.

00:36:22: Geplante Überraschungen.

00:36:23: Überraschungen werden wir immer haben.

00:36:25: Da führt kein Leglern vorbei.

00:36:28: Die Frage ist nur, ist das mit dem Prozess verarbeitbar und ist es erklärbar oder ist es einfach nur eine Serie von Entscheidungen, die den Portfolio Manager getroffen hat, die dann mal zufällig zu einem guten und mal zufällig zu einem schlechten und das immer abwechselnd Ergebnis führt oder so.

00:36:49: Ja, ich glaube im Prozess, der etabliert ist, der wiederholbar gut ist, über viele Jahre gemacht wurde, fällt dann natürlich viel Glück, ist gleich können.

00:37:02: Glück ist kein Zufall.

00:37:06: Ich glaube, es ist unheimlich wichtig, dass man da auch Erfahrungen gemacht hat.

00:37:11: Übrigens ja auch schon, auch wir sind schon mal in die Irre geführt worden bei der Auswahl unserer Portfoliomanager oder bei der Auswahl unserer, wie wir unser Geld anlegen.

00:37:24: Das passiert eben einfach auch.

00:37:27: Ich glaube, Man muss nur einmal häufiger erfolgreich sein als nicht erfolgreich zu sein, dann reicht das ja im Grunde dann auch schon aus.

00:37:35: Und ich glaube, was sehr, sehr häufig auch da draußen schätzt wird, wie viel Arbeit ihr auch da reinsteckt, die sogenannte True Diligence zu machen, also, sprich, Research zu betreiben, durch die Manager anzuschauen, Interviews zu führen.

00:37:48: Und der ganze Prozess, der im Grunde dazu führt, dass du und dein Team sagen, Das ist jetzt der Manager, den wir diese Anlageklasse anvertrauen, weil er wirklich bewiesen hat unter allen möglichen Umständen, dass er das sehr gut macht und da steckt eine Menge Arbeit drin.

00:38:03: Das darf man nicht vergessen.

00:38:04: Und was immer noch nicht heißt, dass der oder diejenige Portfolio-Manager dann zu jedem Zeitpunkt, wie gesagt, immer besser sind als ihr Vergleichsmaßstab, sondern in somber sollte das natürlich der Fall sein und die sollten ihrer Aufgabe erfüllen im Portfolio.

00:38:21: genauso wie jeder einzelne Assetklasse ihre Aufgabe im Portfolio erfüllt.

00:38:26: Also das ist jetzt sozusagen dann der nächste Schritt, nachdem die, nachdem so eine Asset Allocation erstellt wurde, die Frage, wie implementiere ich das am besten, am effizientesten, kostengünstigsten für den Kunden und um das Gesamtergebnis zu erweichen.

00:38:42: Und dann muss natürlich jeder Portfolio Manager oder jeder Fonds, den man da auswählt, der muss natürlich auch seine Rolle erfüllen.

00:38:50: Und das meistens oder optimalerweise auch true to label sprich also das was drauf steht sollte auch drin sein.

00:38:55: das sind immer so ganz wichtige Dinge die man berücksichtigen die man berücksichtigen muss und im Grunde ist die Arbeit die ihr macht nichts anderes als die Art und Weise wie ihr es macht die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen dass es erfolgreich sein wird.

00:39:08: und das ist glaube ich eine ganz wichtige Aufgabe die ihr macht die ihr mit viel Herzblut und viel Intelligenz macht und Das ist sicherlich eine ganz spannende und wichtige Geschichte.

00:39:20: Und natürlich auch den Kunden, die Zusammenhänge so zu erklären, dass sie sie verstehen und dass sie damit umgehen können.

00:39:28: Ja, das ist

00:39:30: sicherlich

00:39:30: gar keine einfache Aufgabe immer.

00:39:34: Aber

00:39:34: eine, die viel Spaß macht.

00:39:36: Das ist sehr gut und sehr wichtig.

00:39:37: Und die allerin letzte Frage, dann bist du mich wirklich los, ist auch wichtig jetzt nicht auf dem falschen Fuß.

00:39:46: Was stimmt Dich, lieber Christian, für die nächsten Monate optimistisch in diesem unserem Land?

00:39:53: Es gibt so viele, die so pessimistisch sind und die sagen, es geht alles irgendwie den Bach runter.

00:39:59: Gibt es irgendetwas, vielleicht auch etwas, was du in den Meetings erlebst, wo du mit den Kunden zusammensitzt?

00:40:05: Das ist ja krass, was die da geschafft haben, wie viel Energie die mitbringen.

00:40:10: Gibt es irgendwas, was du... und sagen möchte, dass was nicht optimistisch stimmt.

00:40:14: Also ich glaube, dass wir sehr viele gute Leute, sehr viele Brains hier im Land haben, dass viele Leute doch noch engagiert sind und sich irgendwie einsetzen.

00:40:25: Und wenn wir es schaffen, das nochmal so ein bisschen stärker als Gemeinschaft abzubilden und uns nicht auch gegenseitig am Ende anzufinden.

00:40:34: Und wenn wir die Probleme, die wirklich offensichtlich sind, die wir haben, Off the Records sozusagen schon gesagt, also der ein oder andere hat immer wieder das Problem, wenn der Zug fahren will und der Zug fährt nicht oder vielleicht manchmal in die falsche Richtung.

00:40:50: Ich habe letzte Woche gebraucht, bis ich einen Ersatzreifen gekriegt habe.

00:40:54: Also wenn man die Themen, die wir vom Kleinen bis ins Großen im Land haben, angehen, dann funktioniert das glaube ich auch.

00:41:04: Weil wenn wir mal loslaufen, dann laufen wir los.

00:41:07: Ich glaube, ich kann auch total unterstützen auf die Leute, die ich treffe.

00:41:10: Das ist wahnsinnig viel.

00:41:12: Potenzial tatsächlich da.

00:41:14: Es gibt viele Rennpferde, die noch im Stall stehen, die raus wollen auch.

00:41:18: Die Rahmenbedingungen sind ein bisschen schwierig.

00:41:19: Ich glaube, da wird vielbehaft dran gearbeitet.

00:41:22: Ich habe neulich eine Podcast mit jemandem, der, oder wir waren es eigentlich, ein Erkenntnisproblem, haben wir, haben wir in keinster Weise.

00:41:29: Jetzt waren wir uns nicht ganz sicher, ob die Erkenntnis zu gelangen schwieriger ist als die Umsetzung oder umgekehrt.

00:41:35: Da arbeiten wir noch dran.

00:41:36: Aber ich sehe dich viel strahlen und viel lachen und wir haben auch immer viel Spaß, wenn wir uns sehen und sprechen.

00:41:42: Deswegen bleiben wir optimistisch, das machen wir gemeinsam, da sind wir auch schon wieder auf der richtigen Seite unterwegs.

00:41:49: Lieber Christian, vielen Dank für die Einladung in dein Büro und hat mir viel Freude gemacht und ich hoffe, wir machen das Anfang nächsten Jahres direkt nochmal und machen vielleicht einen Maktersblick oder so was.

00:41:59: Sehr gerne, habe mich auch sehr gefreut, dass du mich eingeladen hast, hat mir viel Spaß gemacht.

00:42:03: Vielen Dank, Jo.

00:42:04: Dankeschön,

00:42:04: Christian.

00:42:05: Ich wünsche euch allen eine wunderbare Weihnachtszeit.

00:42:08: Erholsame Tage mit euren Liebsten und einen großartigen Start ins neue Jahr.

00:42:13: Vielen Dank für eure Treue und ich freue mich schon jetzt auf zwanzig, sechsundzwanzig.

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