#39 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Martin Schaller
Shownotes
Wie wird man vom „Zufallskandidaten“ zum prägenden Bankchef eines ganzen Bundeslands? Im Podcast spricht RLB-Steiermark-Generaldirektor Martin Schaller über Raiffeisen-DNA, Kapitalmarkt, Eigenvorsorge, Finanzbildung – und was gelebte Nachhaltigkeit wirklich bedeutet. Jetzt reinhören!
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00:00:03: Willkommen zum Vorprofessionell-Podcast.
00:00:05: Joachim Naray gesucht
00:00:07: das Gespräch.
00:00:09: Offen, direkt und immer nah dran.
00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Gast.
00:00:16: Er steht seit Jahrzehntzehn an der Spitze der Reich-Eisenlandesbank Steiermark.
00:00:20: Sein Mandat wurde kürzlich vorzeitig um fünf Jahre verlängert.
00:00:24: Wir sprechen über die Aufgaben der Reich-Eisenlandesbank, aktuelle wirtschaftliche Lage, was KI für Mitarbeiterinnen bedeuten kann, wie Beteiligungen gesteuert werden und lernen vor allen Dingen auf den Menschen hinter dem Titel kennen.
00:00:38: Mein Name ist Joachim Lareike und ich suche heute das Gespräch mit Martin Schaller.
00:00:44: Herzlich willkommen lieber Martin.
00:00:45: Vielen Dank für deine Zeit.
00:00:47: Liebe Joachim, herzlich willkommen bei uns in der Räfelsen Landesbank Sternmarke in Katzraber.
00:00:52: Ich freue mich sehr, dass wir uns wieder mal sehen.
00:00:54: Wir kennen uns auch schon sehr lange.
00:00:56: Freue mich auf ein sehr, sehr gutes Gespräch mit dir.
00:00:59: Vielen Dank, ja das ist schon eine gute Erklärung auch von dir, damit die Leute sich nicht wundern, warum wir uns duzen, nur weil wir vielleicht ein modernes Medium benutzen.
00:01:07: Wir kennen uns tatsächlich, wir haben gerade gesprochen seit wahrscheinlich Anfang der Zweitausender, haben uns kennengelernt in Oberösterreich, in Linz seiner Zeit und das ist vielleicht auch schon eine ganz gute Herleitung.
00:01:18: Vielleicht kannst du unseren Hörerinnen mal kurz berichten, wie bist du hierher gekommen wo du jetzt bist und dass wir jetzt hier zusammensitzen können.
00:01:27: Wie war so der Werdegang?
00:01:29: Na ja, sehr gerne.
00:01:30: Mein Werdegeben ist geprägt von Zufällen.
00:01:34: Nicht geplant, alles passiert.
00:01:36: Angefangen hat es damit begonnen, dass ich eigentlich nie in einer Bank arbeiten wollte.
00:01:41: Und zufällig damals nach dem Studium in die Kreditanstalt gestolpert bin, weil dort den Trainieprogramm angeboten wurde und ich mir dachte, also eine allgemeine Bankausbildung kann nicht schaden.
00:01:53: Bezahlte Ausbildung, was gibt es Besseres, wenn Sie dich nehmen, dann machst du das und dann gehst wieder.
00:01:58: Sie haben mich überraschenderweise genommen, ich bin hingegangen und bin dann hängen geblieben in der Kreditanstalt im Treasury.
00:02:06: Hatte damals keine Ahnung, was dort passiert, gerade mal, wie man Treasury schreibt, hat aber das Vergnügen dort auf einen jungen Abteilungsleiter, Stellvertreter, zu stoßen, namens Johann Strobel, der heute CEO der Reifenberg International ist, der mich für das Geschäft fasziniert hat, war dann zehn Jahre in der Kreditanstalt in Wien.
00:02:27: Dann Bank Austria und wie die Hypoferenzbank aus München die Bank Austria übernommen hat, bin ich zurück nach Linz in meine Heimatstadt zur Reifenlandesbank Oberlsteich.
00:02:38: Durfte dort für das Trägeri und den Kapitalmarkt zuständig sein.
00:02:42: Das war die Zeit, wo wir uns kennengelernt hatten, Anfang der zweitausender.
00:02:47: Durfte dann elf Jahre in Linz in der Reifenlandesbank sehr, sehr interessante Tätigkeiten durchführen.
00:02:55: und kam dann wieder mehr oder weniger per Zufall.
00:02:59: Der Graz wurde gefragt, ob ich hier in Graz, in der Räffelten Landesbank Steyrmark, den Trescherevorstand machen möchte.
00:03:08: Hat mich natürlich sofort sehr interessiert und begeistert.
00:03:11: Bin dann, zwanzig zwölf, nach Graz gekommen.
00:03:15: Ja, und völlig ungeplanterweise hat dann mein Vorgänger als CEO auch eine andere berufliche Herausforderung angenommen.
00:03:25: Und so darf ich seit Jahrzehntzehntzehntzehn als CEO in dieser Bank fungieren.
00:03:31: Spannender Weg natürlich.
00:03:32: Und es ist interessant, wenn du sagst, wann viele Zufälle dabei.
00:03:35: Wir wissen aber auch, dass Glück kein Zufall ist.
00:03:38: Das wissen wir aus vielen, vielen Bereichen heraus.
00:03:40: Und jetzt darf ich dir sogar, nicht sogar so, ich darf dir gratulieren, dass Jungs deinen Mandat auch um fünf Jahre verlängert wurde.
00:03:47: Dankeschön.
00:03:47: Das heißt, dass die Steiermark gefällt dir.
00:03:51: Die Steiermark gefüllt mich sehr gut.
00:03:55: Zum Leben, auf der einen Seite K, das ist eine wunderschöne Stadt.
00:03:58: Die Aufgabe hier in der Bank ist eine sehr erfüllende, darf ja auch in der Reife zum Bankenkruppe Steiermark hier mitwirken, dass wir als stärkste Regionalbankenkruppe uns hier
00:04:09: für
00:04:11: die Steirinnen und Steirer, für die Unternehmen in der Steiermark hier engagieren dürfen.
00:04:15: Das ist eine ganz spannende Herausforderung.
00:04:18: Und wie ihr euch engagiert, da kommen wir auch im Laufe des Gesprächs nochmal drauf.
00:04:24: Was ich auch von dir schon damals wusste und weiß, ist, dass du, es gibt ja so ein bisschen eine Reifeisen-DNA bei euch in der Familie.
00:04:34: Dein Bruder kenne ich auch sehr, sehr gut.
00:04:36: Der ist, glaube ich, jetzt im Ruhestand schon.
00:04:38: Im Wohlverlieben dürfen wir sagen.
00:04:40: Aber auch deine Familie war ein bisschen geprägt vom Sektor, sagen wir mal.
00:04:46: Ja, das ist eigentlich mit dem Grund, warum ich anfangs erwähnte.
00:04:49: Ich holte eigentlich nie in eine Bank gehen, weil ich dachte, es gibt schon genügend mit dem selben Namen.
00:04:55: In der Bankenlandschaft, ja, tatsächlich ist es so, dass unser Vater bereits in Glinkts in der Eifersenlandesbank Oberösterreich hier als Chef dienen durfte.
00:05:07: Sehr lange Zeit.
00:05:09: Elstern sind dann verunglückt.
00:05:12: Und mein Bruder ... war bis vor kurzem CEO in der Reifeisen-Landesbank Oberösterreich.
00:05:19: Also ja, wir haben gewisse Reifeisen-Gene bereits in der Muttermilch mitbekommen.
00:05:26: Und ich weiß, dass du das ihr vier Kinder habt.
00:05:29: Gehen da die Muttermilch, ist die weitergereicht worden oder nicht komplett?
00:05:35: Interessanterweise.
00:05:36: Einer meiner vier Kinder ist jetzt wiederum in Balkwesen gelandet.
00:05:41: Einer mit meinem Älterster.
00:05:43: So darf ich jetzt auch wieder bereifassen, in Beteiligungsmanagement aktiv sein.
00:05:51: Okay, gut.
00:05:52: Also die Tradition wird fortgeführt und mal schauen, wann der Stopp kommt in der Tradition.
00:05:58: So ist es.
00:06:02: So eine lange Karriere, auch wenn du natürlich noch jung an Jahren bist, ist doch schon eine sehr lange Karriere.
00:06:06: Und du hast natürlich genau wie alle, die eine Kapitalmarktaffinität haben, schon unheimlich viele Dinge gesehen und auch erlebt.
00:06:14: Wie fühlt sich das heute aktuell an?
00:06:16: Ist das eine besondere Situation?
00:06:19: Oder sind wir als Silberrücken schon diejenigen, die sagen, naja, so Situationen hatten wir schon oft.
00:06:25: Also ich will versuchen so ein Gesamt.
00:06:27: So ein Stimmungsbild vielleicht einfach mal einzufangen, weil die Steier mag und da können wir auch gleich noch mal darüber sprechen.
00:06:34: Die hat ja schon auch eine gewisse internationale Abhängigkeit in vielen Segmenten und Branchen, mit denen ihr auch viel zu tun habt.
00:06:43: Also wie ist die Stimmungslage aktuell bei dir?
00:06:47: Ich glaube, man kann tatsächlich sagen, es ist vom beiden Mädels dabei.
00:06:51: Auf der einen Seite, wir haben schon viele herausfordernde Zeiten hinter uns.
00:06:56: Beginnend mit der Totkomblase, Anfang der Jahrzehnte, ging dann weiter über Lehmen, ging dann weiter über die Eurokrise.
00:07:05: Dann kam irgendwann einmal auch Corona-Kovid.
00:07:09: Jetzt sind wir natürlich schon in einer besonderen Phase, in einer globalen Unsicherheit, wie unsere Generation sie wahrscheinlich noch nicht miterlebt hat.
00:07:19: Wir hatten ja das Glück, dass wir in einer stetigen Phase des Wachstums unter sagen wir politischen Sicherheit abgelaufen ist.
00:07:30: Das ist jetzt sicher anders im Vergleich zu Herausforderungen und Krisen der Vorzeit.
00:07:36: Ich bin aber nach wie vor der Meinung, jede Krise ist eine Chance und eine Herausforderung, die gemeistert werden kann.
00:07:43: Und da kommt einem zugute in meinem Alter.
00:07:47: Dankeschön, dass mir geschmeichelt.
00:07:50: Ich bin doch schon ein Fortgeschritter im Alter.
00:07:53: Da kommt einem sicherlich zugute, dass man schon einige Herausforderungen hinter sich hat.
00:07:57: Und heute ist es so, aufgrund der politischen Unsicherheiten, aufgrund wirtschaftlichen Schwierigkeiten, dass wir das als Herausforderung in der Steiermark besonders spüren und merken, die Steiermark ist ein Industriebundesland, ähnlich wie unser Nachbarbundesland Oberösterreich, werden einen sehr hohen Industrieanteil und wir sind auch speziell in der Automotive-Industrie sehr stark verankert.
00:08:27: Und jetzt wissen wir alle, die deutsche Automobilindustrie hat sehr herausfordernde, schwierige Zeiten.
00:08:36: Und wenn man sehr, sehr eng damit verbunden ist, dann sehen wir tagtäglich, dass auch unsere Unternehmen in der Stermark diese Herausforderungen haben und dass wir uns auf diese Herausforderungen Einstellen müssen.
00:08:50: Dazu kommen spezielle österreichische Herausforderungen.
00:08:54: Leider ist es so, dass wir in Österreich derzeit im europäischen Schnitt auch zur Arbeit hinten sind.
00:09:03: Auf der einen Seite, was das Wirtschaftswachstum betrifft.
00:09:07: Wir können derzeit in Österreich von keinem Wachstum sprechen.
00:09:10: Auf der anderen Seite Inflation sind wir über dem Durchschnitt der Euro-Länder.
00:09:15: Das heißt, es ist schon eine spezielle Situation, eine spezielle Herausforderung, mit der unsere Unternehmen, mit der unsere Kundinnen und Kunden derzeit beschäftigt sind.
00:09:24: Und wir sind natürlich, wir bemühen uns, dass wir hier unseren Kundinnen und Kunden durch diese herausfordernden Zeiten bestens zur Seite stehen können.
00:09:35: Und um das auch immer mit Zahlen zu unterlegen, also die Steinmark habe ich gelernt, ist tatsächlich das zweitgrößte Bundesland Österreichs, nicht in Bezug auf die Bevölkerung, sondern in Bezug auf die Fläche, habe ich nicht gewusst, finde ich total spannend.
00:09:49: Aber was ich natürlich insbesondere wenn wir uns über Bankgeschäfte unterhalten, fast noch spannender finde, ist, dass die Reifeisengruppe in Österreich tatsächlich etwa die Hälfte aller steirischen Ein schön gereifeisen Gruppe in der Steiermark tatsächlich die Hälfte aller starischen Unternehmen als Kunden betreut.
00:10:08: Das ist korrekt.
00:10:09: Ja, tatsächlich ist es so.
00:10:12: Das grüne Herz, wie wir es nennen, die Steiermark, das grüne Herz Österreichs, flächenmäßig, sehr, sehr groß, bevölkernungsmäßig nicht ganz so groß, weil wir, und da sagt auch schon das grüne Herz aus, sehr viele Tela, sehr viele Berge, sehr viele Velga auch haben.
00:10:29: Aber... Wir sind bei unseren Kundinnen und Kunden in der Steinmark als Reifersen-Balkengruppe-Marktführer.
00:10:37: Fünfzig Prozent der Privatkunden, fünfzig Prozent der Unternehmer sind Kundinnen und Kunden von Reifersen-Steinmark.
00:10:45: Und das ist natürlich eine große Aufgabe, das ist eine große Herausforderung, der wir uns jeden Tag tagtäglich sehr, sehr gerne stellen.
00:10:55: Und als so eine große Gruppe, die natürlich dann bei fünfzig Prozent der Unternehmen und bei fünfzig Prozent der Privatpersonen im Büro oder im Wohnzimmer stattfinden, denn dann seid ihr dort auch.
00:11:08: Wie kann ich mir das vorstellen?
00:11:10: Wie viele hunderttausend Kunden sind das?
00:11:11: Also ich weiß, dass die Steiermark etwa eins Komma drei Millionen Einwohner hatte, der größte Ordnung.
00:11:16: Da sind wir bei sechs bis sieben hunderttausend Kunden.
00:11:20: Ja.
00:11:21: Tatsächlich sprechen wir, das muss man kurz erklären, von um die acht hunderttausend Kundenbeziehungen.
00:11:28: Wenn man rechnen kann, dann weiß man, dass man ein bis drei Millionen Steuern und Steuern, acht hunderttausend, das ist mehr als fünfzig Prozent.
00:11:36: Das erklärt sich daraus, weil mehrere Kunden beim mehreren Reifeisenbanken Bankbeziehungen haben.
00:11:43: Das heißt, das sind doppel Bankbeziehungen drinnen, aber Man kann sagen, dass wir bei rund siebenhunderttausend Steirinnen und Steirer inklusive Unternehmungen hier Kunden, Bank, Beziehungen haben.
00:12:00: Und das freut uns natürlich sehr.
00:12:02: ist total beeindruckend, stellt man sich mal vor in Deutschland.
00:12:06: Ich komme ja aus Deutschland, wie alle wissen.
00:12:09: Wenn es da eine Gruppe geben würde, die die Hälfte aller Deutschen oder die Hälfte aller Hessen betreut, dann wäre das schon auch phänomenal.
00:12:17: Jetzt bei so vielen Unternehmen, die eure Kunden sind und die bei den wirtschaftlichen Unsicherheiten wollen wir es mal so nennen.
00:12:24: Du hast gesagt, Automotive ist ein großer Bereich von euch.
00:12:27: Ich glaube, das ist ja eine Binse, dass es im Moment da Probleme gibt.
00:12:31: Tourismus ist relativ stark, Energiewirtschaft ist relativ stark.
00:12:36: Das sind alles Bereiche, wo man sagt, da ist im Moment Gesprächsbedarf vorhanden.
00:12:43: Aber ihr unterstützt diese Unternehmen in vielerlei Hinsicht, das ist klar.
00:12:48: Kann man sagen, dass so eine große... Bankenorganisation wie ihr seid, auch als Beteiligungsgesellschaft gesehen werden könnte in einigen Segmenten?
00:13:01: Ja, wir sind und haben uns auch vor einigen Jahren eine neue Beteiligungstrategie gegeben als Reifessensteiermark.
00:13:12: Es gibt andere Reifessenorganisationen, die traditionell schon viel länger und noch stärker im Beteiligungsgeschäft sind.
00:13:22: Aber auch wir wollen hier in der Steuermarkt den Unternehmen zur Verfügung stehen, auch im Eigenkapitalbereich.
00:13:31: Wir haben beginnen vom Startup über Skellabereich, wo wir auch in den Startupfonds Skellabfonds investieren oder auch direkt investieren und versuchen hier einen regionalen Schwerpunkt auch zu.
00:13:45: machen.
00:13:46: Wir versuchen im speziell steirischen Unternehmungen hier zur Verfügung zu stehen und das geht bis in den KMU-Bereich hinein und wir denken auch durchaus an andere Beteiligungen, wo wir unser Kapital für die Steirmark, für die Unternehmungen und auch für die Bevölkerung sinnvoll einsetzen können.
00:14:08: Es glaube ich also ein ganz wichtiger Bereich, weil jeder spricht mittlerweile davon, Venture Capital Geber, Private Equity, weil der Staat kaum in der Lage ist, das zu tun.
00:14:19: Man sagt, okay, etwa neunzig Prozent des Geldes, was ein Start-up benötigt, sollte am privaten Kapitalmarkt generiert werden, weil das sonst gar nicht möglich wäre.
00:14:32: Und man muss dazu erklären, dass es natürlich ein Unterschied zwischen Fremdkapital und Eigenkapital gibt und eine Bank üblicherweise.
00:14:40: Man durchaus auch so versteht, dass jemand reinkommt.
00:14:42: anglopft und fragt, darf ich einen Kredit bekommen?
00:14:45: Und dann geht die Maschinerie der Kreditprüfung los.
00:14:48: Das ist die Fremdkapitalseite.
00:14:49: und die Eigenkapitalseite ist eben die Seite, wo man sagt, okay, du hast ein interessantes Unternehmen.
00:14:54: Ich würde mich gerne da in irgendeiner Form beteiligen.
00:14:57: Kann man das so sagen?
00:14:58: Das kann man absolut so sagen.
00:15:00: Und wie wir alle wissen, ist ja leider in Österreich der Kapitalmarkt, ich sage es jetzt ganz bewusst, unterentwickelt.
00:15:08: Und da dieser Kapitalmarkt nicht besonders stark ist.
00:15:14: Ist es durchaus auch Aufgabe von regional Banken, wie wir sie sind, hier den Unternehmungen auch kapitalmäßig zur Verfügung zu stehen, sofern bedarf danach vorhanden ist.
00:15:28: finde ich eine extrem spannende und auch wichtige und gute Entwicklung, weil es gibt ja auch regulatorische Anforderungen, die sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren entwickelt haben, die es gar nicht mehr so leicht machen, in Anführungsstrichen leicht machen, einen Kredit zu bekommen.
00:15:42: Also manchmal hat man den Eindruck, man bekommt nur Kredit, wenn man gar keinen braucht.
00:15:46: Das ist leider so, dieser Eindruck ist leider nicht falsch bzw.
00:15:51: von der Aufsicht auch so gewünscht.
00:15:52: Am liebsten wäre es unseren Aufsehern, wenn wir gar keine Kredite hergeben müssten, so wie jetzt.
00:16:00: damit böse.
00:16:01: Aber tatsächlich sind die Anforderungen immer größer.
00:16:04: Wir haben in den letzten Jahren sind wir mit Eigenkapital sehr sorgfältig umgegangen.
00:16:12: Wir haben unsere Kapitalbasis in den letzten Jahren und Liquiditätsbasis sehr gut ausbauen können, sodass wir jetzt in der komfortablen Situation sind, dass wir dieses Kapital auch vernünftig einsetzen können und vernünftig einsetzen werden.
00:16:28: Finde ich wie gesagt eine ganz spannende Geschichte.
00:16:30: Und teilen uns doch mal mit, in welchen Größenordnung wir uns jetzt hier bewegen.
00:16:35: Also fangen wir mal von oben an.
00:16:36: Bilanzsumme der Bank, der Gesamtbank,
00:16:40: also die Eifersen Landesbank als AG als Konzern hat eine Bilanzsumme vom... um die siebzehn zwischen siebzehn und achtzehn Milliarden Euro, die Reifessenbankengruppe, also mit unseren neununddreißig Reifessenbanken, verstehen wir, als die Reifessenbankengruppe Stärmak, stehen wir derzeit bei um die, um die zweiunddreißig, dreihunddreißig Milliarden Euro Bilanzumme, und das ist für unser Bundesland schon durchaus eine, eine Größe, die durchaus von Bedeutung ist.
00:17:18: und um noch weitere Kennzahlen abzufragen.
00:17:21: Wir haben ja immer die Diskussion, das ist übrigens in Österreich überhaupt nicht anders als in Deutschland.
00:17:27: Und das am Rande erwähnt Martin, wir sind gar nicht so unterschiedlich, die Deutschen und die Österreicher.
00:17:31: Da ist dann immer der Faktor, der da noch so eine Rolle spielt, aber die Probleme und Herausforderungen sind wirklich, wirklich ähnlich, um nicht zu sagen fast identisch.
00:17:40: Wir haben dann immer so die Fragestellung, okay, wie viel Geld liegt denn eigentlich so in diesem?
00:17:46: Sparbuchanlagen, also Sichtanlagen nennt man das, ich weiß, gibt es einen speziellen Begriff in Österreich dafür, sagt man auch Sichtanlagen.
00:17:52: Primärmittel, wir sagen hier Primärmittel und der Primärmittel verstehen wir unsere Sichtanlagen und unsere Sparkunden.
00:18:00: Und da liegen derzeit so um die zwanzig Milliarden plus an Geldern, wo wir der Meinung sind und uns auch bemühen unseren Kundinnen und Kunden.
00:18:13: davon zu überzeugen und zu beraten, dass auf Dauer hier auf Sichtenlagen oder Spargründen zu liegen haben.
00:18:22: Es sinnvoller ist, die auch höherwertig zu veranlagen.
00:18:25: Da kommen wir jetzt zum Vorgeschäft, da kommen wir zum Werbepäckgeschäft, wo wir denken, dass noch viel Potenzial da ist.
00:18:33: Natürlich ist die Beratung ganz wesentlich.
00:18:35: Natürlich müssen wir unsere Kundinnen und Kunden an dieses Geschäft verantwortungsvoll heranführen.
00:18:41: im Zuge von Beratungsgesprächen, indem wir die Risikobereitschaft, Risikoneigung auch mit unseren Kunden besprechen.
00:18:48: Aber da gibt es noch sehr viel Potenzial und Luft nach oben, damit diese Gelder, die hier auf diesen Kunden, ich sage es jetzt besser, einfach herumkurieren, diese Gelder auch sinnvoller sowohl für die Kunden als auch für die Wirtschaft einzusetzen.
00:19:08: Ja, ich glaube, das ist ja eine Diskussion, die uns beide schon unser gesamtes Berufsleben begleitet.
00:19:13: Ich glaube, um das auch nur noch mal ganz klar zu machen, es ist total wichtig, dass der Kunde sich wohlfühlt mit dem, was er hat.
00:19:21: Ich glaube aber auch, könnte vielleicht eine etwas kesse Annahme sein.
00:19:25: Ich glaube, es gab eigentlich noch nie eine wirklich noch bessere Zeit für mögliche Kapitalanlagen und Investments als jetzt.
00:19:34: Ich glaube es mittlerweile jedem klar, dass die gesetzliche Rente Wenn wir jetzt nicht so seriös wären, wie wir sind, würde ich ein Wort nehmen, das nicht hierher gehört, aber es ist ein Grunde kaputt.
00:19:45: Das System, das heißt, der Kapitalmarkt muss eigentlich eine Alternative darstellen.
00:19:52: Die Staaten öffnen sich langsam, also Deutschland Österreich öffnet sich langsam in diese Richtung ein bisschen, aber eben Trippelschritte.
00:19:58: Wir in Deutschland haben eine Frühstaatrente, ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, wo jetzt Kinder von sechs bis achtzehn, zehn Euro im Monat bekommen.
00:20:06: Was will ich damit sagen?
00:20:08: Es gab noch nie eine bessere Zeit, sich für den Kapitalmarkt zu interessieren, weil es auf deiner Seite einfach nichts mehr gibt.
00:20:14: Und so deutlich müssen wir das einfach einfach auch mal sagen.
00:20:18: Dann ist die Verzinsung natürlich auch in Sparbo-Inzison seit der Nullzinsphase ja immer noch nicht so richtig attraktiv.
00:20:25: Die Inflation ist hoch, also sind wir beim Thema Realzins.
00:20:29: Also man könnte auch sagen, es gab noch nie bessere Zeiten.
00:20:32: Ich weiß auch, dass ihr einigermaßen erfolgreich dabei seid, insbesondere in den letzten Jahren Kunden zu Wertpapierkunden zu machen.
00:20:41: Also ich bin überzeugt davon, dass die Zeit noch nie so weif und richtig war für Wertpapierveranlagen, wie es heute ist.
00:20:51: Du hast beschrieben, unser Pensionssystem, ja auch da will ich keine Worte dazu verwenden.
00:20:59: In milchen Worten wird wahrscheinlich nicht in der Lage sein, in der Zukunft sämtliche Pensionen vor allem unserer heutigen jungen Maite zu bezahlen.
00:21:07: Daher ist Eigenvorsorge wichtiger denn je.
00:21:12: Und ich glaube, man kann nicht bald genug anfangen, ob meiner Enkelin zu Geburt.
00:21:20: einen Wertpapieraufbauplan mitgegeben, mühsam und langsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber sie hat ja noch einige Jahre vor sich.
00:21:28: Und wenn sie dann aber in das Alter kommt, dann wird auf diesem Ansparplan hotendlich auch schon etwas bereit liegen.
00:21:36: Was es aber auch bedarf, sind regulatorische und rechtliche Erleichterungen für den Kapitalmarkt.
00:21:45: Und das sind wir wieder bei einem österreichischen möglicherweise auch deutschen Thema, das halt hier die Incentivierung.
00:21:54: ganz, ganz wichtig wäre, ob das jetzt in der Form von steuerlichen Änderungen wäre oder was auch immer.
00:22:01: Also da sind wir dringend gefordert, hier auch vom Gesetzgeber die private Rente zu incentivieren.
00:22:11: Die Produkte, die Möglichkeiten sind da, die Beratungen sind da.
00:22:15: Und ja, es gelingt uns auch unsere Kundinnen und Kunden an dieses Geschäft heranzubringen.
00:22:21: Aber da bedarf es doch noch des einen oder anderen Schrittes, wo man das vielleicht doch incentivieren könnte.
00:22:29: Der incentivieren und eben auch nicht schlecht reden, nicht warm.
00:22:34: Weißt du, es ist so lustig zu beobachten, dass für uns auch eine Binsa, aber wenn du dir den MSCI World, also den Weltaktienindex der letzten dreißig Jahre anschaust und du hast gerade gesagt, was wir allein schon in unseren Karrieren an schwierigen Zeiten hatten, steht da immer noch eine Wertentwicklung zwischen sechs und sieben Prozent drauf, pro Jahr.
00:22:53: letzten dreißig Jahre, und da wirklich jedes Unglück, was man haben hätte können, war mit dabei.
00:22:59: Und ich glaube, dass wir nicht müde werden dürfen, das auch zu sagen, jetzt kommt der Druck von der anderen Seite dazu, weil wir eben uns nicht mehr auf den Staat verlassen können.
00:23:07: Was das anbetrifft, die Vollkasko-Mentalität, die es gibt, ist vielleicht jetzt auch in dieser Phase eher etwas, was man bedenken musste oder überdenken müsste.
00:23:18: Also deswegen finde ich es gut, dass du sagst, es gab wahrscheinlich noch keinen, noch keinen interessanteren Zeitpunkt als aktuell, das nochmal ins Schaufelster zu steigen.
00:23:27: Ich glaube, das ist auch eine gesellschaftspolitische Verantwortung.
00:23:31: Und das beginnt, das beginnt auch in der Bildung, in der Ausbildung, das beginnt in unseren Schulen, in Österreich, da kann ich jetzt nur von Österreich sprechen, ist die Finanzbildung, die Wirtschaftsbildung leider, leider sehr, sehr unterentwickelt?
00:23:48: Das heißt, wir müssen auch in die Schulen gehen, wir müssen in die Bevölkerungsgarung gehen, wir müssen Finanzbildung betreiben.
00:23:55: Das wird derzeit noch viel zu wenig gemacht.
00:23:59: Denn nur wenn jemand versteht, wie ... eine Volkswirtschaft funktioniert, dann versteht er auch, wie ein Kapitalmarkt funktioniert, dann versteht er auch, wie Unternehmungen funktionieren, dann ist das alles andere als böse, sondern dann ist das die Voraussetzung für unseren Lebensstandard und für unsere Weiterentwicklung.
00:24:22: Und dann versteht man wahrscheinlich auch viel, viel besser, warum es sehr gut ist hier zum einen für die eigene Vorsorge, zum anderen aber auch für die Wirtschaft hier zu investieren, ihm den Kapital mögt.
00:24:35: Und Martin, weißt du, was das wirklich interessant an der ganzen Geschichte ist?
00:24:39: Es ist überhaupt nicht schwer.
00:24:41: Nein.
00:24:42: Jeder hat irgendwie Angst davor.
00:24:44: Manchmal habe ich so den Eindruck, Ja, was sage ich immer zu einem Arzt, wenn ich mal zu einem Arzt gehe?
00:24:49: Sag ich, erklärst du mir als wäre ich drei Jahre alt und gib mir die Empfehlung, die du dann Bruder gibst.
00:24:54: Und dann ist das Thema für mich durch, dann brauche ich nicht zu verstehen, wie da alles irgendwie so und Wirtschaft ist wirklich nicht wirklich nicht wirklich kompliziert.
00:25:02: Das ist keine Atomphysik.
00:25:04: Ist es wirklich nicht, ja?
00:25:06: Und deswegen, oftmals wird es übrigens auch von Porsche-Teile-Lehmann zu der gemacht, zu der Atomphysik und zur Raketenwissenschaft.
00:25:13: Warum das manchmal so gemacht wird, weiß ich gar nicht.
00:25:16: Wir haben, glaube ich, auch bei vielen Veranstaltungen, die wir gemeinsam gemacht haben, immer besonders darauf geachtet, dass wir es erklären, wie es einfach ist, nämlich trotzdem relativ einfach.
00:25:26: Und ich glaube, dass es gut tut, wenn wir das beibehalten oder nochmal unterstreichen und schulen.
00:25:33: Ich kann nicht beruhigend eingehen, in Deutschland ist es nicht besser.
00:25:36: Es ist ein bisschen anders, aber es ist bei Weitem keine Wirtschaftsausbildung in der Schule verankert.
00:25:43: Wir hatten ja gemeinsam in unserer Vergangenheit auch schon.
00:25:46: Börsenspieler, man kann ja auch spielerisch, glaube ich, sehr viel lernen und lernen.
00:25:49: Wir hatten ja gemeinsam auch Börsenspieler schon veranstaltet.
00:25:54: Wir haben jetzt hier in der Steuermark eine App entwickelt, gemeinsam mit der Universität Karl Franzens Universität, die nennt sich Fitoo Invest, wo spielerisch nachgespielt werden kann.
00:26:06: Die Kapitalmarktentwicklung in der letzten zehn, zwanzig, dreißig Jahre und spielerisch auch hier gezeigt werden kann.
00:26:16: wie sinnvoll es ist, dann selbst Investitions- oder Deinvestitionsentscheidungen zu treffen und was denn für Erträge und Rantiten erzielt werden können, wenn man einen professionellen Manager diese Aufgabe überträgt.
00:26:31: Das ist ganz, ganz interessant.
00:26:33: Ich finde das eine super Initiative, weil... Börsenspiele oder auch solche... Gut, heutzutage muss man fast eine App anbieten und die Einstiegshürde einfach auch sehr gering zu den jungen Menschen.
00:26:46: Aber Börsenspiele gibt's so gut wie keine mehr.
00:26:50: Das gab mal so ein Hype zu der Volksaktienzeit.
00:26:53: Da kam das.
00:26:54: Und aber dann brachte es irgendwann ab, weil das natürlich auch immer wieder den Beigeschmack hat.
00:26:59: Ja, man zieht dann und bringt die jungen Leute insbesondere zu etwas, was Teufelszeug ist.
00:27:06: Ich glaube, wenn man die einfachen Sachen anfängt, wir haben gerade ein bisschen über Eigenkapital und Fremdkapital gesprochen, das sind die ganz simplen Sachen, die man einfach mal verstehen muss, dass es da einen Unterschied gibt.
00:27:16: Ich finde das eine super Initiative.
00:27:17: Ich hoffe auch, dass das so durchgezogen wird und dass du regelmäßig Marketingbudget bei Seite legst dafür.
00:27:22: Das ist natürlich extrem wichtig.
00:27:25: Aber du nix, deswegen...
00:27:27: Das merken wir.
00:27:28: Wir gehen auch in die Schulen.
00:27:31: Wir haben ein Programm, das nennt sich Bank to School.
00:27:34: Das sind sehr, sehr interessante Programme, wo natürlich wir auch einiges investieren.
00:27:41: Aber wir denken, es ist der richtige Weg, um gerade den jungen Leuten Wirtschaften herzubringen.
00:27:47: Und ich höre aber auch raus, dass es nicht nur die richtige Weg für Rifeisen, sondern ihr macht das natürlich auch aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus.
00:27:55: Und dass das nicht nur leere Hülsen sind, glaube ich, kann man sehr gut auch daran sehen, wie in der Gesellschaft engagiert.
00:28:06: Da Fußballverein über die freiwillige Feuerwehr, über jetzt solche Schulgeschichten, Reifeisen oder das Giebelkreuz sieht man fast überall, auch bei kleinen und kleinsten Veranstaltungen.
00:28:19: Und das ist eine gesellschaftliche Verantwortung, der hier durchaus gerecht wird.
00:28:23: Wir nennen das gelebte Nachhaltigkeit.
00:28:26: Und diese gelebte Nachhaltigkeit steht bei uns auf drei.
00:28:30: auf drei Standbeinen.
00:28:33: Ich glaube, über die ökologische Nachhaltigkeit brauchen wir in Zeiten wie diesen nicht mehr sprechen.
00:28:37: Außerdem, amerikanischen Präsidenten hat jeder den Klimawandel erkannt.
00:28:42: Ganz wichtig ist auch die soziale Nachhaltigkeit.
00:28:46: Die Gesellschaft trifft zum Teil auseinander.
00:28:50: Wir müssen hier sehen, dass wir einen gesellschaftlichen Zusammenhalt gerade in Europa auch erhalten können, denn wir haben nichts davon, wenn uns die Ränder der Gesellschaft in welche Richtung auch immer wegbrechen.
00:29:02: Daher auch unser Einsatz in sozialen Bereichen, in karitativen Bereichen.
00:29:07: Und dazu bedarf es eines dritten Standbeins, denn sonst könnten wir uns die ökologische oder die soziale Nachhaltigkeit nicht leisten, wenn wir nicht die wirtschaftliche Nachhaltigkeit gewährleisten können.
00:29:19: Und das ist für uns in Summe drei Standbeine, aber im Sinne eines ganzen.
00:29:25: Und durchaus auch in Einklang zueinander.
00:29:27: Also so habe ich die Reifweisenorgane nicht nur in der Diarmarkt, sondern auch in anderen Bundesländern kennengelernt.
00:29:33: Das ist in einer Reifessen DNA mehr oder weniger verwurzelt.
00:29:36: Das geht auch von so einem Gründer zurück auf den Friedrich Wilhelm Reifessen.
00:29:39: Der hat es vielleicht noch anders genannt, mit Solidarität, Subsidiarität, Regionalität.
00:29:44: Aber in Wirklichkeit sind das die Wurzeln unserer Nachhaltigkeit, die wir jetzt aber weiter entwickeln und in die Zukunft hat es von mir.
00:29:51: finde ich total wichtig, weil ich glaube, dass das ja auch Identität schafft.
00:29:56: Und das ist ja etwas, was vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas verloren geht.
00:30:01: Und ich bin immer noch begeistert, wenn ich durch Österreich fahre oder auch durch Deutschland muss man auch sagen, dass ich in den kleinen Ortschaften tatsächlich noch Bankstellen sowohl von Reifeisen als auch von Sparkassen sehe.
00:30:12: Ich finde das gut, ich finde das wichtig, weil das tatsächlich dazu führt, dass man Ja, dass man sich mit etwas identifiziert.
00:30:20: Und ich glaube, dass das uns in unserer Gesellschaft ein bisschen abgängig ist aktuell.
00:30:25: Und ich glaube, es ist wahnsinnig wichtig, dass man dagegen steuert.
00:30:29: Martin, so zum Ende unseres Gesprächs.
00:30:33: Wie viele Mitarbeiter habt ihr in der Steiermark ungefähr die Greifeisen?
00:30:38: Also, Greifeisen Steiermark beschäftigt in etwa um die drei Tausend Dreihundert Kolleginnen und Kollegen.
00:30:45: sei es in unseren steirischen Reifessenbanken vor Ort, sei es in der Reifessenlandesbank, wir in der Reifessenlandesbank beschäftigen, um die Tausend Kolleginnen und Kollegen und über zwei Tausend sind in unseren Neun- und Kreis- und steirischen Reifessenbanken beschäftigt.
00:31:00: Sonst ist das auch ein riesiger Arbeitgeber?
00:31:02: Wir
00:31:03: sind ein sehr großer Arbeitgeber, wir haben dafür auch unseren unseren ökonomischen Fußabdruck bereits untersuchen lassen von mehreren Studien.
00:31:12: Da kommen ganz, ganz interessante Ergebnisse heraus, dass wir auch volkswirtschaftlich als Reifessen selbst sehr steuerlich, sehr als Arbeitsgeber hier einen großen Beitrag leisten.
00:31:25: Ah, okay, dann sind die Untersuchungen gemacht worden, dass beispielsweise ein Reifeisen-Mitarbeiter dreieinhalb anderer Arbeitsplätze in irgendeiner Art und Weise zu regiert unterstützt.
00:31:34: Wie
00:31:34: ist das für Motorsuchenden?
00:31:36: Wie hoch ist unsere Protowertschöpfung?
00:31:38: Wie hoch ist unsere Steuerleistung?
00:31:40: Wie hoch ist unser indirekter Arbeitskräftennachschub?
00:31:46: Das kommen sehr, sehr interessante Zahlen raus.
00:31:49: Und da dürfen wir voll auf Dolch behaupten, wir sind in der Stermark.
00:31:55: Wie in Ternz-Österreich, die Räfels- und Balkenkruppe.
00:31:59: Ich würde nicht unwesendelke, sondern ein sehr starker Partner für die Wirtschaft, für die Gesellschaft, für die Bevölkerung.
00:32:06: Und das ganze im Universalbanken Prinzip, das bedeutet jetzt nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht,
00:32:25: wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht, wir haben nicht.
00:32:27: dass es durchaus ein durchaus Attribute, die man mit euch in Verbindung bringen kann.
00:32:29: Das ist auch ein Kern unseres Selbstverständnisses.
00:32:32: Unsere Reifeisenbanken sind ja Genossenschaften.
00:32:36: Unsere Reifeisenbanken können sich kein Kapital von der Böse holen.
00:32:41: Unsere Reifeisenbanken müssen ihre Erträge selbst erwirtschaften.
00:32:46: Aber stehen sicherlich nicht unter einem permanenten, quartalsmäßigen Druck hier, von von zwanzigprozenteren Tieten abliefern zu müssen, sondern die Genossenschaften erwirtschaften das Kapital, das sie für ihre Weiterentwicklung auch brauchen.
00:33:03: Und hier ist durchaus im Zeitalter der Digitalisierung, im Zeitalter der KI, im Zeitalter von Robotics sehr, sehr viel Geld für Investitionen notwendig.
00:33:14: Das aber von selbst der Wirtschaft.
00:33:17: Das bringt mich zu meinem vorletzten Punkt, den ich mit dir besprechen will.
00:33:22: Alle sprechen permanent über künstliche Intelligenz, Artificial Intelligence, künstliche KI.
00:33:28: Überall kommt einem das um die Ecke und führt natürlich auch dazu das Mitarbeiterinnen.
00:33:35: vielleicht auch an der einen Stelle Angst um ihre Jobs bekommen.
00:33:38: Ist das was, womit du auch schon konfrontiert bist, sowohl aus der Belegschaft heraus, als aber auch von der Produktentwicklung und von der Geschäftsentwicklung heraus, dass das an dich herangetragen wird.
00:33:51: Ihr müsst noch häufiger in diesem Bereich euch engagieren, also KI.
00:33:55: Ist das was, was bei dir auf dem Schreibtisch liegt, tagtäglich, oder?
00:33:58: Also sich nicht mit KI zu beschäftigen, ist ein klares Untergangsszenario.
00:34:04: Da wir nicht bekannt sind, dafür Untergangszenarien zu verfolgen, beschäftigen wir uns intensiv mit KI, mit Digitalisierung, mit Robotics und anderen Dingen.
00:34:15: Ich sehe aber in keinster Weise die KI als Jobkele im Gegenteil.
00:34:20: Es verändern sich.
00:34:21: die Jobs.
00:34:22: Es verändern sich die Aufgaben.
00:34:25: Sie werden anders.
00:34:26: Und da gibt es ja in der Geschichte, da kann man unter die industrielle Revolution zurückgehen, wo man Angst hatte vor der Eisenbahn, wo man Angst hatte vor dem Automobil oder was auch immer.
00:34:40: Was ist passiert?
00:34:41: Es sind Jobs ersetzt worden.
00:34:44: Ja, aber durch neue Jobs.
00:34:46: Und es wird uns die Arbeit nicht ausgehen.
00:34:49: Sie wird noch anders werden.
00:34:51: Wir müssen uns darauf einstellen, um jeder, der bereit ist, sich darauf einzuskellen und sich hier weiterzuentwickeln, der wird sich kennen sollen machen.
00:35:01: Das ist, glaube ich, eine ganz gute Zusammenfassung, insbesondere natürlich bei Reifeisen, weil euer Motto ist ja auch nah an den Menschen zu sein und regional an den Menschen und mit den Menschen zusammenzuarbeiten.
00:35:14: Insofern schließt das eine, du kannst ja das eine tun ohne das andere zu lassen.
00:35:18: Und ich glaube, das ist eine wichtige Geschichte.
00:35:20: Bewahrt uns natürlich nicht davor, dass wir uns immer wieder selbst hinterfragen müssen und uns immer wieder fragen müssen, ob und wie wir uns auch effizienter aufstellen können.
00:35:32: Diese Fragen müssen wir uns, aber das ist jetzt kein Produkt der Digitalisierung und der KI, sondern diese Frage müssen wir uns per Moment stellen.
00:35:44: Wie können wir hier effizient sein?
00:35:46: Wie können wir uns synergetisch aufstellen?
00:35:49: Okay, das musst du aber vor fünfzig Jahren auch schon, oder vor hundert Jahren.
00:35:53: Und letzte zwei Fragen.
00:35:55: Mit der Bittung kurze Antwort, wie im Fernsehen immer gesagt wird.
00:35:57: Nein, erste Frage ist, Martin, willigst du dein Geld selbst an?
00:36:03: Also dein eigenes Geld.
00:36:04: Jetzt hast du über Kinder und Enkelkinder gesprochen oder wir haben darüber gesprochen.
00:36:07: Das heißt, da geht schon mal was hin.
00:36:10: Man gibt ja lieber mit Warmer als mit kalter Hand.
00:36:13: Aber nichtsdestotrotz hast du dir wahrscheinlich auch eine Anlagestrategie.
00:36:18: Meine Anlage-Strategie ist eigentlich sehr trivial, ist konservativ.
00:36:25: Ich vertraue unseren Asset-Managern.
00:36:28: Ich vertraue unseren Asset-Managern wesentlich besser als mir selbst.
00:36:34: Ich bin kein, obwohl ich erst im Treschere komme und hier auch meinen Blumenbergschirm auf meinem Scheibtisch stehen habe.
00:36:41: Ich bin kein Zucker.
00:36:42: Ich denke mir, diese Arbeit sollen die machen, die sich wirklich tagtäglich damit beschäftigen.
00:36:47: Ich habe eine breitere Aufgabe.
00:36:51: Natürlich ist mein Herz noch immer in Träschere verhaftet, wo ich herkomme.
00:36:56: Aber ich habe keine Zeit, die Märkte tagtäglich zu beachten.
00:37:00: So überlasse ich diese Detikate unseren S-App-Managern, unseren Fokus-Sellschaften.
00:37:05: Wir haben in der Gruppe, ob es jetzt RC-Helmenreifers und Kepitler.
00:37:10: Management ist hier sehr erfolgreiche Sustainability-Fonds, wo auch mein Geld veranlagt wird, aber auch bei anderen Vorgesellschaften in der Scheifeisen-Familien, nenne ich es jetzt einmal.
00:37:25: Auf der anderen Seite, ich habe jetzt zwei Hauptwohnsitze, also auch hier Immobilien, wobei ich Immobilien dann Ich empfehle, wenn auch ein eigen Gebrauch, eine eigene Nutzung da ist, die ist bei mir gegeben.
00:37:43: Auf der anderen Seite, ich habe auch eine große Familie.
00:37:47: Ich bin der Meinung, dass die beste Investition in die Zukunft die Ausbildung ist.
00:37:54: Das heißt, für Ausbildung meiner Kinder und später meiner Enkelkinder, werde ich Investitionen zur Verfügung stellen können.
00:38:02: Also wird so breit gestreut, kein Zucker.
00:38:06: eher konservativ, wobei natürlich der Aktienanteil gerade in Zeiten wie diesen nicht zu kurz kommen soll, nicht zu kurz kommen darf.
00:38:16: Und ich glaube, dass der Aktienanteil auch in einem Frontportfolio durchaus gut vertreten sein soll.
00:38:25: Das ist ein schönes Schlusswort.
00:38:26: Das führt mich dann zu der allerletzten
00:38:28: Frage.
00:38:30: Was stimmt dich optimistisch für die Zukunft außer deiner Familie?
00:38:35: die natürlich ein immer Optimistisch stimmt, aber weil ich höre im Moment so viele Klagerlieder und es widerstritt mir ein bisschen, weil ich Grundoptimist bin.
00:38:45: Und ich glaube, wir haben schon so viele Sachen irgendwie erledigt, erlebt und auch gemeistert.
00:38:51: Aber ich glaube, wir müssen irgendwie wieder fröhlicher werden, optimistischer werden, positiver werden.
00:38:56: Ja, absolut.
00:38:57: Stimmung ist die halbe Konjunktur.
00:39:00: Stimmung ist die halbe Konjunktur, das Glas.
00:39:02: Ich sage, ist immer halb voll, ist nicht halb fair, aber stimmt mich optimistisch, wenn ich in die Steiermark schaue.
00:39:09: Wenn ich mir die Universitäten in der Steiermark anschaue, dann haben wir so viele, so tolle Universitäten, so viele, so tolle junge Studentinnen und Studenten.
00:39:23: Und wenn ich mir das Potenzial ansiehe, dass ich dann verknüpfe mit unseren Unternehmen in der Steuermarkt, die zum Teil hidden Champions sind, hidden Champions sogar als Weltmarktführer.
00:39:35: Und diese Verbindung der Universitäten, der Innovation mit unseren steilischen Unternehmen, dann bin ich überzeugt davon, dass wir auch eine Zeit mit diese nicht nur gut hinter uns bringen, sondern dass das in Bittigkeit ein Start zu einer sehr, sehr guten, positiven Entwicklung für die Zukunft ist.
00:39:55: hat dem es überhaupt nichts hinzuzufügen.
00:39:58: Lieber Martin, herzlichen Dank für deine Zeit, dass ich bei dir zu Gast sein durfte.
00:40:02: Ich habe mich riesig gefreut, dass wir uns auch wieder gesehen haben.
00:40:04: Ich hoffe, wir machen das regelmäßig.
00:40:06: Gehen wir uns mal gegenseitig ein Update.
00:40:08: Danke für deine Zeit und alles Gute.
00:40:11: Ich bedanke mich bei dir sehr, sehr herzlich für das Gespräch.
00:40:14: Ich habe dieses Gespräch sehr, sehr motivierend den Funken.
00:40:18: Danke dafür.
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