#37 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Karin Schambach

Shownotes

Karrierewandel, Marktumbruch, KI-Druck – Headhunterin Karin Schambach spricht im aktuellen FONDS professionell Podcast mit Joachim Nareike über die Jobsituation im Asset Management, die Wechselbereitschaft von High Performern und aktuelle Gehaltstrends. Jetzt reinhören!

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00:00:02: Willkommen zum Vorprofessionell-Podcast.

00:00:05: Joachim Naray gesucht das Gespräch.

00:00:09: Offen, direkt und immer nah dran.

00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Gast, wie man der genau weiß, wohin der Finanzbranche Karrieren entstehen.

00:00:21: Sie zählt zu den einflussweichsten Headhunterinnen der Branche und kennt den Markt aus einer einzigartigen Perspektive zwischen Unternehmen, Kandidaten und Trends.

00:00:32: Wir sprechen über jeden Weg in die Personalberatung, die aktuelle Marktlage, den Einfluss von KI und natürlich auch über Gehälter, Wechselbereitschaft und Reputation.

00:00:44: Ein Gespräch über Karriere, Wandel und die Kunst, Menschen und Märkte zusammenzubringen.

00:00:49: Mein Name ist Joachim Nareike und ich suche heute das Gespräch mit Karin Scharnbach.

00:00:54: Herzlich willkommen, liebe Karin.

00:00:55: Schön, dass du dir die Zeit nimmst.

00:00:57: Hallo Jo, ich freue mich sehr, hier zu sein.

00:01:00: für die Zuhörer, die sich fragen, warum wir uns, warum wir uns duzen.

00:01:05: Das liegt daran, weil wir uns wirklich schon sehr, sehr lange kennen.

00:01:07: Wir haben auch schon einige Projekte gemeinsam bearbeitet haben und ob es, glaube ich, einfach auch Schätzen und mögen.

00:01:13: Und deswegen ist das du nur kurz zur Erklärung damit, dass auch jeder weiß.

00:01:18: Ich kann aus, ich kann spontan sagen, dass wir uns zwei Tausend Neun kennengelernt haben und seitdem es auch immer wieder ausgetauscht haben und zusammengearbeitet haben.

00:01:27: Zwei Tausend Neun, das weißt du

00:01:29: noch?

00:01:29: Das weiß ich noch.

00:01:30: Du hast doch eben bestimmt geguckt, oder?

00:01:31: Nein,

00:01:32: das muss ich nicht.

00:01:33: Sehr gut, das macht mich stolz.

00:01:36: Danke schön dafür, dass du das noch weißt.

00:01:38: Kein, lass uns einsteigen.

00:01:40: Im Markt kenne ich wirklich als eine der profiliertesten Hethanterinnen.

00:01:45: Darf man Hethanter überhaupt sagen, ist das, steht ja in eurem Firmeneumort drin.

00:01:48: Eben,

00:01:48: ich stehe dazu.

00:01:49: Das ist das, was ich tue.

00:01:51: Du deckst die gesamte Finanzbranche ab, also mit deinem Team natürlich.

00:01:57: Lass uns noch mal Teil haben, wie das alles angefangen hat bei dir ganz persönlich.

00:02:00: Wie bist du hier an diesem Tisch gekommen?

00:02:04: Das ist natürlich wie immer ein weiter Weg.

00:02:07: Und bei mir war er nicht gradlinig.

00:02:09: Es gibt ja tatsächlich heutzutage auch diejenigen, die im Studium beschließen, dass sie headhunter werden oder Personalberater oder executive Search machen.

00:02:16: Also wir können das nennen wie wir wollen.

00:02:18: Ja, bei mir war das nicht so.

00:02:20: Ich bin Historikerin.

00:02:21: Ich habe probiert als Historikerin.

00:02:24: Ich habe als Historikerin gearbeitet, große Ausstellung gemacht und habe dann mit sixunddreißig und wir schreiben das Jahr zweitausend irgendwie in diese in Frankfurt lebend in den Markt geschaut und habe gesehen, da geht es ab.

00:02:37: Dann ist jetzt hier eine Universität zum Schluss in der Verwaltung.

00:02:42: Das ist nicht meins.

00:02:43: Ich will dabei sein.

00:02:44: Und dann habe ich angefangen zu überlegen, was so eine Historikerin kann.

00:02:48: Man hat jetzt mal gedacht, ja eigentlich gar nichts, sondern doch viel.

00:02:51: Man sich breite und gleichzeitig wenig Spezialisierung ist natürlich so ein bisschen das Problem.

00:02:59: Ja, vielen Gesprächen mit Freunden etc.

00:03:01: kamen diese Idee auf Personalberatung.

00:03:03: Und dann müssen ja Zufälle zusammenkommen.

00:03:06: Habe ich einen kennengelernt, der hat gesagt, boah, kann ich mir vorstellen, bis der Typ dafür.

00:03:11: Und auch alle, die ich gefragt habe, ob sie das eine gute Idee finden, haben immer gesagt, Steins macht das.

00:03:17: Und ehrlich gesagt, genauso war Hass.

00:03:19: Ich bin da reingesprungen und habe einfach dann, also ich meine, heute im Rückblick unfassbares Glück gehabt, weil es noch ein Zeitpunkt war.

00:03:28: wo vieles gewachsen ist und noch ein Aufbruch war, nicht alles schon saturiert war in diesem Markt und man damit eine Chance hatte, neu anzufangen.

00:03:40: Okay, das ist jetzt natürlich eine ganz spannende Geschichte mit Mitte dreißig aus dem, da können wir fast ein eigenes Podcast drüber machen.

00:03:48: Machen wir nicht.

00:03:48: Machen wir nicht, aber das klingt wahnsinnig bemerkenswert.

00:03:52: Also, klingt jetzt so ein paar deiner Kollegen, auch bei anderen.

00:03:56: Ich glaube, keiner hat so eine So ein Vita irgendwie, also aus der historie Geschichtskundlin aus in den Bereich Wand und sicherlich ganz besonders.

00:04:08: Das Schlüsselerdeblis sagst du war eigentlich dann so zweitausend Boomzeit und du hast dich ein bisschen gelangweilt, bei dem was du tust.

00:04:14: Ich kann es auch nochmal anders formulieren und die andere Formulierung wäre, ich wollte auch Geld verdienen.

00:04:22: Abgehen heißt ja, da ist Dynamik, da heißt aber auch, das heißt aber auch, da sind Karrieremöglichkeiten, da ist die Möglichkeit, Geld zu verdienen.

00:04:31: und dafür muss man vielleicht die akademische Welt ein bisschen besser kennen, um ein wenig zu verstehen, wie groß diese Diskrepanten sind.

00:04:41: Und das bei einem Historiker, mit dem ich verheiratet bin und einer dann doch... Sehr einseitigen Positionierungen haben wir gesagt, ich bin eigentlich markkompatibel.

00:04:53: Und sofort auch diversifiziert natürlich.

00:04:57: Das ist ja komplett keine Korrelation meiner Einschätzung.

00:05:00: Endlich

00:05:00: wieder Gespräche zu Hause, die nicht nur um die Geschichtssissenschaft gehen.

00:05:05: Lass uns in den Markt gucken, Karin.

00:05:07: Befeuchtig nach der aktuellen Marktlagefrage wird mich einfach mal oder vielleicht auch unsere Hörer interessieren.

00:05:13: Von was für einem Markt sprechen wir da?

00:05:15: Also, das ist nicht nur Frankfurt, wie wir alle wissen.

00:05:19: Da gibt es ja auch München, Berlin und viele andere Städte in Deutschland, wo Finanzdienstleistungen weitestens in den Angeboten werden.

00:05:26: Hast du eine Zahl für uns, wie viele Menschen arbeiten in dieser Branche im weitesten Sinne?

00:05:32: Kann ich dir tatsächlich keine konkrete Zahl geben?

00:05:35: Und vielleicht möchte ich es auch noch mal ein kleines bisschen spezifizieren.

00:05:39: Was meine Positionierung?

00:05:42: in dem Markt angeht und das vielleicht auch nochmal nicht in Abgrenzung, aber innerhalb von Indigo, was mache ich denn da konkret und womit verbringe ich eigentlich meine ganze Zeit.

00:05:54: Und das ist im überwiegenden Teil Asset and Work Management und das ist völlig egal, ob das auf Anbieter Seite, sprich Asset Manager, aber auch Illiquid Market Anbieter.

00:06:09: oder aber auch die Investorenlandschaft ist und da auch vom Family-Office bis zum Versorgungswerk, Pensionskrasse etc.

00:06:17: Das ist das Universum, in dem ich mich hauptsächlich bewege.

00:06:20: und wenn ich das so aufzähle und wir versuchen, das dann numerisch zu greifen, dann glaube ich, wirst du verstehen, dass das nicht wirklich greifbar ist.

00:06:30: Da könnte ich jetzt irgendeine Zahlen raunwerfen und da ist auch unser Kundenspektrum.

00:06:36: Das kann wirklich vom Strukturvertrieb, Alfinanzdienstleister als Vornehmer ausdrücken, kann das sein bis zu einer Versicherung.

00:06:45: Also das ist so breit, dann doch auch wieder, in der Spezialisierung so breit.

00:06:51: Das heißt, du hast im Grunde, aber wenn wir doch versuchen wollen, ein bisschen zu quantifizieren, du hast bestimmt in den letzten, zwanzig Jahren, seitdem du in dieser Branche bist, wahrscheinlich hundert von Firmen zusammengearbeitet auf beiden Seiten.

00:07:03: Na klar.

00:07:04: Also was ich nun mehrisch immer am besten fassen kann, ist, ich würde sagen, dass ich in den twenty-fünf Jahren, die ich in der Branche bin, ungefähr pro Jahr vierhundert Interviews geführt habe.

00:07:17: Und auf der Kundenseite habe ich nicht in dem Sinne gerechnet.

00:07:21: Aber das sind auch unzählige Anbieter.

00:07:30: Wir wissen ja alle, es gibt egal, ob wir die Investoren betrachten oder die Assetmanager anschauen.

00:07:36: Deutschland ist ja ein starker Vertriebsmarkt.

00:07:39: Das heißt, wir haben allein über siebenhundert Anbieter, die ihre Produkte hier irgendwie platzieren.

00:07:45: Das sind alles für uns potenzielle Kunden.

00:08:00: Das ist ja das Schöne für uns, das ist eigentlich unendlich.

00:08:03: Also, dass man da jetzt irgendwann sagen würde, weil ich kenne so alle, da ist keine Spannung drin, es meint es immer schön, kontinuierliche Kundenbeziehung zu haben, aber man braucht auch immer wieder Neues.

00:08:14: Man braucht Impulse und die gibt es hinreichend.

00:08:19: Also werde ich wahrscheinlich im Laufe des Gesprächs noch fragen, was dein persönliches absolutes Highlight aus einer Interview-Situation heraus war, was sowohl wahrscheinlich eher, wo du sagst, Wahnsinn, was man da alles erlebt in so einem Headhunterleben.

00:08:34: Müssen wir gucken, ob wir dann noch drauf kommen.

00:08:36: Ich glaube, das behalten wir zwar im Hinterkopf, weil ich bin mir relativ sicher, du könntest ein Buch schreiben über die schönsten Erlebnisse und die Erlebnisse, die dich am meisten beeindruckt haben oder wo du am meisten Kopf schüttelst.

00:08:48: hervorgerufen oder was am meisten Kopfschüttel hervorgerufen hat.

00:08:52: Lass uns Karin versuchen, diese Vielzahl von Dingen, die sich auftun und auch Firmenkontakte, Interviews, die du führst, das ist ja sicherlich je nach Marktphase auch durchaus unterschiedlich.

00:09:05: Da gibt es Boomphase, es gibt weniger Boomphase, es gibt schwierige Kapitalmerkte.

00:09:10: Da haben wir alles erlebt, die letzten fünf Jahre war auch alles dabei.

00:09:13: Wie würdest du die aktuelle Marktsituation einschätzen?

00:09:16: Ist die Stimmung?

00:09:18: besser als der Markt oder ist der Markt besser als die Stimmung?

00:09:23: Das finde ich eine hervorragende Frage, weil wir haben politisch betrachtet, würde ich sagen, die Stimmung ist besser als der Markt.

00:09:30: Und das würde ich eigentlich im Moment auf die Branche bezogen nicht sagen, sondern es ist für mich das erste Jahr, und da sage ich wirklich das erste Jahr sicherlich seit der Finanzkrise, in dem ich sagen würde, Es ist angekommen, dass wir in einer Phase der Konsolidierung so ein Wort, ein abgetroschenes Wort, aber und Konsolidierung verbinden viele mit Fusionen.

00:09:57: Das meine ich damit nicht, sondern Margendruck, also der Druck auf die einzelne Company, dass alle irgendwie merken, das geht jetzt doch auch und das damit meine ich vor allem die asset manager.

00:10:10: Das geht ihnen irgendwie an den Kragen.

00:10:12: Es wird immer schwerer Geld zu verdienen.

00:10:14: Die aktiven Produkte sind kaum platzierbar.

00:10:17: Die ETFs gehen immer weiter nach vorne.

00:10:20: Ob der Liquidenseite läuft nix.

00:10:22: Also ich könnte ganz viel aufzählen.

00:10:24: Die Regulatorie wird immer teurer.

00:10:26: Also die jungen Leute kommen nicht rein, weil KI Einzug erhält.

00:10:31: Also es ist eine Phase, die egal, wo man hinschaut, schwierig ist.

00:10:38: Und das ist in Köpfen angekommen.

00:10:41: Also ich gehe nicht mehr, aber du kommst bestimmt noch zu der Frage, wie ist die Wechselwildigkeit und was so toll wie was.

00:10:46: Vielleicht nehme ich das an der Stelle, deswegen nicht vorweg.

00:10:49: Aber du kannst ruhig vorweg nehmen.

00:10:50: Natürlich,

00:10:50: natürlich.

00:10:51: Weil

00:10:52: jeder geht ja davon aus, okay, schwierige Marktstimmung, ja, angekommen, dass es nicht so richtig gut läuft.

00:11:00: Da kommen ja aus der Vergangenheit, da krammer ich mich doch ganz gerne mal an meinen Stuhl.

00:11:05: Ist ja ganz bequem und ist schon warm.

00:11:07: Natürlich.

00:11:08: Das ist nicht mehr so.

00:11:10: Und da kann man sich ja fragen, warum ist denn das nicht mehr so?

00:11:13: Weil dieses Bewusstsein möglicherweise bin ich in einem Umfeld, wo es vorne raus nicht mehr wirklich weitergeht.

00:11:23: Es ist doch groß genug, dass ich mit einem strategischen Blick in den Markt gehe und mir überlege, wo bin ich eigentlich besser positioniert.

00:11:33: Da wir ja natürlich mit als Personalberater, die gezielt ansprechen, eher immer die High-Potentials, also die Leute, die wirklich unpositioniert sind im Auge haben, das sind nicht die, die dann praktisch sagen, ich will mich nicht bewegen, sondern die, wenn das eine sinnvolle Weiterentwicklung ist, in einem Umfeld, dem sie etwas zutrauen, auch in dieser schwierigen Marktsituation, sich dann auch bewegen.

00:12:02: Okay, das ist aber jetzt auf den ersten Blick natürlich etwas, was gut für dich ist, gut für euch ist.

00:12:08: Aber ihr braucht ja einen Auftraggeber.

00:12:09: Ja, das ist aber nicht die große Schwierigkeit, die wir tatsächlich haben.

00:12:12: Also, das denken auch viele.

00:12:16: Markt läuft nicht gut, Hettan, da geht es schlecht.

00:12:20: Jetzt bin ich tatsächlich nicht die, die permanent den Blick in die Gesamtbranche ab und weiß, wie meine Headhunter-Kollegen positioniert sind.

00:12:28: I don't know.

00:12:29: Ich schau auf unser Buch, ich schau, wie wir positioniert sind, wir konzentrieren uns auf das Geschäft und insofern kann ich da einfach nur die Aussage treffen, wie sieht es denn bei uns aus?

00:12:40: Und da ist tatsächlich die Auftragslage in dem ganzen Feld.

00:12:45: Assert- und Wartmanagement ist gut.

00:12:49: Fragst du, warum ist die gut?

00:12:51: Es liegt mir auf der Zunge.

00:12:51: Ich habe überlegt, ob ich vielleicht vorher noch die Frage stelle, ob ihr so einen Markteinteil habt, dass in einem strumpfenden Markt ihr im Grunde die ersten Seite gefragt werden.

00:13:05: Ach, das so weit würde ich nicht gehen.

00:13:07: Also das weiß ich nicht.

00:13:10: Das glaube ich aber auch nicht, weil Geschmäcker sind auch unterschiedlich.

00:13:14: Und man kann ja auch immer nur so und so viel machen.

00:13:17: So würde ich es eigentlich nicht begründen.

00:13:22: Okay, dann warum ist der Bereich?

00:13:24: Warum suchen viele Firmen?

00:13:26: Das sind wir wieder bei ganz blöden Schlagworten im Grunde genommen.

00:13:29: Demografischer Wandel oder?

00:13:31: Absolut,

00:13:32: demografischer Wandel, Transformation.

00:13:34: Also ich kann nicht verharren.

00:13:37: Es ist eine Phase im Markt, wo ich nicht einfach... so bleiben kann, wie ich bin und ein bisschen schrumpfen kann, sondern ich habe tatsächlich, und das ist das Schöne für uns auch wiederum ist, auch an der Spitze, gerade an der Spitze gehen die Leute in den Ruhestand.

00:13:52: Weil das sind ja in der Regel die erfahrenen Professionals, die jahre auf dem Buckel haben, die gehen raus.

00:13:59: Oder man traut ihnen vielleicht auch nicht zu, dass sie diese neue Welt noch beginnen

00:14:03: können.

00:14:03: Die Pfelle gibt's, die Pfelle gibt's und das beklage ich.

00:14:08: Beispiel auch sehr, dass ich es sehr schade finde, dass wir in der Branche sind, wo eine Verabschiedung in den Ruhestand kommt, noch stattfindet.

00:14:17: Das erinnern wir uns doch an unsere Eltern, glaube ich.

00:14:20: Das war drüblich.

00:14:21: Irgendwann ging man und bekam Sturrfeier.

00:14:24: Das ist total

00:14:26: traurig, alle fliegen aus, bevor sie meinen Ruhestand geben.

00:14:31: Absolut,

00:14:32: absolut.

00:14:32: Und ich meine, manchmal ist es natürlich auch freiwillig.

00:14:35: können wir uns jetzt auch darüber unterhalten, wie gesund ist das für eine Gesellschaft?

00:14:41: Aber gerade in der Finanzponsche, und das geht jetzt wirklich nicht nur für Ersten und Waldmanagement, ist es tatsächlich so, dass man irgendwie den Älteren oftmals nicht mehr so viel zutraut, immer denkt, die haben keine Dynamik mehr, die können sich irgendwie nicht mehr selbst erneuern.

00:15:00: Das ist aber nicht in jedem Feld der Wirtschaft so, das kann man auch sagen.

00:15:05: Ich glaube, dass das auch so eine Art Reflex ist, wenn man sagt, es befindet sich eine Branche im Umbruch.

00:15:11: Und du hast es ja gerade selbst gesagt, es gibt viele Dinge, die im Asset Management, auch im Wells-Management, sich im Umbruch befinden, dass wir dann den Leuten, die von der Zeit der Jahre super, super erfolgreich gearbeitet haben, den Übergang in die neue Welt, die es vielleicht aber gar nicht in der Form gibt, sondern nur, man sich sich nur vorstellt, dass es jetzt eine neue Welt ist, den das nicht mehr zutraut.

00:15:35: Und ich glaube, du hast so viel Erfahrung, dass du weißt, wie auch meine Einschätzung ist, dass es nicht immer so.

00:15:41: Nein, ich finde halt, man muss sich immer die Individuen anschauen und man muss sich die Positionierung meinzelt.

00:15:49: Man braucht einen ganzheitlichen Blick darauf und darf das nicht pauschalisieren.

00:15:55: Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind.

00:15:57: Ein weiteres Thema, was extrem in aller Munde ist im Moment, in dem Zusammenhang auch nochmal kurz zu besprechen.

00:16:05: KI, Künstliche Intelligenz als Ersatz für Menschen, die in Büros sitzen, die Tätigkeiten machen von neun bis um fünf.

00:16:15: Wie siehst du das grundsätzlich?

00:16:17: Und dann aber auch im Speziellen in deinem Bereich.

00:16:21: Wir haben vorgespräch gesagt, dass selbstverständlich jeder, der ein Büro anständig organisiert haben möchte, sich auch künstliche Intelligenz bedient, an der einen oder anderen Stelle.

00:16:31: Das ist glaube ich völlig logisch.

00:16:34: Aber es gibt ja doch auch das Märchen, dass so gut wie alle Arbeitsplätze irgendwie jetzt wegfallen, weil künstliche Intelligenz plötzlich um die Ecke gekommen ist.

00:16:42: Wie würdest du das grundsätzlich einschätzen?

00:16:45: Also zur Nächsten schafft es ja insgesamt eine große Unsicherheit, weil auch das ist KI, wie viele Menschen verstehen wirklich in der absoluten Tiefe etwas von KI, das ist auch nicht nur, aber auch ein Schreck geschwänzt, nämlich wie schnell geht jetzt eigentlich diese Entwicklung, welche Ressourcen brauche ich denn eigentlich überhaupt noch?

00:17:10: Und was schafft sich innerhalb von Monaten vielleicht sogar schon ab?

00:17:15: Also in so einer Dynamik sind wir ja letztlich.

00:17:17: Das trifft, aus meiner Sicht, bei allem, was ich höre im Moment, sehr, sehr stark die junge Generation, was extrem tragisch ist angesichts unserer ganzen demografischen Struktur.

00:17:29: Man weiß nämlich nicht so genau, dass ein Jungster hat nun mal Ansicht, den muss ich anlernen in seiner Position.

00:17:37: Der ist erst mal Investment.

00:17:39: kann ich das nicht mit KI machen.

00:17:42: Und also, da höre ich von ganz, ganz vielen jungen Menschen, die auch in diese Ponche rein wollen, die abgelehnt werden, obwohl sie gute Ausbildungen haben, gute Studiengänge haben.

00:17:52: Klar, das ist das Beispiel, wer da vielleicht so Junior-Analyst der irgendwie ... Total

00:17:56: typisch.

00:17:57: Der, sagen wir mal, einen Portfoliomanager zuarbeitet und organisiert mit dem Papa Unternehmensberichte und lasst die mal, checkt die mal quer und so.

00:18:07: Das ist natürlich etwas, was relativ leicht auch besorgen werden kann.

00:18:10: Und

00:18:10: ich habe heute Morgen gerade einen Portfoliomanager gesprochen.

00:18:14: Da geht es um die wirklich Systematisierung von Portfoliomanagement.

00:18:21: Da geht es ganz stark um die Einführung von entsprechenden Tools.

00:18:27: Also super ausgebildet in dem Bereich.

00:18:30: Aber das ist doch völlig klar.

00:18:32: Je stärker ich das optimieren kann von der Seite, desto weniger Ressourcen werde ich wahrscheinlich Looking Forward einsetzen.

00:18:40: Also deswegen, ich bin ja da keine Spezialistin, keine, wie gesagt, Historikerin, weder Mathematikerin noch Informatikerin oder ähnliches.

00:18:50: Aber das, was ich da tut im Portfoliomanagement, ich glaube schon, das... sollte man nicht unterschätzen.

00:18:58: Es gibt aus meiner Sicht viele Bereiche, wo ich selber gespannt bin, wie schnell wird denn dann die Entwicklung gehen, dass man tatsächlich nicht mehr unterscheiden kann, ob das KI ist oder ob das Menschen gemacht ist.

00:19:16: Und ich glaube bisher wissen wir alle sehr zu schätzen, dass wir diese menschliche Komponente drin haben.

00:19:22: Und ich denke da zum Beispiel, weil an irgendeinem, also deinen Podcast, ich meine, man muss durch deinen Podcast, ja, und ich rede hier, also ich meine, das kannst du auch mit K.I.

00:19:31: machen.

00:19:32: Meine Stimme kannst du nachmachen, kannst du alles imitieren.

00:19:35: Gut,

00:19:35: du weißt vielleicht, dass dir zwar erwartet ist.

00:19:36: Ja, Lobo, das ist wahrscheinlich so.

00:19:39: Ich glaube, drei Mikrofoner hast du angeschossen, keine Ahnung, was die anderen machen, ja.

00:19:42: Also, deswegen, ja.

00:19:44: Also, da muss man sicherlich einfach überlegen, was ist... sind da die Erwartungshaltung und wie viel ist davon eigentlich realistisch?

00:19:53: Wenn ich in eine Ausstellung gehe, eine Kunstausstellung und ich bekomme den KI-Text, bin ich im Moment ziemlich genervt.

00:20:01: Und das kann man glaube ich durchdeklinieren.

00:20:05: Also wenn ich einen Text vorgelegt bekomme, sehe ich noch, ob das KI ist oder nicht, weil es zugeschliffen ist, weil es kalt ist, weil es genau die Note nicht hat.

00:20:19: Insofern, also ich sage einfach nur, wir müssen schauen, wie schnell die Entwicklung wirklich geht.

00:20:25: Ich glaube, wir sollten das, was wir als menschliche Ressource da reinbringen, nicht zu schnell vergraben, sondern einfach schauen.

00:20:34: Am stärksten Einfluss nimmt es eben auf der logischen, aber unhoffentlich auch auf der ganzen regulatorischen Seite

00:20:40: etc.,

00:20:41: dass wir da Dinge optimieren können, dass wir nicht eigentlich die ganzen Unternehmen überlasten.

00:20:47: über wirklich ihre Regulierung und die Ressourcen.

00:20:51: Alles was so rein administrativ ist.

00:20:53: Rein

00:20:53: administrativ, ja.

00:20:55: Ich glaube, wir sind ja auch keine KI.

00:20:57: Also ich bin es zumindest kein KI-Feind oder sowas.

00:21:00: im Gegenteil.

00:21:01: Ich finde, dass das an der einen Stelle wirklich auch sinnvoll ist und sinnvoll sein kann.

00:21:06: Ich glaube ja auch, oder ich schätze es zumindest so ein, die Positionen für die du mit deinem Team suchst, ist glaube ich ja zunächst einmal auch relativ weit davon entfernt von einer künstlichen Intelligenz ersetzt zu werden.

00:21:20: Richtig, aber es geht natürlich und das hast du ja wunderbar aufgemacht, diesen Case, auch darum, wenn ich irgendwie keine Juniors mehr habe, dann werde ich irgendwann auch keine Seniors mehr haben, weil das nur mal in der Natur der Sache liegt.

00:21:34: Ich muss weiterentwickeln, muss Leute entwickeln, muss investieren.

00:21:38: Diese Entwicklungsschritte sind übrigens auch für jeden super sinnvoll gewesen.

00:21:43: Ich kann mich an meine Berufsanfänger erinnern, da war es super hilfreich für mich, dass ich... Sachen gemacht habe, die heute wahrscheinlich eine künstliche Intelligenz machen könnte, aber ich habe dabei total viel gelernt.

00:21:54: Und das habe ich natürlich dann über die letzten dreißig Jahre mitgenommen.

00:21:57: Das ist natürlich ein guter Punkt, den hatte ich so noch gar nicht gesehen, aber es ist völlig klar.

00:22:02: Und

00:22:02: du hast ja auch gefragt, was ist denn eigentlich mit euch?

00:22:05: Und du hast schon zu Recht gesagt, naja, die Position, die wir machen, die Topposition, da wirst du den Personalberater nicht ersetzen.

00:22:14: Aber... Natürlich gehen wir auch ganz stark in die Richtung KI zu nutzen, wo auch immer wir es nutzen können.

00:22:23: Wir werden eine neue Datenbank bei uns einführen, nämlich eine, die in einer ganz anderen Weise vernetzt mit Social Media, mit LinkedIn, was Herr Heutzutage einfach ein sehr, sehr wichtiges Research-Tool ist.

00:22:36: Ich bin ziemlich sicher, dass wir bei allen Repoting-Aufgaben eine große Erleichterung haben werden in Zukunft, die Unterlagen überhaupt aufzubereiten für den Kunden.

00:22:48: Und das ist ja nicht zu unterschätzen, wie viel Zeit das auch in unserer Organisation ist.

00:22:53: Und das ist ja aus meiner Sicht jetzt das ist total wichtig zu repoten und gut zu repoten.

00:22:58: Aber da ist es an manchen Stellen nicht wichtig.

00:23:02: Das ist das, was die praktisch jemand händisch gemacht hat.

00:23:05: Sondern die mehr ich da optimieren kann, desto mehr werde ich da optimieren.

00:23:09: Und die neue Datenbank fühlen wir auch deswegen ein, weil wir sagen, wenn andere Unternehmen diesen Schritt gehen und die werden denen irgendwann gehen, wir wollen früh dabei sein, diese Vernetzung zu haben.

00:23:21: Sonst ist es doch klar, dass wir zurückfallen in unserer Qualität, wer überhaupt bei uns auf dem Radar ist.

00:23:31: Ich glaube, es ist vollkommen logisch.

00:23:33: Wenn der Outkampf vergleichbar ist, und darum geht es sehr im Endeffekt, dann ist es einfach eine Vereinfachung und auch eine, in einer gewissen Art und Weise, Rationalisierung.

00:23:45: Grundsätzlich erst mal gut, weil es die produktivität steigert, fertig.

00:23:49: Das kann ja nicht schlecht sein für ein Unternehmen.

00:23:51: Wenn man dabei jetzt nicht durch die Gänge läuft und permanent irgendjemand den Kopf schießt und ihm sagt, ich brauche dich nicht mehr.

00:23:56: Also, ich glaube, gibt ja auch was dazwischen.

00:23:59: Irgendjemand muss ja den ganzen Kram auch bedienen,

00:24:00: etc.,

00:24:01: etc.

00:24:03: Okay, das heißt, ich fass mal zusammen und du sagst, ob du damit gehst.

00:24:07: Angst ist, komplett Fehl am Platz, Einsatzmöglichkeiten werden sich auftun.

00:24:15: Aber wir müssen auch lernen in den nächsten Jahren, in welchen Einsatzgebieten setzt ihr das ein und in welchen nicht.

00:24:21: Genau.

00:24:22: Und nicht alles totschlagen da drüber.

00:24:25: Okay.

00:24:26: Sehr gut.

00:24:27: Aber künstliche Intelligenz abgearbeitet.

00:24:30: Es ist überhaupt ein spannendes Thema.

00:24:32: Ich glaube, da drüber sind wir uns einig und jeder spielt mit Chechipiti und anderen Dingen.

00:24:37: Na klar.

00:24:38: Und lernen übrigens auch relativ schnell.

00:24:40: dann auch die Vorteile und auch die... Nach die Kraft dieser Toolscannen, ich finde das ganz spannend, muss ich ehrlich sagen.

00:24:49: Es gibt

00:24:49: keinen Tag, an dem ich nicht nennt.

00:24:52: Ja,

00:24:55: geht mir ganz genauso übrigens.

00:24:57: Nicht für unser Gespräch zum Beispiel, das wäre Quatsch, weil ich kenne dich besser oder ich kenne euer Business vielleicht ein bisschen besser als das Chatchi PT kennt, vor allen Dingen auch zwischen den Zahlen ein bisschen besser.

00:25:10: Zwischen den Zahlen komme ich jetzt mal zu einer Frage, die jeden immer mehr bewegt.

00:25:15: Zwei geteilt die Frage, das eine ist, wie entwickelt sich aktuell die Gehälter in den Segmenten, die du betreust?

00:25:22: Ich weiß, dass du natürlich nicht über alle Bereiche sprechen kannst, aber Tendenz ersteigend oder Tendenz ergleichbleibend oder Tendenz erfallend im Vergleich zu den letzten zehn Jahren, fünf Jahren?

00:25:37: Auch da müsste man wieder... ein Stück weit unterscheiden, über welche Aufgaben reden wir eigentlich, also welche Art von Positionen.

00:25:46: Wenn ich es insgesamt sagen kann, wird es im Est und Workmanagement noch nicht der Punkt erreicht, wo Gehälter fallen.

00:25:57: Ich rechte seit Jahren damit und ich habe aufgehört, damit zu rechnen.

00:26:02: Ich habe über was anderes erzählt bekommen, als ich noch im angestellten Verhältnis war.

00:26:05: Sie steigen.

00:26:07: Sie steigen immer noch.

00:26:08: Jetzt immer zu bedenken.

00:26:10: Das ist irgendwie, wir werden ja auch vom Kunden auch oft nach Durchschnittsgehältern gefahren.

00:26:14: Keine Ahnung, wie Durchschnittsgehälter sind.

00:26:16: Wir erheben ja keine Durchschnitte.

00:26:17: Wie gesagt, wir wollen die High-Performer.

00:26:19: Das sind nicht Durchschnittsleute.

00:26:21: Da kann ich dann immer ziemlich genau sagen, wo müssen die denn dann eigentlich liegen?

00:26:26: Was muss ich da eigentlich bieten?

00:26:28: Und das geht, wenn wir Vertrieb anschauen, seit Jahren permanent immer nur in eine Richtung, nämlich hoch.

00:26:37: Das ist deswegen auch spannend, weil wir ja auch den Trend sehen zur Passivierung.

00:26:44: Passivierung vielleicht nur mal ganz kurz zur Leutdruck für die Zuhörer, die nicht ganz zur Firma sind, ist im Grunde, dass der Portfoliomanager, den es vielleicht in der Form gar nicht gibt, aber der bildet einen Index nach.

00:26:56: Das heißt, er nimmt einfach irgendeinen Index, der wird nachgebildet meistens eins zu eins, hat also gar keine wirkliche Portfoliomanagementleistung erbracht.

00:27:06: im Vergleich zu aktiven Forster, wo der Portfoliomanager und sein Team ihm sagen können, übergewicht dort, gehen untergewicht dort, um einfach dort ein Alpha zu erzielen.

00:27:17: Führt aber auch dazu, dass passive Produkte zu viel, viel günstigen Konditionen angeboten werden, weil eben keine Arbeit drinsteckt in dem Sinne, uns mal ganz platt zu sagen.

00:27:26: Führt aber mich dann auch dazu, wenn jemand diese Produkte vertreibt, wo er keine Leistung der Vorgesellschaft erläutern muss, im weitesten Sinne, dann dürfte der doch auch nicht so viel verdienen, wie jemand, der ein aktives Angebot vertreibt.

00:27:41: Und da bin ich da komplett falsch.

00:27:45: Von dem müssen, da liegst du da ja richtig.

00:27:51: Also, wir müssen auch da schon mal sagen, das ist ja nur ein Bruchteil, der da draußen ist und passive Produkte verkauft.

00:28:01: Da würde ich auch immer argumentieren, das hat ja auch nach wie vor, das hat es am Anfang ganz besonders, dass die Produkte aufkam, aber heute immer noch bis zum gewissen Grad ein educativen Aspekt, dass ich praktisch das Ganze überhaupt raustrage, positioniere die Vorteile gegenüber dem aktiven Produkt sage.

00:28:20: Denn eigentlich kann ja jeder selber dieses Produkt, der wir haben, das verkaufe ich ja eigentlich gar nicht, weil es Börsen gehandelt ist.

00:28:28: wäre ja gar nicht notwendig, wenn ich nicht diesen educativen Aspekt mit drin hätte, um das zu pushen.

00:28:34: letztlich, dieses Produkt.

00:28:37: Die meisten Vertriebler sind aber doch nach wie vor auf der aktiven Seite, also wenn wir ins Wholesale, auf die Wholesale Seite schauen.

00:28:47: Und da könnte man schon sagen, okay, es wird immer weniger verkauft, es wird immer enger.

00:28:54: Ich würde sagen, das werden wir jetzt sehen innerhalb der nächsten wahrscheinlich höchstens zwei, drei Jahre, ob ich mir eigentlich den gleichen Stamm noch halten kann.

00:29:04: Meine Vermutung wäre, ich werde dann mit weniger Leuten draußen sein.

00:29:09: Die werden aber nicht unbedingt billiger sein, diejenigen, die draußen sind, weil ich brauche dann wenige Gute.

00:29:16: Wirklich überhaupt noch was verkaufen.

00:29:19: Das heißt im Moment habe ich ein fiktives Vertriebsteam von zehn Leuten, die die unterschiedlichen Kanäle bedienen, zukünftig könnte sich ein Sprechner Margen-Truck auch dadurch auswirken.

00:29:29: dass ich sage, ich brauche eigentlich noch die Hälfte der Leute, die, sagen wir mal, Big Elephant Hunting machen, sich nur um die großen Kundenbeziehungen kümmern, um dann eben einfach auf der Seite das Geschäft zu generieren.

00:29:41: Also

00:29:42: die Entwicklung, die wir gesehen haben im Wholesale Business ist, also ich bin hier lang genug im Markt, um immer diese großen Zyklen zu sehen.

00:29:50: Es gab die Phase, in der hat man die Cure Counts, Aller, Union, Deutsche Bank, Odeka, you name it.

00:29:59: gecovert und fand, das ist genug.

00:30:02: Dann hat man praktisch das ausgerollt auf, wir machen auch noch die Retail Kunden, wir geben die Region.

00:30:09: Dann hat man irgendwann gesagt, oder ganz schön teuer, bei den großen, da verdiene ich ja viel mehr, wenn ich die gut cover.

00:30:15: Dann haben die Großen angefangen immer weniger Produkte reinzunehmen und zwar irgendwie ein ganz schönes Risiko, sich auch wenige zu konzentrieren und den Rest außen vorzulassen.

00:30:26: Also hat man gesagt, habe ich doch lieber viele kleine Stückchen Kuchen als ein großes und hat wieder diese Regionalen geholt.

00:30:33: Und das hat sich ja jetzt nicht mehr wieder verändert, dass die großen Key Accounts einfach viel, viel weniger offen sind, als sie das mal in der frühen Vergangenheit waren.

00:30:48: Ich glaube aber, man wird sich wahrscheinlich mittelfristig auch nicht mehr die leisten, die alle in die Regionen gehen und die Kleintickets holen und relativ viel Geld verdienen.

00:31:00: Und das ist jetzt, weiß ich, ziemlich radikale und böse Aussage.

00:31:03: Und das will keiner von den Sales da draußen hören, weil ich eigentlich in Grunde noch mehr sage, den Job.

00:31:10: wird es nicht mehr ewig in der Form geben.

00:31:14: Aber da ich seit zweitausendem Markt bin, Equity Sales Leute gesehen haben, auch von Capital Markets, die kommen ja heute suchen.

00:31:22: Wie viel es da überhaupt noch gibt.

00:31:23: Können wir viele Gründe für benennen.

00:31:27: Ein Faktor war aber, die haben ein Schweinegeld verdient für das, was sie gemacht haben.

00:31:33: Was irgendwann eben so nicht mehr finanzierbar war.

00:31:36: Ich denke, Wir brauchen nicht immer in die Kristallkugel zu gucken, dass diese Entwicklung auch in die Richtung gehen wird.

00:31:43: Ja, kann durchaus sein, ist eine Entwicklung, die dann dazu steht, dass weniger, aber bessere, besser verletzte Vertriebswürder bei der Gesucht werden.

00:31:53: Ja,

00:31:54: und klar, und wie viel wird zukünftig dann vielleicht auch wirklich über Digitale?

00:31:59: Kanäle vertrieben.

00:32:00: Wie bespiele ich digitale Kanäle?

00:32:01: Heute ist das ja doch immer noch ein relativ kleiner Teil, der auch aktiv vom Vertrieb über digitale Kanäle, was was ich dann auch die Coverage von praktisch den Digitalbanken vertrieben wird.

00:32:15: Und das ist halt die Frage.

00:32:16: Und wie viel brauche ich dann eigentlich?

00:32:18: Und welche Art von Marketing oder Marketing fliesst dann dann ineinander?

00:32:22: Ist es dann mehr Marketing oder ist es mehr Vertrieb?

00:32:24: Ich denke dann immer an American Express.

00:32:27: Da sind die Vertriebler zu der Marketingleute.

00:32:30: Und das erhalte ich nicht für total ausgeschlossen, dass wir so eine Entwicklung auch sehen

00:32:36: werden.

00:32:36: Und Karin, wir sind ja quasi unter uns hier.

00:32:38: Wie ist denn das mit den Verdienstmöglichkeiten eines Headhunters?

00:32:42: Woran orientiert sich denn ein Honorar eines Headhunters?

00:32:47: Ich weiß, dass es so unterschiedliche Möglichkeiten gibt.

00:32:50: Sag uns doch mal, was die wahrscheinlichste ist, wenn man mit einem Headhunter zusammenarbeitet.

00:32:56: werdet ihr bezahlt?

00:32:57: Ja, das Spektrum der Headhunter ist breit und es gibt einen großen Unterschied zwischen den sogenannten Retainmenten suchen und dem auf Erfolg.

00:33:09: Also bekomme ich, werde ich praktisch wirklich explizit, exklusiv beauftragt und davon, dafür vom ersten Tag an von meinem Kunden bezahlt.

00:33:20: Und das läuft dann in verschiedenen Raten ab, je nachdem an... Also nach Erfolg sozusagen und erbrachter Leistung in der Suche.

00:33:30: Dass das Modell auf dem Bier zum Beispiel arbeiten.

00:33:33: Ganz konkret gesagt, es gibt ein Jahresgehalt von einem Kandidaten, was verhandelt wird, entfahrende zwischen allen Parteien.

00:33:40: Genau.

00:33:40: Und davon bekommt ihr dann einen gewissen Prozentsatz.

00:33:42: Genau.

00:33:43: Okay, wunderbar.

00:33:44: Das ist die Nicht-Retainer-Variante.

00:33:47: Das ist die Erfolgsvariante, denn das kommt ja nur zum Tragen, wenn die Tinte trocken ist, wird in Grund am Vertrag und das Ding ist durch.

00:33:56: Werdet ihr bezahlt vor oder nach Ende der Probezeit?

00:33:58: Oder gibt es gar keine Probezeiten?

00:34:00: Eigentlich

00:34:01: werden wir immer mit Bezahlt und Platzierung Vertragsunterschrift.

00:34:07: Wir haben aber eine Klausel in unseren Verträgen, dass wir bei Scheitern innerhalb der Probezeit kostenlos nachbesetzen.

00:34:16: Ah, okay, das ist ein spannendes Detail.

00:34:18: Ja, das ist auch wichtig.

00:34:19: Das fragt auch jeder, jeder Kunde nach und ich finde es berechtigt.

00:34:25: Wir wollen ja auch, dass der, den wir platzieren, reussiert am Ende des Tages.

00:34:30: Es kommt auch relativ selten

00:34:34: vor.

00:34:34: Das ist relativ selten.

00:34:35: Ich kann auch mal von der anderen Seite sagen, der Prozess ist natürlich schon ein sehr ausführlicher, ausgefuchster, sehr vielschichtiger.

00:34:45: Das heißt, da passieren eigentlich keine handwerklichen Fehler in dieser Form.

00:34:51: Passieren kann das immer.

00:34:53: Aber okay, wir haben andere verstanden.

00:34:55: Und die zweite Variante, die du nanntest, war mit dem Retainer.

00:34:58: Das heißt, da gibt es eine kundene... Das sind

00:34:59: immer drei Raten.

00:35:01: Und die erste Rate, das ist in der Regel ein Drittel von dem, und das ist auch wieder Prozentsatz, von dem Jahresverdienst eines des platzierten Kandidaten.

00:35:13: Und da fließt die erste Rate ein Drittel... mit Auftragserteilung, die zweite Rate mit Praktisch-Präsentationen-Shortlist, wobei das heutzutage meistens ein On-going-Prozess ist und nicht ein Hokus-Pokus, schau doch mal, hier hast du sechs Kandidaten, vielleicht gefällt dir da einer, sondern wir machen da... dass wir immer durchschicken, die Kandidaten, die wir getroffen haben, für Valide halten, damit wir immer im Austausch bei den Kunden bleiben, Rückmeldungen bekommen.

00:35:41: Sind wir gemeinsam auf dem wichtigen Wege?

00:35:44: Soll irgendwas angepasst werden in diesem Suchprofil?

00:35:47: Und das begleiten wir dann eben bis zu der Unterschrift.

00:35:49: Und weil, wenn der Vertrag unterschrieben ist, fließt die dritte Rate.

00:35:53: Okay, verstehen.

00:35:55: Ja, und ich weiß auch aus unserer Praxis heraus, dass es einen sehr, sehr intensiven Austausch gibt, auch mit den Kunden in Anführung, im Kunden von euch.

00:36:05: Wenn ich dann das nochmal multipliziere mit den Kandidaten, die ihr auf der anderen Seite habt, dann wissen wir auch, und das ist jetzt die Lanze, die ich für euch brechen möchte.

00:36:14: dass das Geld kostet, dass das intensiv ist und dass das auch Druck ist.

00:36:18: übrigens, muss man auch sagen.

00:36:20: In der Klasse ist auch Druck und du willst ja auch liefern und du willst gute Leute liefern.

00:36:25: Du hast nicht immer dieses zeitlichen Aspekt im Blick, weil dann pädt einer im Urlaub, den will man aber gerade kriegen, der will jetzt aber während des Urlaubs aber sich nicht mit dem neuen Job auseinandersetzen.

00:36:36: Hier gibt es viele Faktoren, die bei uns Stress verursachen, die wir gar nicht ändern können.

00:36:41: Und dann die Antwort auf Frau Scharmach, lassen Sie uns sprechen, wenn wir ein Bonus auf einem Konto haben.

00:36:45: Genau,

00:36:46: genau.

00:36:46: Da gucken

00:36:46: wir noch mal, da gucken wir noch mal neu.

00:36:48: Bei den Zahlen ziehe ich den Leuten, oder versuche ich den Leuten eigentlich immer zu ziehen, weil die Praxis ist eigentlich, dass selbst wenn man vor dieser Bonuszahlung geht, dann findet sich, wenn es der begehrte Kandidat ist, eine Lösung.

00:37:04: Wer diesen Bonus und dann eben im Zweifel der neue Arbeitgeber diesen Bonus übernimmt.

00:37:12: Den

00:37:12: Zyklus innerhalb des Jahres, das ist auch ewig her, dass man den hatte.

00:37:20: Und das versucht hat, solche Deals hinzukriegen, bevor praktisch diese, also wenn gerade die Bonuszahlung war, man muss ja auch ganz realistisch sehen.

00:37:34: Der in Deutschland angestellt ist, hat eine Kündigungsfrist von minimum drei Monaten.

00:37:40: Meistens zum Quartal, vielleicht sogar sechs Monate zum Quartal.

00:37:44: Das heißt, wenn ihr jetzt eine Bonuszahlung, die, nehmen wir jetzt einfach mal März, es gibt sogar welche in den Zahlen im April oder Mai, wenn ihr auf die wartet, dann kündigt er.

00:37:54: Dann kann er am ersten Jahr noch anfangen.

00:37:56: Er ist ihm ja auch ein Bonusentgang.

00:37:58: Er konnte ja nicht mehr arbeiten, dafür hat er auch nichts mehr bekommen.

00:38:01: Also insofern... würde ich immer sagen, dieses Schnurz, wann man wechselt, man wird immer darüber diskutieren müssen, wer da einen gewissen Gap schließt.

00:38:10: Und wir sind in einer Marktphase, und das war zum Beispiel in der Finanzmarktkrise nicht so, wo diese Dinge nicht vom Arbeitnehmer getragen werden, sondern vom Arbeitgeber.

00:38:22: Und wenn wir jetzt über die Banken reden würden, würden wir auch eine andere Sprache sprechen.

00:38:27: Da ist es viel taffer, schon lange.

00:38:30: Gut, das tut mir nicht, weil es liegt ein bisschen daran, weil wir schon in der dreißigsten, zweientreißigsten Hühnungspause.

00:38:36: Wir beide sind sehr überrascht, wie schnell die Zeit vergeht.

00:38:39: Karin, lass mich eine Frage stellen, die mir wirklich auf der Seele brennt, die ich dir noch nie gestellt habe, aber es mich wirklich interessiert und hoffentlich auch die Zulache interessiert.

00:38:49: In unserer Branche gibt es Menschen, die alle zwei... drei Jahre eine neue Visitenkarte haben.

00:38:56: Sie haben für die Firma gearbeitet, dann sind sie zwei Jahre später bei dieser Firma, dann sind sie drei Jahre später bei dieser Firma und es gibt wirklich reichlich davon, die das quasi ihr ganzes Berufsleben so machen.

00:39:08: Kannst du mir mal erklären, warum die überhaupt noch ernst genommen werden?

00:39:12: Weil ich verstehe es ist wirklich eine aufrichtige Frage, weil ich verstehe es nicht, weil wenn du ja Weißt du, abbrauchst du erst noch eine Zeit lang, bis du in der neuen Firma ankommst.

00:39:20: Du musst erst mal alles kennenlernen und so.

00:39:23: Und dann gehe ich zu einem Kunden und sage, pass auf, wir haben echt gute Produkte, wahrscheinlich die besten überhaupt.

00:39:28: Und ich versuche einen Kunden zu gewinnen.

00:39:31: Und das mache ich dann zwei oder drei Jahre später in der identischen Art und Weise für die nächste Firma.

00:39:36: Dann kann ich das ja vielleicht ein, zwei Mal noch verargumentieren, weil Chef war blöd, Firma ist doof, hat sich nicht, also gibt es doch Argumente dafür, aber es gibt.

00:39:46: Kandidaten in unserer Branche, die machen das, fünf, sechs, sieben Mal und finden immer noch einen Job.

00:39:52: Ich kenne das nicht.

00:39:53: Ja, aber da bewegen wir uns jetzt genau, weil in diesem Feld der Breite des Marktes und irgendjemandem findet sich dann immer noch, der so jemanden einstellt und natürlich auch immer eine gewisse Knappheit an Kandidaten.

00:40:13: Ich kann dann nur sagen, wenn das Profil so ist, wie du das eben im groben Schilder hast.

00:40:19: Und das verbindet mit der Frage, warum wird der ernst genommen?

00:40:23: Dann würde ich von meiner Seite sagen, würde ich aber nicht ernst nehmen.

00:40:27: Okay, das ist ein Wunderbar.

00:40:29: Aber du bestätigst, dass es so Profile gibt?

00:40:32: Naja, in der Trastik, alle drei Jahre und Hochgalätik würde ich sagen, nee.

00:40:39: Sondern man sieht dann auch oft im Lebenslauf, das ist so ein Runterhangeln.

00:40:43: Ja, man hat mal gut angefangen, und das war mal Tier one, und das ist jetzt Tier ten.

00:40:50: So, whatever.

00:40:52: Nein, ich bin kein Profi, ich habe das nur immer wieder erlebt und dachte, das kann doch wohl nicht wahr sein, dass den oder die noch jemand ernst nehmen.

00:41:02: Und auf der Kundenseite übrigens genauso, weil man spricht ja mit Kunden und die nach Hause.

00:41:06: Ich weiß jetzt gar nicht mehr genau, welche Visitenkarte ist jetzt die aktuellste.

00:41:10: Also, okay, aber wenn es sich dann sowieso abdiskontiert und quasi auslaufend ist, dann ist das gut.

00:41:18: Okay, alle allerletzte Frage, liebe Karin.

00:41:21: Seit zweitausend bist du in dieser Branche.

00:41:23: Haben wir alle gelernt.

00:41:26: Verrat uns doch mal, wie leckst du dein Geld an eigentlich.

00:41:29: Also wie machst du das, wenn du für dich deine Familie Geld anlegst?

00:41:36: Wie machst du das?

00:41:36: Hast du einen Bankberater?

00:41:38: Ich hatte einen Mann.

00:41:39: Der Historiker ist haben wir gelernt.

00:41:41: Ja, bei der die Finanzanlage tatsächlich liebt, aber natürlich trotzdem bin ich irgendwie dann doch ein bisschen involviert und reden wir darüber und wir sind tatsächlich sehr hoch in Aktien, in Einzelaktien investiert.

00:41:55: Einzelaktien, sechzig Prozent.

00:41:57: Für das Protokoll, die Frau arbeitet sehr häufig für Vorgesellschaften.

00:42:02: I know, in der Hinsicht bin ich jetzt das schlechteste Beispiel, was ihr hier gesehen habt.

00:42:09: Also wirklich sechzig Prozent Einzelaktien, zwanzig Prozent ETFs, auch aktienseitig, also fast alles in Aktien.

00:42:16: Ich bin Unternehmerin, erklärts vielleicht ein kleines bisschen.

00:42:19: Und noch sehr jung, deswegen, du hast ja noch viel Zeit.

00:42:24: Sieben Prozent Gold.

00:42:26: Oh, okay.

00:42:28: Ich liebe Gold.

00:42:30: Ich finde es spektakulär, dass du es so genau weißt.

00:42:33: Die meisten Menschen wissen nicht mal, wie wir gerne so Rotterne haben, aber du weißt, wie der Deport aussieht.

00:42:38: Ja gut, aber

00:42:39: und Gold investiert bedeuten wir was.

00:42:42: Das finde ich klasse.

00:42:43: Hätte ich lieber als Schmuck, aber ist auch okay, wenn es dann irgendwie... Nicht da liegt, ja.

00:42:50: Und ja, der Rest ist Bonds, aber da bleibt ja nicht mehr viel.

00:42:53: Da bleibt nicht mehr viel.

00:42:55: Toll, dass ich die Frage gestellt habe, weil es wirklich für mich ist der Überraschung des Ergebnisses.

00:43:01: Und nochmal, ich bin beeinflusst, wie genau du das sei.

00:43:03: Ja.

00:43:04: Und finde ich toll, dass du es auch mit uns teilst, natürlich.

00:43:07: Why

00:43:08: not?

00:43:08: Ich stehe dazu, auch wenn es jetzt nicht... Es war mal anders.

00:43:12: Es war mal, dass ich mir in aktiven Fonds... investiert war.

00:43:16: Und dann hat Karin Twermbach die Branche durchschaut.

00:43:19: Nein, das war die letzte Frage in unserem Podcast.

00:43:23: Wir sind über vierzig Minuten.

00:43:27: Ich fand es ein extrem spannendes und interessantes Gespräch.

00:43:30: Ich danke dir für die Zeit.

00:43:32: Ich bin mir relativ sicher, dass wir es nochmal fortführen werden, weil es doch noch viele Sachen gibt, die zwischen Baum und Borke sich so bewegen, die wir noch nicht besprochen haben.

00:43:41: Das machen wir ganz sicher.

00:43:43: Vielen Dank, Karin, weiter.

00:43:44: Eben

00:43:45: mal gerne wieder mit.

00:43:46: Danke, Jo.

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