#36 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Christian Kern
Shownotes
Er war österreichischer Kanzler, Bahnchef und Wirtschaftslenker: Christian Kern spricht im aktuellen FONDS professionell Podcast über Macht, Verantwortung und Demut – und erklärt, warum die Politik keine guten Manager hervorbringt, die Bahn aber trotzdem zu retten ist. Jetzt reinhören!
Transkript anzeigen
00:00:03: Willkommen zum Vorprofessionell-Podcast.
00:00:05: Joachim Naray gesucht das Gespräch.
00:00:09: Offen, direkt und immer nah dran.
00:00:13: Heute freue ich mich wieder ganz besonders auf meinen Dust.
00:00:16: Jemand, der den Schritt aus der Wirtschaft ins Kanzleramt und wieder zurück in die Wirtschaft gemacht hat.
00:00:21: Wir sprechen darüber, was Politik und die Chefrolle in der Wirtschaft trennt und aber auch verbindet.
00:00:27: Entscheidungen unter Unsicherheit, Interessen ausbalancieren, sicherlich auch das Tempo.
00:00:33: Dazu die Bahn als Zukunftsbranche, Mobilität und Energiewende und ein Blick auf die wirtschaftliche Lage in Österreich und in Deutschland.
00:00:41: Und zum Schluss wird es auch persönlich.
00:00:43: wie legt sein Geld selbst an und was ihn trotz allem Optimistisch stimmt.
00:00:48: Mein Name ist Joachim Narraike und ich suche heute das Gespräch mit Christian Kern.
00:00:53: Herzlich willkommen lieber Christian Kern.
00:00:55: Ich freue mich wirklich sehr auf unser Gespräch.
00:00:57: Herzlichen Dank, guten Tag Herr Narayke.
00:01:00: Herr Kern, wollen wir damit starten, was aktuell ganz konkret beschäftigt?
00:01:05: Was sind Ihre aktuellen Schwerpunkte in Ihrem ruflichen Leben?
00:01:09: Ja, also es ist so, dass ich wieder in die Wirtschaft zurück bin, wie Sie richtig gesagt haben.
00:01:13: Ich bin CEO einer Firma, die Private Equity Eigentümer hat, der nennt sich European Locomotive Leasing.
00:01:19: Die Eigentümer sind AXA Investment Managers, die vor kurzem von BNB Paribas übernommen worden sind.
00:01:26: Und die zweiten Fünfzig Prozent gehören einer Tochtergesellschaft der Gredia Grecoil Redica, das ist der Versicherungsarm.
00:01:34: Unser Geschäftsmodell ist, wir stellen Rollingstock, also Lokomotiven im Wesentlichen, zur Verfügung.
00:01:41: Ganz Europa kunden aus dem Güterverkehr und dem Personalverkehr und machen die Wartung in ganz Europa.
00:01:48: Das ist ein ungewöhnliches Geschäftsmodell, aber wenn Sie heute in ein Flugzeug einsteigen, gibt es zumindest eine Chance von rund siebzig Prozent, dass der Eigentümer nicht jener ist, der sein Logo auf den Flieger gegeben hat und im Bahngeschäft entwickelt sich das jetzt auch gerade.
00:02:03: In diese Richtung ist also extrem fokussiert im Rahmen des gesamten Bahn-Wertschöpfungsprozesses und vor dem Hintergrund.
00:02:12: die wirkliche Herausforderung ist, in einem wirklich schwierigen Geschäft eine Nische zu finden, die profitabel ist und das ist uns eigentlich sehr gut gelungen.
00:02:22: Okay, das Ding ist natürlich wahnsinnig spannend.
00:02:23: Jetzt habe ich aber rausgehört.
00:02:25: Das wusste ich tatsächlich auch nicht.
00:02:26: Das Ding ist sehr französisch von den von den Heigentümern Anführungsstrichen.
00:02:32: Gibt es dafür einen Grund oder ist das ...
00:02:35: Naja, das ist wirklich in der Date interessant, weil eine zweite Kampagne, es gibt so drei, vier Große in diesem Geschäft, die hat auch französische Bankeneigentümer, die sitzen in Deutschland und in den Niederlanden und ein weiterer in den UK, und der letzte von den Großen in Frankreich, also die sind alle private Equity geführt.
00:02:56: Also das ist auch ganz interessant, wenn Sie die Geschichte der Bahn sich ansehen, wir haben jetzt zweihundert Jahresjubiläum gehabt, das erste Mal ist vor zwei Jahren ein Lock-in.
00:03:04: Großbritannien gefahren, dann waren das private Investoren, die das ermöglicht haben, zum Beispiel die Familie Rothschild.
00:03:10: Aus diesen Investitionen sind dann noch die Börsen entstanden, also die Bahnunternehmern werden ja die wichtigen und großen Titeln, die Blue Chips in den frühen Börsen.
00:03:18: Heute ist das wieder so, dass privates Kapital da einen Beitag leistet, das Bandgeschäft zu modernisieren, effizienter und kundenfreundlich zu machen.
00:03:27: Das ist, wenn man so mit keine französische Geschichte aber auffällig ist, jedes einzelne diese Unternehmen hat private Equity irgendwann.
00:03:35: Ich verspreche Ihnen, Herr, wir kommen später noch mal zu der Bahn.
00:03:38: Vielleicht nehmen Sie uns aber tatsächlich auch nicht.
00:03:42: Österreich und auch in Deutschland extrem bekannt und jeder weiß, was sie gemacht haben.
00:03:47: Aber wenn sie uns vielleicht doch nochmal ganz kurz erzählen, wo die Anfänge gewesen sind.
00:03:51: Also jetzt nicht im Kindergarten, aber wo sie anfingen und was sie geprägt hat auf den Weg hierhin und wo sie jetzt sind.
00:03:59: Das finde ich, glaube ich, auch mal ganz spannend nochmal zu hören, weil ich glaube, das ist ganz interessant.
00:04:05: Also die Kurzfassung ist, ich habe seinerzeit mich in der Studentenvertretung engagiert, also wenn man so will in einer... politischen, im Rahmen der Hochschülerschaft Funktion, dann zu arbeiten begonnen.
00:04:19: Eineinhalb Jahre im Journalismus habe ich dort über Bankenversicherungen, Investmentwirtschaft schreiben dürfen.
00:04:27: Und dann war das ganz erlustige Weichenstellung in meinem Leben, weil ich wollte eigentlich immer Träder werden und habe dann tatsächlich damals von der wesentlichsten österreichischen Bank, Skirozentraliatik, heißt das mittlerweile, in drei Fusionen verschwunden, ein Jobangebot gehabt als im Trescheriebereich.
00:04:45: Genau als ich das zugesagt habe, hat am selben Nachmittag der Staatssekretär im Bundeskanzleramt angerufen und gefragt, ob ich nicht lieber für ihn arbeiten möchte.
00:04:53: Und nach einer kurzen Abwägung haben wir gedacht, okay, es ist eine Riesenschau aus, der war auch sehr charmant, sehr gewinnend.
00:04:58: Und so kam ein fünf Jahre in der Politik im Parlament und im Kanzleramt, das Siebenter Zwerg von links.
00:05:06: Aber man lernt dann viel, sieht, wie Macht funktioniert.
00:05:09: Es sitzt dort natürlich am Teller an, da macht bloß und darf hin und wieder ein paar Krümel verputzen.
00:05:14: Das Interessante war, ich wollte da aber nicht bleiben, weil ich immer das Gefühl hatte, Politik zu lange zu machen, dann wirst du zynisch.
00:05:20: Das ist eine Sackgasse für deine persönliche Entwicklung.
00:05:23: Es ist dann menschlich auch nicht immer überragend, angenehmes Umfeld.
00:05:27: Und bin dann als Vorstandsassistent begonnen in der Energiewirtschaft und bin dort über vierzehn Jahre lang gewesen.
00:05:34: auch dort wiederum von einem Assistenten hin bis in den Vorstand des Unternehmens geschafft.
00:05:40: Das Bösnotiert ist der größte österreichische Stromproduzent und Utility und bin von dort weg engagiert worden als CEO der österreichischen Bundesbahn, die damals ungefähr so ausgesehen hat wie die deutsche Bahn heute.
00:05:53: bedauerlicher Sonierungsfall, wo alle meine Freunde gesagt haben, bist du mehr Schugge.
00:05:57: Also warum tust du das gestern?
00:05:58: aus einem gut bezahlten Vorstandssjob in deiner Gehwirtschaft in diesen Seelenverkäufer?
00:06:02: Es war aber eine große Artige Zeit.
00:06:04: Ich habe es wirklich geliebt, habe unfassbar viel gelernt über Management, auch über Demut.
00:06:09: Darüber, was alles schiefgehen kann, wenn du dich selbst so wichtig nimmst.
00:06:13: Und bin interessanterweise dann nicht gefeuert worden nach sechs Jahren, weil wir waren damals die bündlichste Bahn in Europa und haben ein Profitablegüterverkehr auf die Beine gestellt.
00:06:22: wie gesagt nicht gefeuert worden, sondern zum Bundeskanzler promotet worden, ohne dass ich im Parteivorstand oder sonst in irgendeiner Form ein politisches Matat bei den Sozialdemokraten gehabt hätte.
00:06:32: Ja, und das waren auch wieder um interessante Lehrjahre und bin dann dort raus, war dann in einer Venture-Kapital-Beratungskampagne, die sich mit Start-up-Entwicklung beschäftigt hat.
00:06:42: Das war auch eine sehr lehrreiche Zeit und bin dann danach im Board der Firma, wo ich jetzt bin, gewesen, wo mich dann die Eingümer eines Tages gefragt haben, wo ich nicht statt einer Shareholder-Boardsitz nicht lieber den CEO machen möchte.
00:06:56: und nachdem ich da wirklich sehr fasziniert bin von den Möglichkeiten des Bandgeschäfts, habe ich das mit Freude gemacht.
00:07:02: und so, da sitzen wir heute.
00:07:05: Wir sitzen heute,
00:07:07: wir finden ein bisschen Loschallort rüber hinweggegangen und da sieht man aus, aus dem Vorstand, was uns ins Bundeskanzleramt gewernst wird.
00:07:14: Ich bin nicht wirklich im Zentrum der Macht der Politik unterwegs, sondern das nur von außen beobachte.
00:07:22: Ich sehe natürlich aber auch, dass es gewisse Schritte gibt, die einen dann zu einem Bundeskanzler oder zu einem Minister werden lassen.
00:07:30: Die haben Sie mal gepflegt übersprungen.
00:07:32: Habe ich das richtig verstanden?
00:07:33: Ja, das zu Recht, weil ein bisschen ist die Sorge.
00:07:37: Ich habe wirklich ein mittlerweile Jahrzehntelanges Berufsleben absolviert.
00:07:42: Aber diese drei Jahre in der Politik sind die, die wo immer alle hängen bleiben.
00:07:46: Und meine Sorge ist, wenn ich eines Tages als zeitliche Segne wieder von meinem Grabstein stehen, hier ruht ein Politiker.
00:07:53: Aber ich selbst sehe mich einfach nicht als Politiker und finde das auch nicht als überragendes Lob, als solcher gehandelt zu werden.
00:08:01: Aber ich gebe schon zu, das ist das, was man mit mir verbindet und viele unter Anfangszeichen normale Leute ganz besonders, wenn du über die Straße laufst.
00:08:12: Ich bin wahnsinnig dankbar über diese Entwicklung, aber ich möchte nicht auf das reduziert werden.
00:08:17: Das verstehe ich irgendwie auch keinenfalls darauf reduzieren.
00:08:20: Ich hoffe nicht, dass das jetzt so bei ihm angekommen ist.
00:08:22: Ich finde es nur wirklich bemerkenswert, da ich, wie man ja wahrscheinlich hören kann, aus Deutschland komme, weiß ich, dass wir einen Sanierer der Deutschen Bahn durchaus gebrauchen könnten.
00:08:33: Ich weiß auch, nein, ich meine zu wissen, dass durch die Neubesetzung des Vorstandspostens jetzt mit ehemaligen Kolleginnen von ihnen, meine mal gehört zu haben, dass sie auch durchaus ein Kandidat gewesen werden.
00:08:47: aus deutscher Sicht sagen, auf ihrem Krabstein würde dann tatsächlich etwas anderes stehen, er legt ihn gelingen würde, die Deutsche Bahn zu sanieren.
00:08:55: Es ist jetzt ein bisschen lange.
00:08:56: Einleitung zu der Frage, waren sie wirklich im Reich als Chef der Deutschen Bahn?
00:09:01: Da gibt es immer viel Gerede rundherum und da gibt es ein paar Leute, ich habe da sehr einen Folge gefunden, die sich das vielleicht gut vorstellen könnten, aber das Ergebnis dieses Prozesses ist aus meiner Sicht insofern extrem befriedigend, weil es in der Tat so ist, dass die aktuelle Bahnchefin von der ich überzeugt bin, dass sie eine wirklich sehr gute Wahl ist.
00:09:20: Die habe ich in die Bahn geholt, damals bei der ÖBB, die auch, wenn ich so das sagen darf, durchaus da gefördert und die Entwicklungsmöglichkeiten gegeben ist.
00:09:30: einer exzellenten Art und Weise genützt hat.
00:09:32: Also das ist nicht mein Verdienst dann gewesen.
00:09:34: Und interessanterweise ist auch der
00:09:37: I.O.,
00:09:37: der E.B.
00:09:38: InfraGo, also der Infrastrukturgesellschaft, der Philipp Nage, auch jemand gewesen, der unter meiner Zeit, den wir dann die UBB geholt haben.
00:09:46: Also wenn man so will, der Fußabdruck in der deutschen Bahn ist indirekt.
00:09:50: Ohnehin mittlerweile ziemlich groß.
00:09:52: und ehrlich gesagt bin ich auch wahnsinnig stolz darauf, wenn Leute, die ich geholt habe, die ich gefördert habe, dann solche Karrieren machen, weil das ist ja ein bisschen Ausdruck dessen, dass man alles falsch gemacht hat beim Recruiting und beim Investment in gute Leute.
00:10:07: Nein, das ist doch jemand, der wirklich ein guter Chef ist.
00:10:11: der bewundert oder freut sich sehr, sehr darüber, wenn Mitarbeiter oder ehemalige Mitarbeiter eine tolle Karriere machen, weil das einfach die Bestätigung ist, wie sie gerade selbst sagen, dass man nicht allzu viel verkehrt gemacht hat.
00:10:23: Es gibt ja auch immer den Satz, dass man versuchen sollte, möglichst, ich sage jetzt mal im weitesten, eine bessere Mitarbeiter in seine Firma zu holen, als man sich selbst sieht, weil das schlicht und ergreifend dazu führt, dass der Erfolg wahrscheinlicher wird.
00:10:35: Und das ist, glaube ich, ja sicherlich ein gutes Ziel.
00:10:38: Aber das ist, Sie haben es auf den Punkt gebracht, das ist auch heute... und auch in der Vergangenheit immer so gewesen, dass mein wesentlichen Teil meiner Zeit damit verbracht hat, zu schauen, wo wir exzellente Leute herbekommen und denen dann ein Umfeld zu bieten, wo sie sich entfalten können.
00:10:51: Das war auch das Entscheidende an der Sanierungsgeschichte der ÖBB damals, dass das aus einem Unternehmer, wo wirklich niemand hin wollte, zu einem Unternehmern geworden ist, wo wir von Red Bull bis Magna bis zu dem BMW eher an Leute holen konnten, mehr Kinder in meiner Reihe von Leuten nach ins Unternehmer geholt.
00:11:10: Also, die überall anders doch Karriere machen hätten können.
00:11:13: Und das war für mich dann der Beweis, dass wir auf einem guten Weg sind, wenn gute Leute bereit sind, da dabei zu sein.
00:11:19: So, das ist auch ein Problem für eine Wirtschaftslänke, dass man das gar nicht... Angst haben muss, dass man irgendwie selbst rechts und links überholt wird, sondern dass man einfach tatsächlich das beste Team zusammenstellen sollte, was es geht oder was es gibt und dann einfach den Domtörspiel sozusagen und fest, dass in die richtige Richtung zu lenken.
00:11:38: Herr Kern, ist das vielleicht auch ein Grund, warum Sie es dann im Endeffekt, Sie haben gerade von drei Jahren Politik besprochen, zumindest in deutlich kürzerer Zeitraum Politik als alles andere, liegt da vielleicht auch ein bisschen Grund drin, dem, was Sie gerade geschildert haben, dass das vielleicht in der Politik nicht ganz so üblich ist, dass man Wie soll ich das jetzt sagen?
00:11:55: Die besten Leute an die besten Positionen setzt, sondern vielleicht eben auch die Leute, die es besonders lang aushalten?
00:12:02: Ja, also die Rekrutierungsmechanismen sind in der Tat problematisch, wobei man jetzt dazu singen muss, ich habe großen Respekt vor dem politischen Handwerk.
00:12:11: Also es ist nicht so, weil man, also ich habe das bei mir selbst erlebt, ich bin vorher zwanzig Jahre in der Wirtschaft gewesen in Führungspositionen und du verfolgst natürlich Politik und... diskutierst im Falle des Kreis über Politik, aber sozusagen aus einer beobachter Perspektive aufs Feld raus, das ist schon was ganz was anderes.
00:12:31: Also die Mechanismen sind anders, du kannst mit den Instinkten in der Wirtschaft geschult worden sind, nicht zwingend damit rechnen, dass das in der Politik erfolgreich funktioniert.
00:12:41: Also das sind schon unterschiedliche Betätigungsfelder, wo man, glaube ich, wirklich viel Demut braucht, weil man natürlich in der Politik unfassbar aufhört.
00:12:52: Und wenn du vorstandsvorsitzender bist, hast du das größte Büro, das größte Dienstauto, das größte Einkommen.
00:12:58: Und wenn du am Morgen ins Büro kommst, dann salutieren die Leute in der Partieslosche und irgendwann einmal glaubst du, du bist wirklich der dollste Hängster sozusagen weit und breit.
00:13:07: Das ist wirklich ein großes Risiko, da die Bodenhaftung und die Demut zu verlieren.
00:13:12: Und in der Politik ist es aber so, dass du das einer seid.
00:13:14: auch hast, dass du völlig überhöht wirst.
00:13:16: Das Leute glauben, du kannst über Wasser gehen.
00:13:19: Andere aber, die sich für jede Schweinerei zu der sie selbst im Stande wären oder das sie sich auch noch ausdenken könnten, für jeder Zeit fähig hältst.
00:13:27: Also das muss dich erst gewöhnen, das heißt, du musst die Fähigkeit haben auf die Schnauze zu kriegen.
00:13:33: Und da ist die Bahn insofern eine gute Schule und freiwilligerweise voraus.
00:13:40: Das ist alles schon zusammen, wenn Sie das hier erstellen.
00:13:43: Das finde ich gut.
00:13:44: Also ich schaue auch die Politik immer ganz... Also wenn ich unseren Bundeskanzler Fernsehen sehe, dann denke ich mir immer, geht gar nicht um die Inhalte oder so.
00:13:52: Ich denke mir immer, meine Güte, was der alles machen muss.
00:13:56: Der ist unterwegs und auf jedem... Das Hachtag von der wichtigen Branche muss ersprechen.
00:14:02: Die Jungs sind permanent und Mädels natürlich auch permanent unterwegs.
00:14:06: Wir haben keine Freizeit, kein Privatleben.
00:14:08: Und dann für vergleichsweise über waubares Gehalt muss man ja auch mal sagen.
00:14:13: Ich meine, das ist viel Geld an sich.
00:14:14: Aber es ist natürlich ein Vergleich zu dem, was ein Unternehmenslenker in einem erfolgreichen Unternehmen verdienen kann.
00:14:19: Ja, überschaubar nicht wahr.
00:14:21: Das ist schon auch bewundernswert, wie ich finde.
00:14:23: Jetzt völlig unabhängig der Inhalte.
00:14:25: Das macht es mir gar nicht so wirklich.
00:14:27: Wissen Sie was der Punkt ist?
00:14:28: Ich habe es selber gemacht und deshalb traue ich mir das sagen.
00:14:32: Oft gibt es unschöne Szenen.
00:14:33: Aber die Wahrheit ist, jeder Einzelne, jeder Einzelne, die da vorne steht, die sich da engagiert, hat sich das am Ende selber ausgesucht.
00:14:42: Also, da wurde niemand gezwungen und dann gilt das Satz für kein Stand-a-heat, get out of the kitchen.
00:14:48: und was das Einkommen betrifft, das ist halt... Für manche ist sich eine Motivation, die aus Kreieren kommen, wo ein abgeordneten Gehalt eine Riesenverbesserung ist.
00:14:58: In meinem Fall war es so, ich war damals bei der ÖVP sechs Jahre lang und hatte Parallelendjobangebot von einer bösernotierten Gesellschaft einer internationalen, wo wir uns schon einig waren, dass wir das machen wollen.
00:15:09: Die wechselseitigen Schreiben habe ich dann lange Zeit in meinem Nachtkästchen aufbewahrt.
00:15:13: Das war eine Fünftelung des Einkommens.
00:15:16: Aber darum ging es überhaupt nicht, weil du in keiner Sekunde dir denkst, um Gottes Willen.
00:15:20: was hätte ich woanders verdienen können, sondern es ist das der ultimative Erhebel, Dinge zu beeinflussen.
00:15:27: und wenn du sozusagen diese Perspektive hast, dass du Dinge formen möchtest, gestalten möchtest, zu Ergebnissen bringen möchtest, denn es gibt kein Rat, das größer ist, dass du drehen kannst als es die Politik ist zu.
00:15:42: Wirig die Abstimmung sind, so schwierig der Interessensausgleich ist, aber am Ende geht es da halt wirklich um was.
00:15:48: Und das ist das, was viele Leute fasziniert, noch dazu, wenn sie dann eine bestimmte Wertevorstellung haben, wie wir Menschen zusammenleben sollten.
00:15:56: Nun, ich glaube, dass das ein richtiger Hinweis ist, dass es tatsächlich auch viele Menschen in der Politik, auch in der Prominension und großen Politik gibt, die das nicht ausschließlich als Machterlegungen machen, sondern weil sie wirklich glauben, dem Land etwas geben zu müssen.
00:16:11: Ich glaube, dass das sehr, sehr häufig zu kurz kommt, auch bei der Betrachtung von Politikern.
00:16:15: Da bin ich ganz, ganz ehrlich.
00:16:16: Total.
00:16:17: Und ich finde auch ein bisschen Schade übrigens, weil es ist ein twenty-four-Selfen-Job über viele Jahre.
00:16:21: Da gibt es auch schon viele Entbehrungen.
00:16:24: Ja, aber wie gesagt, normal.
00:16:26: Also jeder nimmt die gerne auf sich.
00:16:27: Und jeder, der da jamm hat, glauben Sie ihm kein Wort.
00:16:31: Weil jeden steht es frei.
00:16:34: Sagen, okay, Leute, das war's.
00:16:36: Ich lass es bleiben.
00:16:37: eine
00:16:37: extrem hohe Freiwilligkeit und gibt ja auch jemanden, dem ich zufällig gerade spreche, der dann irgendwann gesagt hat, okay, das war dann jetzt für mich auch mal ein schöner Ausflug, aber jetzt gucken wir mal, dass ich wieder dahin komme, wo ich eigentlich hingehöre.
00:16:50: Genau das.
00:16:51: Bevor wir noch ein bisschen detaillierter auf die deutsche Bahn oder auf die Bahn an sich zu sprechen kommen.
00:16:58: Ich habe neulich eine Statistik gelesen, ich weiß nicht, ob sie stimmt, aber dass die Deutsche Bahn am Tag so viele Menschen transportiert, also sagen wir mal, das ganze Schienenbereich, am Tag so viele Menschen transportiert, wie die Lufthansa im Jahr.
00:17:12: Kommt das ungefähr hin in der Größenordnung?
00:17:16: Also ich halte das für plausibel.
00:17:17: Ich hätte, wenn Sie mich raten hätten lassen, hätte ich gesagt, dass am fünften Jänner die Deutsche Bahn das Jahreskontingent der Lufthansa erfüllte.
00:17:25: Wenn es an einem Tag ist, kenne ich die Zahl der Lufthansa nicht so gut.
00:17:29: Aber es zeigt natürlich die enorme Relevanz, die die Bahn hat, nämlich als Mobilitäts-Zuverfügungssteller, aber natürlich auch volkswirtschaftlich, weil wenn sie sich den Impact anschauen, der Investitionen, aber auch der Logistikfunktion, dann werden sie in Deutschland keine Unternehmen finden, das einen größeren Einfluss auf das Porto-Inlandsprodukt hat.
00:17:49: Also das ist völlig klar, die Relevanz ist riesig.
00:17:52: Oftmals denken wir ja bei Bahn nur an den Personenverkehr und das ist natürlich viel zu kurz gedacht, weil wie Sie schon vollkommen richtig sagen, die wirtschaftlichen Zusammenhänge.
00:18:02: werden maßgeblich von einer funktionierenden oder nicht funktionierenden Bahn beeinflusst.
00:18:07: Und gut, das ist natürlich ein Sanierungsfall.
00:18:10: Ich erinnere mich jetzt aber trotzdem auch ein bisschen an das, was Sie über die ÖBB sagen.
00:18:14: Bevor Sie dort oder als Sie dort angefangen haben, können Sie uns trotzdem irgendwie Mut machen dahingehend, dass vielleicht Sie ab und zu auch nochmal angerufen werden und gefragt werden auf den ehemaligen Kollegen.
00:18:27: Aber ist es wirklich ganz aufs Herz her, Herr Kern, ist es überhaupt möglich so ein Kommen?
00:18:33: so hinzustellen, dass das so funktioniert, dass wir irgendwann auch mal wieder happy damit sind.
00:18:39: Nein, davon bin ich überzeugt.
00:18:40: Also es ist kein Ding der Unmöglichkeit, das hinzubekommen.
00:18:43: Du hast natürlich die Voraussetzung und da unterscheidet sich Deutschland von Österreich ist, dass wir bei uns im Land sehr viel Zeit aufgewendet haben, um einen Konsens herzustellen, was eigentlich die Erwartungshaltung ist.
00:18:55: Und das ist ganz entscheidend, dass man die eigentlich immer Seite, also sprich Politik, die geht bis zu den Abgeordneten im Bundestag mit dem Management und auch ganz entscheidend mit den Mitarbeitern und den Betriebsrat ausrichtet.
00:19:08: Das sind mal riesige Unternehmen, wo das die wichtigste Basis ist.
00:19:12: Wenn du das geschaffen hast, eine Vision und ein Ziel hast, dann ist es eine Frage der Exekution.
00:19:17: Meine Sorge war noch, wie ich die Bahnstrategie des Ministers gehört habe.
00:19:21: Das ist das einfach.
00:19:23: wirklich zu kurz gedacht ist, weil ich glaube, dass du mit minimalinvasiven Schritten dieses Ziel nicht erreichen wirst.
00:19:29: Du wirst viel radikaler sein müssen.
00:19:32: Und wenn jetzt statt acht Vorständen in der Holding und der Infrastrukturgesellschaft nur noch sechs überbleiben und wenn du das dann aber durchdecklinierst in den Gesellschaften drunter, das übermehr Scherzhaft gesagt, wenn du ein Management-Meeting der Deutschen Bahn abhalten willst, musst du das Berliner Olympiastadion buchen, weil sonst passen die gar nicht alle rein.
00:19:50: Die Komplexität, die da geschaffen worden ist, die muss weg, weil so kannst du das Unternehmen nicht führen, so kannst du strategisch nicht ausrichten.
00:19:58: Und da gibt es viel zu viele Leute, die sich selbst verwalten und nicht eigentlich den Zweck erfüllen.
00:20:04: Und der Zweck ist, Menschen und Güter bündig und ohne, dass sie sich mit ansteckenden Krankheiten infizieren, von A nach B zu bringen.
00:20:11: Also eigentlich relativ simpel.
00:20:16: Man muss wissen, dass die Deutsche Bahn größte Arbeitgeber Deutschlands ist, soweit ich das weiß, mit mehreren hunderttausend Mitarbeitern.
00:20:23: Und jeder sagt ja, wenn sie als Twitter hätten oder arbeiten wollten in ihrer frühen beruflichen Zeit, dann wissen sie auch, was der Börsengang der Deutschen Bahn, wenn man angestrebt wurde.
00:20:36: Ich glaube, das Erzielungsvolumen seiner Zeit war zwischen acht und zehn Milliarden Euro.
00:20:43: Für den Börsengang eines Unternehmens, das seit Kriegsende über sechshundert Milliarden Euro investiert hat.
00:20:51: Und allein wenn man diesen Deckel mal hochgehoben hätte, hätte man eigentlich schon sehen können, dass da ein gewisses Missverhältnis existiert und wo man doch schon hätte einige Fragen stellen müssen, was machen wir
00:21:02: da?
00:21:03: Das kann deshalb nicht funktionieren, weil eine wichtige Funktion der deutschen Bahn und der Bahn generell ist, dass sie die Infrastruktur zur Verfügung stellt.
00:21:11: Und was die Bahninfrastruktur betrifft, muss man sagen, wenn du die isoliert betrachtest, es gibt auf diesem Planeten keine Unternehmen, das eine profitable Bahninfrastruktur führt.
00:21:21: Das ist eine Aufgabe wie Schulen bauen und Krankenhäuser bauen, die in Summe auch nicht ausgerichtet sind profitabel zu sein, sondern zu funktionieren und ein Basis-Service für eine zur Verfügung zu stellen.
00:21:33: Es ist anders, wenn Sie auf den besonderen Güterverkehr schauen, wobei der Fernverkehr und der Güterverkehr ähnlich sind, weil die stehen wirklich im Wettbewerb.
00:21:41: Regionalverkehr ist durch die Art und Weise der Ausschreibungen der Wettbewerb zuletzt etwas weniger ausgeprägt gewesen, aber durchaus auch vorhanden.
00:21:49: Aber es gibt halt Modelle auch, wo das funktioniert, dass diese Unternehmen an der Börse gelistet sind.
00:21:54: Eines der wichtigsten Investments von Warren Buffett, zum Beispiel, ist ja in Amerika in einer Bahn, in einer Güterbahn, läuft sehr profitabel.
00:22:02: Aber dort ist es so, dass die nicht nur die Züge führen, sondern auch die Infrastruktur haben.
00:22:06: Also es ist nicht nur Infrastruktur, sondern beides und die der Monopole haben.
00:22:10: Also das ist anders strukturiert in Europa.
00:22:12: Dafür jeder auf der Infrastruktur einen Antrag stellen, das er verantworten darf.
00:22:16: in den USA, sind die exklusiv diesen.
00:22:18: Unternehmen vorbehalten.
00:22:19: Ein anderes Setup funktioniert dort aber eigentlich sehr gut, nur so ein Versorgungsunternehmen, wie die Deutsche Bahn zu privatisieren war sicher keine brüllend gute Idee.
00:22:35: im vielen Bereichen, sondern das eben genau das, was Sie gerade geschildert haben, nämlich jemand von A nach B, wahren und Menschen von A nach B zu bekommen, die Hauptaufgabe ist, unter den ganzen Voraussetzungen, die Sie gerade genannt haben.
00:23:00: Das will auch mal ein Statement, was übrigens auch jeder versteht.
00:23:03: Nein, absolut.
00:23:04: Und ich muss sagen, dass sie richten ja auch Schaden mit dieser halb garen Strategie an, weil wenn sie sich anschauen, die Einkapitalzuschüsse, wo man dann eine Einkapitalverzinsung erwartet von der Infrastruktur, die nur dann erreichen kann, wenn sie die Trassenbenützungsendgelte in lichteste Höhen schraubt, die wiederum den Güterverkehr ruinieren, damit wiederum die deutsche Wirtschaft beschädigen.
00:23:30: Also da gibt es einige Lebenslüge.
00:23:32: den man da aufgesessen ist und ich würde mir wünschen, dass das einfach ausgeräumt wird.
00:23:38: Auch im Interesse der deutschen Bahn wird ein stehener Erwartungshaltung an den niemand erfüllen kann.
00:23:43: Ich meine, ehrlich gesagt, das ist ja dann nicht eine Frage der Managementqualität, wenn sie diese Probleme nicht lösen, zum Beispiel im Güterverkehr, der mit ihren Trassengebühren belastet ist.
00:23:52: Da können sie den Steve Jobs exhumieren und es wird nicht erfolgreich werden.
00:23:56: Auch der wird dort nichts zusammenbringen.
00:23:59: Da hat man sich zu lange und ich führe mich bis heute vor dem Offenbarungseid gedrückt.
00:24:05: Okay, und jetzt abschließend zu der Börschenbahn.
00:24:07: Sie kennen die handelnden Personen sehr, sehr gut.
00:24:09: Kommt jemand mit dem Offenbarungseid um die Ecke oder glauben Sie das?
00:24:13: Ja.
00:24:14: dass noch ein bisschen gewerkelt wird, bevor wirklich jemand dann sagt, okay, jetzt müssen wir, müssen wir, müssen wir.
00:24:20: Vor zehn Jahren hätten wir noch gekonnt, aber jetzt ist es halt zu spät, um zu können.
00:24:23: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:24: Ja, nein.
00:24:24: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:25: Ja, nein.
00:24:25: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:26: Ja, nein.
00:24:26: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:26: Ja, nein.
00:24:27: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:27: Ja, nein.
00:24:28: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:28: Ja, nein.
00:24:28: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:29: Ja, nein.
00:24:29: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:30: Ja, nein.
00:24:30: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:31: Ja, nein.
00:24:31: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:31: Ja, nein.
00:24:32: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:32: Ja, nein.
00:24:32: Haben Sie da gute Hoffnung?
00:24:33: Ja, nein, absolut.
00:24:33: Also ich traue das den beiden absolut zu und dem Rest des Teams.
00:24:35: Also das Interessante ist ja, als Brancheninsider darf ich das sagen, die Deutsche Bahn hat ja wirklich exzellente Leute.
00:24:41: Es ist ja nicht so, dass dort leider nichts können herum sitzen, sondern die haben einen Ruf auch in Europa, der sehr gut und positiv ist.
00:24:49: Das Interessante war noch immer, wie kann es sein, dass so viele exzellente Leute so wenig gemeinsam zusammenbringen, damit bist du bei einer Strategie und bei einem Organisationsproblem.
00:24:58: Das fürchte ich ohne mich ausrennen zu wollen, da muss die Politik schon nach einem Beitrag leisten und Klarheit schaffen und man wird sehen, ob das gelingt.
00:25:09: Gut, kommen wir von dem Mikrobild Deutsche Bahn zu dem Makrobild Rest sozusagen?
00:25:15: Ich beginne mal damit, dass ich Sie frage, gibt es etwas, was Sie aktuell sehr optimistisch stimmt in, sagen wir mal, im Zusammenhang?
00:25:24: zu wirtschaftlichen Themen und allem, was schon in Österreich da bewegt.
00:25:28: aktuell.
00:25:30: Sehe ich einen optimistischen Christian Kern?
00:25:33: Naja, also ich glaube, wir leben schon auf, wenn man so will, in einer Situation, dass wir als Deutschland-Österreicher wirklich die Gewinner bei der Geburtslotterie sind.
00:25:42: Also jeder möchte da her, jeder möchte da leben und vielleicht gibt es im Moment wirtschaftlich dynamischere Länder und Regionen, aber definitiv was die Lebensqualität betrifft, das darf man nicht übersehen, ist das einfach ein großartiger Platz, um zu leben.
00:25:57: Und wenn sich die jüngsten Entwicklungen, wenn man es auf die Wirtschaft bezieht, ansieht, man sieht schon, dass wir schon noch in der Lage sind, Probleme zu lösen.
00:26:06: Also, wenn Sie sich etwa den Verteidigungssektor anschauen, Bilanz der ersten sechs Monate ist gewesen, dass dies mal zweieinhalb Milliarden Euro in Start-ups geflossen sind, die neue Technologien entwickeln.
00:26:18: oder wenn Sie sich ansehen, welche Fortschritt es gegeben hat beim Nobelpreis letztes Jahr.
00:26:24: Chemie, da ging es um die Frage der Entschlüsselung der Proteinfaltung, also da geht es um die Anordnung der Aminosäuren in menschlichen Zellen, die man fünfzig Jahre lang versucht hat, zu dekorieren mit traditionellen Mitteln.
00:26:36: und hat eigentlich kaum Fortschritte gemacht.
00:26:38: und dann hat sich der Sache Deep Mind angenommen.
00:26:41: Google doch da eine AI-Kampagne, die das innerhalb von zwei oder drei Jahren geschafft hat, dieses Rätsel des Aufbaus des menschlichen Körpers zu entziffern.
00:26:50: Und dahinter steckt da, dass damit Erbkrankheiten oder auch Krankheiten wie Krebs plötzlich, wenn nicht heilbar, dann zumindest jedenfalls kein Todesurteil mehr sein müssen.
00:27:01: Das ist schon, was mir extrem optimistisch stimmt, dass wir mit den neuesten technologischen Entwicklungen in der Lage sind, Menschheitsprobleme zu lösen, die unser Zusammensein auf dieser Erde besser und derträglicher machen werden.
00:27:15: Dass das im Moment alles woanders stattfindet, also in Europa ist ein Problem, aber ich denke schon, dass so starke Volkswirtschaften wie gerade die Deutsche alle Voraussetzungen haben, um hier Fahrtaufzunehmen.
00:27:28: Ja, das ist sehr ähnlich wie sie, weil es geht ja auch immer weiter.
00:27:32: Und ich habe neulich schon mal in einem anderen Zusammenhang gesagt, dass neune und neunzig Menschen auf der Welt gerne in Deutschland oder Österreich leben wollen.
00:27:39: Dafür gibt es einen Grund.
00:27:40: Und wir haben natürlich schon auch viele Sachen sehr, sehr, sehr richtig gemacht in der Vergangenheit.
00:27:45: Wir müssen halt jetzt auch ein bisschen nachsteuern.
00:27:47: Da muss man auch ganz, ganz ähnlich mit sich sein.
00:27:50: Ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg und ich hoffe, dass wir das hinbekommen.
00:27:56: Es gibt einen schönen Satz, viele Dinge können wir nicht ändern, aber wir können entscheiden, welche Bedeutung wir ihnen geben.
00:28:02: Und die Probleme werden nicht kleiner, wenn wir ihnen mit Verzweiflung begegnen.
00:28:08: Ja, ich sage dazu auch immer, das ist ein sehr guter Satz.
00:28:11: Ich sage immer, ich freue mich immer, wenn es regnet, wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem.
00:28:15: Genau, das ist genau das Thema.
00:28:17: Ich
00:28:17: glaube, in die Richtung wäre fast schon ein Schlusswort von uns beiden, was jeder hätte mitnehmen können.
00:28:24: Ich möchte sie aber nicht erlassen, ohne dass ich sie noch frage, wie sie persönlich auch ihr Geld anlegen.
00:28:31: Jetzt habe ich gelernt, Private Equity ist etwas, wo sie sehr nah dran sind.
00:28:34: Ist es Infrastruktur, da ist es tatsächlich sehr breit.
00:28:36: gestreut, verraten sie uns das oder sagen sie um eine Reihe, das geht dich nichts an.
00:28:41: Also ehrlich gesagt ist das relativ fantasielos, weil immer wenn ich versucht habe, fantasievoll zu investieren, habe ich mir dabei.
00:28:48: Und wenn man so will, keiner ist superranditen.
00:28:51: Ja, Wirtschaft hat diese größte Fehler.
00:28:53: Wenn du denkst, du kennst die Leute, Topmanagement, die sind großartig, das läuft.
00:28:58: Also diese Investmenthypothese habe ich abgehakt.
00:29:00: Nein, ich investiere ganz breit in Immobilien, ETFs, Fonds und in einzelne Aktien, wenn ich da dort eine Meinung dazu habe.
00:29:09: Und behaltet die dann.
00:29:10: solange es irgendwie geht.
00:29:12: Jetzt haben Sie im Grunde alle das zusammengefasst, was einen erfolgreichen Investor ausmacht.
00:29:16: Ich drücke Ihnen die Daumen und weiß, dass Sie das auch sind.
00:29:19: Ich will mich sehr, dass wir zusammengekommen sind, dass Sie uns ein bisschen Hinzeits mitgegeben haben.
00:29:24: Ich würde mich sehr gerne mit Ihnen Ende nächsten Jahres nochmal verabreden, damit wir den ersten Kassensturz in Anführungsstrichen zum Thema Bahn machen.
00:29:32: Ich bin natürlich auch sehr gespannt, wie die Entwicklung Ihres Unternehmens weitergeht.
00:29:35: Ich habe gelernt, die Flugzeugen, die ich steige, gehören nicht der Lufthansa oder eine andere Fluggesellschaft.
00:29:41: Prozent der Bahnen, in die ich steige, jemand anderem gehören.
00:29:44: Ich glaube, das vertiefen wir bei nächster Gelegenheit.
00:29:46: Da freue ich mich drauf.
00:29:47: Ich danke mich recht herzlich für Ihre Zeit, Herr Kern.
00:29:50: Ich sage herzlichen Dank für das Gespräch und die Anladung.
00:29:52: Danke.
00:29:53: Danke
00:29:53: schön.
Neuer Kommentar