#33 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Anne Connelly

Shownotes

Seit zehn Jahren vernetzen die "Fondsfrauen" Tausende Frauen in der Finanzbranche – und treiben Diversität, Sichtbarkeit und Karrierechancen voran. Gründerin Anne Connelly spricht im FONDS professionell Podcast über Motivation, Erfolge und die Macht echter Netzwerke. Jetzt reinhören!

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00:00:02: Willkommen zum Vorprofessionell-Podcast.

00:00:05: Joachim Naray gesucht das Gespräch.

00:00:09: Offen, direkt und immer nah dran.

00:00:13: Heute freue ich mich ganz besonders auf meinen Gast.

00:00:16: Sie ist seit vielen Jahren eine prägende Persönlichkeit der Formbranche und Mitgründerin der Vorfrauen, einem der größten Netzwerke für Frauen in der Finanzwelt, das in diesem Jahr Jubiläum feiert.

00:00:27: Wir sprechen darüber, wie die Idee zu den Vorfrauen entstanden ist.

00:00:31: was sie bewirken, welche Erfolge sie schon feiern konnten und welche Ziele noch vor ihm liegen.

00:00:37: Natürlich geht es auch um Diversität, Finanzbildung und die Frage, wie sich die Projekte in den nächsten Jahren verändern muss.

00:00:45: Und wie immer interessiert mich auch die persönliche Seite.

00:00:48: Wie legt sie ihr eigenes Geld an und was stimmt sie in dieser herausfordernden Zeit für die Zukunft optimistisch?

00:00:56: Freut euch auf ein inspirierendes Gespräch mit einer Frau, die die Finanzwelt seit vielen Jahren entscheidet und mitgestaltet.

00:01:02: Mein Name ist Joachim Lareike und ich suche heute das Gespräch mit Anne Konelli.

00:01:07: Herzlich willkommen, liebe Anne.

00:01:09: Schön, dass es klappt.

00:01:11: Ja, danke lieber Jofi, die fantastische Einladung.

00:01:13: Ich freue mich sehr.

00:01:14: Da haben wir ja richtig was vor uns jetzt.

00:01:16: Wir haben richtig was vor uns.

00:01:18: Und liebe Anne, lass uns doch damit beginnen.

00:01:21: Viele Menschen dieser Branche kennen dich.

00:01:23: Auch schon seit vielen Jahren.

00:01:25: Aber ständig doch vielleicht unser Hörerin und Hörerin nochmal.

00:01:28: Noch mal ganz kurz vor.

00:01:29: Gut, ich versuche, meine langen Lebenserfahrung in kurze Worte zu fassen.

00:01:33: Also ich bin seit ja den Anfang der neunziger Jahre in der Investmentfondsbranche tätig.

00:01:38: Ich habe in meinen zwanzigern lange in den USA gelebt, bin eigentlich so reingestolpert in die Szene und habe dann bei Pioneer Investments angefangen zu arbeiten in Boston, wo ich auch lange gelebt habe.

00:01:50: Und ja, das war eigentlich so der Start von meiner Karriere.

00:01:53: Ich habe dort so ein Trainieprogramm gemacht und wurde so richtig eingeführt in das Thema Fonds.

00:01:58: ETS war mir damals noch nicht erfunden.

00:02:01: Und dann hat sich das so ergeben im Laufe der Jahre, wo ich dort war, dass die Juicid-Regulierung hier in Europa kam und Pioneer sich verändern wollte und nach Europa gehen wollte.

00:02:10: Und dann hat man gesagt, ja, wer ist, wenn du mitkommst.

00:02:12: Und so bin ich wieder zurück nach Deutschland, dann nach Frankfurt mit meinem dannem Mann im Schlepptau, habe insgesamt elf Jahre bei Pioneer gearbeitet, in dieser Zeit zwei Kinder bekommen.

00:02:23: Und dann war es mal Zeit für einen Wechsel und bin dann zu einem wunderbaren Unternehmen gegangen als Geschäftsführerin für Morningstar und durfte das... Geschäft aufbauen für Deutschland, Österreich, Schweiz.

00:02:33: Das war ein richtiger Traumjob für mich.

00:02:35: Ich hätte mir nichts Besseres vorstellen können und habe das viele Jahre auch gemacht.

00:02:40: Wir waren auch sehr erfolgreich.

00:02:41: Tolles Team, mit dem ich arbeiten durfte.

00:02:44: Ja, und dann nach fünfzehn Jahren, dann habe ich nochmal meine Rolle verändert in den letzten Jahren und nach fünfzehn Jahren war es einfach Zeit für was anderes.

00:02:52: Und ich hatte dann in all den Jahren natürlich bemerkt, wo sind eigentlich die anderen Frauen?

00:02:59: Und immer, wenn da mal was war, von denen mal Frauen, wie ich aber hingegangen, und dachte, ach, wie cool ist das eigentlich.

00:03:04: Und dann gab es in den Jahren die Rechtsprechung, dass dann also eine Quote in Deutschland eingeführt werden sollte, eine Geschlechterquote.

00:03:11: Das ist ja keine Frauenquote, sondern eine Geschlechterquote.

00:03:14: Dann dachte ich, was machen wir eigentlich für die Frauen?

00:03:18: Und wie es sich so zuträgt, am Sommerfest von Vorprofessionell haben wir damals zusammengesessen mit ein paar der Frauen, die da waren, in wichtigen Mädels gesagt haben, wir müssen irgendwie was machen.

00:03:29: Und Manuela Fröhlich, auch bestens bekannt in der Industrie, sagt zu mir Anne, finde ich, gut macht Konzept.

00:03:35: Und aus diesem Konzept sind die Vorfrauen entstanden.

00:03:38: und damit war dann auch klar, als ich gesehen habe, wie das gestartet ist, wie viel da auch zu tun ist, habe ich gesagt, das mache ich Vollzeit und bin dann ausgestiegen beim Morningstar und habe neben den Vorfrauen dann noch ein, ja, eine eigene Startup gegründet.

00:03:53: Das nennt sich Herr Mani.

00:03:54: Das dreht sich eine so eine Finanzbildung für Frauen.

00:03:57: Und here we are today.

00:03:59: Super, vielen Dank für den Rückblick.

00:04:01: so ein bisschen und dein Erdegang.

00:04:03: Wir dürfen auch verraten, dass wir uns kennengelernt haben.

00:04:05: Da warst du tatsächlich bei Pioneer.

00:04:08: Da waren wir auch durchaus als Mitbewerber unterwegs oder Mitbewunderer, wie man ja auch so schön sagt.

00:04:13: Also insofern, daher kennen wir uns, deswegen nutzen wir uns auch.

00:04:16: Es wäre jetzt einfach albern, wenn wir uns sitzen würden, insofern.

00:04:19: Wolltet du das fast alle irgendwie, oder?

00:04:21: Das

00:04:22: ist aber auch nicht jeder Mann's Sache.

00:04:24: Es gibt jetzt, hab ich gehört, dass es auch wieder einen Weg zurück gibt an der einen oder anderen Stelle, dass das sie wieder eingeführt wird.

00:04:30: Das brauchen wir zwar nicht zu tun, nur vielleicht, dass die Hörerinnen und Hörer das wissen.

00:04:35: Jetzt ist es natürlich eine ganz spannende Geschichte, die Stehungsgeschichte vor Frauen.

00:04:40: Und ich glaube, dass ihr feiert dieses Jahr Jubilä- Und Jubiläum bedeutet, du darfst es verraten, es ist das

00:04:48: das zehnte Jahr der Vorfrauen.

00:04:49: Das

00:04:50: zehnte Jahr der Vorfrauen, die aus einer Gründung von, wieviel war sie am Anfang?

00:04:55: Wie gut es gab, die Anfang stand ja die Idee.

00:04:58: Es gab die Mano, Manuela Fröhlich und die Anke Demboski, mit der ich dich auch gebeten habe, mit dazu zu kommen.

00:05:04: Wir sind die Gründerinnen.

00:05:06: Und da haben wir die erste Veranstaltung vor zehn Jahren in Frankfurt gehabt.

00:05:09: Da saßen dann sofort, der Raum war voll, hundert Frauen.

00:05:13: Da habe ich dann wieder, wie so oft in meiner Karriere, wieder mal Angst von meiner eigenen Kuhreasche gekriegt.

00:05:17: Das mache ich hier eigentlich.

00:05:19: Da war aber dann zu spät.

00:05:21: Und so sind wir gestartet.

00:05:22: Und dann ist das sehr, sehr schnell explodiert.

00:05:25: Und es hat sich dann eigentlich so als eine Plattform herausgebildet, wo wir Frauen uns nicht wie das früher so war, mal auf der Messe über den Weg gelaufen sind oder vielleicht nach einer Veranstaltung an der Bar oder am Cafetisch mal Hallo gesagt hat.

00:05:39: Sondern heute hat sich wirklich so entwickelt, wo man sich gezielt trifft, sich vernetzt, wo man Geschäft auch miteinander macht.

00:05:45: Und ja, wir machen natürlich auch gerne pro Seko Häppchen.

00:05:48: Aber unsere Veranstaltungen, die wir machen, sind eben nicht nur das und schon gar nicht, dass wir mit den Vorfrauen machen.

00:05:53: Das ist schon als zunehmendes Business.

00:05:55: Fühlt mich dazu die ganz kurz noch mal vor zehn Jahren oder vor zehn Jahren plus.

00:05:59: Die Motivation war tatsächlich, dass du dich rechts und links umgeschaut hast und hast dir gedacht.

00:06:03: Wo sind denn jetzt eigentlich die Frauen, die ja nur mal als fast fünfzig Prozent der Bevölkerung ausmachen müssten?

00:06:08: Aber in der Branche finde ich sie nicht.

00:06:10: Das war eine der Motivationen.

00:06:11: Ist das korrekt?

00:06:12: Das war eigentlich die Hauptmotivation, weil ich das irgendwie über die Jahre beobachtet habe und ich natürlich auch sagen muss, dass ich mich beim Morningstar auch nie so in so einer Rolle als Frau gefühlt habe, wie überhaupt meine Generation von Frauen, die jetzt nicht morgens aufgestanden sind, den Spiegel geguckt haben, haben gedacht, hilfig bin der Frau.

00:06:28: Ja, weil wir haben einfach unseren Job gemacht und gewisse Machenschaften oder Sprüche, die hat man einfach einfach naja Gott, der Typ ist halt blöd oder so.

00:06:35: Du hast nicht so ein bisschen so gedacht, naja, da müssen wir irgendwie durch.

00:06:39: Aber das ist einfach so, das ist exemplarisch viele dieser Frauen.

00:06:44: Aber ich bin ein sehr politisch interessierter Mensch und ich bin auch dann sehr, habe ich... über die Jahre eben gemerkt, wie ich das beschrieben habe.

00:06:52: Wo sind denn die anderen Frauen?

00:06:54: Wenn da was sich geban geboten hat, bin ich dann hingegangen.

00:06:57: Und ich dachte eben, es ist der Zeit mal, was hier für uns in der Industrie zu machen.

00:07:01: Wir haben ja geschaut, es gibt es sonst noch für Bemühungen.

00:07:03: Es gibt ja auch aus dem Ausland heraus, gab es mehrere Initiativen.

00:07:07: Aber es gab eben nichts in Deutschland.

00:07:10: Und die Bemühungen, so Organisationen aus dem Ausland heraus, die waren hier auch nicht wirklich präsent.

00:07:16: Und die waren auch nicht wirklich interessiert, sich hier zu expandieren im Deutschsprachengraum, weil die Gespräche haben wir gesucht am Anfang.

00:07:23: Das ist eben auch aufgefallen ist, dass viele internationale Häuser, inklusive das für das du auch lange gearbeitet hast, die haben ja viele Bestrebungen gehabt, auch in ihren Heimatländern, also in der UK oder den USA.

00:07:34: Aber hier vor Ort im deutschsprachigen Raum gab es dann oft kleinere Büros und da konnte man sich auch nicht so organisieren.

00:07:42: Und deshalb hat sich es einfach auch angeboten, dass wir als die Vorfrauen dann diese Plattformen geschaffen haben.

00:07:48: Und ja, wir haben ja dann auch die Gespräche gesucht, nicht nur mit den internationalen Häusern, sondern auch vor allen Dingen mit den Deutschen.

00:07:55: Und das war schon ein sehr großes Stück Arbeit.

00:07:58: bei den deutschen Häusern fortzusprechen und zu sagen, hey, wie schaut's aus?

00:08:02: Wollt ihr unsere Initiative unterstützen?

00:08:05: Und das, das war Arbeit, muss man letztes sagen.

00:08:08: Gut, du hast ja noch nie Angst vor Arbeit gehabt, sofern.

00:08:11: Aber wie

00:08:11: soll das nicht?

00:08:12: Es ist noch nicht.

00:08:13: Es ist nicht das größte Problem gewesen.

00:08:16: Lass uns doch mal Teil haben von den drei Damen, die das gegründet haben, auf dem Weg bis jetzt, zwanzig, fünfundzwanzig.

00:08:25: Was macht ihr für Veranstaltung?

00:08:27: Wie sieht euer Netzwerk aus?

00:08:29: Wie viele Damen seid ihr mittlerweile?

00:08:31: Wie hat sich das entwickelt in den letzten zehn Jahren?

00:08:34: Wenn du sagst, bei der Erstveranstaltung ist es plötzlich hundert Frauen, okay, das sieht vielleicht doch mehr als ich dachte.

00:08:42: Wo stehen wir da aktuell?

00:08:43: Wo steht ihr da aktuell?

00:08:45: Lass uns teilhaben, was macht ihr so für Veranstaltungen, für Netzwerktreffen?

00:08:50: Wie kann man sich das vorstellen?

00:08:52: Also aus diesen Anfängen, wo wir im ersten Jahr zwei Firmen hatten, die als unsere Unterstützer aufgetrieben sind, als Firmenpartner, sind das inzwischen Achtzig geworden.

00:09:03: Wir hatten ja die Intention, auch primär in Deutschland aktiv zu sein und primär in der Vorbranche, so unsere kleine naive Vorstellung.

00:09:10: Aber

00:09:11: nun ganz dazwischen, du sprichst von Achtzig

00:09:13: Firmen, die auf sich unternehmen.

00:09:18: Wie viele Frauen sind bei den Vorfrauen dabei?

00:09:20: Wir haben eine Community von fünf tausend Frauen.

00:09:23: Die sind in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg.

00:09:26: Wir haben sogar Veranstaltungen in London.

00:09:30: die Manuela ja auch ein Draht dazu hindert.

00:09:32: Manuela Früllig hat sie das auch so ein bisschen entwickelt.

00:09:35: Also ihr, du siehst aus dieser kleinen Idee ist wirklich eine Bewegung entstanden und diese Frauen kommen zu unseren Veranstaltungen.

00:09:44: Wir haben um die fast neunzig Veranstaltungen im Jahr in diesen diversen Locations.

00:09:51: Unsere größte Stadt oder unsere größten Veranstaltungen machen wir in Frankfurt nicht überraschend und in Zürich.

00:09:57: Aber auch München, Luxemburg sind große Hubs.

00:10:01: Also nur so ein bisschen der Dimension zu kriegen.

00:10:02: Wir sind aber auch in Hamburg.

00:10:04: Ich komme ja gerade heute auch aus Köln.

00:10:06: Wir sind auch in Berlin.

00:10:07: Also da haben sich richtige Hubs auch gebildet, wo Frauen das hat.

00:10:10: Wir wollen auch ein bisschen, vielleicht auch stammtischmäßig, uns einfach mal vernetzen.

00:10:15: Und so hat sich das jetzt von der Dimension, von den Zahlen her entwickelt.

00:10:19: Wichtig zu verstehen ist, wir machen zwar viele Veranstaltungen, weil das ist ja, wir sind ja ein Netzwerk.

00:10:24: Wir wollen Trauen zusammenbringen.

00:10:26: Aber und vielleicht vom Inhalt hier, wir haben dort Themen natürlich auch wie Female Empowerment, die eher so frauensbeziehbar sind.

00:10:34: Wir haben aber auch Fachthemen, weil wir sind ja auch ein Karriere-Metzwerk in der Finanzbranche.

00:10:39: Und dieser Mix, glaube ich, ist da sehr erfolgreich.

00:10:42: Weil man darf ja auch nicht vergessen, es sind ja auch Frauen, die nicht nur Vertrieb machen oder Portfoliemanagerinnen sind.

00:10:48: Davor gibt es eh zu wenig.

00:10:50: Wissen wir, die neuesten Zahlen, sieben Prozent gibt es in Deutschland.

00:10:53: wenig bewegt sich an dieser Nadel, sondern eben diese Frauen, die in der Industrie insgesamt arbeiten, die haben ja auch oft nicht immer Zugang zu solchen Fachinformationen.

00:11:02: Und deshalb gibt es da auch in Interesse, sich da auch bei uns über Dinge zu informieren, wo sie vielleicht sonst gar nicht so Zugang hätten, was unsere Assetklassen angeht oder Entwicklung wie Krypto und solche Sachen.

00:11:13: Also das ist für uns immer wichtig, wir machen da so nix.

00:11:16: Wir haben diese physischen Veranstaltungen, wir haben aber auch Online-Veranstaltungen.

00:11:20: Das hat sich in der Pandemie so entwickelt.

00:11:22: Die sind super beliebt.

00:11:24: Wir machen das so einmal im Monat.

00:11:26: Das sind Lunch Talks, die sind digital.

00:11:28: Maximal vierzig Minuten, wie gesagt, ein bunter Mix aus Themen.

00:11:33: Und das kann man dann abrufen.

00:11:34: Wir haben einen großen Mitgliederbereich entwickelt über die Jahre.

00:11:38: Also Mitglied bei uns bist, entweder über eine Firmenmitgliedschaft kommst oder über eine Einzelmitgliedschaft, hast du einen großen Bereich, eine Mediathek, wo du dir Themen abrufen kannst und dann nachschauen kannst, weil du eben nicht an dem Tag Zeit hattest.

00:11:54: Das ist so was wir da in dem Bereich machen und wir haben ein Newsletter.

00:11:58: da jede Woche rauskommen.

00:11:59: Ich glaube, wir haben achttausend Abonnentinnen von den Newsletter, der wird regelgelesen.

00:12:04: Wir haben ein Blog und ein Magazinbereich, den wir gerade auch noch umgebaut haben, um eben, was ich auch wichtig finde, kommen wir gleich noch dazu, unsere Stimme noch ein bisschen mehr Macht zu verleihen.

00:12:17: Und was auch sehr beliebtes bei uns sind unsere Mentoring-Programme.

00:12:23: Weil wir haben dann ein Programm für Frauen, die mehr als fünf Jahre in der Industrie sind, die andere Fragen haben, als vielleicht eine Frau, die vom Studium reinkommt.

00:12:33: Für die gibt es ein sogenanntes Buddy-Programm, das ist ein Gruppenventoring.

00:12:37: Und die organisieren sich dann untereinander.

00:12:40: Es wird sehr gut angenommen von den Nachwuchstalenten.

00:12:44: Und die Frauen schon länger dabei sind, die dann eher vielleicht auf die nächste Führungsebene wollen, die machen das in einem One-on-One-Programm.

00:12:51: Da haben wir auch jedes Jahr fast hundert Mentorinnen und Mentis in diesen Programmen.

00:12:57: Also das hat sich schon sehr entwickelt.

00:13:00: Und es stellt uns auch vor logistische Herausforderungen, weil wir müssen das als Teenager managen.

00:13:04: Wir haben auch die Awards.

00:13:05: Ich glaube, die finden ja jetzt einen Beitrag im Oktober, wo wir auch mit euch von professionell schon lange als Medienpartner und als Unterstützer auch die ersten Stunde zusammenarbeiten.

00:13:15: Und diese Awards sind halt gedacht, um den Frauen eine Sichtbarkeit zu verleihen.

00:13:20: auch den Unternehmen des Sichtbarkeits zu verleihen, die viel für das Thema Geschlechterdiversität tun und auch vormenigeren zu showcasen, weil es gibt leider zu wenige.

00:13:30: Also ich glaube, wir tun da schon sehr viel mit dem Angebot, das wir geschaffen haben, das wir über die Jahre ergänzt, erweitert, verfeinert haben.

00:13:38: dass das Hierarchieübergreifend für Frauen, die neu sind, für Frauen, die mitten im Leben stehen, aber auch für Frauen, die fünftig plus sind, gibt es eine eigene Gruppe, die sich vernetzen, die eigene Aufgabenstellungen haben.

00:13:52: Also ich glaube, für jede Frau, die bei uns ist, findet da ein Angebot.

00:13:56: Mir persönlich ist es wichtig, kommen ja aus der Morningstar-Welt, dass wir hier hier Hierarchieübergreifend unterwegs sind.

00:14:04: Ich halte sehr wenig von so elitären Netzwerken.

00:14:08: Es gibt ja auch eine Industrie, so das eine oder andere.

00:14:11: Da ist eben meine persönliche Meinung zu sagen.

00:14:14: Ja, die paar Frauen, die es geschafft haben, die kennt man ja im Gefühl eh.

00:14:17: Und es ist schön, man kann es heute sie auch zusammenbringen, aber eben nicht nur, weil ich großartig davon bin, dass wir gucken, dass wir mehr Talente reinbekommen, schauen, wie können wir die halten.

00:14:27: Das ist ja auch eine Challenge für die Industry, die diese Retention Rate und dann den Frauen auch bei Bedarf zu befördern.

00:14:34: Nicht jede will auch Chefin sein, manche will auch nur eine Expertenkarriere sein und sie aber auch auf diesem Weg dazu begleiten, ihre Ideen auch zu schärfen.

00:14:42: Ich höre das ja auch im Mentoring, was die Frauen da so umtreibt.

00:14:45: Ja, und dann auch im letzten Teil ihrer Karriere den noch Impulse zu geben.

00:14:49: Und so verstehen wir uns als Netzwerk, und das ist was ich jetzt auch jeden Tag mache.

00:14:54: Das ist natürlich schon wahnsinnig beeindruckend, muss man ehrlich sagen von fünftausend Frauen sprechen, wobei wir da fast schon von Finanzfrauen sprechen sollten, weil ich glaube, das ist ja nicht nur an die Vorindustrie gekoppelt, oder?

00:15:08: Das

00:15:08: ist korrekt, das kriegen wir auch immer wieder gesagt.

00:15:10: Manche sagen zögern dann zu uns zu kommen, die hören, was wir Tolles machen und denken sich, ich weiß nicht, arbeite aber eher bei einer Bank oder ich bin jetzt hier bei Krypto unterwegs.

00:15:19: Aber das hat sich inzwischen sehr verändert.

00:15:21: Nicht nur regional sind wir expandiert.

00:15:23: Was übrigens keine Intention war, sondern eben auf Veranlassungen sind wir von der OBS in die Schweiz gegangen.

00:15:29: Auf Veranlassung von der großen Kanzlei sind wir nach Luxemburg.

00:15:32: Also ähnlich war das mit Österreich.

00:15:33: Das hat sich einfach so ergeben.

00:15:35: Und so kam das eben auch, dass viele aus anderen Bereichen, viele Banken, die bei uns Mitglied sind, dass es Haukaufhäuser ist oder eine ING.

00:15:43: Das sind alles Häuser, die bei uns auch aktiv sind, die jetzt nicht aus dem Vorbereich kommen.

00:15:49: Die hat dann so ein bisschen erst mit, ich bin nicht im Vorbereich.

00:15:52: Und dann haben wir natürlich uns überlegt, sollte vielleicht unseren Namen ändern?

00:15:56: Ich wollte grad fragen, das ist so ein bisschen natürlich auch, denn da haben wir es erst standen, weil es eben eine Fond-DNA gegeben hat, bei der ersten Welle sozusagen, die man angesprochen hat.

00:16:06: Genau.

00:16:07: Und habt ihr darüber wirklich erst das Nachbarn?

00:16:09: Doch, darüber haben wir und denken wir auch immer wieder nach, aber wir... haben da bisher keine gute Lösung gefunden, weil es ist ja auch ein gesetzter Begriff.

00:16:18: Und wenn man sich mit uns auseinandersetzt und wenn du auf die Webseite guckst, siehst du auch sehr schnell, dann beschreiben die das auch.

00:16:23: Aber wir sind noch auf einer nach einer fitzigen Idee, wie man das vielleicht doch nochmal anders darstellen kann.

00:16:30: Also wir haben unseren Claim auf jeden Fall erweitert, zu sagen Empowering Women in Finance.

00:16:36: Und aber wir haben halt auch so eine starke Marke kreiert und das ist dann schon schwierig, dass dann einzustellen.

00:16:44: Und wenn man das verändert, muss man das schon sehr smart machen.

00:16:47: Und da wir noch keine geile Lösung haben, dann würde ich von Frauen.

00:16:52: Dann lasst uns die Vorfrauen vor Frauen sein und wir arbeiten jetzt auch in dem Podcast nicht daran, eine smarte Lösung zu finden, die besonders clever ist.

00:17:00: Ich finde, ihr habt das ja pragmatisch gelöst, nämlich hat man einfach auch Damen den Zugang gegeben, selbst wenn sie nicht in der Vorbranche arbeiten.

00:17:07: Aber trotzdem sollte ja jeder einen Vorbesitz.

00:17:09: Das ist ja dann auch ganz richtig.

00:17:13: Das ist eine sehr gute Einstellung.

00:17:14: Die Antwort merke ich mir lieber nicht.

00:17:15: Es könnte

00:17:16: ja ein Teil des Flames sein.

00:17:18: Ich bin jetzt kein Marketing-Profilier, aber ich bin... Das geht über nach.

00:17:21: Ich habe in eurem Netzwerk sehr, sehr viele Marketing-Profis auch dabei.

00:17:26: Du hattest das gerade allgedeutet.

00:17:27: Ich finde es total interessant.

00:17:29: Du hast so ein bisschen skizziert, dass ihr achtzig Firmen habt, die uns unterstützen.

00:17:34: Und du hast eben auch darüber gesprochen, dass man bei euch Mitglied sein kann, entweder über eine Firmen-Mitgliedschaft oder eben über eine einzelne Mitgliedschaft.

00:17:42: Hast du auch ganz persönlich, weiß wie überzeugend du sein kannst, aber hast du wirklich dann auch bei einem großen deutschen Finanzinstitut gesessen, in der Personalabteilung, hast du gesagt, was war auf ihr Leute, wir gründen hier etwas, haben etwas.

00:17:56: euch und euren Damen in der Belegschaft wirklich extrem Mehrwert bietet.

00:17:59: Wie könnt ihr euch vorstellen, das so destützen?

00:18:02: Ist das so gelaufen oder ist es nicht so naiv von mir?

00:18:04: Nein, das ist nicht naiv.

00:18:05: Es ist eher über den Vorstand gelaufen, dass man die Gespräche mit den Vorständen hatte.

00:18:10: Man muss natürlich dazu sagen, ich kam ja aus der Morningstar-Welt.

00:18:13: Das heißt, ich kannte ja gefühlt die gesamte Industrie.

00:18:15: Und jeder hat mir aufmerksam zugehört.

00:18:19: Also ich muss schon sagen, dass es schon sehr respektvolle Gespräche waren.

00:18:23: Ich auch dann, wie gesagt, die ersten Gespräche waren nicht einfach, weil das ist eine neue Idee gewesen.

00:18:29: Und es gab dann, wie das immer so ist, in einem Self-Cycle natürlich ein paar First Mover.

00:18:34: Und darunter zählt zum Beispiel Amundi und unter Evie Vogel damals noch und aber auch der Christ, der ist auch ein großer supporter von dem Thema heute, der heutige CEO.

00:18:44: Und da gab es einige Firmen, die haben gleich gesagt, finden wir gut, unterstützen wir.

00:18:48: Und andere wie zum Beispiel eine Union Investment, eine DEK, wir haben ein bisschen länger gebraucht.

00:18:54: Da sind natürlich auch andere Strukturen diesen Unternehmen.

00:18:56: Das heißt, dafür ist du in der Tat mehrere Gespräche mit Personalvorstand mit anderen und oder auch eine DWS.

00:19:03: Aber meine Erfahrung ist, wenn du das richtig machst und du erklärst, was du versuchst zu tun, das ist ja auch ein Business Case.

00:19:11: Wir machen das ja nicht, um hier ein paar Frauen zusammenzubringen, um so einen lustigen Abend zu machen.

00:19:16: Sondern es geht ja auch darum, dass das ein Mehrwert bringt für Unternehmen, wenn du einmal aus Kundensicht deine Kundschaft ansprichst.

00:19:23: Das sind ja auch Frauen, denen du echt das... vermitteln möchtest, verkaufen möchtest.

00:19:27: und du brauchst ja auch eine gute Belegschaft, die deine Ziele verfolgt.

00:19:32: und da gehört es eben dazu, dass man die Frauen mit ins Boot nimmt, weil du eben nur so gute Ergebnisse erzählst, da gibt es ja auch Studien dazu, die habe ich mir ja nicht ausgedacht.

00:19:42: Und diese Gespräche galt es eben zu füren.

00:19:45: Gucken, was hast du als Unternehmen davon?

00:19:47: Wie kannst du Talente gewinnen heute?

00:19:51: Und auch die Männer mitzunehmen, weil jeder weiß, ich hasse Männer nicht im Kriegenteil, ohne das jetzt weiter ausfüllen zu wollen.

00:19:59: Aber das, was wir machen, ist ja nicht gegen Männer, sondern es ist für Frauen.

00:20:05: Weil, wie du sagst, fünfzig Prozent der Bevölkerung sind Frauen.

00:20:08: Warum sind die nicht repräsentierter?

00:20:11: Und es gibt natürlich strukturelle Gründe, warum das so ist.

00:20:12: Aber wir wollten eben unseren Beitrag dazu leisten, dass diese Branche eben mehr Frauen reinholt, mehr Talente abholt.

00:20:20: Und ich muss sagen, ich habe das in meiner Karriere auch immer wieder erlebt.

00:20:24: Deshalb kann ich auch sehr viel aus persönlicher Erfahrung sprechen, dass wenn du diese oft genannten Argumente, die Frauen wollen ja nicht, es bewirbt sich keine No-The-Feeling.

00:20:35: Ja, und ich habe ihn im Unternehmen gearbeitet.

00:20:37: Also ich zähle natürlich nicht dazu.

00:20:39: Ich bin die berühmte Ausnahme, die eben gesagt hat, ich finde das gut, ich mache das.

00:20:45: Aber erstmal zu erkennen, dass ich da eine Ausnahme bin.

00:20:48: weil er für mich eine Erkenntnis ist.

00:20:51: Wir sind ja da genderblind durch die Gegend gelaufen.

00:20:53: Früher gab es dieses Bewusstsein nicht wie heute.

00:20:57: Hab dann aber auch in meiner Zeit gesehen, gerade beim Morningstar, wo wir sehr viele Talente hatten, sehr viele talentierte Frauen auch, die oft dann sehr zurückhaltend waren, weil das sind ja sehr oft analytisch getriebene Frauen.

00:21:11: Und dann ist es klar, Frau ist nicht gleich Frau.

00:21:13: genauso wenig wie Mann gleich Mann ist und habe aber verstärkt festgestellt, dass gerade diese super smarten Frauen, die deutlich intelligenter sind als ich, dass die sich gewissen Machenschaften oder gewissen Dingen nicht aussetzen wollten.

00:21:27: Und ich bin da, wie gesagt, eher jemand, nur die harten Kormegarten.

00:21:32: Ich habe mir aus gewissen Dingen gedacht, ich mir, okay, das ist nicht mein, die trug ziehe ich mir nicht an.

00:21:36: Ich muss aber feststellen, dass das bei vielen Frauen nicht der Fall ist.

00:21:39: Und ich wollte eben dann ein Play viel schaffen, wo sich unterschiedliche Arten von Frauen wohlfühlen, weil sonst die Industrie einfach zu viel Talent auf der Straße liegen lässt.

00:21:49: Und darum geht es.

00:21:51: Und dann gibt es, glaube ich, auch keine zwei Meinungen dazu.

00:21:54: Ich glaube, ganz wichtig ist auch nochmal raus zu arbeiten, ganz besonders zu betonen, dass ihr kein Netzwerk für Füruchskräfte seid oder für ausschließlich Füruchskräfte, sondern ihr seid ein Netzwerk für alle Frauen, die in dieser Industrie tätig sind.

00:22:08: Das ist korrekt.

00:22:09: Also unser Ansinnen ist, mehr Frauen zu gewinnen für die Industrie.

00:22:12: Wir gehen ja auch in die Universitäten dort vorträge.

00:22:15: Da herrschen ja Mütchen über diese Industrie.

00:22:19: So Wolf of Wall Street.

00:22:20: Und wenn ich diesen Frauen sage, ich bin Mutter von zwei Kindern.

00:22:24: die beide Abitur gemacht haben.

00:22:26: Sie sind nicht drogenabhängig geworden.

00:22:28: Einer hat sogar viele Jahre mit seiner Mutter zusammengearbeitet in einer Bayern-Money.

00:22:34: Dann denken die, wow, ja.

00:22:35: Und das geht, sagen die dann zu mir, sage ich, ja.

00:22:39: Ja, du kannst Kinder kriegen in dieser Industrie und du kannst arbeiten.

00:22:42: Du kannst auch, wenn du möchtest, wie ich Karriere machen oder entscheidest dich für einfach mehr in der Sachbearbeiterfunktion.

00:22:48: Whatever, du hast ja alle Möglichkeiten.

00:22:50: Da herrscht immer noch Erstaunen.

00:22:52: Und das ist, was für diese Geschichten können wir natürlich sehr glaubhaft erzählen, um eben mehr Frauen zu gewinnen, zu halten.

00:23:00: Ja, das ist doch der Punkt.

00:23:02: Ich glaube, es ist eine wahnsinnig wichtige Aufgabe, die auch extrem gut in die Zeit passt.

00:23:06: Ich glaube, wir sind wirklich auf einem sehr, sehr guten Weg in die richtige Richtung, was das auch anbetrifft.

00:23:12: Zumindest meine Beobachtung.

00:23:14: Es gibt neben den Frauen noch einen weiteren Aspekt, den du sehr gerne betrachtest, beobachtest und nach vorne bringen möchtest.

00:23:22: Das ist die Finanzbildung.

00:23:25: Oder jeder behauptet, dieser Branche, der nur Finanzwesen sagt, Finanzbildung ist das Wichtigste, was es überhaupt gibt.

00:23:30: Und es wird so wenig in Schulen gemacht dafür.

00:23:34: Das heißt, jeder muss irgendwie versuchen, Initiative zu gründen, zu starten, wo er da sein Teil dazu beiträgt.

00:23:40: Und ich glaube, hier mit so einem großen Netzwerk ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:23:45: Ich glaube, Schulen wären ein sehr, sehr wichtiger Punkt, dort auch anzusetzen.

00:23:49: Geschlechterunabhängig ist natürlich für dich klar.

00:23:51: Was machst du da genau und wie transportierst du dieses Thema?

00:23:55: Ich glaube, der Bedarf, den brauchen wir nicht nochmal abzuarbeiten, der ist logisch.

00:23:59: Was ist da dein Herzensport?

00:24:00: Wie hast du das identifiziert und wie gehst du davor?

00:24:05: Wir haben in unserem Netzwerk, hat sich eine Initiative gerade auch von der Universität der Münchner Uni rausgebildet, wo die in die Schulen reingehen und dort Finanzbildung transportieren.

00:24:16: Da sind einige Frauen aus unserem Netzwerk aktiv.

00:24:21: Ich habe damals gesagt, weil ich war ja mein Leben lang konfrontiert wurde von meinem persönlichen Umfeld.

00:24:27: Mein Gott, wie kannst du in so einer Industrie arbeiten, wie langweilig und finanzen und überhaupt ein Aktien-Casino, also diese ganzen Klischees, dass ich dann aber beschlossen habe, unter dem Dach der Vorfrauen ist das, glaube ich, sehr schwierig, offensiv nach außen zu treiben, weil wir eben unser Kern ist, ein Netzwerk für Frauen zu schaffen.

00:24:47: und da die Frauen reinzubringen, weiterzubringen und der Industrie eben auch zu zeigen, warum das Gutes des Frauen und arbeiten.

00:24:53: Das war aber für mich der Impuls, warum ich Hermanni gegründet habe.

00:24:56: Und Hermanni ist ja eine der größten Frauenfinanz- Bildungsplattformen.

00:25:01: Und da haben wir ein eigenes Angebot, da haben wir einen anderen Namen dafür und einen anderen Auftritt, wenn man sich die Webseite anschaut.

00:25:09: Wir haben dort ein Coaching-Angebot, wir haben einen Club gestartet, wo Frauen eben untereinander auch da wieder sich vernetzen können.

00:25:16: Fragen stellen können.

00:25:18: Und das wird sehr gut angenommen.

00:25:20: Da machen wir auch Vorträge.

00:25:22: Ja, wir haben auch schon Veranstaltungen gemacht.

00:25:24: Das ist, glaube ich, da.

00:25:25: Es ist die Lösung, die ich da gefunden habe für dieses Segment, weil es, glaube ich, unter dem Label vor Frauen zu schwierig ist, da jemand, sage ich mal, hinter dem Ofen hervorzuholen, da hätte man anderes Branding wählen müssen.

00:25:38: Und wenn wir über Herr Manni sprechen, dann bedeutet das, du, ihr, mit den Inhalten, fangt ihr bei Adam und Eva tatsächlich an.

00:25:46: Oder habt ihr ausschließlich dort mit Leuten zu tun, da ist eure Zielgruppe jemand, der sowieso schon hunderttausend Euro hat.

00:25:52: und die Frage ist, wie legt ihr das jetzt an?

00:25:54: Oder ist es wirklich... ...educativ auch, dass man sagt, hey, pass auf.

00:25:58: Jeder hat irgendwie Einkommen, jeder muss Steuern bezahlen.

00:26:01: Wir versuchen mal zu erklären, wie das alles miteinander zusammenhängt.

00:26:04: oder ist das zu trivial gedacht?

00:26:06: Nein, es ist, es fängt schon ganz basic an mit fünf Schritten.

00:26:09: Ja, weil egal wer du bist, du solltest erst mal wissen, wie diese Prinzipien von guter Finanzplanung sind.

00:26:15: Wir reden hier, wir verkaufen ja keine Produkte bei Hermann.

00:26:17: Ja, es geht hier rein.

00:26:19: Wie geht überhaupt Finanzplanung?

00:26:20: Das fängt ja dann schon davon an, was habe ich die richtigen Versicherungen?

00:26:24: Habe ich überhaupt ein Testament?

00:26:26: Bevor wir dann über die Alltagsfinanzen sprechen und wie du die aufgeleist, was weiß ich in Notkorschen überhaupt aufzubauen.

00:26:32: Und dann erst kommst du überhaupt in das Thema Altersvorsorge.

00:26:36: Wir haben Rentenlückenrechner, wo man dann mal sagt, wo, was brauche ich für meine Rente überhaupt?

00:26:40: Und dann geht es noch zum Thema Investment.

00:26:42: Und in diesem Segment, ein Retail-Segment ist natürlich die ETFs super gefragt.

00:26:48: Und wir erklären dann aber auch in unseren Kursen, wie geht investieren, wie geht die Börse, wie gehen Fonds für den ETFs und wie kannst du hauptsächlich dann Altersvorsorge aufkreisen?

00:26:58: Es gibt auch ein Profikurs bei uns, also ein Videokurs auch dazu.

00:27:01: einen Profi-Kurs, wo wir dann erklären, okay, wenn ihr die Basics schon gemacht habt, hier gibt es gewisse Depot-Strategien, wie kannst du damit umgehen?

00:27:08: Und wir bieten ja auch welche, Entschuldigung, monatliche Live-Calls an, da kannst du dich auch weiterbilden zum Thema Krypto, zum Beispiel, wenn dich das interessiert.

00:27:17: Und in der Community kannst du ja auch Fragen stellen in den Club, den wir haben.

00:27:20: Also das bedient schon, sage ich mal, die ganze Bandbreite.

00:27:23: Wir haben... Wir haben viele Frauen, sage ich mal, Mitte des, Mitte dreißig bis Ende vierzig, die dann durch Kinder oder andere sich dann erst mal wirklich richtig drum kümmern um das Thema.

00:27:36: Wir haben aber auch sehr viele Ü-fünfzig Frauen, die Geld haben, ja, und dann auch sehr irritiert sind über das, was sie in der Industrie sehen, was man als Anführungszeichen Beratung versteht.

00:27:50: Und diese Frauen eben sagen, jetzt muss ich mich mal selber schlau machen.

00:27:54: Diese Frauen wollen nicht unbedingt alles selbst machen beim investieren, aber sie wollen erst mal verstehen, was kann man denn so machen?

00:28:02: Um einfach auch auf Augenhöhe einen Dialog zu treten mit jemandem, der sie berät.

00:28:07: Das kann man oder eine Frau rein.

00:28:09: Das spielt auch keine Rolle, insofern das eine Beratung ist und kein reiner Produktverkauf.

00:28:13: Und auch da wiederum, das ist, was ich eben, da kommt meine Morningstar-Brille wieder durch, ja, das muss verbraucherorientiert sein.

00:28:20: Wenn du eine aufgeklärte Verbraucherin hast, dann versteht ihr auch die Risiken, die damit verknüpft sind, wenn sie einen West tätigt in einen Aktienfonds, als jemand, die das nicht versteht.

00:28:32: Und dafür daran arbeiten wir mit Hermanning.

00:28:37: Das heißt, die Arbeit taugt sicherlich auch daran, erst mal klarzumachen, warum es notwendig ist, ein Aktienfonds zu besitzen?

00:28:41: Zum Beispiel.

00:28:43: Ja, das ist ja auch, wir haben mit den Frauen auch eine andere Zikro, als die Männer.

00:28:46: Man weiß ja auch, dass die Männer, wir reden jetzt hier nur über den Durchschnitt.

00:28:50: Durchschnittlich sind Männer risikobereiter, gehen eher mal rein und spekulieren.

00:28:55: Und wenn es nichts ist, ärgern sie sich zwar, aber okay, dann war es halt so.

00:28:59: Bei den Frauen ist da weniger Toleranz.

00:29:01: Sie haben in der Regel weniger Geld als die Männer, sondern die Frauen wollen das eher verstehen.

00:29:06: Frauen hingegen tendieren aber dann auch dazu, zu verstehen und nicht zu springen.

00:29:14: Ja, das ist auch ein Flügel des Wortes bei uns intern, weil er heißt ja, der Anderkommission, das musst du wieder mal mit den Frauen entspricht führen und sagen, Mädels, ich hab dieses Buch gelesen, ich hab diesen Kurs gemacht, jetzt mal gut.

00:29:23: Ja, wenn du jetzt einen Sparplan aufmachst, für twenty-fünf Euro, über was reden wir hier?

00:29:27: Beim Italiener kostet die Pizza und Glasweine zwischen mehr.

00:29:30: So,

00:29:31: und das Ganze zu relativieren, das kann man natürlich und das Frauen machen, ja, aber wenn das von einem Mann kommt, wirkt das dann herablassend.

00:29:38: Und Frauen fühlen sich dann da durchaus wohler.

00:29:41: können ihre Fragen stellen, weil auch meine lange Geburtserfahrung eben auch ist, dass Männer oft in solchen Settings gar keine Fragen stellen, sondern Statements machen.

00:29:51: Und dann denken die Frauen, Gott, der weiß alles und ich weiß gar nichts.

00:29:54: Und deshalb braucht es eben solche Angebote.

00:29:56: Und deshalb betreibe ich das auch.

00:29:59: Ich glaube, zwei wirklich wichtige Dinge, nicht nur für unsere Branche, sondern wahrscheinlich auch für unsere Gesellschaft.

00:30:06: finde ich ganz toll.

00:30:08: Lass mich zum Schluss unseres Gesprächs, denn wir sind schon wieder weit galoppiert von der Zeit.

00:30:13: Zwei Frage, die mich noch wirklich umtreiben und die mir auch immer wichtig sind, meinen Gästen zu stellen ist.

00:30:19: Erstens, wie legst du selbst dein Geld an?

00:30:21: Achtest du da besonders drauf, dass beispielsweise Frauen dein Geld managieren als Portfolio-Manager, wenn du in ein Vorinvestierst?

00:30:30: Oder wie sieht dein Portfolio aus?

00:30:32: Teil das mal mit uns.

00:30:35: Also ich investiere ja schon viele Jahre und finde es super spannend, dass es eben durch diese digitale Entwicklung natürlich viel leichter wird, dass du selber auch agieren kannst.

00:30:46: Ich hatte früher auch eine Finanzberaterin, mit der ich gearbeitet habe, weil ich auch aus Zeitgründen nicht in der Lage war, mein Portfolio da so ständig selber neu zu strukturieren.

00:30:55: Aber inzwischen mache ich das eigentlich selbst und ich bin sehr breit, was meine France ETFs angeht, aufgestellt.

00:31:01: Ich habe France und ich habe ETFs, ich habe auch ein paar Einzelaktien.

00:31:04: Ich bin da eben ziemlich weltweit diversifiziert.

00:31:06: Ich gehe einmal im Jahr hin und gucke mir mein Portfolio genau an.

00:31:11: Und dann nehme ich entweder mal Gewinne mit und reallokiere die und so mache ich das eigentlich.

00:31:16: Also ich habe auch Spezial-ETS.

00:31:19: Es gibt ja auch ein paar Spezialanwieder, die auf den Markt gekommen sind, finde ich sehr spannend, was ich da tut.

00:31:24: Aber da muss man natürlich genau hingucken, weil Spezial heißt, das geht, ist mal auf Wogen war nicht.

00:31:30: Genau, ist eben Spezial.

00:31:32: Und so mache ich das.

00:31:33: Also weltweit habe ich Aktien mit verschiedenen Schwerpunkten.

00:31:36: Was ich überhaupt nicht habe, ist ein Online.

00:31:38: Also das ist, weil ich bin eben Teamaktien.

00:31:41: Und das ist mit der Pioneer Milch so aufgesaugt worden.

00:31:45: Das ist am Rand, der erwähnt lieber an, ich bin auch Teamaktie.

00:31:48: Ich habe mir immer die Fragen gestellt, bin ich lieber Eintümer oder bin ich lieber Gläumiger?

00:31:53: Und das ist ja eine relativ simple Antwort, die man sich da geben kann.

00:31:57: Und da bin ich bei der Aktie gelandet.

00:31:59: Und unsere Lebenserwartung ist ja auch noch sehr, sehr lange.

00:32:01: Deswegen können wir auch langfristig investiert sein.

00:32:04: Ja, klasse.

00:32:06: Und die Danke für die Einblicke.

00:32:08: Das heißt, das ist hartes Handwerkzeug, was du machst, nämlich jährlich reichzuschauen, ist noch aktuell.

00:32:13: Und das, was du gelernt hast.

00:32:15: Alles klar.

00:32:16: Ich mach das ja seit dreißig Jahren.

00:32:18: Wenn ich da jetzt nichts mitbekommen hätte, wäre es irgendwie auch traurig.

00:32:20: Vollkommen richtig.

00:32:21: Und natürlich steckt auch Arbeit drin.

00:32:23: Und das ist ja auch gut, so dass die Geldanlage auch Arbeit ist.

00:32:26: Und die letzte Frage, die ich dir stellen möchte ist, ich habe dich kennengelernt als extrem lebensbejahend optimist.

00:32:32: Du lachst viel häufiger als alles andere.

00:32:35: Das freut mich natürlich.

00:32:36: Deswegen sitze ich auch gerne mit dir zusammen.

00:32:39: Aber was stimmt dich in dieser Zeit besonders optimistisch?

00:32:44: Und oder anders gefragt, worauf freust du dich in den nächsten Jahren?

00:32:47: Gibt es da irgendwas, wo du sagst, okay, sieht zwar schlimm aus im Moment, so um uns herum, aber es

00:32:53: gibt...

00:32:54: Doch etwas, was durch Optimistisch stimmen, was wäre das?

00:32:56: Also ich bin dem Kern Optimist.

00:32:59: Das habe ich auch übrigens beschlossen, nicht aufzugeben.

00:33:03: Das ist ja auch eine geiste Zeitung.

00:33:05: Und ich bin ja politisch aktiv und ich versuche eben durch irgendein politisches Engagement Teil der Lösung von Problemen zu sein als Teil des Problems.

00:33:16: Das betreibe ich auch mit großer Leidenschaft und auch... Ja, ich habe zwei wunderbare Kinder und ich hoffe, ich werde irgendwie Oma.

00:33:24: Mein Sohn hat geheiratet, also privat habe ich da auch sehr viel, auf das ich mich freue.

00:33:29: Ich reise sehr viel, aber ich muss sagen, also privat, aber ich muss sagen, dass mich die Welt-Situation und auch was die Situation von Frauen angeht, schon sehr betrübt.

00:33:40: Wie gesagt, ich versuche da mit dem, was ich beruflich mache, entgegenzuwirken, um eben zu sagen, dass das sinnvoll ist und durch mein politisches Engagement auch zu schauen ist, wann in anderen Ländern, dass da auch ein bisschen was passiert, eine Spendentätigkeit, die ich habe.

00:33:55: Weil wenn man nach Afghanistan blickt, dann gibt es ja die Behälfte der Bevölkerung, die keine Rechte mehr hat, die noch nicht mal aus dem Küchenfenster kamen da.

00:34:03: Und das finde ich sehr schade.

00:34:05: Aber wie gesagt, Hinlegen, Totspielen ist keine Option.

00:34:10: Wir machen weiter und ich finde, wir leben in einer wunderbaren Welt.

00:34:12: Wir leben in einem wunderbaren Land in Deutschland, das leider von vielen schlecht geredet wird und dieses oft politisch vergiftete Klima finde ich extrem schade.

00:34:22: Und ich habe dieses Land anders kennengelernt, auch mich Amerika anders kennengelernt habe und ich denke auch da wird das Tal durchschritten werden und wir werden auf der anderen Seite wieder rauskommen.

00:34:33: Das ist ein tolles Schlusswort.

00:34:34: Ich beschließe mich deinen optimistischen Anmerkungen ran.

00:34:38: Ich glaube, wir haben viel erreicht auch schon.

00:34:41: Ich glaube auch dokumentiert durch eure Frauen, dass viel erreicht werden kann.

00:34:47: Es sind gerade mal zehn Jahre her und die Reise geht weiter.

00:34:51: Aber vielleicht kann ich da noch ganz kurz einhaken.

00:34:54: Wir dokumentieren ja auch, was wir erreicht haben.

00:34:57: Wir machen ja schon seit Anbeginn, machen wir alle zwei Jahre eine Studie mit KPMG, unterstützt von der Uni Mannheim, um ihn zu gucken, wie viele Frauen arbeiten da, welche Initiativen gibt es.

00:35:07: Also es wird gebetschmarkt, um in unser Lingo zu bleiben.

00:35:10: Und da sieht man sehr, sehr wohl, was ich in den zehn Jahren getan habe, dass die sogenannten Pink Ghettoes, also da wohl viele Frauen arbeiten im Marketingpersonal, dass sich es verändert, dass mehr Frauen im Vertrieb kommen.

00:35:21: Also es ist sehr, sehr schön zu sehen und wir releasen jetzt die neueste Studie und ich bin jetzt sehr gespannt, was im aktuellen Umfeld da die Ergebnisse sind, also stay tuned.

00:35:31: Das bleibe ich.

00:35:32: Vielen Dank, liebe Anne, für deine Zeit.

00:35:34: Schön, dass es geklappt hat.

00:35:35: Kandolation nochmal zu zehn Jahren vor Frauen.

00:35:37: Danke.

00:35:37: Weiter so, ich drücke die Daumen und unterstütze euch, wo ich kann.

00:35:41: Ich finde, das ist eine tolle Initiative und kundene Bewegung.

00:35:44: Danke.

00:35:44: Klasse.

00:35:45: Danke.

00:35:46: Danke schön für die Einladung.

00:35:47: Ich habe ab mir viel gesprochen.

00:35:49: Ja,

00:35:49: danke.

00:35:52: Eine Produktion

00:35:53: von pro professionell.

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