#31 Joachim Nareike sucht das Gespräch mit Kurt von Storch

Shownotes

Im neuen FONDS professionell Podcast spricht Joachim Nareike mit Kurt von Storch, Gründer von Flossbach von Storch. Es geht um seinen Werdegang, den Aufstieg seines Unternehmens, die Zukunft der Finanzbranche – und darum, wie er selbst sein Geld investiert. Jetzt reinhören!

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00:00:02: Willkommen zum Vorprofessionell-Podcast.

00:00:05: Joachim Naray gesucht das Gespräch.

00:00:09: Offen,

00:00:09: direkt und immer nah dran.

00:00:13: Heute freue ich mich ganz besonders auf meinen Gast, denn er erzählt zu den prädenden Unternehmerpersönlichkeiten in der deutschen Finanzwelt.

00:00:20: Wir sprechen über sein Werdegang, über den Erfolg seiner Firma, über die Zukunft der Branche und natürlich auch darüber, wie er persönlich sein Geld anlegt.

00:00:30: Mein Name ist Joachim Nareike und ich suche heute das Gespräch mit Kurt von Storch.

00:00:35: Herzlich willkommen, lieber Kurt von Storch.

00:00:37: Ich freue mich wirklich sehr auf unser Gespräch.

00:00:40: Vielen Dank, Herr Nareike, ich auch.

00:00:43: Ich bin sehr froh, dass Sie das Gespräch mit uns gesucht haben oder mit mir gesucht haben.

00:00:47: Ich nehme daran gerne teil und bin ganz gespannt, was ich Ihnen erzählen kann.

00:00:52: Sie können wahrscheinlich unzählige tolle Geschichten erzählen.

00:00:57: Ich denke, es ist am sinnvollsten, wenn wir mal, wenn wir ziemlich früh anfangen.

00:01:00: Sie sind der Unzweifelhaft eine der bekanntesten Persönlichkeiten in der deutschen Finanzwelt.

00:01:05: Verraten Sie uns doch mal, wo die Anfänge Ihrer Laufbahn gelegen haben.

00:01:10: Also die Anfänge laden in der Passion für Wertpapiere.

00:01:15: Ich hab mal von meinem Großvater... Als ich achtzehn wurde, ein kleines Wetterpiportfolio geschenkt bekommen zu meinem achtzehn Geburtstag.

00:01:23: Also wirklich sehr extrem überschaubare Beiträge.

00:01:25: Aber daher kam die Neugier.

00:01:27: Ich habe mich immer dafür interessiert.

00:01:29: Ich habe dann an der Universität in Köln mit einem großen Zufall den Bert Schossbach kennengelernt in einem Börsensiminar.

00:01:37: Das war im Raum einhundert und zehn der Kölner Universität.

00:01:40: Da trafen sich einmal die Woche Montags und neunzehn Uhr die wenigen damaligen Wertpapier verrückten und das war auch eine tolle Erfahrung.

00:01:51: So habe ich ihn eben kennengelernt und wir haben dann den Kontakt über viele Jahre gehalten.

00:01:55: Und nach meinem Studium hatte ich vielleicht auch das Glück.

00:01:58: Ich habe in dem Jahr die ganze Zeit in New York begonnen, am fünften Oktober.

00:02:03: Eine besondere Zeit, zwei Wochen nach meinem Start kam der sogenannte schwarze Montag.

00:02:08: Ein Kursverlust von zwanzig Prozent an einem Tag.

00:02:11: Das kann man sich heute gar nicht mehr so richtig vorstellen, was da los war.

00:02:15: Und das hat mich auch sehr geprägt.

00:02:16: Ich dachte schon, am nächsten Tag werde ich direkt wieder entlassen.

00:02:18: Aber ich durfte dann bleiben.

00:02:20: Man hat dann doch mit einer Portion Demut diese Branche beschritten.

00:02:25: Und insofern bin ich in dieser Finanzwelt gelandet.

00:02:29: Das Zimmer Hunderzehn.

00:02:30: Warum ist ihn das in der Unterkriegung?

00:02:32: Gibt es dafür einen besonderen Grund?

00:02:33: Es hat einen besonderen Grund, weil wir haben die Kantine unserer Firma hier in Köln, die heißt der Raum-Einhundertzehn.

00:02:40: Also wir versuchen immer so aus der Vergangenheit bestimmte Punkte wieder zu verwenden und das war sozusagen der Ursprung der Beziehung von Dr.

00:02:48: Flosbach und mir und insofern hat diese Zahl Hundertzehn ist ja im Hause ganz gut bekannt, weil die Kantine heißt heißt eben Raum Hundertzehn.

00:02:58: Ah, okay, spannend.

00:02:59: Und das Wertapedepot, was Ihr Großvater Ihnen überlassen hat, waren wahrscheinlich Einzeltitel, oder?

00:03:06: Das waren Einzeltitel so Kali und Salz, BRSF, also wirklich Old School.

00:03:12: Ich habe dann auch mich mit wenig Wissen, aber großen Ehrgeiz daran gemacht und dann weiß ich nicht so wirklich, ob ich das wirklich vermehrt haben können, aber es hat sehr viel Freude bereitet.

00:03:25: Und insofern war das ein guter Start und ich dachte mir, man macht lieber große Fehler mit kleinem Geld als anders herum und das ist mir auf jeden Fall gelungen.

00:03:34: Das ist, glaube ich, auch ein guter Ansatz, der auch durchaus schon als These mitgenommen werden kann, auch bis zum Ende des Gesprächs.

00:03:42: Das finde ich ein sehr, sehr tollen Ansatz.

00:03:45: Und dann war es Anfang der Neunziger und dann ging es, dann sind sie ja nicht in New York geblieben, offensichtlich.

00:03:52: Ich

00:03:52: kam dann zurück nach Europa, weil ich mir der Privat einfach nicht vorstellen konnte in New York oder in Amerika in der Familie zu gründen.

00:03:58: Also bin ich zurückgekommen.

00:04:00: Ich habe dann den Dr.

00:04:00: Flosbach sehr schnell wieder getroffen.

00:04:03: Er war zwischendurch bei Matushka.

00:04:04: Das war damals einer der großen, unabhängigen Vermögensverwalter mit sehr viel Erfolg und dann aber auch sehr schnell nicht mehr so erfolgreich.

00:04:12: Und wir haben dann uns bei Goldman Sachs wieder getroffen.

00:04:15: Wir haben dann für Goldman Sachs in Deutschland Die Privatkundenseite mit aufgebaut, sieben Jahre landen.

00:04:20: eine ganz tolle Zeit.

00:04:22: Da haben wir viel gelernt, waren sehr unternehmerisch unterwegs und haben dann nach sieben Jahren uns entschlossen, die eigenen Wege zu gehen.

00:04:33: Und das hatte den Hintergrund.

00:04:34: Wir kommen bei das Unternehmerfamilien.

00:04:36: Das hat bei uns immer gejuckt, dass man es einmal selber probiert.

00:04:39: Sein eigener Herr ist die eigenen Entscheidung trifft.

00:04:42: Und dann haben wir eigentlich Ende acht, neunzig, Anfang neunundneunzig begonnen und sind dann nach Köln gezogen.

00:04:48: Und das ist so ein bisschen der Hintergrund, warum wir das probiert haben, was eigenes zu tun.

00:04:53: Und jetzt im Nachhinein bin ich sehr dankbar dafür, dass wir den Mut gehabt haben, diese tolle Firma Goldman Sachs, wo wir auch wirklich gut verdient haben, gut arbeiten konnten, doch zu verlassen und sich dann ins kalte Wasser zu werfen.

00:05:05: Aber das war nachher eine sehr gute Entscheidung.

00:05:08: Und das war im Grunde dann auch tatsächlich Die Begründung für die Gründung des eigenen Unternehmens, dass man sagt, okay, wir kommen aus Unternehmerfamilien, haben hier eine gute Zeit und sehen aber auch eine Perspektive als unabhängiger und dann natürlich auch damals noch kleiner und am Anfang stehender Vermögensverwalter zu starten.

00:05:30: Das war eine Seite, also dieser Dragonmal, was eigentlich zu probieren.

00:05:35: Das andere war aber, dass wir merken, dass die Möglichkeit die Sichtweise der Kunden einzunehmen, also wirklich für den Kunden vernünftige Anlageziele zu definieren und die auch einzuhalten, die Erwartung zu erfüllen, das wurde im Rahmen von größeren Instituten, das ist jetzt eher pauschal gemeint, immer schwieriger.

00:05:54: Und dann dachten wir uns, weil unsere Idee war es immer und es ist auch heute noch, anderen Menschen zu helfen, ihr Geld vernünftig anzulegen, sie investiert zu halten, in langfristig attraktive Renditen bieten zu können.

00:06:06: Und da fing es so an in der Zeit, dass man im Rahmen eines einer größeren Institutionen doch viele Regeln bekam und nicht mehr wirklich nur aus der Brille des Kunden denken konnte.

00:06:17: Man musste doch zunehmend aus der Brille dieser Institution denken.

00:06:21: Und das hat uns dann auch zunehmend gestört oder es vielleicht zu viel gesagt.

00:06:27: Aber das war auch ein Grund, weil man sagte, vielleicht machen wir das dann doch mit einer eigenen kleinen Vermögensverwaltung und können dann noch genauer und noch besser wirklich unsere Kundeninteressen verträgt.

00:06:40: Ich glaube, das ist etwas, was jeder durchaus nachvollziehen kann und auch versteht und unterschreiben kann.

00:06:46: Das heißt, die Vision war in der Tat und ist in der Tat, Kunden dabei zu begleiten, ihr Geld unabhängig und langfristig anzulegen.

00:06:57: Ja, ohne jetzt den Druck zu haben, irgendwelche Produkte zu platzieren oder Dinge zu tun, die nicht im Interesse des Kunden sind oder irgendwelchen Themen nachzulaufen, die gerade aktuell sind, aber dann noch irgendwann wieder verschwinden.

00:07:10: Und insofern war das hilfreich.

00:07:13: Damals hatten wir ... keinen großen Ehrgeiz in dem Sinne, sondern wir haben ja, wir kamen aus dem Private Banking.

00:07:19: Wir hatten eine, eine, ein halbes Dutzend von Familien, die wir betreut haben.

00:07:23: Und das hat uns eigentlich auch gereicht.

00:07:25: Also es ging darum, diese Familien weiter vernünftig betreuen zu können, eigenen Entscheidungen zu treffen, seiner Passion zu folgen und mehr größere Pläne hatten wir zu dem Zeitpunkt gar nicht.

00:07:35: Und das ist aber auch das Mantra, was uns heute leitet, wirklich anderen Menschen zu helfen, ihr Vermögen, ja die Kühlesvermögen vernünftig anzulegen.

00:07:43: Und wir haben dann im Laufe der Jahre eben gemerkt, dass das auch für andere Menschen noch möglich ist.

00:07:49: Und so ist die Firma dann schrittweise auch, hat sich da entwickelt.

00:07:53: Verstehe.

00:07:54: Und da gab es ja sicherlich auf dem Weg von Ende Achtund Neunzig, Anfang Neunund Neunzig bis hierhin besondere Meilensteine, die sie erreicht haben und wo es dann auch immer ein bisschen weiter ging.

00:08:06: Ist Ihnen da noch was in Erinnerung, wo Sie sagen, Mensch, das war wirklich auch vielleicht ein... Ein neuralgischer Pump, wo wir gemerkt haben, das ist eben nicht nur in Anführungsstrichen für diese sechs Familien oder Handvollfamilien, sondern tatsächlich auch ausrollbar für mehr Menschen.

00:08:21: Ja, das ist interessant.

00:08:22: Dann muss ich so ein bisschen ausholen, wenn das okay

00:08:23: ist.

00:08:23: Wir hatten ja zu Beginn, wir haben ja an der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der Anführung von der An.

00:08:37: Diese Zeit der Euphorie, dieses Dot-Com-Booms, da war Champagnerlaune in der Luft.

00:08:39: Jeder Taxifahrrad hat dann erzählt, was er selber investiert und so weiter und so fort.

00:08:44: Eine Zeit, an die man sich gerne erinnert.

00:08:46: Und dann wurde es ja etwas schwieriger von Mitte zweitausend bis zweitausend drei.

00:08:50: Der Dachs hat siezig Prozent liegen lassen.

00:08:53: Und dann hatte man als junges Unternehmen doch eine Menge Gegenwind.

00:08:56: Aber auch das ist sicherlich langfristig hilfreich, wenn man sich dann nochmal wirklich konzentrieren muss.

00:09:01: Was ist eigentlich meine Dienstleistung?

00:09:03: Wo liegt mein Mehrwert?

00:09:04: Wo kann ich den Kunden helfen?

00:09:06: Und in dieser Zeit.

00:09:07: ist unser Firm-Logen-Stand, also diese Grundphilosophie, die wir haben, dieses Pentagramm, was wir dann später zu unserem Logo gemacht haben und die Idee dahinter ist, wie kann ich dafür sorgen, dass die Kaufkraft eines bestehenden Vermögens langfristig oder generationenübergreifend erhalten bleibt?

00:09:23: Also wie kann ich die Kaufkraft, das heißt nach Steuern, nach Inflationen und nach Kosten erhalten?

00:09:29: Und dann haben wir diese fünf Punkte und es erarbeitet also zu diversifizieren, dass es den man so schön sagt, eigentlich no-brainer, nicht alle einer Nest zu tun, die auf Qualität zu achten, der Unternehmen sich nicht zu überschulden, dann auch auf Solvenz zu achten und eine Bewertung durchzuführen.

00:09:47: Das sind diese fünf Werte, die uns ja den begleitet haben und sicherlich ein Teil des Erfolges sind.

00:09:52: Und die Meilensteine, die es dann gab, wenn man das so nennen möchte, ist zum einen, dass wir diese schwierige Börsenphase gut überstanden haben.

00:10:01: Also wir haben in der Zeit es geschafft.

00:10:03: auch das Vertrauen, weitere Anleger zu finden, damals immer noch in diesem Privatkundenbereich.

00:10:08: Und es hat ungefähr zehn Jahre gedauert, bis wir überhaupt über Publikumsfonds nachgedacht haben.

00:10:13: Also, wir hatten eine gute Performance, haben das aber immer mehr in den einzelnen Titelmandaten gehabt und haben dann angestoßen oder motiviert durch die Drohne-Abgeltungssteuer.

00:10:24: Und sie überlegt, ist es sinnvoll, Gelder in einem Publikumsfonds zu stecken und dann zu verweiten.

00:10:30: So ist da Multiple Opportunities geboren worden, das war im Oktober, und dann haben wir das mit Family & Friends erstmal anfinanziert, also mit eigenen Geldern, und wie gesagt Family & Friends, da hatte da Multiple Opportunities damals.

00:10:44: zehn Millionen Euro, sehr freie Anlage-Richtlinien.

00:10:48: Das Ziel war es eigentlich jedes Jahr, ein absoluter Return zu erzielen.

00:10:52: Und das ist dann über die Jahre.

00:10:53: Und so sind wir in diesen anderen Geschäftsbereichen hineingekommen.

00:10:56: Und es hat nochmal zwei Jahre gedauert bis zum Jahrhundert neun, bevor wir angefahren haben, diesen Fonds zu vertreiben.

00:11:02: Also erst mal war das sozusagen für Feminine Trends gedacht.

00:11:05: Und dann lief der sehr gut.

00:11:07: Und dann ging, kam unser Langsam in diese... Vorwelt und die Vertriebswelt hinein, weil wir dann gesagt haben, es macht doch Sinn, das vielleicht anderen Menschen zu zeigen und zur Verfügung zu stellen.

00:11:17: So wurde dann ein zweiter Geschäftsbereich gegründet.

00:11:20: Das ist so sicherlich ein wichtiger Einstein.

00:11:23: Und wenn ich jetzt so weiterzählen würde, dann bräuchten wir noch drei Stunden.

00:11:26: Aber das sind so einige wichtige Punkte, die man erreicht hat.

00:11:31: Und das ist das, was auch im Kopf bleibt.

00:11:35: Wollen wir vielleicht den jüngeren Hörern nochmal ganz kurz sagen, was die Abgeltungssteuer gewesen ist?

00:11:40: Die Abgeltungssteuer wurde damals von Herrn Steinbrück eingeschürt.

00:11:44: Das war eine andere Art der Besteuerung der Träge.

00:11:47: Es machte schon Sinn, dann zu tesorieren, also Dinge entweder lange persönlich zu halten oder in einen Fonds zu stecken.

00:11:55: Wir hatten früher eine sehr aktionärsfreundliche Besteuerung.

00:12:01: Grenzen, das nach zwölf Monaten waren, dann, wenn man eine Aktie zwölf Monate hielt, war das Steuer frei.

00:12:06: Also etwas, was wir uns heute wünschen würden, um auch gerade Jüngere zu motivieren, vollzeitig Ergelde anzulegen.

00:12:13: Aber das wurde dann von der Abgeltungssteuer dann beendet und aufgesogen.

00:12:17: Und dann macht es eben Sinn darüber nachzudenken, wie man das in einen Topf hineinbringt, der eben nicht immer wieder zu steuerlichen Ereignissen führt.

00:12:26: Das war ja damals auch etwas, was durchaus die gesamte Finanz- und Vorindustrie auch umtrieben hat, weil das in Grunde so die letzte Möglichkeit war, noch ohne die Kapitaleertragsteuer mit einer entsprechend langen Haltedauer, was ja immer gut ist, die Kunden davon zu überzeugen, sich langfristig die Publikumsfonds zu widmen.

00:12:47: Und wenn wir jetzt in die Jetztzeit gehen, Herr von Storch, wie kann ich mir vorstellen, wie ist ihr... Tagesablauf und wie sind Sie im operativen Geschäft tätig?

00:13:00: Können Sie das uns ein bisschen erläutern?

00:13:02: Ja.

00:13:02: Wir haben in den letzten zwei Jahren sehr stark an dem Thema der Nachfolge gearbeitet, weil wir natürlich zu Recht gefragt werden.

00:13:09: Ich bin jetzt der Dr.

00:13:11: Flosbach auch.

00:13:13: Wir haben die Firma gegründet.

00:13:14: Wir sind die Eigentümer, Namensgeber, aber die Frage der Mitarbeiter und auch Kunden und Vertriebspartner ist natürlich, wie geht es denn irgendwann weiter?

00:13:24: Natürlich kann man so alt werden wie Warren Buffett, das wäre auch schön, aber das ist ja auch nicht garantiert.

00:13:29: Insofern haben wir schon vor zwei Jahren einen Weg begonnen, dass wir den Vorstand verjüngt haben vor allen Dingen und verbreitet haben.

00:13:37: Das muss da auch so sein, weil die Firma ist ja doch gewachsen über die Jahre.

00:13:41: Wir haben eine Partnerschaft eingeführt, also um Führungskräfte zu motivieren.

00:13:47: Die werden auch direkt am Unternehmensergebnis beteiligt, also die gehen auch in die Verantwortung, die spüren das auch ab und... down in der Entwicklung der Firma.

00:13:56: Die haben eine Wandlung vorgenommen der einer deutschen Aktiengesellschaft in einer europäische SE.

00:14:02: Warum?

00:14:03: Weil das deutsche Aktienrecht gibt es eigentlich nur hier entweder operativ tätig zu sein, also Vorstand oder Aufsicht zu führen, also Aufsichtsrat.

00:14:10: Und das ist für uns beide als Familien geführt, als Inhaber geführtes Unternehmen nicht der richtige Mantel.

00:14:17: Bei der SE hat man ein Verwaltungsrat, der kann eben sowohl operativ tätig sein als auch Aufsichtsführen in die Strategie lenken.

00:14:25: Und so bin ich jetzt im Verwaltungsrat gelandet für den auch an.

00:14:28: Das hat aber an meinem täglichen Doing eigentlich nicht so viel geändert.

00:14:32: Also ich kümmere mich sehr um die Strategie der Firma, um den Vertrieb, um die Kundenseite.

00:14:37: Und das hat der Dr.

00:14:38: Frosbon nicht vor langer Zeit aufgeteilt.

00:14:39: Und er kümmert sich sehr stark eben um die Mythe-Propitunities.

00:14:42: Das ist das größte Töpfchen, was wir hier in der Firma haben und vor allen Dingen auch um die langfristige Anabestrategie.

00:14:50: Okay, und da wir jetzt ja unter uns sind, wir zwei, verraten Sie uns doch, wann Ihr letzter Tag sein wird im operativen Geschäft und wann Sie aufhören, tagtäglich ins Büro zu gehen.

00:15:00: Ist das schon am Horizont zu sehen oder ist es doch dann eher modern waffelt?

00:15:05: Das ist bei uns beiden nicht die Idee.

00:15:08: Ich glaube, wir haben das große Glück, dass wir eine Passion, die wir sowieso haben.

00:15:12: Ich würde sowieso jeden Tag auf die Märkte schauen.

00:15:15: dass sie die in ein berufliches Umfeld haben gießen können und zusätzlich mit dieser schönen Aufgabe und Herausforderung anderen Menschen zu helfen, ihr Geld vernünftig anzulegen.

00:15:24: Und das ist natürlich auch ein großes Vertrauen, was man bekommt und auch eine große Würde.

00:15:29: Aber das macht uns weiterhin sehr viel Freude.

00:15:31: Mir fehlt also ein bisschen die Fantasie, dass ich sage, ich mache irgendwann was völlig anderes.

00:15:37: Wichtig ist aber trotzdem, und das ist die Kunst, Und da wir Mittelstände sind und viele mittelständische Unternehmer haben, kann man sich das immer sehr gut mit anschauen über die Jahre, ob das gelingt, andere Jüngere in die Verantwortung zu bringen und selber in Schritten loszulassen und wirklich den auch Raum zu geben, Verantwortung zu übernehmen.

00:15:56: Ich vertrete sicherlich weit in die Eigentümer Seite, will ich auch, muss ich auch.

00:16:01: Und natürlich mache ich mir Gedanken über die Strategie der Firma, was auch gerade im Moment, wo es viele Herausforderungen gibt, sehr wichtig ist.

00:16:08: Aber man muss auf der anderen Seite, glaube ich, auch so schlau sein, wenn man die Ambitionen hat.

00:16:13: Und die haben wir, dass die Firma überlebt.

00:16:15: Also das wäre für uns das größte Glück sozusagen, der größte verbleibende Wunsch, dass wir die Firma so aufstellen können, sowohl operativ als auch auf der Eigentümer Seite.

00:16:26: dass sie uns nicht braucht.

00:16:28: Also, dass wir in Ruhe sterben können oder keine Ahnung was.

00:16:32: Aber für mich und glaube für den Dr.

00:16:34: Flasbach gilt das genauso.

00:16:35: Gibt es jetzt keinen Plan?

00:16:38: Wie alt das Grenze ist erreicht?

00:16:40: Und wir scheiden dann aus.

00:16:41: Ich hoffe, wir sind so vernünftig, dass wenn wir nichts mehr beitragen können, uns dann ein wenig zurückziehen.

00:16:47: Und wir haben ja auch, um diese Nachfolge-Thematik dann abzuschließen.

00:16:51: Und das ist ja auch öffentlich bekannt.

00:16:53: Unser eigenen unser eigenes Eigentum an der Firma.

00:16:56: Die Firma gehört zu neunzig Prozent, ja, weiter in uns und zu zehn Prozent Mitarbeitern, dass wir diese neunzig Prozent haben wir jeweils, also jeweils die Hälfte in Privatmitz, wir Familienstiftung gesteckt.

00:17:08: Das heißt, wir haben auch da ein langfristiges Commitment für die Firma abgegeben und wir können jetzt also in Ruhe das zeitliche segnen, ohne dass da Chaos entsteht, weil das Operative ist sehr gut geregelt und keiner unser Herben muss dann unnötigerweise Aktien verkaufen, um Erbverstören zu zahlen.

00:17:27: Also insofern, das ist schon für uns ein ganz wichtiges Moment, um auch heute schon darüber nachzudenken, wie die Firma bestehen kann, wenn wir nicht mal aktiv mitarbeiten bzw.

00:17:39: wenn wir gar nicht mehr da sind.

00:17:41: Okay, dann schließen wir das Thema bitte auch ab, weil wir wollen ja wieder noch zu ein paar positiveren Sachen kommen, was über Nachfolge passiert.

00:17:47: Ich finde das

00:17:47: positiv, dass man sein Haus gut bestellt und das gibt einem ja auch die Ruhe und die Möglichkeit, dann noch eben weitere dreißig Jahre zu wirken, dann wäre ich auch so alt wie Warren Buffett.

00:17:57: Nein, es ist ihm gegönnt und natürlich ist es furchtbar schlau das zu machen und zwar zu den Zeiten wo man das noch kann und nicht wo man es muss.

00:18:04: Ich glaube das ist immer das Entscheidende.

00:18:06: Jetzt habe ich natürlich Flossbach von Storch viele viele Jahre um nicht zu sagen Jahrzehnte als als Mitbewerber erlebt und ich kann mich sehr sehr gut erinnern dass der Erfolg der Firma irgendwann auch bei uns immer dazu führt sich die Frage zu stellen.

00:18:21: Okay, wann kommt denn jetzt jemand und übernimmt den Laden und machten und kreatives Angebot.

00:18:28: Keine Ahnung, hat mir schon hundert Mal gesehen in der Vergangenheit.

00:18:30: Gab es denn tatsächlich auch für Sie mal die Überlegung oder sagen wir mal zumindest Gespräche, dass jemand von den von den Großen gekommen wäre und sagt, das ist aber wirklich ein ganz besonderer Fit, wenn wir wenn wir wenn wir da zugreifen könnten.

00:18:44: Gab es sowas in den letzten, um zwanzig, dreißig Jahren?

00:18:47: Also von unserer Seite nicht.

00:18:49: Also wir haben immer den unternehmerischen Frieden sehr genossen und das war für uns eben etwas besonders Positives, muss ich wirklich sagen.

00:18:57: Und wir haben nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, aber auch die Konsequenz damit umzugehen und auch der gegenseitige Respekt sowohl beruflich als auch als Freunde.

00:19:06: Das ist ja auch ein einzigartiges Glück.

00:19:08: Da muss man wirklich sagen, das ist was ganz Besonderes.

00:19:12: Es gab natürlich von dritten Anfragen, ob wir uns das vorstellen können, etc.

00:19:19: PP über die Jahre.

00:19:21: Aber von unserer Seite gab es dann nie einen Bemühen, das irgendwie in Aussicht zu stellen oder anzuregen.

00:19:28: Wir sind höfliche Menschen, man hört sich das immer an und merkt dann aber auch, wie wenig diese Speise einem schmeckt.

00:19:36: Und insofern haben wir jetzt eben gerade durch die Dinge, die ich im Vorhinein beschrieben habe, die Weichen eben so gestellt, dass das im Moment auch gar keinen Sinn machen würde.

00:19:45: Und wir sind damit zufrieden.

00:19:47: Insofern war das eigentlich nie ein Thema, zumindest nicht von unserer Seite und ist es auch jetzt nicht.

00:19:52: auch gar nicht von ihrer Seite, sondern dass mal jemand an sie herangetreten ist.

00:19:56: In Westfernbanken sind ja auch durchaus untriebig, was sowas anbetrifft.

00:20:00: Ja,

00:20:00: das natürlich.

00:20:01: Und Sie merken ja auch, dass in Deutschland vor allen Dingen aber in anderen Ländern in unserer Branche das gerade enorm konsolidiert wird.

00:20:07: Wir haben vor allen Dingen in Deutschland ja amerikanische Private Act für die Gesellschaften, die die ganzen unabhängigen Vermögensverwalter aufkaufen, um sie zu skalieren.

00:20:15: Wir haben eigentlich kaum eine deutsche Privatbank in deutschen Besitz, gibt nur noch zwei oder drei.

00:20:21: Der Rest ist irgendwo in Holland oder in Katar gelandet.

00:20:24: Und auch bei den Großbanken sind ja auch immer weniger Universalbanken da.

00:20:29: Und eine steht auch kurz vom Namenswechsel.

00:20:32: Also insofern, da gibt es natürlich Kräfte, die da am Wirken sind.

00:20:37: Aber wie gesagt, für uns war das eigentlich immer auch uninteressant.

00:20:41: So habe ich ganz wichtig für unsere Hörer, weil man natürlich auch den Aufstieg von Flosbach von Storch in der Finanzindustrie mitbekommen hat, logischerweise.

00:20:52: Jetzt haben Sie vorhin auch über Mittelstand gesprochen.

00:20:55: Können Sie uns ein paar Zahlen nennen zu Flosbach von Storch, also wie viele Mitarbeiter im Moment bei Ihnen beschäftigt sind, wie viel Geld Sie verwalten für die unterschiedlichen Kundengruppen?

00:21:08: Ja, gerne.

00:21:09: Also ich fange mal... Am Anfang an, da waren wir fünf Mitarbeiter und hatten dann von diesem halben Dutzend Familien ungefähr einhundert Millionen Euro in Estates in our Management.

00:21:20: So ging das mal los, Min und Lean sozusagen.

00:21:24: Und das hat sich eigentlich relativ kontinuierlich über die Jahre weiterentwickelt.

00:21:29: Der große Schub kam.

00:21:31: sicherlich auch im Nachgang zur Abgeltungssteuer dieser großer Folge von allen Publikumsfondsfirmen.

00:21:36: Wir waren da nur ein Teil davon.

00:21:37: Da gab es einen enormen Rückenwind auch sicherlich durch die Fallen in Zinsen damals.

00:21:42: Es war diese Zeit, zwanzig, einundzwanzig, zweiundzwanzig.

00:21:44: Also da konnte man ja auch nicht so viel falsch machen.

00:21:47: Da gab es einen großen Schub.

00:21:49: Die Zahl der Mitarbeit, das heute bei vierhundert, auch das ging eigentlich relativ kontinuierlich in den letzten zwei Jahren ein bisschen mehr.

00:21:57: Da haben wir auch nachholen müssen, gerade in Bereichen von Compliance und IT.

00:22:02: Unser Geschäft ist etwas komplizierter geworden als noch wie zu Beginn.

00:22:05: Da gibt es viele Regeln, die es zu befolgen gilt.

00:22:08: Ob die immer den gesunden Menschen verstanden entsprechen oder nicht, das lasse ich jetzt mal aus.

00:22:12: Und wir verweiten heutzutage siebzig Milliarden Euro.

00:22:16: Davon sind fünfzig Milliarden ungefähr im Publikumsfondsbereich, vor allen Dingen gemaltete Opportunities und zwanzig Millionen im Privatkundenbereich und bei Institutionen.

00:22:25: So teilt sich das also zwischen den Kundengruppen ungefähr auf.

00:22:29: Die Adenweise, wie wir investieren, ist eigentlich für alle gleich.

00:22:33: Und es kommt da immer jeweils der spezifischen Aspekt eines Kunden dazu.

00:22:37: Aber die Adenweise, wie wir die Suppe kochen, hat eigentlich mit den Kunden selber nichts zu tun.

00:22:43: Wir haben ja auch während unseres Gesprächs schon das eine oder andere Mal angedeutet, dass sich auch das Assetmanagement und auch die Finanzwelt in Deutschland schon sehr verändert hat in den letzten Jahrzehnten.

00:22:55: Gibt es da was, wo Sie sagen, das ist tatsächlich auch ein Trend, wo man sagen muss, okay, wir stellen uns auch bewusst gegen diesen Trend?

00:23:03: Sie haben eben darüber gesprochen, dass sehr, sehr viele Vermögensverwalte auch nicht mehr unabhängig in dem Sinne sind oder auch nicht mehr eigenständig sind.

00:23:12: Ist das was, was am Ende angekommen ist jetzt schon oder kommt da noch mehr?

00:23:18: Ja, also was sehr bedenktig ist, finde ich, also wenn ich heute darüber nachdenken würde, mich selbstständig zu machen, also wenn ich sozusagen heute vor dieser Entscheidung stünde, dann ist sozusagen der Graben, über den ich springen muss, viel größer geworden als früher.

00:23:32: Also ich muss ja einen Minimum an Compliance zur Verfügung stellen.

00:23:35: Ich muss eine ESG-Complaint-Portfolio-Management machen.

00:23:41: Es gibt viele Regeln, die aufgestellt werden und man merkt es auch, es kommt eben leider nicht so viel nach.

00:23:46: an jungen unabhängigen Vermögensverwaltern, weil es eben eine enorme Aufwand ist, dieses Geschäft zu betreiben.

00:23:52: Also das empfinde ich bedenklich.

00:23:54: Und gerade das Thema ESG ist ja etwas, das wurde einem doch sehr stark aufgedrängt, ist ein interessantes und wichtiges Thema, vor allem das G von dem Thema.

00:24:03: Aber viele Dinge, das wurde dann oft übertrieben.

00:24:06: Jetzt korrigiert sich das, glaube ich, gerade in einer richtigen Richtung.

00:24:09: Es kommt so ein bisschen aus der reinen Marketing-Ecke raus, sondern in eine sinnvolle Ecke hinein.

00:24:14: Aber Es ist schon für jemand, der neu in das Geschäft will, wirklich schwierig, weil ich glaube, der Spreutrend sich insofern verweizen.

00:24:22: Wir haben diesen massiven Trend zur Passivierung, wir haben ETFs und man muss sich dann auch entscheiden, als Vermögensverwalter, als Unternehmen, an welchen Ende man sich befindet.

00:24:31: Also man kann entweder, glaube ich, auf der passiven Seite sein, aber das ist ein Skalierungsgeschäft, das geht nur über Größe.

00:24:38: oder man ist aktiver Vermögensverwalter, dann muss man auch wirklich ein aktiver Vermögensverwalter sein.

00:24:43: Ich glaube, alles, was dazwischen sich befindet oder noch befindet, wird über die Jahre verschwinden.

00:24:48: Und ich glaube, es geht auch nicht darum, dass das eine besser oder schlechter als das andere ist.

00:24:53: Das sind einfach verschiedene Wege nach Rom.

00:24:56: Und wir haben uns immer dafür entschlossen, ein aktiver Vermögensverwalter zu sein.

00:25:00: Wir glauben auch, dass wir da ein Mehrwert kreieren können.

00:25:03: Aber ich glaube, jeder, der das Geschäft betreibt, muss sich da schon ganz klar positionieren.

00:25:08: um auch dann seine Kunden finden zu können.

00:25:10: Sie haben eben was ganz Wichtiges gesagt zu dem Thema Passivierung.

00:25:15: Ich glaube, es gibt in den letzten zehn Jahren deutlich einen Trend dort hin, auch wenn man sich die Assets an der Management anschaut.

00:25:21: Es gab mal eine Studie, ich weiß jetzt nicht genau, von welcher Beratungsfirma das war, aber die sprachen davon, dass man mindestens Hundertfünfzig Milliarden Euro an der Management haben muss, um in die Skalierung in dem ETF, also in den passiven Bereich zu kommen.

00:25:38: Und das ist natürlich schon eine Summe, das ist das doppelte Vermögen von dem, was Sie verwalten und viele andere kommen dann nicht mal ansatzweise hin.

00:25:46: Das heißt, das konzentriert sich dann auf die ganz großen Namen natürlich.

00:25:49: Ich glaube auch, dass der Kuchen im Wesentlichen verteilt ist, dass die Black Rocks und Vanguards dieser Welt, da gibt es noch eins, zwei andere, also da in das Geschäft einzubrechen oder einbrechen zu wollen, Das ist eher, das ist eher suizidal.

00:26:02: Insofern, das ist auch okay.

00:26:04: Die haben das sehr früh betrieben und sehr nachhaltig und machen das auch sehr gut.

00:26:08: Aber das ist eben ein, wie gesagt, ein anderer Weg nach Rom.

00:26:11: Wir haben uns immer schon entschieden, einfach weil wir auch daran glauben, dass Aktivität sinnvoll ist und sind also eindeutig in dieser Ecke zu verordnen.

00:26:19: Aber es ist wichtiger geworden.

00:26:20: Alles, was dazwischen ist, wird einfach nicht mehr geduldet.

00:26:23: Es ist auch tatsächlich meine Beobachtung und es ist so spannend, auch zu sehen.

00:26:29: Die Versuche in den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren von unterschiedlichsten Firmen beide Bereiche abzudecken.

00:26:36: Das gelingt an der einen oder anderen Stelle, aber gelingt natürlich vor allen Dingen an über die Größe.

00:26:39: Das ist, glaube ich, völlig klar.

00:26:44: Noch eine Frage.

00:26:45: Die haben sich schon indirekt beantwortet, ist aber sicherlich für unsere Hörer total wichtig.

00:26:50: Wie investieren Sie selbst ihr Geld?

00:26:52: Ich glaube, es war durchaus zu hören, dass Sie ein großes Vertrauen in das haben, was Sie und Ihre Kollegen bei Flosbach von Storch machen.

00:26:59: Aber gibt es tatsächlich auch eine Investition außerhalb Ihrer Firma, außerhalb Ihrer Produkte, meinetwegen auch, oder Ihrer Veranlagungsstrategie, der Sie folgen oder ist das für Sie überhaupt kein Thema?

00:27:11: Nee, ist kein Thema, war es auch nie.

00:27:15: haben wir mit der Gründung von Multiple Opportunities.

00:27:18: Da haben wir eigentlich dann unser damaliges Geld komplett investiert und das hat sich auch eigentlich sehr gut verzinst über die Jahre.

00:27:27: Wir haben im Grunde genommen alle Publikumsfonds, die wir im Hause haben, haben Dr.

00:27:32: Floswold immer persönlich auch gestartet und auch finanziert.

00:27:37: Also wir glauben schon daran, wir haben ein sehr enges Portfolio an Dienstleistungen, aber an das glauben wir auch, Wir sehen mit großer Freude, dass auch Mitarbeiter die Möglichkeiten nutzen, in unsere Fonds zu investieren.

00:27:49: Oder ja, meine digitale Vermögensverwaltung, die heißt One, dort zu investieren und auch die Pensionskasse der Firma wird bei uns investiert.

00:27:57: Also sofern und ich möchte das auch nach außen vertreten.

00:28:00: Also ich möchte auch sagen können zu meinen Kunden das, was ich ihnen anbiete, das, was ich ihnen empfehle, das, was ich für sie tue.

00:28:07: Daran glaube ich auch und ich glaube vor allem daran, weil ich mein eigenes Geld dort investiere.

00:28:12: Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Differenzierung auch von anderen, weil ich würde gerne mal sehen, wenn man da seinen Kundenbetreuer fragt bei anderen Häusern, ob er auch sein eigenes Geld in der eigenen Form steckt, da bin ich mal auf die Antworten gespannt.

00:28:24: Also sind da im wahrsten Sinne des Wortes Überzeugungstäter.

00:28:30: Aber das sehr gerne, das ist jetzt kein Marketing-Gag, sondern das ist etwas, wovon wir überzeugt sind, was unserem Vermögen bisher auch sehr gut getan hat.

00:28:37: Nun, es gibt ja tatsächlich eine ganz, ganz wichtige Frage in den sogenannten Fragebögen für Portfoliomanager, die kursieren und da ist immer die Frage, investierst du dein eigenes Geld auch in dein eigenes Portfolio?

00:28:51: Und es kommt immer sehr, sehr gut an und macht natürlich auch wahnsinnig viel Sinn, wenn das mit Ja beantwortet werden kann, weil das schlichtere Greifung dann dazu führt, dass man sagt, okay, Ich bin auch mit dabei und so wird dann eben auch gemanagt.

00:29:05: Und das ist, glaube ich, eine wichtige Kernbotschaft auch für Kunden draußen, dass Sie das wissen.

00:29:11: Ja, also wir versuchen das jetzt zu fördern, also sowohl bei den spezifischen Portfolienmanagern, aber auch für die ganze Firma, die betriebliche Altersvorsorge, das ist ja etwas ein wichtiges Thema in Deutschland.

00:29:22: Da müssen wir uns wirklich drum kümmern, weil diese Säule aufzubauen als Teil Der Haltersvorsorge ist ganz wichtig, da kann man noch viel mehr tun, also auch gerade bei den Betrieben.

00:29:32: Und wir versuchen noch das zu fördern, indem wir das als Firma immer etwas dazu tun und die Mitarbeiter versuchen zu motivieren, doch ein Teil seines Gehaltes dort zu investieren und stellen dann auch eben Fonds von uns oder Vehikel zur Verfügung.

00:29:46: Aber da sitzt dann eben auch in einem Boot und ich finde auch, dass man da als Unternehmer auch Vorbild sein sollte.

00:29:52: Das geht jetzt nicht nur für unsere Branche, sondern vor allem auch für mittelständische Unternehmen.

00:29:57: zu versuchen, seinen Mitarbeiter eine Möglichkeit zu geben, früh mit Unterstützung vielleicht des Betriebes, Gelder langfristig anzulegen, weil die Möglichkeiten später vom Staat wirklich eine auskömmliche Rente zu bekommen.

00:30:12: Die werden schrittweise kleiner macht.

00:30:13: Das war ganz vorsichtig

00:30:14: zu sagen.

00:30:15: Wir sind wirklich sehr, sehr vorsichtig formuliert.

00:30:17: Ich habe die sehr, sehr viele Podcasts schon zu dem Thema Rente gemacht und Rentensystem gemacht und mit den unterschiedlichsten Leuten darüber schon gesprochen.

00:30:26: Und die Stimmung dazu ist gelinde gesagt niederschmetternd tatsächlich.

00:30:32: Jeder ist, der sich hier bewegt, nicht nur in dieser Branche bewegt, sondern eigentlich generell in Deutschland bewegt, weiß, dass die Formulierung, die sie gerade gefunden und gewählt haben, sicherlich nicht übertrieben ist, wenn man sagt, okay, da kommen große Herausforderungen auf uns zu.

00:30:46: Und ich glaube, es wäre vielleicht sogar ganz nett, wenn wir im Laufe der nächsten Monate nochmal zusammenkommen oder uns diesen Thema vielleicht nochmal ganz besonders widmen, weil ich einfach der Meinung bin, dass es unfassbar wichtig ist.

00:31:01: Ergänzung.

00:31:01: Wir haben ja auch eine Stiftung, die Flosse von Steuerstiftung, die hat als Ziel, den wesentlichen jungen Menschen in Fragen der Finanz- und Wirtschaftsbildung zu helfen.

00:31:09: Das zieht eben auch in diese Richtung, also Menschen zu motivieren, möglichst früh ihre Gelder anzulegen, damit sie im Alter etwas haben.

00:31:17: Der Warren Buffett hat immer so ein schönes Bild gehabt, um langfristig Tolerantiten zu erziehen, braucht man einen langen Hügel und ein wenig feuchten Schnee.

00:31:25: Und unser Job ist es als Vermögensverwalter, diesen Hügel klar zu kommunizieren, dass es diesen Hügel gibt und dann die Anwege möglichst lang nach diesem Hügel zu halten.

00:31:35: Und da ist in Deutschland, wo die Hälfte des Geldvermögens im Kasse rumschlummert, einiges zu tun und es wäre für uns alle viel, viel besser, wenn wir mehr Personen hätten, die im Alter für sie selber sorgen können.

00:31:46: Wahnsinnig wichtige Aufgabe, die Sie da erfüllen und die Kommunikation zu diesem Thema.

00:31:50: Ich glaube, man kann das nicht oft genug und häufig genug sagen und auch motivieren und veranschaulichen.

00:31:56: Und natürlich, je früher man damit anfängt, auch übrigens diese Inhalte zu transportieren, desto sinnvoller ist das.

00:32:03: Wir kommen zum Ende.

00:32:04: Es ist eine schöne Tradition geworden, dass ich meine Gäste am Ende unseres Gesprächs immer frage, was sie besonders optimistisch stimmt für die nächste Zeit.

00:32:12: Insbesondere da wir ja, wenn wir die Nachrichten anmachen, eigentlich gar keine guten Nachrichten mehr haben.

00:32:17: Wollen Sie was besonders Optimistisches mit unseren Hörern teilen?

00:32:21: Das wäre toll.

00:32:23: Das ist ein bisschen schwierig im Moment.

00:32:26: Weil ich liebe ja in Köln.

00:32:28: Und dieses Standortthema Deutschland, das ist im Köln genauso groß oder klein wie woanders.

00:32:34: Also, wie gesagt, es fällt mir ein bisschen schwierig.

00:32:36: Privat bin ich froh, dass der HSH aufgestiegen ist.

00:32:38: Das stimmt nicht optimistisch.

00:32:41: Hättet ihr jetzt

00:32:41: auch einen FC Köln getippt?

00:32:43: Ja, meine Kinder, weil die den Köln geboren sind, sind FC Köln.

00:32:47: Ich bin ja in Hamburg geboren und das finde ich auch eine gute Tradition, dass man dann der lokalen Mannschaft dann folgt mit allen Problemen und Schwierigkeiten, die das mitten ist.

00:32:55: Sie sind in Frankfurt geboren, jetzt dürfen Sie raten.

00:32:58: Ja.

00:32:58: Sie sind Eintracht-Fan.

00:33:01: Aber um was Optimistische sagen, ich würde mir das wünschen, dass wir in Deutschland wirklich viele tolle Voraussetzungen haben, ein tolles Bildungssystem, eine Rechtssicherheit und so weiter und so fort, dass wir uns in den nächsten Jahren so ein bisschen einen Ruck geben.

00:33:16: Wir sind gerade in der Phase, wo wenig Verantwortung übernommen wird, wo wir uns ein bisschen in Wege stehen, wo wir zu viele Regeln haben, zu viel Bürokratie, zu viele Dinge, die abzuhaken sind.

00:33:25: Und ich würde uns allen wünschen, dass wir da so einen so eine Mentalitätsschrift bekommen und wieder ein bisschen mehr darüber nachdenken, wie wir beitragen können, ob man nicht auch mal ins Risiko geht.

00:33:35: Ich glaube, das ist wahnsinnig wichtig.

00:33:37: Uns geht es wahnsinnig gut.

00:33:38: Das ist auch schön so.

00:33:39: Aber damit das auch die nächsten Generationen bekommen können, was wir genossen haben in den letzten zwanzig, dreißig Jahren, ist es, glaube ich, wichtig, dass wir uns wieder auf unsere Stärken besinnen.

00:33:50: Und das würde ich uns allen wünschen.

00:33:52: Ich weiß jetzt nicht, ob das optimistisch klingt.

00:33:54: Es kann auch gelingen.

00:33:54: Es ist auch in der Vergangenheit gelungen.

00:33:56: Aber da muss ein bisschen so ein Ruck durch uns alle gehen, dass man sich wirklich mal darüber nachdenkt, was kann ich selber beitragen?

00:34:04: Wo ist eigentlich der gesunde Menschenverstand?

00:34:06: Was macht Sinn?

00:34:07: Was macht keinen Sinn?

00:34:09: Wofür kann ich mich engagieren?

00:34:10: Also auch gerade das Ehrenamt und die Gemeinnützigkeit ist ganz, ganz wichtig.

00:34:14: Also dass jeder sich so ein bisschen fragt, das kann ich beitragen.

00:34:18: Darauf sind wir mehr und mehr angewiesen.

00:34:21: Ich finde schon, dass das optimistisch klingt.

00:34:23: Und zumal wir zwei uns jetzt auch noch darauf verabreden, dass wir nicht müde werden, auch ein bisschen optimistisch und auch mit gutem Beispiel voranzugehen und auch das ein oder andere zu transportieren in die Gesellschaft hinein.

00:34:35: Ich glaube, dann haben wir schon viel erreicht und vielleicht können wir anderen noch mit anstecken zu dem ein oder anderen Thema.

00:34:41: Ich glaube, das ist ein optimistischer Ausblick.

00:34:44: Ja, da sind wir uns einig und da muss man halt dann arbeiten.

00:34:47: Super, dann bedanke ich mich recht herzlich für Ihre Zeit.

00:34:50: für das tolle, aufschlussreiche Gespräch und für die Insights auch, die Sie gegeben haben.

00:34:54: Das ist nicht selbstverständlich, dafür bedanke ich mich.

00:34:57: Und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen.

00:34:59: Vielen herzlichen Dank Ihnen, ein schönes Wochenende.

00:35:06: Danke.

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